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Der Israelit · 1926-09-16 · Heft 38 (16.9.1926) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 38 (16.9.1926)
Date
1926-09-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 38 ©fit« 7 :?■?. . '.--vr-; - *-. ' 16. September idLc . ■ D t i 8 s ta * I 11 schätzung, die ihm die bisherigen Erfolge als Lehrer in unserer Gemeinde eingebracht haben, auch in seinern neuen Amte als Prediger und Führer der Gemeinde zu erwerben. kowno, 8. September. Der hiesige Hauptsekretär der litauischen .Gesandtschaft in den Vereinigten Staaten R a b i n o w i c z , ein Jude, ist zum litauischen Generalkonsul in den Vereinigten Staaten mit dem Sitze in Newyork ernannt worden. Er behält dabei auch seinen früheren Posten als Generalsekretär der Gesandtschaft. Briefkasten. K. L und Andere. »Die Mitteilungen« können hiesige Interessenten in der Kanzlei der Realschule Am Tiergarten erhalten. L. 1-0. Eine Exhumierung ist. wenn es sich nicht gerade um eine Ueberführung von p*n3 O’iaa zu ^K3V' mp handelt, zu vermeiden. Ob und wie es in Ihrem Falle sein dürste, darüber müssen Sie sich beim nächstwohnenden geseZestreuen Rabbiner befragen. Sprechsaal. Aasten. Die Anregung m. l. Freundes. Dr. Calvary, bezügl. Mi FMn§ am ¥v utw Mw MitMmQtn rinn M banPertsmeri uni) überaus FH MÜHl6 Mit darauf Hinweisen, daß die Frage der Nahrungszusührung durch den Mastdarm auch im „Israelit" 1906 in einer Sprechsaalnotiz Nr. 39 (.S- 7) behandelt worden ist. (Auf -mbn 'wn Nr. 119 braucht wohl kaum hingewreson zu werden.) Rabb. Dr. Mannes. Frankfurter Berichte. Eine rühmenswerte Tat. Metzgermeister Ignatz May (Nichtjude) iin der Fahrgasse stiftete zu Roschhaschono der Israelitischen Waisenanstalt dahier 70 Pfund Koscherfleisch, ebensoviel die Großschlächterfirma. Hugo He ß. Das Fleisch (140 Pfund) wurde durch einen unter Aufsicht stehenden jüdischen Metzger der Anstalt geliefert. Neues aus der Agudas Jisroel Jugendgruppe. Anläßlich des Jahrzeitstages des Direktors Dr. G. Lange Vst veranstaltet die Jugendgruppe wie alljährlich sin öernen. 'Dcrsfef&e firtbet in btef em 2<lhrS ftaül §lt h, npi- Mm 7.So ahembs im Sleretn;slö?i5[ Hanauerlaudstr. 17. Anschließend Maariw bismcmau. Die Auslosung der ausgegebenen Nummern (für Sammler der Werbewoche) findet nunmehr endgültig statt am Sonntag 3. Oktober im Vereinslokal. Die genaue Stunde wird noch bekannt gegeben. Ein bisher unveröffentlichtes Dokument aus der Emdener Zeit S. R. Hirfchs. Von 3of. heymann in Frankfurt a. 7N. Viel zu wenig ist bisher die Bedeutung der ostfriesischen Amtsperiode S. R. Hirfchs gewürdigt worden. Abgesehen von den verwaltungsrechtlichen, pädagogischen und sozialen Reorganisationen dieser Zeit, sei hier nur an die segensreiche Wirkung der Vorschuß- und S ch u l d e n t i l g u n g s k a s s e erinnert. Gerade Emden war es, wo S. R. Hirsch sich auf die große Kampfperiode vorbereiten durfte. Es ist ein wahres Kiddusch Haschern, das er hier entfaltete. Wie Rabbiner Dr. Solomon Breuer, damaliger Oberrabbiner zu Papa, dies in seiner Gedächtnisrede (Verlag Raab 1889 G. Groß u. Co.) vom 20. Schebat 5649 mit folgenden Worten tvsffö-nd charakterisiert: „Bon den vielen zahlreichen LchMtt, M AM um WM M UMssM» licht, verdient eine der glänzendsten besonders hetBdrgLhoben zu werden: 22 bremische Pastoren hatten sich zusammengetan, um gegen die jüdische Bibel den Vernichtungskrieg zu unternehmen. — Da schrieb er die „Jüdische Anmerkungen zu den Bemerkungen eines Protestanten über die Konfession der 22 bremischen Pastoren", welche Schrift das denkbar größte Aufsehen in jüdischen und nichtjüdischen Kreisen erregte. Mit besonderer Vorliebe gedachte der teure Verblichene derselben. „Diese Schrift hat mir viel Spaß gemacht," pflegte er zu erzählen. „Aus verschiedenen christlichen Kreisen erhielt ich Briese, in denen man mir zum Erscheinen derselben herzlich gratulierte und gleichzeitig das lebhafte Bedauern aussprach, daß eine solch gediegene Kraft dem Judentum angehöre." Nachstehend beginne ich mit der Veröffentlichung eines Schreibens von S. R. Hirsch aus der Emdener Zeit, welches Eigentum meines Vaters ist und im Jahre 1844 an den Aeltesten der Gemeinde zu Aurich, meinen Urgroßvater Samuel Calmer Heymann zwecks Vorlesung und Anschlag in der Synagoge gerichtet wurde. Auf die Auricher Gemeinde hatte Hirsch stets sein besonderes Augenmerk gerichtet. Dies aus zweierlei Gründen: Einmal mußte Hirsch im Jahre 1841 bei der Berufung auf den Rabbinatsstuhl des Landrabüinats der Distrikte Aurich und Osnabrück einen Streit mit der Partei des Auricher Dajan Dr. Lippmann führen; Hirsch hatte hier einen harten bitteren Kampf gegen diese Partei auszufechten, die Dr. Lippmann als Landrabbiner gewünscht hatte. Unschöne Formen hatte dieser Kampf angenommen, alle unlauteren Mittel wurden gegen Hirsch aufgeb-oten. Man scheute nicht vor Verleumdung zurück und versuchte seine Ernennung bei der Regierung rückgängig zu machen. Aber Hirsch nimmt den Kamps ruhig auf und gewinnt durch die Macht seiner Persönlichkeit schließ! ch alle Herzen. Dann aber hatte Hirsch seinerzeit auch infolge der im Jahre 1842 in der Synagoge zu Aurich vorgefallenen Exzesse eine Schließung der dortigen Synagoge verfügt. Diese wurde auch ausgeführt. Näheres hierüber, sowie über die Wirksamkeit in Emden behalte ich mir vor an Hand zahlreicher u. a. im Besitze meines Vaters befindlichen Originaldokumente zu veröffentlichen. Dos nun hier? foJgenbe (Sri) reiben benftin erfietr fitnt« «ff bieje ootrge|aIIenen imrc^ |etn Itoteoolles, ivmueudes Wesen, das Faszinierende seiner Persönlichkeir, seinen Gerechtigkeitssinn und seine echte Wahrheitsliebe schlichtet Hirsch alsbald diesen Streit. Das Schreiben lautet: Die herannahende Zeit unserer heilig-ernsten Feste veranlaßt den Landrabbiner, den Gemeinden die.heiliggroße Aufgabe in die Seele zu rufen, die diese Zerr uns allen bringt, und sie zu erinnern, diese große Aufgabe auf würdige Weise durch gottesdienstliche Mittel zu fördern, die unsere heilige Religion dafür darbietet. Möge der Schaufor-Ruf am Rausch-Haschonoh uns alle zur Tschuwoh, zur wahren Buße und Rückkehr wecken, daß der Jaum-Kippur uns Slichoh und Taharoh, uns Reinheit und Vergebung bringe und wir so nn erneuten Bunde mit Gott, am Sukauth-Feste, Emunoh wsrmchoh, Vertrauen und Freude gewinnen, stark und heiter unseren Lebensweg-vor Gott zu vollbringen. Alles dies sind Aufgaben, die jeder einzelne in seinem Kreise, seinem Herzen, seinem Hause zu vollenden hat, aber geweckt und gefördert soll die Erfüllung werden im Gotteshause, durch gemeinschaftliche Verehrung des einigen Gottes. Möge denn euer Gottesdienst in diesen Tagen ein besonders heiliger, würdiger und wahrhaft gottgefälliger ssinl Der Geist der BersähiiUHS, hüt MtldS. WM. ÖM Eintracht, der Geist des Friedens vereinige euch stets vor Gott. Kein Zwist störe eure Versammlungen, kein Zwist erzeuge sich durch euer Verlangen! Im Gotteshause beginne die Versöhnung, die Milde, die Liebe, der Friede, der dann im Leben gepflegt und erhalten bleibe. Und der Geist des Ernstes und der Gottesfurcht beseele Euch im Gotteshause und gestalte würdig Euren Gottesdienst. Alle bereits früher ergangenen Ermahnungen und Vorschriften, ohne Geräusch zu kommen und zu gehen, überhaupt nicht schreierid und Schemoneh-Esre nur leise zu beten, nicht vor- und mitsingen und lesen mit dem Vorbeter und Vorleser, nicht stören durch Ein- und Auslaufen, alle diese Zeichen und Bedingungen eines würdigen Gottesdienstes mögen hiermit wiederholt in Erinnerung gebracht werden und jeder von euch dazu beitragen, daß Wan D’WTip>»m D’tnun nWn in Eurem Kreise würdig und r>"ixn sein, mvoav iras ’jsV nnsa maiavi» irrn'io snnV irrnsün /untres i>vi -iW omV ft’tnnn rnrp laanain iwW mpm rvnn« nnin ,o’»n aW . ni>S7ii nxsna na»n jmrx *w ravn wv'n i»a oaawi oaaiW isa Wnan va'nrr Emden, 5604/September 1844. jp~sb —rn n-’ssa '£>t '-i *T1« rVTH ]= jnmv An den Gemeindeältesten der Gemeinde Aurich, Herrn Samuel Calmer Hey mann, Aurich Zur Verlesung und Anschlag in der Synagoge. Der Stil Hirfchs ist unverkennbar. Er zeigt hier wie überall das Gepräge feiner besonderen Eigenart — ein tiefes Gemüt und ein warmes, jüdisches Herz. Mögen oiefs von heiliger Glut getragenen Worte, die vor 82 Jahren niedergefchrieben wurden, wiederum wie damals jüdisches Leben wecken, zu wahrer jüdischer Pflichttreue ermuntern, vom innersten Herzen kommend, auch den Weg zum jüdischen Herzen finden. Diese Zeilen lassen Hirsch vor uns geistig erstehen, * jedes Wort aus feiner Feder ist ein Abglanz ferner Persönlichkeit, ein Stück von seinem Geiste und daher ein ewiges Vermächtnis. Immer wieder zeigt sich die geschlossene Einheitlichkeit dieses Mannes und seiner Werke. Gerade die kleinen und kleinsten Geistesschöpfungen Hirfchs aus seiner ostfriesischen Wirksamkeit — ganz originell und kunstvoll in ihrer Art — geben immer wieder neue Beweise seiner bewundernswerten, geschlossenen Persönlichkeit, die bereits an so vielen anderen Stellen eingehend gewürdigt worden ist. In dieser Zeit des besten Mannesalters setzte er bereits seine ganze Kraft auf das eine Ziel ein: Durchdringung von Lehre und Leben mit der Kultur der Zeit oder echte, ganze Frömmigkeit mit wahrer Bildung zu vereinigen. Abgesehen von dem historischen Wert enthält dieses Schreiben einen ewigen inneren Wert, der die ganze heutige und die ganze künftige Generation vor kurzsichtigen Irrungen und Verstimmungen bewahren kann. Dieser gesunde, jüdische Geist, der aus jeder Zeile Hirfchs spricht, vermag uns auch in unserer jetzigen schweren Zeit vor weiteren Enttäuschungen zu bewahren. Vereinskalender. (Wegen Raummangels verkürzt). . Verein INekor Chajim. ^Die ganze Woche nach Beendigung des lvollksvikiislks.' mtima; ooimtaa nnn Millwm Sonntag vorm. 9i/4 Uhr und Dienstag abend 1 Stunde vor rmaa- 'Oö. Herr Rabb.-Aff. Posen. Montag 7 Uhr: niw 'Oö Herr Joachim Soffer. Montag 874 Uhr: Kap '3 'Da. Dr. Elieser Posen. 7,3V morgen nach Beendigung des Gottesdienstes: &T>7. Dr. Elieser Posen. Zohrzeits-Stiftungen: Sonntag, 19. Sept. Moses Aumann-Sttftung. Agudas JisroebJugendgruppe. (Die Lokalitäten Hanauerlandftratze 17 sind geöffnet, N3V vorm. 10—1 Uhr. nachm, von 3 Uhr ab, Sonntag abend von 672—11 Uhr. Montag und Donnerstag von 6—1074 Uhe). Sonntag bis Freitag. 8—12 Uhr. Gelegenheit zum Lernen. Herr Herz.H alp ern. (gemeinsam mit der Ortsgruppe). (Alle anderen Schiurim wie üblich). Agudas Jisroel-Alädchengruppe. Sonntag, 8—9 Uhr abends, nPsli. Herr Lehrer Hirschberg. Montag 73/4—83At Uhr abds., Hebr. Sprache, Frl. UllLlkü - Ü~10 M, ITHi OIH Wi ÜJfSi Kl. DDermainftr. 30. (Alle anderen Schiurim wie üblich). D»ip-Vereln Ofiendfiraße 1t Rabbiner S. Weber. 7na3' 'öa von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends nach nan 3*3510. veshamldrafch, Ostendstraße 16. Don Sonntag bis Donnerstag einschl. allabendlich von 3/48 —9Uhr 711333 'Da, Herr Rabb. M. Karpel. Jüdischer Hurueröund. Montag: 8—10 Uhr Leichtathletik für sämtl. Herrenabteilungen. Musterschule, Oberweg. Dienstag: 8—10 Uhr Herrenturnen I.. Realschule. Tiergarten 8. Mittwoch : 3—472 Uhr Knabenturnen r 5-67» Uhr Mädchenturnen; 8—10 Uhr Damenturnen, Herderschule, Wittelsbacher Allee 6. Donnerstag: 77,-9 Uhr Herrenturnen II. (14—18jährige). Deutschherrnmittelschule, Frankensteinerplatz; 9—i07s Uhr Alte Herren^- turnen, Realschule, Tiergarten 8. — Die Montag- und Donnerstag - Kurse beginnen ab 5. August. Wanderungen werden stets auf dem Tumboden bekanntgegeben. Gebelzeile«. nü sr NschmiUng 3.30 Freitag Abend 6.30 Morgens 5.55 Mincho 3.45 Neiloh 5.40 Ausgang 7.13 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 6.— Sonntag Morgen 6.10 Tefilin-Legen am Morgen 5.05 Alleinstehendes Fräulein fließt Betätigung in fromm, best, klein. Haushalt - Kleine Vergütung. Off, unt. 22011 an d. Erp. Streng orthodore perfekte %><&« für kleinen Hospitalbetrieb 0; 8: OrDiDtQffOUrai TNfnrng, MkmrmrinM., Röderbergrveg 97 Perfekt.Köchin mit vrima Zeugnis, sucht in besserem. religiösen Haushalt Stellung per 1. 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