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Der Israelit · 1926-10-14 · Heft 42 (14.10.1926) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 42 (14.10.1926)
Date
1926-10-14
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette 14 Nr. 42 Der Israelit 14. Mtobe^L926 stillen Gedanken nach, und hellhörig wie sie war, gab ihnen Milka etwas gedämpft Ausdruck: „Abdul el Becher führt natürlich feine Truppen erst nach der Heimat in Marokko zurück. Ein so ßdler Führer Wd Vater seiner ^chutzbefoliterierc £>Iet£»t bis pm feitieti Sltiöeiifeltäie. bei I hl I UtUl l ' VlUliJ -II T I„ 5 feinen Solpyten. Er Wird Pprt in M StrgMn vW Tanger jeßt gestyp so gefeiept, W distWneräle hier. DgW esst er hierher und zieht W ustK unbeachtet in sejn Gchlohech-." Milfa hiH stfsttssy. im Sätze ein. Sie hqchtß ap einen gnderM Wd agch gsi anhere Möglichkeiten Wd ihpe Worte perloresi die Sicherheit. Es vergingen wieder viele Wochen. An einem Morgen lag unter der einlaufenden Post ein ver? siegektes Amtsschreiben, in dem Fürstin Rasa in aller Ehrerbietung gebeten wurde, zur bestimmten Stunde auf der Ministerkanzlei zu erscheinen, wo ihr eine wichtige.amtliche Eröffnung zu machen sei. Sie erschrak.. Die Abneigung gegen Aemter und Behörden saß ihr im Blute ngch aus der litauischen Zelt, und sie empfand sie jetzt als Fürstin noch stärker. Es war keine der gewöhnlichen Angelegenheit, mit der man sonst von IMMgoi MW au W kW, MSN LM sif selbst haben, dort an Ort und Stelle. Man wollte ihr etwas eröffnen. Milka nahm ihr willig diese Aufgabe ab. Lange Ständen war Milka fortgeblieben. Und als sie kam, hatte sie ein verstörtes Wesen, ein düsteres Gesicht und ein Aktenbündel unter dem Arm. . „Es betrifft Abdul el Becher," sagte Reisele ahnungsvoll, als Milka lange schwieg. Ihre Stimme bebte. „Ja," gab Milka matt zurück, „es betrifft ihn." - „Er kommt Nicht," bebte es über Reiseles Lippen- Milka sah der Freundin klar ins Auge, das von Tränen umflort war, und legte die Aktenstücke auf den Tisch. „Wir haben nun Klarheit. Die Entscheidung t[t Da, DjnriBir „Er kommt nicht!? . . „Er ist in der großen Schlacht bei Liste vor Mönchen schon — es dürfte kurz nachdem er Dir den letzten Brief geschrieben haste, geschehen sein — gefallen und liegt dort auf seinen eigenen Wunsch bei seinen Soldaten ich Massengrab ..." Ein. Schluchzen durchschütfelte den zierlichen Leib Reiseles. \ „Dü hast ihn tief gesteht," sagte Milka. „Ich weih es nicht, es ist Mir die Probe erspart geblieben." „So ging er mit Deiner Liebe dahin." „Nun bricht das Scheinleben zusammen," sagte Reisele, als böte ihr das etwas Beruhigung. „Wir wpsten heute noch das Schloß, in das ich nie hinechgehörte, verlassen." „Wohin?" Ich weiß es nicht. Aber hier, wo jedes Gesicht und jjedes Geräusch an meine Schuld gemahnt, darf ich nicht lKnger''hl-eiben." „Welche Schuld?" „Ich habe Ehren und Liebe, eine Fürstenkrone empfangen, und meine Schuld nicht abgetragen." sst ö.em rrii^st Jjo". tout^'e ioi.chejr. sachlich Mp sie HMsterke M pW Mm stuf Äm Tische. „Hier steht Dein Änrecht äüf Deine Stellung und das Fürftenheim, schwarz auf chesß, verbrieft und versiegelt. Einiges dabei, das Miner Unterschrift bedarf. Ist dieses geschehen, so gehe ich noch einmal aufs Amt, um altes weitere zu ordnen." Es verging eine gerastme Heile, Ms Nestele die Fassung hatte, den sächstchen Be.richt Milkas entgegen zu nehmen, und auch.dann hörte st'e! nur mtt häldem L)hre auf Me Schilderung des Ddrgcmges N.^Minstkerium hist.' "' In.her MinisierialkanKei Äar auch her marokkanische Generälkönsul anchesenst' ebenso He,r-, ren des Gerichtes, ÄeMHüde über den Mldentod Abdul el Bechers,, unter PeschreWng hier' näheren Umstände, lag beglstüdigt da. Eine Abschrift wurde ihr ausgehändigt. Zudem die letztwilligen Bestimmungen des Fürsten, die. Mt heute eingetroffen waren und von denen Wlka die Abschriften ebenfalls mitgebracht hatte. Das Schlgh, aste Liegenschaften, sgwie das gan^e . m Asgysttsn iinievQebiädyte bewegliche und unbewegliche vermögen gjpg^n M asteinfgen Besist Reiseletz stber, Wh j?ff bliebe ihr ähnesintzAM, Tjsel ßpö Wappen nM chester'M fijhr'M Oe heigelegten Reglstex wiesen oje ein? zessten,Guter Mh hiß PqMfisters W, '.WM hatte , bi^ AusachchensWung oerejtß Mdsert Wd erfästt und nannte große SMNÄ.-M die Mer Reisele km Momente noch NW das geringste Interesse zeigte. . . (Fortsetzung folgt.) ||M fM-urw Ainderecke. »Mt WM mm Der Lieblingsschüler des großen Kabbalisten Rahbi Jizchak Lurja, genaMt ,Ari", war Rabbi Chajim Bital. E r rpax es, des die Qfi)vej\ semes Meisters sMeschrieöen uM her Nachchelt behalten Hai Sem Geist ist stsi hem seines Lehrers fprmlich verschmolzen, so hast er die eigenen Änsichten und ErklÄnngen, abgeleitet von den Grundlehren, die er vom „Ari" erhalstn hatte, zumeist in dessen Namen miedergibt. Er sieht in seinem geistigen Gut der Schüße einen kleinen Splitter, mit denen der 'Meister die Welt bereichert haste. Ueber seine Lebensgeschichte und die seiner Räter berichtet er teils selber in seinen Werfen,, teils Verehrer unh Anhänger, .seiner Lehre, Hissles. was. die Grenze zwischen Wunder und Wirklichkeit perwstcht. Eine Zeutäng bevor noch EhäjW Vitals Vaier bert Entschluß gefaxt baile, riaiSy Paläsiina auszüwanöern, erhielt' er. den hö^»en Gesuch des bedeutenden Gelehrten Chajim Äschkenäsi. Der Gast sprach zu ihm: „Ich tue dir band und zu wisstn, daß du nach Erez Jsrgel äuschandern wirst, dort einen Sohn bekommst, HW du nach mir den llfamen Ehajists grhst.' Er wird groß und weste werden und fern Ruf wird gehen von einem Ende her West bis zum anderen." Die Familie begab sich däräuf niach dem heiligen Lande und "im Jahre 1543 erhlickte, wie verheißen, das Kipd das Licht der Welt, dys den Namen Ehajich efhiest. Mit i2 Jahren prophezeite ein BZuhrfager dem Jungen, er würde im Altex von 23 Fahren plötzlich von den heiligen Schriften lassen und so zwischen Wauben und Unglauben zwei Jahre lang schwanken. Dann würde er vor die Wahl gestellt' werd,en> entweder den Weg zum Bösen oder zum Hüten zu betreten. Hr würde, je nächdem, was er gechähst, dgün der Mechfeste hde,r der urtier Ützn Menschen werdest. Jstl' Jahre der Entscheidüng ergab e§ sich, dH Rähbi Jizchak Lurj y,won AegypM.kommend, m Sapbet seMsn^MühHH^Whm. (Br Mchry silst.,Ehülistischen Dhrstten He des Gehistory wie .tungen mit den HWgen der .Kürzest 'Mr.M MWen ÄrMs Wd M jstchere DrMüW. Möschiach fleht ihn an, ex .mhchteiein Wlik MMchüwah veranlassen, damst er, Möschräch, bald kommen könne. Als nach dem Tode dis „Ari" große Dstrre in Jerüsalew' e von Jerusäler Wunderniänn BeschchorunSen die astestWeEen des König Ehitz-' *) Aus der Serie „Lichtgestalten aus dem Mittelalter". kija. ausfidnig und flüssig mäche. >WW^ Dajim flüchtete nach Damaskus, kehrte aberstpgtex, nach Saphet zurück, wo er die Lehre' verbreitete. Dort erfcheW, \$ „Ez Chgsim", M wMem her Wert her Kbbäla gepriesen und als Ibestes Mittel für die Befchleu- % EHMZ smMr« M Es M darin WÄ eine Htzrallele gezogen MstMn d?s. kahstgliststchen. Methode W NachMaMes, die mehr verständmaM bktrieHn Mpde^ sind der aus den tiefsten Tsefen stchopfendest köes Hizchäk Lurja. Mit dieser Schrift zog er sich auch "einige EegsteMast zst Jst/WWtzM HWk er einen grimmigen Gegner iy.,Mhtzi Wob Abulafje, der ihn mit dem Bann bedrohte. Er mußte seine Vorlesungen einstellen. Am ^ahre 1620 hauchte Rabhi Chajfm Vital seine Seele in Damaskus faurst HW' hssst fernes SchPjtz upd Interpreten Chajlm Rital genannt werdest '! :'i'ArAli iUbiiSiiMbsi Ä.".> h’j;- Cs ist aüsWließlsch Mäie der ^estt, 8ii ich Mserqten7 teil enchalteneu Lmpschlüngen rüueller Daren od^r sonstige Angaben reljgiönsgesehllchen Haräklers ahf WmMMmWM . . 'tV'r. t ■ ,,7 ",,r, " .* - > vvenn,SiealsEnÜiaarimg8mittel,;LEnA§öR“Efr.WEILder5c_v._^_ Apölheke. Erankfur^ a. M., jvwilen, da es indmaäell aligÄstuft ist in stsir^—tnittel—s^ch-yfacH, und' soimt jeawede^Bärtwichs uifd’ auci der zartesten Hau| geffech^wird; T J^auRt-peptt^' :.^iihwanenTÄp(>Jhdke, Frankfurt' ä.‘ M;, i&cr wich’ VfersutÜsniengen* Köste&loä 'erhäulich sind. ERMÄSSI.GTE fiR?I3gi .Doöe nÜt»/» ^g:Jnhklfä RMki2.5Q feinsthl., 1 kg. Inhalt 4 RMk. 4.50 einschließlich Dose. 1 i : i>7; t n;'i;)/u rrn:. .... Frankfurt ä. M. INÖABfeR Ä. 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