Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 31 (29.7.1926)
- Date
- 1926-07-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 3i D e r Israelit 29. Iüli 1826 > Unter Bezugnahme auf diese Aeuherckngen des Herrn Jckvöh RosenheiM ökklärk Nück' Oberi'ckbbicker M» mÄS würde er örthodoxe Juden davon zurück halten' rcko l l eck, daß sie VM Keren Hajössod" unstrstWem viel- MW konne^ er öS NW üöksteÄn. W öL K^ift Mk d'iö dem' traöktlonstreueä orthodoxen Juden üör ö le ke ck wollen, für deck Keren Hajefsod zu' spenden." Wir Haben ucks infolge dieses Dementis an Herrn Dr. Moses Auerbach mit? der MM Um Aufklärung des Widerspruchs gewandt und erhalten von ihm Sie Mitteilung, daß Herr Oberrabbiner Kuk in einer mit Herrn' Dr. Auerbach geführten' privaten' Unterhaltung, über die Herr Dr. Auerbach ick der ZöntralräHssißung berichtete, ausdrücklich erklärte, er könne zur Unterstützung des Keren Hafeffod nicht auffordern und habe auch den Aufruf für diesen nicht unterschr leben, w e i l der Keren Hajefsod auch neolöge Unterrichtsack st a l t e n subventioniere. (Dies gilt fiir den Keren hajefsod; für den Keren Kajemeth dagegen habe Rabbi Kuk einen Aufruf unterschrieben.) Herr Dr. Auerbach fügt hinzu: „Sinngemäß ist dies die Erklärung des Raw; für den Wortlaut kann ich nicht garantieren." Tatsächlich scheint uns die Lage so zu sein, daß Herr Oberrabbiner Kuk unterscheidet zwischen deckt offiziellen empfehlen de n Eintreten für den Keren Hajefsod durch Unterzeichnung eines Aufrufes auf der einen Seite, und einem direkten Verbot oder einer Verhinderung der Unterstützung durch gesetzestreue Juden. Zu diesem letzteren sieht Herr Oberrabbiner Kuk keine Veranlassung, dagegen kann er sich auch nicht entschließen, durch Unterzeichnung von Aufrufen die Unterstützung des Keren Hajefsod zu fördern und zwar aus ganz den gleichen religiösen Bedenken, die auch' maßgebend für die Aguda sind.?« ö)sss Ks. Moscs Miervlllv troß dbq MitiWn TögöcksatzeH zu den ausgesprochenen Verehrern des Herrn Oberrabbiner Kuk gehört, fo darf man gewiß mit Sicherheit annehmen, daß er sich die Aeußerungen des Oberrabbiners genau gemerkt hat. Personalien. Mainz. 19. Juli. Am Schabbos beging Herr Kantor und Lehrer Abraham Oppenheimer fein 40 jähriges Ortsjubiläum im Dienste der hiesigen Israelitischen Religionsgesellschaft, nachdem er vorher kurze Zeit in Lohrhaupten und Ottensoos gewirkt hatte. Die Wertschätzung seiner Tätigkeit zeigte sich in der nach beendigtem Morgengottesdienst in seiner Wohnung stattgehabten Feier. Nach einem vom Synagogenchor ausgeführten Ständchen ergriff Herr Rabbiner Dr. Bockdi das Wort zu größeren Ausführungen, um die großen Verdienste des Jubilars in Schule, und Gotteshaus eingehend zu würdigen, worauf der Gefeierte kurz erwiderte, daß er für alle dargebrachten Ehren bestens danke — die Gemeinde ließ ein größeres Geschenk überreichen —, aber doch nur eigentlich seine selbstverständliche Pflicht erfüllt habe. Wir aber rufen Herrn Oppenheimer zu: a» nun ir asm rt^x- Gelsenkirchen, 25. Juli,. In der Synagoge „Adaß Jisroel" hielt Herr Rabbiner Dr. Weiß vor der zahlreich erschienenen Gemeinde, der sich heute auch die ostjüdischen Brüder zugesellt hatten, sowie vor der min-Schule des Keren Hathora einen ivvo auf Rabbiner Dr. Salomon Breuer in dem er die Verdienste des großen Lehrers um den deutschen n-nnn traft würdigte. m in ffinsr nrr mz MusMlllislllll MlM Mo. DiQ würdig Wes PrMurger Ursprungs, die m« wiödsr \vt ihre ursprüngliche Heimstätte zurückgebracht, von der aber auch ganz Deutschland in seinem Sinne wirkende Thoralehrer erhalten habe; insbesondere habe er dafür gesorgt, daß in Frankfurt kein Mitglied seiner Gemeinde als firrn Dy aufwachse. Aus der Ursprünglichkeit seiner Prinzipientreüe schöpfen alle die kleinen nmax die frische Kraft, die sie zu ewigen Trägern der mm erhebt. Im Anschluß an den isav sprach der nn das a’nmn an und D’nm n, nachdem wurde eine Sammlung zugunsten der na'v' von Vxr “iy«na m veranstaltet, um nicht nur durch Worte, sondern auch a-waa dem Andenken des verewigten Lehrers gerecht zu werden. Zeitlofs (Ufr.), 27. Juli. Die Reihen der ist ddn LyndgemeiMM' lichter sich insmeh yiehr, Las alte bayerische rm-rcn weicht dem modernen Zug der Um st. ywhr. HHklygen Mr es, wenn.aux;/ vöst rx> ifjX nV’np 9fjr noira EW rvar tzh) daß' aus zühlvekkher Beterlrguckg ooA Rgh unh Sörn der ick ktzW. gameck Gegend MM stW Mmmigkeit bekMst Max Ä e i ch As Zeitlofs auf. dem altMwurdZenick Mö^tzrdAau zck? letzten Rücke ckebetlek würdet Wcks Mck^Reich feiner äks Vorstand geiteisteck wke er Mt AnfpornMg W seinek Kräfte sich M .dst WiedexerxiMüna ckM am« . und .einer neuen .mpö .einsetzte, wird .yckMgesM bfesyeck MM als. 50" Jühke Mt ek' als' Ua mit seicker lieblichen StiiMie äck den rn' sÄnMeR auch Mck M läckM dcks Amk öfckies Qvft sfoäv $jh - aüsgeMhrk. , Sein ..-nuivl fefne GrundehrlichkM in Handel.und Halstet. bildetep Gränbzüäe feines Mefäns> .die. .ihm huch .in deck. Ä'eniemdekät dkck pylitiWck Gemembe beriefen. Ueb'erall ÄüÄb'' stick von' LeöensekfaHkuckg" veichSv! Rak Kerckö gehört. — Im Trauerhaust sprachen Herr Hackptlehrer Gundersheimer-Brückenau, die persönlichen Eigenschäfteck des laaa hervorhebend, der .Bürgermeister der Gemeinde den Dank itef MAMckeoerwaltung und der Grüydungsmitnd. W Nämeck der Familie nÄhm d/r älteste Söhn, Reallehrer Reich aus Frankfurt a. M., mittränenerstickter Stimme vom geliebstn Vater Abschied in dem BewußtsM, ein Kleinod bestssen zu. häbtzn, von. dem . Man rühmenkönckke: ck'N ü'Lv äi' rrn iva trf«f Möge dies der trauernden Gattin und den als wackere' orniö' sich bewährenden Kindern zur mm gereichen. Sprechsaal. Stellenlos! Arbeitslos, verdienstlos! In dieser schrecklichen Lage befinden sich nicht allein Kaufleute und Arbeiter, sondern auch Rabbonim, und zryar solche, die unserem Herzen am Nächsten stehen müssen: Männer von unermeßlich weiten KennMissen in Talmud und Poskim, von tiefschürfender Geisteskraft und Verstandesschärfe, die ihr ganzes Leben und ihre ganzen. Kräfte der leider bei uns Drotlol Kunst dqü TalmuöfluöMM gkwiMLt häbz». Bald nach Vssndiguttg des Krieges sind sie von den in Deutschland, ansässigen Ostjuden, welche in. der damals herrschenden Jnflattonsperiode zu Vermögen gelangt zu sein glaubten, berufen worden,, und zu Rabbinern und Jeschiwohlehrern eingesetzt worden. Als dann mit einem Schlage die Inflation zu Ende war, sahen sich ihre Brotherren am Bettelstäbe und außer Stande, ihren Versprechungen gegenüber den Rabbynim nachzukommen. Diese nagen seitdem mit Frau und Kind am Hungertuche; denn ein Gewerbe zu treiben haben sie nicht gelernt uckd die Gaben fließen infolge der allgemeinen' Verarmung sehr, sehr spärlich, zu wenig zum Leben und selbst zum Sterben zu geringe Einer von den soeben geschilderten Thoragrößen hat sich entschlössen, Schechito zu lernen und diese auch hier geübt/em Mann von. ebenso größer Frömmigkeit, wie Bescheidenheit und persönlicher Bedürfälslösigkeit. Jetzt handelt es sich für ihn darum, daß er eine Stelle findet; fei es'als Schp.chEM' WIMHal- MuWMetycht Mer M ilf M fÄlli## NLtzgMstr DaWan Mr OsWoen-Mröimgüng7 M' Wtlk, Üstf MM M Mi •UeutcuÄ AWM welMr m VMM MWhMgM. W, Kusmerkfam zh-MGeck mnd..füx^Sstlle AU .werben, ..wo' er, WNL Ke.MmM...Wd. FaMkelken vsrcheretck ückh fütz strM.FamM (Mäh Utw''orör 'WrMk) M MMl^ erwMM käM. ' / ' Sdwöhk die GeschtzstSstelle ddS .,,JLg?ckelit". als Mh ltzerf 'MMMchrM sinh gexne hereA Meistr^s zu .vex- Wstetck,und,,bitten um gütige BöaMung deck vorstehenden ÄntegüM '' "■■■■" ' M ÄiWMeM. v 1 Ä M 2D HahÜL n ui.,-, .A» V° Krumbäch .{Schwaben) Die ma glücklich erfolgte Geburt unseres KRÖN-PRINZESSCHEN zeigen dankerfüllt an M. Prinz und Frau Esther geb. Landau 15. Avv 5686-26.“ Juli 1926 Jüd. AerienkermVevers i. Lngadin (1715 Meter ü. M.) streng orthodox, gute Verpflegung, Wald. Liegekuren, (20668) Jlß 5. August stnd wieder Metten frei. Junger Mann, Bayer. 27 Jahre, orthodox, grotze. schöne Erscheinung, int Reisen sowie sämtlichen Büroarbeiten' =s sehr bewandert, aus guter, bürgerlicher ^amifie. ergtlass. M Referenzen, wünscht in obiger oder ähnlichen Branche etnzuheiralen | M Gegenseitige Diskretion. Offert, erbitte unt. 28667 Exp. §f Löb y v- 2km M/o p-M.. M ,,fich-. schön , ditz, ALöndschaMn jstnkstn, .ist-MH. dör.. Mstn .. unstrer GMeMdH HM ^ktlomock - Löh aus uftstrer. Mitte gMomjmest worden. ..in schllkfaksööstM ckrMkärÄW WW M Wstt sticken leivör äMifrühön- Äbfchtckß göfüMen Und' kräckörckd umstehen wick die' Bahre eines hv'i oy in: des Wortes wahrster Bedeutung. . . Frühzeitig schock hatten die, frochmen, .gottesfürchtiaeck Mern aus dem OoenwäldstäNchen deck Knaben nach F'ränkfckrt ück öle Hirschsche Reästchule, die Wikkungsstätte unseres großen Rabbiners bm gebracht, damit er dort . rninn /»rna. zu einM' echten JHudi heranwachst.. Sie hatten .ist ihxM Meitbl.iik erkännt', daß, der Sohn Nur (n diefenl Milieu 6y Nhw ]ri» fin, Jud'entckm uckd Ptofänes Wissen ick gehöriger Form empfangen köcküe,'. und mit beispielloser Begeisterung hing der Knabe. an den. Lippen seines großen Lehrers.. Die beispiellost Gewissenhaftigkeit und der große Fleiß, mit welchem: der dyckck der Hchüle entwachsene Jüngling ick löjähriger Tätigkeit seinem Chef, dem Inhaber eines: der damals bedeutendsten- Handelsbäufer Frankfurts bient«, ist noch in (Erinnerung feiner Damalipn Megsn., 9J)ii sttNer Gallrn, einer Tochter des bekannten Schuldirektors Blum b~t in Würzburg vereint, errichtete Salomon Löb dann seine -eigene Existenz. Mit wechselndem Erfolge aber stets, in unerschütterlicher Gradheit und Rechtschaffenheit» ein echter nv'i an ®'s» lebte er als ein treues Mitglied unserer Gemeinde, als treüforgender Vater undals treuer Freund- und Berater feiner Umgebung^ Von geschäftlichen: Schwierigkeiten, in welche er. durch sein kindliches Vertrauen zu einem dessen nicht würdigen Teilhaber geraten war, kaum erholt, brach der Krieg aus.' und auch er mußte dem Vüterlande fein Westes,, feinen einzigeck SohN,-hingeben. Wie es von Vater Jaakauw heißt nihva awV ax>y . ,j?a -sti' .bv fsp-; . Det Dohn -fiel schon einiM Tage nachdem str ins Feld gepickt .war,/ehe noch die Eltern nur eine' Nachricht öön chm erhalten hätten. So war der Heimgegangene einer der decken es auf Gottes unerforfchlichen Ratschluß so oft nicht vergönnt ist, in dieser Zeitlichkeit in Ruhe zu leben, der aber nunmehr in Gyn Eden seinen wohlverdienten Lohn in um so reichlicherem Maße'genießt. Möge er ein ivn für dst tiefgebeugte Gattin und Tochter am Throne - des- Allmächtigen fein, damit fürderhin alles Unheil und Wehe von ihnen fern sti. Der Allgütige spende ihnen seinen Trost inmitten aller derer, die um Zion und Jeruscholapry trauern. jteues aus bet Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Nachdem die Ferien zu Ende, find, fipdeN sämtliche Schiurim und Lehrkurse, wie aus hem Programm ersichtlich, wieder regelmäßig statt; auch die Schiurim der Herren Frankenthal und' Hirschberg beginnen nunmeher wieder. Nr. 2 ttes ®orre|^>ortbengbtatte5 i|t jeoent Mitglieh Müdchcngiuppc per Post zugestellt worden.. Der Stenographiekursus für Anfänger hat am Donnerstag, den 29. d. Mbegonnen. Nur in der nächsten Stunde können noch Interessenten neu ljinzukomwen. .Anrckeldung'M' werden K-ei, dem Leiter des Kurses, Herrn Guth, entgegeNgenoickmen.' Mit' dem Inkasso der Beiträge für das 4. Vierteljahr 5686 ist diese Woche begonnen worden und werden die verehrt. Mitglieder dringend' ersucht, die Qüitiungeck strömpt einzulösen, da mit jedem Bei» t r ä'g in- Anbetracht der finanziellen Notlage gerechnet werden' muß, wenn das Heim der Gruppe weiter erhalten bleiben soll. SCHNEIDERN SAISON-A US VERKA UF beginnt Samstag, den 31. Juli, vormittags 9 Uhr und bietet eine einzigartige Gelegenheit zum billigen Einkauf von Waschstoffen, Seidenstoffen, Kleiderstoffen, Damenkonfektion, Wäsche, Herrenartikel usw, Die Preise sind bis zur Grenze des Möglichen herabgesetzt Modehaus M. SCHNEIDER - Zeit