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Der Israelit · 1926-07-08 · Heft 28 (8.7.1926) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 28 (8.7.1926)
Date
1926-07-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Sette.6 :2lr., 28 D t > r. 'S ® r a e l t i MIM 1SW Der amerikanische Kongretz vertagt; feine Mit derung der Einwanderungsvorschxisten. New-Bork, 4. Juli. Der Kongreß der. Bereinigten Staaten Hai sich zum 17. Oktober vertagt, ohne daß er dazu gekommen ist,, über die vom Kongreßmitglied Jacob Stein-Rochester einge brachte Resolution, wonach Frauen und minderjährige Kinder. von. Deklaranten außer der Quote einwandern dürfen, zu entscheiden. Das Einwanderungskomitee des Repräsentantenhauses lehnte es ab, diese Resolution dem Kongreß zu unterbreiten. ' "f* t-flÄ KolonifaÜon nach Soskifl. ..Jerusalem, 23. Juni Die Palästinagefellschaft zur Förderung von Klein siedlungen teilt in ihrem Prospekt soeben mit, daß die erste Soskin-Siedlung in der Haifa-Pucht, etwa 6 Kilo meter von der Stadt, in der Nähe von Djidro errichtet werden, wird. Der Boden wurde von der Haifa Bay Development Co. erworben, die zu dem Kaufpreis von 15 Pfund, pro Dunam auch die Sanierung, Drainierung und Wasserversorgung für das ganze Gelände über nimmt.. Der Siedler erhält ein gut vorbereitetes Besitz tum, das für eine intensive Gemüse- und Obstkultur, sowie Milchwirtschaft geeignet, ist. .Die Siedlung . soll als kooperative Gruppe organisiert werden, der jeder Siedler! mit 10 Dunam Boden als Mitglied angehört. Sie soll zirka 250 landwirtschaftlich arbeitende Familien umfassen und mit den Handwerkern, Beamten und Angehörigen freier Berufe gegen 300 Familien auf einer Bodenfläche von 2500 Dunam zählen. Eine Abmachung mit der Zionistischen Exekutive sieht eine langfristige Anleihe von 15 000 Pfund im Jahre 1926 und eine weitere in der gleichen Höhe im Jahre 1926/27 vor. Wettkonferenz des Misrachi in Amsterdam. Jerusalem, 28.,Sunt. Das Hauptbüro des. Misrachi hat eine Weltkonferenz des Misrachi nach. Antwerpen einberufen. Die Konferenz wird vom 12. bis 17. Juli tagen. Personalien. Hamburg, 24. Juni. In der Synagoge der. Vereinigten Alten und Neuen Klaus, oem altehrwürdigen üerninstitut Hamburgs, fand sich am Schabbos Morgen Parfchas Kaurach, eine hochansehnliche Versammlung ein — neben den Synagogenbesuchertt die Vertreter der Gemeinde, des Synagogenverbandes und verschiedener jüdischer Institutionen. Hamburgs — um das fünfundzwanzigjährige Amtsjubiläum! der beiden Rabbiner des Instituts zu feiern. Rabbiner Dr. Bamberger war an diesem Tage 25 Jahre im Amt, während Rabbiner IosefKohn bereits vor einigen Monaten den Tag seiner fünsundzwanztgjährigen Wirksamkeit in Hamburg begehen konnte. Von einer Feier mußte damals abge sehen werden, weil Herr Rabbiner Kohn seinerzeit zur Kräftigung seiner Gesundheit in einem Kurort weilen mußte. Den innigen Gefühlen, die weite jüdische Kreise Hamburgs den beiden Jubilqren entgegenbringen, Män- > srn, die ausschließlich dem Limud Hatovah ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Können widmen, gab namens der Verwaltung der Klaus Herr Rabbiner Dr. Moses Jacobson ergreifenden Ausdruck. An die Namen der beiden Jubilars anknüpfend, bezeichnet er den einen Jubilar, Rabbiner Kohn, als den Mann, der wahrhaft nnaff tjov, die Freude und das Glück in unserm Kreise mehrt, indem er aus dem tiefen Schatz seines g-oßen Thorawissens uns mit. köstlichem Gut bereichert, während Rabbiner Dr. Bamberger als ein. echter ow'v. als ein ,,GesmnuNgsläüterer" das 'Alter' und die Jugend zu wahrer jüdischer Gesinnung, die aus dem Gesetz ihre Kraft und ihren Sinn schöpft, zu erziehen und anzuspornen weiß. Der Redner feierte die beiden Männer in einem ergreifenden hebräischen Gedicht als die wahren Talmide Lhachomim, die nichts anderes erst .eben, als ihrem heiligen Berufgemäß die Thora zu 1;:nen und D^-rsuleheji-. In [m! 1*11-1*- [>anlien itef er griffen für i>!e i?,nen neam!;rle (Sprung unb verfcradjen^ auch in Zukunft ihre ganze Kraft in gemeinsamer Arbeit nur dem einen Ziel zu widmen: rr-vn« min '. Wien, 6. Juli. (Telegr.). Der Senior der hiesigen Oithodorie, der ehrwürdige Herr Markus Bondi, ist heute Nacht im siebenundneunzigsten Lebensjahr heimgegangen. An ihm hat sich das i3'v mna «*> in'i> oa «bi in wunderbarer Weise bewährt. Wir werden in nächster Nummer dem Leben und Wirken des einzigartigen Mannes ausführlichere -Worte .widmen, rraswi-’ Rabbi Berel Frenke! Krakau, 1. Juli. In. tiefe Trauer, gehüllt steht das gesetzestreue.. Ipdentuni ' in Krakau am frischen Grabe. seinem 'Führers Rabbi Berel Frenkel. Unersetzlich' ist der Verlust! War doch, der. Verstorbenen,aus rangesehenster Familie entstammend,- mittels -feiner. -Thoragelehrfamkeit und feiner weltlichen 'Bildung, seiner tiefen Frömmigkeit und seines wohltätigenSinnes.^der gegebene .Fühxer. ..Mit seiner ganßen 'Tätkräft'stellte er sich-in dem'Dienst der jüdischen Sache,. für die er aus der Aguda und ihrer Tätigkeit die einzige Rettung erwartet^. Er -stand schon an.der Wiege dieserWeltorganisation iw K a t t o. w i tz.. Gleich, nach der Kattowitzer Konferenz gründete er mit seinem Vater, Rabbi Mendel Frenkel die Agüda in' Krakau. Als er - -dann nachdem Tode des Vaters -auf dessen Präsidentenstelle kam, entwickelte er eine, rastlose inten sive. Tätigkeit. In einer emberuseyen Konferenz der westgalizischen Orthodorie gewann er auch diese für die AsymsMnt Vig«MWon. In Wlllvlgllng [einer Bcrdicnstr wurde ti auch dauu in den Zenlralral der Agudas Zisroel-Weltorganisation gewählt und auf seine Initiative wurde die Zentralratssitzung vor vier Jahren nach Krakau einberufen. Am Sabbat npn -o trat der Tod ein und an der Bestattung am. Sonntag nahm fast die ganze jüdische Bevölkerung Krakaus teil. Nach einem warmem Hesped des. Oberrabbiners von Krakau zeichnete der Schoze Raw das Charakterbild des Verstorbenen und sein segensvolle Arbeit für das Judentum der Thora. Möge uns das Andenken an den großen Menschen und Je hudj.. zu neuen., Ta.tM..anreg.en,,.N''3«3w .. FamMennachrichken. Barmizwo: Bernhard, Sohn des Herrn Moses Strauß, Synagoge Börneplatz. B armiznror Lev Diener; Zögling der Israelit Waisenanstalt, >>§>vv mpa natf' Waisenh.-Synagoge Frau Auguste P o ritz ky geh. Wertheimer, Karls ruhe. Waldhornstratze 62, feiert am 11. Juli in voller Rüstigkeit Men 7g. Geburtstag. Sprechfaal. An die, Redaktion des „Israelit" Frankfurt a. M. Der Verfasser des ersten Artikels in Ihrer Nr. 19 hält sich darüber auf, daß man keine Haisaer Mazzoth Iaffaer Orangen, Palästina-Schokoladen und Pralinees kauft, gibt aber -nirgends an,, wo in - Deutschland man diese Sachen kaufen kann. Mit Ausnahme von .Palästinawein habe ich nirgends in einer Anzeige'ein Angebot von Palästinawaren gelesen. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir eine Bezugsquelle anzugeben wüßten. MDllMlWMI Dr. Weinberg. vermischtes. Subotica, 1. Juli. Herr I. N. Freilich schreibt uns: Ich bin im Begriffe, das weltberühmte, jedem n«-nn Vsn überaus nützliche Werk: — "*rv by mn ’W — das ich auf Grund alter, verläßlicher Quellen nach langjährigem eifrigen Forschen neu bearbeitet habe, in eurer bisher noch nichterschienenen kompletten Ausgabe dem Drucke zu übergeben. Zur Basis, dienten mir folgende Ausgaben: - -j"bV mm n3v «'^'v«a — -rrs? N3v «'ssivii oim ton nster «3'i3vvip — -V'opn vikVort — --rsTi psoj?’ — -v"3v 7i3V i^ai^ — -,1"a3V 713V Ich ersuche daher jeden ano an der im Besitze von außer den angeführten Ausgaben wäre, mir die selben gefl. zur Verfügung st elfen zu wollen, damit die Komplettierung der zu erscheinenden Ausgabe mir ermöglicht wird. Adresse: I. N. Freilich, Subotica, S. H. S., Stipe Ergice ul. 21. frankfurter Berichte. Lirvjat Lhen^Vorträge. - Die Midraschvorträge im Liwjath Chen fallen n den Ferienwochen aus. Die Wiederaufnahme wird bekanntgegeben. Neues aus der Aguda-Iugendgruppe. Der zweite Stenographiekurs (EinheitssterrogrcLphie) nntsr bes $errn (£>u± - Begtrmi - geistreiche QTnrnef hungert tereiis elrtcje^ctn^crt jlnb -=— vovaus^idjtlidj am 15. ^ulf. Vorbesprechung am Montag 12. Juli abends 3.45 Uhr im Veremslokal. Daselbst können noch Neuanmeldungen erfolgen. Die Bestände der „Kleiderausgabe" unserer Sozialert Kommission sind wiederum fast vergriffen. Wir bitten unsere Gönner, 'uns alte, noch gut erhaltene Kleidungsstücke zukommen zu. lassen. Dieselben werden auf Wunsch im Hause unentgeltlich abgeholt. An dem wöchentlich Sonntag abend 8.45 Uhr in der Wohnung des Dozenten Herrn B. Rachelsöhn, Zeil 2 itattfindenden Mussarschiur können noch Interessenten teilnehmen. Unser A n g e st e l l t e n a u s s.ch u ß hat seine Sprechtunvp nur noch Donnerstags.Äheyd 7—8 Uhr wöchentlich fm' Vereinslökal. ' ' ' . - MSdchengruppe der Agudas Iisroel. i-. Die. Mädchengrüppe der Agudas Iisroel hatte ihre Mitglieder zu einem: gemütlichen Abend auf Mittwoch, -den. 30. Juni, ,eingeladen. ..Der Abend' erhielt, fein besonderes Gepräge dadurch, daß Frau Dr. Ehrmänn, welche kürzlich mit ihrem Gatten aus Amerika zurückgekehrt .ist,. Gelegenheit nahm,. )über ihre Eindrücke und Tätigkeit, in Amerika' zu /; berichten. . .,.. „Genau vor.einem Jahre waren wir in Erez -Iisroel und unsere, Reise, .nach Amerika bildete gewissermaßen nur die - Fortsetzung' - unserer -Erez' Iisröel-Reise" so begann Me . Rednerin „denn nichtzum . wenigsten im Interesse unseres Palästina-Aufbauwerkes , sind wir nach . - gegangen, . um bic <xmeirtfcmi|,d^e t>o^te ^celi unb matertcll ^ür bxe speziell aber für ihre Palästmaarbeit, zu gewinnen. Rednerjn ,schildert zunächst die verschiedenen! Typen der amerikanischen Juden, welche in ihrer Männigsaltigkeit. ein getreues Spiegelbild der' Gesamtjudenheit bilden, ferner ihr Gemeinschaftsleben, das sich im Gegensatz zu Europa nicht in geordneten Kehilloth entwickelt, sondern, in viele einzelne Synagogengemetnschäften (bte sogenannten Congregations) zerfällt. Die Rewyorker Judenheit besteht aus zwei großen Gruppen, .welche in den beiden Stadtteilen „up-town" und „down-town" wohnen. Das eigentliche jüdische. Leben, spielt sich in -,;dqwn-town" ab, wo guch das gesetzestreue Element vorherrschend ist, während die „up-town"-Iuden aus den verschiedensten religiösen Schattierungen zusammengesetzt sind. In anschaulicher Weise schildert Rednerin alsdann das häusliche Leben der jüdischen Familie in Amerika,- welches in mancher Beziehung, speziell was das Kaschrus anbetrifft, zu wünschen übrig läßt und. geht d.ann. zu der. eigentlichen Tätigkeit über,"die sie' an'der Seite' ihres Gatten auf organisatorischem Gebiete leistete. Diese galt hauptsächlich der. Erfassung der weiblichen Jugend. Aus kleinen Anfängen gelang es. Rednerin, unter der tatkräftigen Mitwirkung unb aufopferungsvollen Hingabe von Fräulein Berta Jung, der Schwester von Rabbi Jung, zwei Mädchengruppen in Newyork zu gründen, welche heute bereits eine stattliche Mitgliederzahl aufzüweisen haben und sich in ständigem Wachsen befinden. Auch außerhalb Newyorks wurde mit Erfolg versucht, die weibliche Jugend für die Aguda-Idee zu gewinnen. So wurden Mädchengruppen in Cleveland und Chicago ins Leben gerufen. Auch bei den Frauen gelang es Rednerin, Verständnis für . die Ideale . der Agudas, Iisroel und ihre praktischen Aufgaben zu wecken und sowohl -in Newyork ivie in Chicago wurde mit der'Organisierung 'von! besonderen Frauengruppen - begonnen. Rednerin hob die ' Tätigkeit der Mädchengruppen besonders anerkennend - hervor, die sich neben ihrer Erziehungsarbeit vollständig ill vsi WWMlöMK [lEiion unD muH Dm taut von Daumpflanzüngen. für die Kolonie „Machansh Iisroel" auch praktischen Anteil an den Sammelaktionen nehmen. Bezeichnend für das geistige Niveau? dieser Gruppen ist die Herausgabe eines jüdischen, Literatur- Blättchens „Literary Leaflet"' der Zeiroth Agudas Iisroel, welches allmonatlich unter der Leitung von Fräulein Jung erscheint und die Erziehungsprobleme der weiblichen jüdischen Jugend Amerikas behandelt. Es wäre zu begrüßen, wenn etwas Aehnliches auch in Deutschland geschaffen würde. Rednerin schloß ihre, interessanten Aus- 'ührungen mit einem ernsten und eindringlichen Appell, daß auch die weibliche Agudajugend in Deutschland sich weit mehr als bisher der Palästinaarbeit widmen müsse, damit das junge Aufbauwerk der Agudas Iisroel geahrlös weitergeführt werden kann. Reicher Beifall belohnte Frau Dr. Ehrmänn und unter dem Eindruck, der Rede . wurde an. die -sofortige Gründung einer Palästma-Kommission der Mädchengruppe herangegangen, welche im Sinne der von Frau Dr. Ehrmänn gegebenen Anregungen unmittelbar mit der praktischen Arbeit beginnen wird. Verein' Am Samstag den 10. Juli, 5.30 Uhr nachnt. findet' ein Vortrag des Herrn Riwlin über „I. Ch. Brenner und sein Werk" statt im Chaluzimheim Einhorngässe 4. v. 6 Birobrot Birobrot ' D. 6 Birobrot unter Verwendung biochem. Aufbausalzen das Volksbrot der Zukunft Man beachte den vorzüglichen Geschmack. Erhältlich in den mit den Biroplakaten - ausgestatteten Lebensmittel - Geschäften ■ BROTFABRIK FRIEDRICH GÜNTHER Hermesweg 8—12 - Hansa 3862 u. 795. Wochenkalender. vom 10. bis 17. Juli 1926. ' vom 28. Tamus bis 6 Ab 8688 Mauled: Samstag mittag 11 Uhr 14 Minuten. Samsrag Juli 10 711V» 28 n»7i sinn paia» ' Sonntag 11 ’yo» 29 nsa dv Montag 12 1 a« nn v«i Dienstag 13 2 Mittwoch 14 3 Donnerstag 15 4 Freitag. 16 5 Samstag', 1,1 t3»7ian-. 6 - «

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