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Der Israelit · 1926-08-12 · Heft 33 (12.8.1926) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 33 (12.8.1926)
Date
1926-08-12
Page
– (sequence 13)
Language
German
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das „fernen“ des Frankfurter Raus Vst* Von einem Schüler. Im Anschluß an den pivv in ärnw: ’ppn ^->2-»' ermahnen unsere b"mdie Tauroh nicht öffentlich zu lehren. Die Worte der Wahrheit, die ihren Eigenwert für alle Zeiten in sich tragen, imct&f>angig non 9irt gebot unb Nachfrage. be= Dürfen nictjt der murttsGreicrisHen NbllamT, ja sie schadet ihnen, denn sie drückt das hohe Niveau rein geistigen Strebens zu den Niederungen alltäglichen Massendenkens Hinab. Daraus vor allem erklärt es sich wohl, daß der verewigte Frankfurter Raw der immer und überall in die Oeffentlichkeit trat, wo es galt, die praktische Führung des bb2 zu überwachen und zu beeinflussen, in allem Gegensatz dazu sich ängstlich scheute, seinen TiaVn “jyt öffentlich zu zeigen, und daß er so die theoretische Erziehung des ^2 vor allem tritt erhalt) her fßlattern feiner na'»'' vollzog. Ist es ja auch ein unmögliches, ja ein gefährliches Beginnen, das Taurohlernen eines Großen, dem die m mm nach dem bekannten Weisheitswort schon mmn geworden ist, dessen mm völlig verwoben ist mit allen Fasern seines Herzens, mit aller Individualität, die ein Mensch besitzt, dieses Taurohlernen zu trennen von seiner Persönlichkeit, zu einem unpersönlichen Schema zu degradieren. Das rnrn-Lernen ist wohl mächtig durchsetzt von logischen, allgemein gültigen Senf^ormenj aber rcod^ Dtefme^r cerbunben, ja MlleiHi gegrMMl auf Urteile Der Erfahrung und persönlichen Anschauung, die ohne die dazu gehörige, im Lebenskampf stehende Persönlichkeit undenkbar sind. Wenn wir trotz alledem daran gehen wollen, den mab unseres verewigten Meisters in breiter Oeffentlichkeit zu besprechen, so kann dies nur geschehen, indem Einzelnes, Markantes, Charakteristisches hervorgehoben, beleuchtet wird, ein Schimmer vom Glanze seiner mirv ein paar Züge nur aus seiner großen mm -Persönlichkeit. Das zähe, unerschütterliche, ja ängstlich besorgte Festhalten am narr der mm» das auf m\m MkttkM m M8M88 mm% m\tm Hü persönlichen und öffentlichen Leben erkäüüt wurde, das gab auch seinem Lernen max n frn nvbn bw die Richtung. Man könnte sich vorstellen, daß ein ernst zu nehmender plvb bestrebt ist, möglichst rasch zu dem praktischen, endgültigen, halachisch festgelegten und zum Teil selbst festzulegenden ms der mm zu gelangen, alle ihn davon scheinbar abbringenden, ihm als nebensächlich erscheinenden Gedankenwege und Gedankenrichtun- 0tn DcrraunD iDrirowieaDO Gelte fflit m\t Form des Lernens war unseremb"Ls '21 fremd. Und zwar aus verschiedenen Gründen. Es erschien ihm zunächst als maßlose Ueberhebung, das, was und D’mnx für wert befunden haben, uns zu überliefern, als nebensächlich oder minder wichtig hinzustellen. Jedes Wörtchen, das der Feder der ^>xmv 'bim entfloß, galt ihm als ein wichtiges Teilchen zur Ergründung der Tauroh. Aber die Abneigung lag noch tiefer. Der Sinn des Lernens war dem b"2t 'm nicht damit erschöpft, daß es mzwa 'i'b x'2a ist, daß es uns Maß ft» llusch «bflstuDM orrunoono inu ]iüw der Regulator unseres irdischen Daseins ist, — übrigens ein erstrebenswertes, notwendiges Ziel allen Lernens — das Lernen der mm war ihm, wie allen rnz'birn der Vergangenheit und Gegenwart, Lebensquell seiner Geisteswelt, das Element, in dem sich sein Geist heimisch fühlte. Und da, wo man sich zu Hause fühlt, fragt man nicht nach Zwecken. Das Beschäftigen allein ist Selbstzweck. 3ns Praktische übertragen. könnte nmn sagen: SS ist ebeusa wichiig Die nrm mn bir mm m erklären, wie derben festzulegen. Ist damit auch nur ein Beispiel gebracht, so ist doch die Einstellung charakterisiert und die Perspektive auf unzählige andere Eigentümlichkeiten dieses *p*r eröffnet. Schon aus dieser Forderung allein ergibt sich, daß der Grundgedanke dieses tv? in keiner Weise den Anspruch auf Originalität erheben will und kann, ja gerade im Gegenteil, daß das wahre Ziel dieses ‘pr nur ist, ein weiteres Glied m Der ätettc dcb witb m Ml sang im m Methoden und den Denkweisen der Alten, eines '"1 und t-\"> den deutlichst erkennbaren Vertretern dieses Systems, die xirn zu studieren. Charakteristisch für den b"XT rm ist nur die peinlichste Genauigkeit und zähe Beharrlichkeit, mit der er diesen f-n auch in schwersten D'ray durchzuführen pflegte. Scharfe Präzisierung der logischen Formen von X'Wp und yvrm» Beachtung aller logischen Konsequenzen, die sich aus dieser ergeben, schärfste Erfassung des Begriffes, wie kr m 88Z miii M M 8lZk8stl8n am Ltt ML au anBepen ©feiten heraussfellf. Belauschen Der Sprache in Ausdrück und Satzbildung, aus alldem ergaben sich neuartige Gedankenbilder, die dem oberflächlichen Blicke entgehen müssen. Mögen sie nun, was vielfach der Fall sein wird, der praktischen mbn dienen oder aber auch nicht, erreicht ist in idealer und genialer Weise das Einswerden des schöpferischen Geistes mit der Tauroh und ihren Vertretern, die volle und ganze Erfüllung der Mizwo: 12 mrr>- Und diese ehrfurchtsvolle Gründlichkeit, die jedem wohl verständlich sein dürfte dem mm- Texte gegenüber, dehnte unser b"XT ’m auch auf m ÖTH Ollfi. M ALI! M MlsM Ml ber bau ffllut fanb, ferne Lehre wnb ^eöerzeugung wuchtigsten Tatsachen der Weltgeschichte, einer Welt von Feinden entgegenzustellen, er stand vor dem Dasein eines seinem Verstand sich widersetzenden '"w-,-Wörtchens zagend still wie vor der Heiligkeit eines Gotteswortes und die Kraft und Energie, die sonst dem Kampf mit dem Gegner galt, suchte hier den Frieden, den Ausgleich: sein gewaltiger Geist, klein sich dünkend qooonüßßr Don mm dof AßMiWnhßlt. sichtß sich da in qualvollem Ringen um die Wahrheit emporzuwinden zum Verständnis des anderen so „nebensächlich" erscheinenden '"Vn-Wortes. Dieses grenzenlose mvjv und diese unendliche miax vrnvmwie sie sich so tausendfältig in seinem Lernen zeigten, vereint mit unbestechlicher Wahrheitsliebe und Gedankenklarheit, gaben dem nivw die persönliche Note genialen Denkens und ließen in den Augen der Schüler nicht vergessen, daß hier ein bvu arbeitet, so b'-wa er sich selbst auch ist, den O’bvn der Vergangenheit gegenüber. m Ist Dcmaßc llvemnM gu kMkWkw Laß von der pädagogischen Auswertung dieser Methode nur die Rede sein konnte bet Dmrn' | die sprachliche und stoffliche Selbständigkeit im Lernen erlangt hatten. Ebenso selbstverständlich ist es aber auch, daß jeder, der einenrr-rn mm von dem Frankfurters^! 21 erhalten wollte, nicht nur die Beherrschung der D'ia'o '"p nachzuweisen hatte, sondern — und. da war er der getreue Enkelschüler des Vst ösna '3*n» n — und zwar In erster ßi«Ief tefÄ^l fiitt UlllßO. AvllMkH rro* zu lernen-. UnD Das gab Der inneren Struktur der N2'v ihre besondere Eigentümlichkeit. Rabbinatsjünger, die der Reihe nach die O'na'O '"p des T'r» verschlangen, abgewandt von allem mm =ßernen, das gab es auf seiner m'w nicht. Die reifen, im Lernen selbständig gewordenen on-m lernten statt anderer nmaoa vor allem pbin und!"v» die Quellen zu den triam '"p» aber in derselben Weise und mit derselben Gründlichkeit, mit der die mrooa gelernt wurden, die unserer Wirklichkeit und Praxis ferner stehen. Festhalten iis lit Eitttziit hv mw. kh Sr? Cikhri! «SN und pvv' und damit an dem nax der mm - denn Einheit ist höchstes Attribut der Wahrheit — war also auch der geniale Leitgedanke seiner N2'w'-Führung. . Es bedarf vielleicht der nochmaligen Erwähnung, daß von der erschöpfenden Darstellung eines Systems hier gar nicht die Rede sein kann. Oben erwähnte Denkvorgänge sind nur Teilchen, charakteristische Teilchen, Wegweiser für die Denkrichtung und Einstellung des Lernenden, deren KSfllltafS Mplm MlWM sind. Mi W8M8kisH gusammengetragen, eiNZuordnen sind um die Grundpfeiler der durch diev'iivx^unDv'pvisn'bii^ uns autoritativ übermittelten Grundbegriffe, die zu verstehen wir verpflichtet sind, die zu erschüttern wir nicht mehr berechtigt sind. So baute der Frankfurter Raw Vst seine nnno auf, so baut wohl jeder ibsna n"n auf, der seine letzte Wahrheit nicht in sich, sondern in dem bewußten Einswerden mit aller in aller Vergangenheit gelernten MD sucht. Sein heiliger Mund ist verstummt. Wenn die b"rn aber von w2X 2py» sagen, daß er weiter lebt ems «1.1 yrr v"N2 n». so läßt sich dieser ch'KLKzr mtyl M.issö daß nach Der Meinung unserer Weisen van einer Fortsetzung der Geistesrichtung unseres Stammvaters immer noch dann die Rede sein kann, als noch ijnn bewußt sich als Nachkommen, Erbhalter bewährende, ihrem Vater nachzustreben suchende Geschlechter existieren, wenn auch die geniale Urkraft dieser Bewegung längst zu wirken aufgehört hat. Wir vnrnbn unseres 'm» gehen mtr unbeirrt den Weg rneitsr. den er uns in ferner gertuej : D«n3 X1N »]K uunn vivivi vt wvTtvv vtTTj '2-> lebt noch Unser Erinnerungen an Rahbiner Dr. Breuer Don Saffy Geis in Hek A«iw. Eine Persönlichkeit, ein Mensch aus einem Guß und dabei eine kindliche Natur so steht Rabbiner Breuer vor meinem Gedächtnis. Es war besonders im Jahre 1902, gegen dessen Ende ich das Frankfurter Israelitische Familienblatt

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