Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 38 (16.9.1926)
- Date
- 1926-09-16
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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ftegausgegefeen pon der Cande&oeqanifation deg >jlgudq«-3tegoef in pe^^few^and ^2 Jahrgang Frankfurt a. AI., ^6. September [$26 / 8. Tischri 5687 Nummer \8 fiec Ruf Jerusalems an die Gola zur Jahreswende 56S7. ■ninnani viipn i'V.n /nraVi n*nrf? rn H1I1U1 mhm mnnn Vai •nsrn rrrmn x>i ni'V prri Die heilige Stadt und was zu ihr gehört Es liegt geschändet und zerstört: Ätzt« MMm zrrtrMt UjH MMMrr ilrrl» nur i*te 8hora t»tr ttod^ lyaben. Diese erschütternden Scheidegrüße der N'ilastunde eines jeden Jom Kippur, welche nochmals das ganze tiefe Weh unseres zweitaufendjährigen Golus und des Golus der Schechina auf Erden in wenige Worte zufammenpreffen, gewinnen in diesem Jahre eine besonders aktuelle Bedeutung durch ein Schreiben, welches ragende Thorafürsten Erez Jisroels zum Beginn des Tischri-Monats an die Agudisten der Diaspora richteten. Der Brief ist unterzeichnet von Rabbiner Chajim Sonnenfeld, Rabbiner Elia Klazkin, Rabbi Jssar Kalrn«n SJJielgerj mabbirter SJiorbed^ai Geb Rubin (Jerusalem), Rabbiner Moses Kliers (Liberias), Rabbiner Israel Silbermann (Safed) und hat folgenden Wortlaut: VsiV' Va wyw nsrt£?a nirrVom amnM >>»'2 ,iVi2air? 12ms aa'Vs a-2is 122,1 'arnv? rnniV nisirn *'pn uxisa 1 m aarns nas? a^unni arnni rwpaa ^nan Vs? sV '.ira aa'Vs v'2is *iatt '2ix Vs? sVi •oix Vs? as 'a 'iT snia v'Vpaa iss nVa^an Vs?i 1VS 'Vllp ’lV' ’S1?« N1VV2 'VsiV' as? NaV2 .iaV2,1 .VN'Vs? nsma N22V 188 tzN SM8» 8888 pfmUS .B8S< 8il8fiM 881» Vtnur rm i¥« mm naVn ma msnVi D'anV rrn Vj? a'wip fsx a'Viaai a'asna.i 'p.ia ,11122? sav 121ns iws min iinVn ma minn ,snan ,ionaVi ns?aV 12V iw iv?s »nr niaisnn ina "N2 aVxa ta'xiaaan nis'am mrna.i Ve? p'pn amitn 122 ina2ai ian iisrnn ’*s? msax m via *]in«?V rm»a tpnp Va niVaVi s?VaV isa anpa aiznn.i D’asnan Ve? nVs ajra ’trnpa ns Vsur?' mss! mo’ ai Vas?a *mi 'tzrsE? Ve? ‘pa pavp ns np’mn nana nixasn.iai msa 'O’ViVa E?ip ,iaia ns ise?s ,iVs a'sass 'Z?vsi lasnnsi 'smi.i asna ns a.ia isxa iE?s niiV'i a'iV' Mtim JV71M öviawi mmm naisan man ’a^ Hmrinannai anamna npioy nomn nVs 'n iVami *pffmsa aiwm nimm vv niaviana v2T pmis *xs nana aiia avn iv awpi •ana 1222?' ia«? ■»anis nu?s mi^inn .1V12.1 nisisa imi ’VaVan na^an 'V21V ,inz?i nTT2i isa nain nas?an2 no2ann 'lawa iz? a^a isa asa’i asr 122V ',iVs s ’isaaV vm ’iss "Va as pMisV -’issn SI12.1 posn ns ’-iaV Vs? i2miVs?na 12bd it nyiV naV’i nn VaV imsn' nVs/n ms? v'n n'isvV nivVia. d.ti’ irr?s v'2iVN isvn ma a.iV nstD'a onv'Vi aai2'na ana2?2 ns V'z?mV im nv'Vs.i ria'aiV i2is?sr s?'ii.iV ,iainV 12V 12s aissria n rna.i is?tw rn nViaa 12ms nonai *arna amma i2Si «inj? ioa2 ai'av onV iian'i rwpn asan ns *pj«iV Vsi i?miK J1R ¥1HD «V V«~l¥’ nH«¥Wi 13« I3M1V2 . -mV mn namp ns?w^i nVsnVi mts?V tiwn’ s aans Iia'i aa^a Vj?i aa?Vj?-aman anTViam. a^p^isn nsoa lannni ianam mu?isai naiv mwa ö’ana nanaa v'aninn mmj?a waio v"nV mVsV ♦s^aa ns?iV'V v'asvi ♦s^aam ö’Vb?i*i’ p"ns? '?"sin D’am i^ina ri*ns?a )D^T IDT«’ "DiriSp riüB 'f2SV1vaV''T NVV Vsiv 1'aii a'V '2112 Deutsche U e b e r s e tz u n g : In diesen Tagen, da die Blicke ganz Israels flehend zum himmlischen Vater gerichtet find, inenden mir uns an CEudj, JBrüber in den Ländern twSgitai UN^ bitten Su^ um Aröarmen {viv Eure Brüder im Heiligen Lande. Nicht wegen materieller Bedürfnisse, nicht im Interesse des ökonomischen Wohlergehens appellieren wir heute an Euer mitfühlendes Herz, sondern wegen der Erfordernisse der Seele, der Seele des jüdischen Volkes, der Seele tausender zur Heiligkeit emporstrebender jüdischer Kinder, die in diesem AllgLllklM gMWLt sMd, Ms Agudas Jisvosl gründsts im Hsiligsn Lande eien Anzahl Talmud Thora-Anstalten für Knaben und Mädchen. In diesen Unterrichtsanstalten wird der alte, wahre jüdische Geist in seienr Reinheit bewahrt; dort werden die Schüler in Thora und Gottesfurcht erzogen. Wir erblicken in diesen Talmud Thora-Anstalten mächtige Schutzwälle gegen die oberflächlichen Erziehungssysteme, die sich in unseren wegverlorenen Zeiten im Weinberge Gottes ausbreiten und den Geist des Abfalls und der Irreligiosität in die zarten Herzen der Heranwachsenden Jugend pflanzen und alles Heilige mit Vernichtung be- ÜKeL» HßÜ^e Uni gro^e O^er Die Agudas Jisroel, um diese „Stätten der Heiligkeit" zu gründen und Jahre hindurch zu erhalten. Dem entsprachen auch die vorzüglichen Resultate: hunderte Kinder beiderlei Geschlechts erhalten dort geistige Pflege und werden zu thoratreuen und kenntnisreichen Juden erzogen. Agudas Jisroel war bestrebt, dieses Erziehungswesen in dem Maße zu erweitern und auszugestalten, wie dies oie Entwicklung der jüdischen Siedlung erforderte. Solche Thorastätton. bestehen zurzeit in den vmb «vwfi m ms()men Kolonien. Infolge der wirtschaftlichen Krisis in den Ländern des Exils sind jedoch diese Anstalten bedroht. Die finanziellen Einkünfte haben sich ungemein verringert und wir fürchten, daß die Schließung der Schulen zur Notwendigkeit werden könnte, was der Allmächtige verhüten möge. Schmerz und Leid erfaßt unser Herz, wenn wir daran denken, daß die Möglichkeit besteht, daß diese kleine Herde in alle Windrichtungen zerstreut werden und in die Netze fallen könnte, die ihr gelebt sind, um sie Urtierric^isartj'ialieTT g«gw|ii^renj Die ihre Seele mit ihrem Crziehungssyflom vergiften würden. In diesen schweren Moment empfinden wir es als unsere Pflicht, die Oeffentlichkeit über den trostlosen Stand der Dinge aufzuklären und der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß unsere mitfühlenden Brüder in den Ländern des Exils die Lage richtig einschätzen und sich zum Bewußtsein führen werden, daß das religiöse Schicksal und die Zukunft des Judentums im Heiligen Lande in ihrer Hand liegen. Wenn sie sich ein richtiges Bild, von der Gefahr machen, werden sie — wir sind dessen sicher — unseres Heiligen Landes gedenken und sich mit allen Kräften zur raschen und tatkräftigen Hilfe aufraffen. ^abei Mitgefühl UT|b dff Mm MW auch Eurer unD Der Eurigen in Gnaden gedenken und Euch in das Buch der Zadikim einfchreiben, wie es aufrichtig erflehen Josef Ehaim Sonnenfeld Elijah Klatzkin Moses Kliers Israel Mosche Silbermann Jssa? ZglMSK Mslzzv Mordechar Leb Rubin Es hieße, die Wirkung dieses Aufrufes abchwächen, wenn wir mehr als einige orientie- -ende Worte hinzufügen würden. Es scheint aber, i)aß solche Orientierung nicht überflüssig ist, da wir überzeugt sind, daß nur der Mangel an Kenntnis dsr sinschlägigsn Wsrhältnifss dis Ursache ^afär ist, wenn bie gcsctzcsttcuc jüdische Gesamtheit bisher sich ihrer Vreantwortung für das .Schulwer-k der Agudas Jisroel nicht bewußt ist. Ein verhältnismäßig kleiner Kreis von hochherzigen Männer und Frauen hat bis jetzt die Mittel für die Grundlegung des palästinensischen Schulwerks der Agudas Jisroel gewährt und ihnen gebührt der wärmste aufrichtigste Dank der lÄdistzm GksöMthkUi «Dkl nimmklMkhr m Mksks Dankausspi>echen genügend,, und nicht ist die Thevs und die Erhaltung der Thora in Erez Jisroel - Vsiff' ps nnna mm psi — Aufgabe von einzelnen Wenigen. An Alle, die nicht wollen, daß „die Rechte" im jüdischen Volke verkümmere, ergeht der Ruf Jerusalems, seiner nicht auch weiterhin zu vergessen. Eine „öffentlich rechtlich gesicherte Heimstätte" für alle Juden wird Erez Jisroel wohl in absehbarer Zeit nicht werden, wohl aber — wie Sir Herbert Samuel jüngst in Nürnberg ausführte — ein religiöses und sittliches Kulturzentrum des jüdischen Volkes. Wenn hier die Heranwachsende Jugend nicht j ü d i s ch im einzig ©Un ileje! Ü[$p^f?s?rgyg?n wenn hier eine Generation entstünde. Die nicht mehr mit dem Sinai verknüpft wäre, so wäre die f l u ch beladene Konsequenz für die Diaspor «nicht auszudenken. Es ist daher abwegig mit Hinweis auf die mannigfachen lokalen und territorialen Aufgaben, sich an Erez Jisroel desinteressiert zu erklären. Wenn, wie der Kusari sagt, Erez Jisroel das Herz der Welt ist, verkümmert der ganze Organismus, wenn Herzschwäche eintritt. Der Herzschlag Mefep 1(1 «Wf jai rra W mjnrn Van Auch Die wirtschaftliche Betätigung für Erez Jisroel hat zur Voraussetzung die Pflege des Thorageiftes dort. Mahnt doch schon das Wort unserer Weisen: sViz? 371 pipaa wVmtt? Vsiv psa nii";? n'si as D’2c?ai anaio lawa ipnn.i „Wenn Du in Erez Jisroel Ortschaften siehst, die von ihrer Scholle entwurzelt sind, wisse, daß sie es an Fürsorge für ihre Lehrer und Thoragelehrten haben fehlen lassen." Ohne die jüdische Erziehung können wir auch wirtschaftlich Erez Jisroel nit^t cmsbcruen. Diefes Dewutzlsein von Der primären BeDeutung de^ Evziehungswerkes der Agudas Jisroel, welches bis heute ca. 1200 Kinder mit 50 Lehrkräften umfaßt und noch sehr erweiterungsbedürftig ist, möchte der Appell von Palästinas Thoragrößen wachrufen. Möchte die Rabbiner und Lehrer anregen, daß sie an geweihter Stätte ihre Gemeindemitglieder zur Teilnahme an dem großen Werke anfeuern, daß sie das Band neu schürzen, welches seit je die Diaspora mit den Thorastätten Erez Jisroels verknüpfte, möchte die Jünglinge und Jungfrauen dazu begeistern, daß sie mit dem ganzen Feuer ihrer Jugend dazu verhelfen, aus dem Lande unserer Vergangenheit ein Gan& unserer jüdischen guk«ns; schgsfm, ner Darf, keiner mirD fehlen, seine noch so geringe Spende allmonatlich für Thora in Erez Jisroel zu leisten, für das Schulwerk der Aguda dort, welches den Namen Vsiiptpise?trägt und der Gott, der Zion und Jerusalem erwählt hat, wird dann in seiner Gnade unser N'ilagebet erhören: -Vsie?' misE? Vs? Dmma aitn ^umeubungen sür das S^ulrv^^ Jisroel in Pulüstinu nimmt’ Die Paläflinazenkrale der Agudas Jisroel Frankfurt a. M., Postscheckkonto 61900 entgegen. Anmeldungen für die Rosch-Chodesch-Spende wollen auf beiliegender Karte getätigt werden. 1