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Der Israelit · 1926-05-28 · Heft 22 (28.5.1926) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 22 (28.5.1926)
Date
1926-05-28
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sette 4 Nr. 12 7 Israeli S 1 8 1 i e t 2L Mai ISS» ZOOO Dunum für Diefan Zweck zu treten." Rabbi Lew übernahm die Leitung des Palästmakomitees. Presse: Die Herausgabe enes periodisch erscheinenden Agudo-Bulletins, welches lediglich Agudonachrichten bringt und sich von jeder Polemik fernhält, wurde beschlossen. Nachdem Rabbi Meir Don P l o s k i auf Anfrage nochmals ausdrücklich betonte, daß jeder Jude, der die Verbindlichkeit der Tauroh für das jüdische Volk anerkennt, zum Volke gehört und somit Mitglied der Agudas Jisroel, der organisatorischen Zusammenfassung des bby werden kann, schloß der Vorsitzende nach Mitternacht die Versammlung. Möge sie der englischen Agudo die Richtung gSwissen haben für? hingebungsvolle Qirbeit für nni> „Agudas Israel und ihre Jugend". :u Von Gottfried.Goldschmidt in, Halberstadk. Die Ueberschrift stammt nicht. von mir. Sie ist mir aufgegeben worden. Was ich dazu zu sagen habe, ist zunächst ein Einspruch. Das Thetna setzt voraus, daß neben der Agudas Jisroel ihre Jugend stehe; daß die Agudas Israel eine Art Alterserscheinüng sei, aus der heraus sich eine Jugendbewegung, eine' Jüng-Agudoh erhebe. Das bestreite ich. Der Gedanke schon ist ünjübischen Ursprungs. (Bitte ©egettü£>er|iel£itTtg von Aller und Jugend bedeutet stets. Daß etwas faul in der Gemeinschaft sein muß.- So wissen wirdaß Rechabeam nach seinem Regierungsantritt dem Rat seiner jungen Freunde folgte und den der gereiften Männer verwarf (Könige 1, 12,10), und das war vom Uebel. So mußte — umgekehrt — jugendlicher Pinchas-Eifer zur rettenden Tat drängen, als die Alten bei der Sirttri-Schande mutlos verzagten und klagten. (4? 25>6.) So ist verhängnisvoll die Kluft zwischen den Weltanschauungen von Eltern und Kindern, deren Herzen Elijohu wieder auf Gleichkläng zu stimmen haben wird. (Maleachi 3,22.) Schlimm stände es um Agudas Jisroel, wenn in ihrer Mitte die Jugendlichen andern Sinnes wären, andern Sinnes sein könnten als das ältere Geschlecht. Nur solange beide Teile „eines Mundes und ein?,? Mp, nur solange die Gesamtheit nicht in Jungvolk und Altenlager gespalten ist, hat der Volksgenius nicht sein Haupt zu verhüllen, ist das Ziel gesichert. Diese Einheit des Wollens und Trachtens erfordert keineswegs eine Schablonen-Gleichheit des Denkens, eine Kongruenz der Ansichten. Wie ihre Gesichter nicht einander gleichen, so stimmen auch ihre Erkenntnisse nicht überein. (Tanchumo 4, 27,16.) Auch innerhalb der Agudas Jisroel ringen auf der gsrneinfarnsn Basis abweichende M?mungkN UM Geltung, Aast so viel SinNe sind da, wie Köpfe. Aber es sind nicht junge und ältere Köpfe, die zusammenstoßen. Es sind nicht unreife und reife Sinne, die aufeinander prallen: Die Schule Rosenheim hat Achtzehn- und Sechzehnjährige als Gefolgschaft. Die Fraktion Kohn umfaßt Esräer stürmischen Drangs und Männer tiefer Besonnenheit. Die Breuersche Idee des Agudismus hat Anhänger jeglichen Lebensalters. Es ist nicht wahr, daß die Agudas Jisroel anschauungsmäßig in zwei Lage zerfiele, in Jungmannschaft und Altenteil. Es ift; falsch, gliedernd die „Agudas Jisroel und ihre Jugend" zu klassifizieren^ Selbst die als Beispiel genannten drei Schulen haben nicht eingeschworene Zuge- WMk, m m ffitimn mDeümßt uw inüeüer Richtung zustirnmen. Doch nie ist Jugend;unb Alter der unterscheidende Faktor. - Wohl steht die Jugendorganisation neben der Landesorganisation. Wohl gibt es Jugendgruppen.- Doch das ist eine reine Aeußerlichkeit. Man hat gepustet vor nicht'unterdrückbarem Lachen, als auf. einer Delegiertentagung vor zehn IMSN dsv .MWM- -8 st g e n irj,fe 3* da^Aort. bekam und alb . würdiger'Mer in . weißem ^Haar sind ivelßefn" Ba.rt >astf -eni"Wium erschlerf/ Doch lüg äußer dst^er Außerlichen^Komik QäV kein Grund ZUM Lachen vor: der alte Herr war der Lehrer des Ortes, der Führer feiner Ju gend, im Herzen wahrscheinlich jünger und heißer als manch einer seiner Gruppe. Auf der anderen Seite ist man es schon gewöhnt, im Namen von Ortsgruppen Zwanzigjährige in Versammlungen sprechen zu hören, so gescheit und bewandert wie ergraute Ortsgruppen-Mitglieder. Die Scheidung in Landes- und Jugendorganisation, in Orts- und Jugendgruppen geht auf die ersten Anfänge der Agudas Jisroel zurück und hatte, wenn überhaupt, nur damals einen Sinn. Damals, vor dreizehn Jahren, wurde die Jugend zur Fahne der Agudas Jisroel gerufen. Aus den neutralen Vereinen heraus sollte sie zu aufrecht thoratreuer Gmeinschaft gesammelt werden. Deshalb wurden Agudo-Jugeübgru^en Mpgllll (Ende 1813) zur DugQnDorganifaüori verbanden. Taktisch war das richtig und vielleicht sogar erforderlich. Der nächste Zweck wurde erreicht, die thorabegeisterte Jugend vereinigt. Doch hat nicht etwa eine Verschiedenartigkeit der Aufgaben die Sonderorganisation nötig oder wünschenswert erscheinen lassen und noch viel weniger eine etwa jemals vorhanden gewesene Verschiedenartgkeit der Anschauungen. Auch ist längst erwiesen, daß die Jugendgruppe keineswegs arbeitsamer ist in ihrer Isolierung von der Ortsgruppe. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß. die beiden Gruppen an einem und dem selben Orte gleichwertig sind. Wo dis Ortsgruppe reg ist, da audj) die Jugendgruppe eroa5i Wo Die Jugendgruppe nichts leistet, taugt auch die Ortsgruppe nichts. Diese Regel hat keine Ausnahme. Das liegt daran, daß die Wirksamkeit beider Gruppen von der Initiative und dem wohltätigen Einfluß ganz weniger Persönlichkeiten am Orte, zuweilen einer einzigen, bedingt ist. Ein Mann genügt, um dem Agudo-Leben am Platze Impuls zu geben. Ob er jung ist oder alt, das macht es nicht; nur Willenskraft und Verständnis muß er haben, dann schafft er Gehende und Führende unter den Stehenden (Secharjo 3,7). Es gibt für unsere Jugend keine anderen Aufgaben als für pnsere Alten. Schiurim, Kindergärten, soziale Fürsorge — wo steht geschrieben, daß all das nicht die gemeinsame Aufgabe sämtlicher Agudisten der Stadt ist? Nichts rechtfertigt Agudas Jisvssl ist die Organisation der Thora. Diese verpflichtet Jugend und Alter einheitlich. In ihrem Dienst gibt es keine Lager- Trennung. „Agudas Jisroel und ihre Jugend", das ist ein Widerspruch in sich selbst. Die Jungen der Agudas Jisroel unterscheiden sich von den Alten in der Zahl der Lebensjahre, in nichts sonst. Manch einer redet sich ein, die Lage sei anders. Es gebe Fragen, in deren Beantwortung die älteren und die jüngeren Mhssf trefiten. So war unlängst bei der Aussprache m den „Blättern" über die Haltung der Agudisten gegenüber dem Centralverein in Privatbriefen zu lesen, bei freundlicher Stellung zum Centralverein verlöre man die Jugend. Das ist ein perfekter Unsinn. Ich kenne junge Mitglieder von Jugendgruppen die warm für den Centralverein eintreten; es sind das nach Gesinnung und Führung die schlechtesten Agudisten wahrlich nicht. Der perfekte Unsinn wird noch besser illustriert lurch den Brief eines gut agudistischen, jungen, trammen Centralvereinlers gegen den schärfen Angriff von Skr. auf den Centralverein; auch darin 'steht) mit solcher Kampfmethode gegen opferfreudig für Recht und Ehre der deutschen 3ioii mimiiWz JDMmUrfe:ke m«n hU Irgend systematisch ans der Aguda. '.Das.ist ein ebenso perfekter Unsinn. Mit dem Mfug, bei Meinungsverschiedenheit im Handumdrehen mit Aufsässigkeit de^. Jugend zu.drohen, könnte über- Haupt äüfgehöri -werden. Als. dir ein ehrlicher Mensckj seine Üebe^zeügung danach drehte, wie im Äügsndiick Inbleiern. , ober jenem Mreise, der mfl II li j «11 i M i' ■/ >I ' > iI i 1.1 . I. 1-, . Wrnbnffcht?. K«S sslluMM PvlWkern in anderen Organisationen überlassen. Mir Haben nM nötig.,'.'.) ',', t,‘V- ’ 'Vor allem aber ist jeglicher ZwiespältigWs zwischen Agudas Jisrael und ihrer Jagend ein Riegel vorgeschoben durch unsere oberste Entscheidungs-Instanz, den Rabbinischen Landesrat. So-- lange sich ihm die Agudisten aller Lebensjahre' fügen, solange also in der gesamten Agudas Jis-- roel die Thora all ein gebietet, durch den Mund» ihrer Träger, solange steht Jung und Alt zusammen auf dem einzigen unerschütterlichen Granitgrund. Auf diesem Grundstein baue dke Jugendorganisatmn: ]n ry»wn.- mprmn pssn- UV p*' Aus der Bewegung. Krakau.1i (AJPB.)! i. Die r : Agudas- Jisroel» Organisation ür Krakau gibt ein neues Organ in poInift£ ^raöft hksiiZi . Vorige Wuchs lvWüe hier eine Beth-^atotz-Schule eröffnet, welche bereits, von mehr als 200 Schülerinnen besucht wird. - Zloczow. (AIPB.) In Zloczow wurde, über Initiative des Fräulein Lea Katz. eine Ortsgruppeder Benctth Agudas Jisroel gegründet. Lodz. (AJPB.) Am 2. und 3. Mai fand in Lodz, im Lokal der Agudas Jisroel die zweite Session der Zentralkomiteesitzung der Poale. Agudas, Jisroel (orthodoxe Arbeiterbewegung) statt. Es waren sämtliche Zentralkomiteesmitglieder, sowie deren Vertreter in den Kultusstuben und Gernemderäten anwesend. Eswurde ein einheitlicher Arbeitsplan in politischer' und allgemeiner Beziehung nach -langer Debatte ausgearbeitet. Präg. (ÄJPB.) Zum ersten Male hat die Prager MsWWtz SWIüM; ÖCE Mffl LaWllk Der Agudas Iisioel einen Suboentionsbötras zur. Auszahlung zu bringen. Amsterdam. (AJPB.) Der Rabbmifche Rat der Agudas Jisroel in Holland hat beschlossen, daß die Ortsgruppe Leeuwarden aufzulösen sei, weil der dortige Oberrabbiner A. B. N. Davids (ein Misrachist) gegen das Bestehen dieser Agudagruppe sei. Tiberiäs. (AJPB.) Während die Kolonisationsgesellschaft Achusath Bajith bisher stets bloß die zionistischen Fonds unterstützt hat, wurde kürzlich beschlossen, dem Keren Hajischuw in Anbetracht seiner hervorragenden Leistungen alljährlich eine Subvention zugehen zu lassen. Newyork. (AJPB.) Am 19. April ist im Anschluß an ein großes jüdisches Volksmeeting in der Zitomirer Synagoge unter dem Vorsitz von Rabbi Moses Lipschitz die Ortsgruppe in Philadelphia gegründet worden. Es wurden ernannt: Rabbi Moses Lipschitz als Chairmann, Rabb: Forman als Schriftführer und folgende Herren als Vorstandsmitglieder: Rabbr Twersky, Rabbi Rabbinowitsch, Rabbi Rewinski, Rabbi Naftalie Klein. NllWj MmML KaDDi DiiDlinö. NWMd Lazsi? Mm, Mr. 91. Rüsiublozui, Moses Ärje, Abeles und Äustav Cohn. Newyork. Ueber Initiative von Rabbi Garfinkel wurde in Bronr die Mädchengruppe der Agudas Jisroel für Bronr gegründet. Das erste reguläre Meeting fand vergangenen Montag statt und es wurden die Damen Chipkowitz, Garfinkel und Cohen in das Präsidium gewählt. Die Mädchengruppe der Agudas Jisroel in der East Side von Newyork gibt jetzt eine Monatsschrift „Literary Leaflet" unter der Leitung von Mss. B. Jung und M. Schsrr hsreirs. Auf Cmlllvung veiflhiedener orlhodorer Zentren in Middle West Amerika begab sich Dr. Salomon Ehrmann nach Cleveland und Ohio, um von dort nach Detroit, Chicago und St. Louis zu reisen und bei der Organisierung der verschiedenen Agudalilialen Mitwirken zu können. Subotica. (AJPB.) Die Palästinazentrale der Agudas Jisroel für Jugostavien hat sich vergangene Woche konstituiert. Die bestehende Kolonisationsgesell- 'chaft „Moriah" hat sich der Leitung angeschlossen. Postscheck - Konto dfcr vni-v. - 'r'.c'.'!. *«'■ “liU iüv T.P m M sm SM r- „Agtitlas^disMrel“ II»

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