Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 36 (2.9.1926)
- Date
- 1926-09-02
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 16 Nr. 36 Der Israelit 2. Achtentber 1920 Frankfurter Berichte. Hesped der Agudas Jisroel-Orts- und Jugend gruppe zu Ehren des Heimgegangenen Rabbiners Dr. Salomon Breuer ‘rsi- Am Sonntag den 5. September — 26. Elul — abends 8 llf)r veranstaltet dis Agudas 2isr7asl-Qrtsurrd Lugkllvgrmws Frankfurt a. W. Lu Auia w schule 5er Jsraslsitsäsen Nslrgronsgefellfchaft Am Tier garten 8 einen Hesped auf Rabb. Dr. Salomon Breuer- Als Redner ist Herr Rabb. Dr. Emanuel Carlebach, Köln, gewonnen. Es ist zu erwarten, daß die Mit glieder der Agudas Jisroel, sowie die Freunde und Ster ehrer des Heimgegangenen ^«iv'a psa sich pünktlich zu dieser Trauerveranstaltung einfinden werden. Gäste — Damen und Herren — sind geladen. Hesped in Fürth i. B. Am Sonntag den 28. Aw hielt Herr Dr. Deutsch. Direktor der Israelitischen Waisenanstalt, in der Synagoge zwischen nr,aa und ans?» vor größerem Auditorium einen groß angelegten Hesped auf den Frankfurter Raw Ausgehend von der Schriftstelle in ins -nap'>V' -ra svim »"pya -in^ ]isx» w^na biaaa. woran die weisen Lehrer die Pflicht knüpfen, einen cvan gebührend zu beweinen, fühlt sich der Redner, der seinerzeit die Nachfolge Breuers als Hauslehrer im Hause Bondi-Mainz übernommen hatte, verpflichtet, dem prra P'isi Nachruf zu widmen. Schon damals hatte er viel von dem großen mscpa in v"i? uni) o’po-ia Breuers sprechen hören. In begeisterten Worten sprach er nun über die beiden großen Frankfurter a’aa-i, Samson Raph. Hirsch und Dr. S. Breuer Wenn die Weisen sagen nv» 'av naa^asvim'am v»n'asa,so wollen sie damit sagen, daß wie die naab das Licht von der Sonne empfängt und die Strahlen weiterträgt, so war der gelehrige Schüler 3o= [t°in m niait nur m nun, mie riß iß» lsim geleyn, m ihrer ganzen Tiefe zu erfassen, sondern gleich der naa^ der Welt weiter kund zu geben. Während Rabbiner S. R. Hirsch 5>"xr uns seine kostbaren, vom Geist der nun getragenen Werke schenkte, überhaupt der mw in Deutschland zu ihrem alten Glanze verhals, so war unser Heimgegangener Rabbiner Dr. S. Breuer aufs Peinlichste bemüht, das Werk seines großen Vorgängers weiter auszubauen. Er schilderte dann die Unbeugsamkeit des Frankfurter Raw und die historische Bedeutung der Jeschiwagründung. Der noon hinterließ auf die Zuhörer größten Eindruck Es war eine erhabene Gedenkfeier, würdig des großen Toten, dem sie gewidmet war. Die zweite Verbeverfammlung. Am Mittwoch den 25. August fand in der Aula der Realschule der Israelitischen Religionsgefellschaft die zweite Werbe-Bersammlung statt. Die in der Agudas Jisroel-Jugendbewegung bereits rühmlichst bekannten Dozenten des Abends, Herr Distriktsrabbiner Dr. Elie Munk, Ansbach und Herr Wolf S. Jacobson, Hamburg, vermochten eine große, meist jugendliche Zuhörerschaft anzuziehen, so daß Herr Leop. Oppenheimer als Versammlungsleiter vor gefülltem Hause den Abend eröffnen konnte. Als erster Redner erläuterte Herr Rabbiner Dr. M u n k in tiefgehenden, von jugendlichem Feuer getragenen Ausführungen die unbedingte Notwendigkeit der Organisation. Niemals habe der Einzelne seiner Pflicht Genüge getan, wenn er zwar für sich lm, mz er als CinzeiRiMlilWit in fernen mtv Wänden zu leisten imstande ist, wenn er aber unrnteressiert an der Umwelt vorübergeht. Die Kraft der Einzelpersönlichkeit liegt nur im Anschluß an gleichgesinnte andere Menschen, in der Organisation. Nur dann kann die Organisation machtvoll auftreten, wenn genügend Menschen hinter ihr stehen, der Einzelne aber ist in der großen Welt immer nur ein Nichts, das nur im Zusammenschluß mit Anderen zur Geltung kommen kann. Redner kommt dann noch auf die Notwendigkeit einer positiven Richtung in einer Organisation, ganz bestimmt aber in einer Jugendorganisation zu sprechen. Nur ein positives, auf ein bestimmtes Ideal hinzielendes Programm verschaffe einer Organisation die Existenzberechtigung, aber auch allein die Grundlage dauernden Bestandes. Redner weift in diesem Zusammenhang auf die neutral sein wollende Esrajugend hin, die früher oder später sich einfach diesem Gedankengang anpassen müßte, um sich erhalten zu können und hofft, daß sie den rechten Weg bald finden möge, denn eine gespaltene orthodoxe, gleichgesinnte Jugend ist ein für die Dauer unhaltbarer Zustand. Der Referent schließt mit einem warmen Avpell, daß Alle sich ganz in den Dienst der Werbewoche stellen mögen, um einen vollen Erfolg zu gewährleisten. Herr Wolf S. Jacobfon wendet sich vor allem an die Baale batim, die noch immer interesselos dem Streben der Jugend gegenüberstehen, die der Jugendbewegung noch immer die nötige Unterstützung versagen würden. Man wirft der Jugend irrig vor, sie würde durch ihre Arbeiten der örtlichen Khilloarbeit entfremdet werden und der Bestand der lokalen Gemeinde wäre die erste Grundbedingung jeder Bewegung. In Wirklidjfeit sei es gerabe urtfere Qug-enb, die oon jei^er 2/rägeyjj] Ahillolbss geracjcn fei. ygh? MAN ln jkNkN ÜliLr ren Kreisen eben nicht verstanden, die Jugend heranzuzrehen und man würde durch Interesselosigkeit der Jugendbewegung gegenüber nur den Gegensatz verschärfen. Er hofft daher, daß auch jene Kreise bald anderen Sinnes werden, damit in beiderseitigem Interesse Positives geleistet werden könnte. Redner wünscht sodann der Werbewoche guten Verlauf und versteht es, in an feuernden Worten für die Idee der Agudas Jisroel Be geifterung zu erwecken. Beide Referate wurden mit großem. Beifall ausgenommen, und konnte Herr Leopold Oppenheimer zum Schluß im Namen der ganzen Zu Hörer den Rednern des wohlgelungenen Abends herzlichen Dank aussprechen. (Der Bericht über die Schlußversammlung \°lS* in "«chsM iMITMi] JIßUßö aus dsk Agudas Ilsroel-Iugendgruppe. Wir verweisen aus eine gesonderte Veröffentlichung betr. einer gemeinsam mit der Ortsgruppe veranstalteten Trauerveranstaltung zu Ehren des Rabb. Dr. Salomon Breuer Sämtliche Sammler und Sammlerinnen, die sich in den Dienst der Werbe-Aktion gestellt haben, müssen bis spätestens Sonntag den 5. September ihre Sammel listen zurückgebracht und mit dem Werbebüro abgerechnet haben. Das Büro ist zu diesem Zweck am Sonn tag den 5. September von 6—6 Uhr nachm, geöffnet — Hanauerlandstr. 17, Zimmer 3. Diejenigen Sammler und Sammlerinnen, die an der Verlosung teilnehmen, müf sen sich am gleichen Nachmittag zwischen 6 und 6.30 Uhr im gleichen Büro zur Entgegennahme der namentlich ausgestellten, numerierten Lose pünktlich einfinden. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, die bis Sonntag den 5. September mit dem Werbe-Büro noch nicht abgerechnet haben, alle Ansprüche auf Teilnahme an der Verlosung verlieren. Anläßlich der Jahrzeit von Salli Michel b"i findet das Lernen im Lokal der Jugendgruppe, Zimmer 2, aip Dienstag, den 7. September, abends 8.45 Uhr statt. Am Erew-Rausch-Haschonoh bleiben die Lokalitäten geschlossen. An den beiden Tagen Rausch-Haschonoh sind die Räume ab 3 Uhr nachm, geöffnet. Am 1. Tag Rausch-Haschonoh werden nachm. 3.30 Uhr fCeJlIftltt QöföQL Qtm 2. Tcrg rracfjm. 3.30 Xltixr tiäXt TTTl flßfal I33U1? -9^^ -0alper« eine £rpftfjp, Die Hnseratentaf-el der Propaganda-Abteilung der Jugendgruppe ist im Flure des „Agudo-Heimes" angebracht. Die Tafel ist durch ausfällige Jnnenbeleuchtung allabendlich erhellt. Die Jnseratenschilder werden Künstlerhand in bunten Farben angefertigt. Einige Felder für September, sowie Felder für mehrere Monate md noch zu mäßigen Sätzen durch die Propaganda- Abteilung — Hansa 5038 — zu vermieten. Auskunft bereitwilligst. Wegen der Jomom-Tauwim findet die nächste Ausgaben der sozialen Kommission am 15. September, die übernächste erst am 6. Oktober statt. Hesped auf Rabbi Mejir Simcho V'Xi. Ein großer Kreis von und min ’aa and sich am Sonntag abend 7 Uhr im Veth Hamedrasch, Ostendstraße 18, ein, um den Heimgegangenen Hin prra, Rabbi Mejir Simcho, Dwinsk, in einem Hesped zu ehren. Ein Berufener, schilderte Rabbi Mosche K a r p e l die geniale Bedeutung dieses geistigen Führers der Diaspora, der im letzten Jahrzehnt als der Größte aller noch lebenden Gaonim anerkannt wurde und der, weil dem politischen Leben vollkommen abseits 'tehend, im Westen doch nicht s 0 bekannt war, wie es eigentlich hätte sein müssen. Warme Töne fand Rabbi Mosche Karpel für die geistige Not der thoraarmen Zeit, die einen solchen gewaltigen Verlust viel schwerer tragen kann, als frühere Zeiten, in denen die Thoragrößen nicht 0 dünn gesät waren und überall dis P^lcrn^tättsn der forglsrr. Wie m«n Nahhj Jv' )anan ben Eakkai in einer der trübsten Zeiten der jüdichen Geschichte als ->!' als Licht beweinte, das erloschen war und finstere Nacht hinterlieh, so könnte man in dieser Zeit, da Thoraarmut überall herrscht, um diesen großen Lichtspender Rabbi Mejir Simcho weinen. Der Hesped soll zur Tschuwo führen und im Mittelpunkt der Teschuwo steht Tauroh, Rückkehr zu der Thora und dem Studium der Thora. Auf Wunsch der Verwaltung des Veth Hamedrasch ergänzte nun auch Herr Redakteur S ch a ch n 0 w i tz nrit einer kurzen Ansprache die Hespedrede des Rabbi Karpel, in der er den Menschen Rabbi Mejir Simcho schilderte und das Bild eines geistigen Führers entwarf, wie es ihm aus der Erinnerung an Rabbi Jizchok Elchonon, den Brisker Raw usw. vorschwebt. Mitwvni *6» 's und Maariwgebet schloß die Trauerkundgebung, die zugleich eine Kundgebung fürmwn naa. war. Reue Synagoge. In der Langestrahe 38 ist eine neue große Synagoge nach östlichem Ritus errichtet worden und wird diesen nav eröffnet. Amv'rr-na mm findet dort Gottesdienst statt. Die Synagoge soll auch mit i"ivna verbunden sein, in dem beständig gelernt wird, und wird zu diesem Zwecke um gütige v'-iLv-Spenden gebeten. Blindenkonzert. Am Sonntag, den 12. September, abends 8 Uhr, findet im Saalbau ein Klavierabend des erblindeten Pianisten Hugo K a n d >e r aus Mannheim statt. Kander hat sich als Klavierkünstler großen Ruhm erworben. Er wird »E MjM mdDIoi 311m löortraQ bringen, und verspricht m Wenv einen Kunstgenuß Art. Eintrittskarten für dieses Konzert werden jcht schon verkauft. Vereinskalender. (Wegen Raummangels verkürzt). Verein Mekor Chasim. Sonntag und Mittwoch früh nach Beendigung des Gottesdienstes: 01« "N. Herr Redakteur S. Schachnowitz. Sonttiag »orm. 91/4 Uhr wnb ©iensff(st 1 EtUttkä nna«. T’Vin'flia« €)«« Nabb.-Ast. Po fen. Mittwoch und Donnerstag früh nach Beendigung des Gottesdienstes; nitPö Mitgliederlernen. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: 02V'vo. Herr Joachim Soffer. Montag und Donnerstag abend 8V4 Uhr: Dv 'i. Dr. Eliefer Posen. Dienstag und Freitag früh nach Beendigung des Gottesdienstes: yzpv. Dr. Eliefer Posen, mw morgen nach Beendigung des Gottesdienstes: OTT Dr. Elias Posen. Jisw r°U Stunden vor :nnia «100. Dr. Willy Hofmann. Iah rz ei ts-Stiftungen: Sonntag, 5. Sept. Ludwig Eliefer Kallmann- und Max Weil--Stiftung. Montag, 6. Sept. Ahron Kallmann-Stiftung. Mittwoch, 8. Sept. Esther Efchwege geb. Adler- Stiftung. Agudas Jisroel'Iugendgruppe. (Die Lokalitäten Hanauerlandstraße 17 sind geöffnet, 02V vorm. 10—1 Uhr, nachm, von 3 Uhr ab, Sonntag abend von 6l(2—il Uhr, Montag und Donnerstag von 6—ioy4 Uhe). Schabbos morgen ixU Uhr ,Minjan" mit OMNV iTYinn und »181». mittags 1 Hör „Mincko" nnb öaDDatausoano mm. Sonntag bis Freitag, 8—12 Uhr, Gelegenheit zum Lernen, Herr Herz H alp e r n, (gemeinsam mit der Ortsgruppe). Sonntag bis 02V, 12—1 mittags Weltfchiür *n w» Herr Herz Halpern (gemeinschaftlich mit Ortsgruppe). Sonntag abd. 8 Uhr Hesped auf Rabb. Dr. S. Breuer in der Aula der Realschule. . (Alle anderen Schiurim wie üblich). Agudas Iisroel-Madchengruppe. Sonntag, 8—9 Uhr abends, Herr Lehrer Hirfchberg. Montag und Mittwoch. 73/4—8% Uhr abds., Hebr. Sprache, Frl. Machtei. — 9—10 Uhr, Herr S. Una, Kl. Obermainftt. 30. (Alle anderen Schiurim wie üblich). Llwjalh Lheu-Vereiu. Samstag nach Mincho, 5l/4 Uhr „Aus der Gedankenwelt der Slichaus". Hörsaal Friedberger Anlage. Herr Red. S. Schachnowitz. 8"2)-Verein Ostendstraße IS Rabbiner S. Weber. 0102' '0& von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends nach 12212 2'7»V». Veshamidrafch, Ostendstraße 18. Bon Sonntag dis Donnerstag einfchl. allabendlich von3/48—9Uhr 01212 '0», Herr Rabb. M. Karpel. Jüdischer Hurneröund. Montag: 8—10 Uhr Leichtathletik für sämtl. Herrenabteilungen. Ober«.kg, > 9^10 Hn») ^Warnen i, Ryalschulk, TlctgllNeil 8. MM« woch.- S—4^/2 Uhr Knabenturnen; 5—6^9 Uhr Mädchenturnen.- 8-10 Uhr Damenturnen. Herderschule. Wittelsbacher Allee 6. Donnerstag : 7^s—9 Uhr Herrenturnen II. (14—18jährige), Deutschherrnmittelchule, Frankensteinerplatz: 9—lO^/s Uhr Alte Herrenurnen. Realschule, Tiergarten 8. — Die Montag- und Donnerstag - Kurse beginnen ab 5. August. Wanderungen werden stets auf dem Turnboden bekanntgegeben. Ge-etzeltea., - "^'1 0'2L^ 02V. . Freitag Abend 6.30 Samstagmorgen 8,— Samstag nachmittag 5.— Samstag abend 7.50 IVochengottesdienst: Morgens 6.— Nachmittags 6.30 Tefilin-tegen am Morgen 4.45 Sonntag 5.15 Montag 5.30 Dienstag 5.30 Mittwoch 4.30 Familiennachrichken. anagj tzss ©Slfll £C6 CfCD* «lege, Ml, BllllMiveg 31. SMllgogö Friedderger Anlage. — Hugo. Sohn des Herrn Salomon Adler, Frankfurt a. M., Gwinnerstr. 10. Synagoge Friedberger Anlage. — Adolf. Sohn des Herrn Daniel Kufchnitzky, Frankfurt a. M., Kleiner Kornmarkt 8. 021V 'V- Veshamidrafch Ostendstraße 18.