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Der Israelit · 1926-05-28 · Heft 22 (28.5.1926) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 22 (28.5.1926)
Date
1926-05-28
Page
– (sequence 13)
Language
German
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lieraurgegebea von der faitdesogganifafiott det Sj^üdas-jisvoef in Deiiffeftlaml ^2. Jahrgang ^: ><; Frankfurt ä. 28. Mai \$26 / \b. Stipan 5686 Nummer \2 Die Berliner Zeatralratslaaung her $(011601! vf r ^8 e<r/t in, 25. Mai. Montag, den 11. Siwon 5686 (24. Mai 1926), nachmittags 2 Uhr eröffnete; der Vorsitzende des Zentralrats, Sejmabgeordneter Oberräbbiner S. L e w i n -Sambor in den Räumen des Montefiore-Vereins in Berlin die diesjährige Tagung des Zentralrats der AgUdo. Oberrabbiner Lewin teilt n*dj wwmfn D8ljrüMH8M0ttm Drr Wv fammlung mit, daß infolge b&v Verhältnisse in Polen' dem überwiegenden Teil der polnischen Zentrülratsmitglieder es nicht möglich war, nach Berlin zu kommend Trotz dieses bedauerlichen Umstandes kann er die Tagung, da Delegerte aus Erez Jisroel, Deutschland, Holland, Tschechoslowakei, Dänemark, Litauen,' Lettländ, Polen, Deutsch-Oesterreich, Schweif Belgienferner die Mitglieder des Geschäfts-Ausschusses, der politischen ExikUtive, des Finänzdirektoriums, des Keren Hathora und der Palästina-Zentrale «NwkMD.fiM als MMMgsmäß Mklässn und als reguläre Zetttralrats-Tagung eröffnen. Nach Entritt in die Tagesordnung hält er einen warmen Nachruf für die Verstorbenen, die AgudaS Jisroel an Führern, an wertvollen Mitarbeitern seit der Krakauer Zentralratstagung veloren hat. Die Versammlung hört den Nachruf stehend an. Es folgen die üblichen Fomalitäten, sowie Büröwahl, worauf der Vorsitzende des Geschaftsführenden Ausschusses, Herr Rabbiner Dr. Pinchas Kohn düs Wort zur Erstattung des politischen Nefsrnts srgr-sift. Die inner^oliti^dj^ Uaüon gewährt aüen Die Befriedigung, daß das religiöse Selbstbewußtsein in den Kreisen der Orthodoxie sich dank der Tätigkeit der Agudo überall sehr gehoben hat. Alle jüdisch-orthodoxen Massen, wo immer sie sind, treten energisch für die Geltung und Ansehen der Thora ein. In den jüdischen Gemeinden kämpfen sie um die Beibehaltung des religiösen Charakters derselben, bei W Z-setzgebendfN Ms-kMüM, m DSU ®Q* meinDeräten und Parlamenten für die Rechte, besonders aber für die religiösen Interessen des Judentums. Vor dem Völkerbund hat Agudas Jisroel zunächst in Angelegenheit der Kalenderreform insoweit mit Erfolg interveniert, als die Beeinträchtigung des Sabbattages durch Einführung der geplanten weißen Tage vorläufig eliminiert worden ist. Ferner hat Agudas Jisroel Gelegenheit gehabt, in' Vertretung des Memorandums des Waad-Hoir-Hoaschkenasi in Jerusalem die Gefahr einer Vergewaltigung der orthodoxen Bevölkerung Erez Iisröels für den Augenblick zu verhüten. Der Völkerbundsrat sprach sich eindeutig gegen eine Beeinträchtigung der Gervisssnsfrsi-- rjnt in Mn 3rasf »üj rM des überreichten Memorandums ' an, welche er der Mandatarmacht (England) zur Berücksichtigung empfahl.- . '; Hingegen lehnte es Agudas Jisroel grundsätzlich ab, in Angelegenheiten, die die inneren Verhältnisse j.eintzs Staates chetreffen, beim Völkerbund zu intervenieren,^ -! - .In seinemVerichi hob der Referent sodann hkMH DW Fühlungnahme mit brganssatiynsn,^ WesthrWonserenz stattgefunM. stabesi, KMöWers ZwWn 'dem. RHfe- " m^Pmstdejrten,der Aio- Proßz HAzmann-1 ande- KMprgcho; bildete - -/die WhMbjsttzgen mitBer- :hi ' -ii■■ W- : s ■ Diese Verhandlungen sind auf einem tüten Mlllk WgtlaM, NlMM Öiö ZivnWM OvZZ-l tttsälrön mit.Schreiben vom i. April 1926 auf Die letzten ausführlichen Vorschläge der Agudo vom 20. 'November 1925 in ablehnendem Sinne geantwortet hat. - Das Schreiben besagt im wesentlichen, daß durch die neue Einwanderungsverordnung von 1925 eins Verständigung über Zertifikate überflüssig geworden sei. Ebensowenig konnte hinsichtlich des Gemeindegesetzes eine Uebereinstimmuns erzielt mer-dsn. sich dann mit Den lähmenden Erscheinungen der Wirtschaftskrise, die die Entfaltung der Organisation äußerst erschweren. Das'Zentralbüro in Wien leidet unter dieser Krise besonders stärk, während die Tätigkeit der Landesverbände im Großen und Ganzen gut vorwärts geht. > Zum Schlüsse setzt er sich mit der Tätigkeit der Palästina-Zentrale und des Keren Hathauro auseinander, welche einen solchen Umfang angenommen haben, daß die eigentliche organisatorische Tätigkeitdis doch den ixu^eveji hüben gegenüber Diesen beiden Institutionen zeitweilig ganz in den Hintergrund tritt. Nach einer kurzen Pause eröffnete der Vorsitzende die Generaldebatte. Herr Dr. S. Oppenheimer und Herr Holländer üben scharfe Kritik an den organisatorischen Mängeln, die das Wiener Büro bis heute noch nicht zu überwinden verstanden hat. Herr Dr. Deutschländer erwähnt, daß Keren Hathauro und Palästina-Zentrale und in allerdings unvergleichlich geringerem Maße auch die Organisation als solche immer an die gleichen Kreise appellieren und sich die Wege dieser Drei MUMN natmMinäß üst kvsuzött, iWer zum Nachteil der Organisation, da Jedermann für etwas Lebendiges wie Keren Hathauro und Palästina gerne Geld gibt, nicht aber für Organisatorisches, für das man oft auf mangelndes Verständnis stößt. . Nunmehr folgt der ausführliche Bericht über die Tätigkeit des Keren Hathauro seitens Dr. Deutschland srs. Der K, -£>- ist gegründet WSVdLtt, UM $ü?Wrg«ng des orthodoxen Lebens und der jüdischen Erziehung zu steuern. In Sowjetruhland konnte trotz der verheerenden Wirkungen der bolschewistischen Schulen aus politischen Gründen nichts unternommen werden. In Litauen sind die Volks-Mittelschulen meistens areligiös eingestellt (Tarbut), wogegen in Polen bereits ungefähr v i er zehnhundert orthodoxe Schu len existieren, denen die Regierung wohlwollend gegenübersteht. Der Keren Hathauro hat sich mit Genehmigung des G. A. auch der bis nun total vernachlässigten Mädchenerziehung zugewandt, hat dank der aufopfernden Tätigkeit einiger Mädchen aus Deutschland, Schweiz und Holland die. ersten frommen jüdischen Lehrerinnen in Die an fünfzig not» u ischen Müdchenschulen;unterrichten. Dieses Werkvon ganz eminenter Bedeutung wird weitergeführt durch die inzwischen erfolgte Konstitution der Frauenorganisattön B n ä u s A g u d a s. I i s r o e l (Zentrale Lodz). Die Ausbildung weiterer Lehrerinnen erfolgt in dem neugegründeten L eh r e r in n en -S e m in a r in Krakau. _ E - Mas Gebiet lifl rmv Akwl aber Die vvrgp für unsere ZochfchMeni unsere Äefchiw a n:$• Der. Pcharf -.der.« JeschiwaUL in den iMzelnen Ländern.wird auf Doll-. 248.000 geschätzt; von.diesMSnWmechat, der K! Htini-ev Berichtsperiode - iibex:Dollar.9l>M0läufgebrächt. ErwähnenKWM.Mbefostd^ E n k f ch u-istd wn>g s - a .kch-i p-w des -dMtschen w: H^ für^-dW litaüischett Jeschirpausu dier^iN Kanz kurzer Zeik/ällein Dollar! l'-lsli?-* 'l'i 7 ‘4’ M ..rN' .••• ' , > .. . X: 1 XU ■ . , s l* t; .« .. 25.000 ergeben hat- In dsn tvsftlichen Ländern m&eA ZollaT für eigene DeDürfniffe (Schulen, Talmud Thoras usw.) von dem K. H. zur Verfügung gestellt. Speziell bei Gründung neuer Schulen wurde die Zentrale des K. H. oft um Rat angefragt und um persönliche Mithilfe gebeten, die nach Möglichkeit immer gewährt wurde. In der ^Generaldebatte sprachen ferner Herr S V( berstein-Lodz über die Probleme der Knaben^^e^üng in (/m'Mtlth D l C Wien besprach verschieDme Möglichkeiten zur Ausbildung von Melamdim. Gegenüber verschiedenen Beschwerden über einzelne Jeschiwaus, die noch nicht oder nur sehr gering bedacht worden seien, erklärt Herr Db. Deütschländet, daß es natürlich unmöglich ist, in den ersten zwei Jahren überall mit ausreichender Hilfe einzugreifen und daß man notwendigerweise sich nicht zersplittern dürfe,' sondern zunächst da eingegriffen habe, wo es "am meisten nottut, Die vier Hauptgruppen der' litauischen, chassidischen, der auf den KsawgtiköllgehenDen uno Der von fff. mm nach Dem Pxmzjp von Tauroh-!m-Derech-Ereg begründeten' Lehranstalten stehen vollständig gleichberechtigt nebeneinander, entscheidend ist nur die Bedürftigkeit. Herr Wolfs S. Jacobsohn berichtet über seine Tätigkeit wegen einer Organisierung des K. H. in England. Es ist dort eine arbeitsfreudige K. H.- Exekutive geschaffen worden und es ist zu hoffen, daß deren Tätigkeit bald befriedigende Ergebnisse zeitigen wird. Bei der Sammlung für die litauischen Jeschiwaus habe Deutschland an erster Stelle gsstandsn. Skt ber SeneralDisfuffion kommen noch verschiedene Herren zu Worte über Organisatorisches und über Keren Hathauro. Nach einer kurzen Pause beginnen die Referate über Erez Jisroel von Dr. M. Auerbach über die kulturellen Fragen und von Herrn Holländer: W i r t s ch a f t s b e r i ch t der Palästina-Zentrale, über welche w iBevidjt fglgt, Dh Die Diskussion zur MUNDS noch nnhüll. Herr Dr. Moses Auerbach besprach in einem ausführlichen Referat auf Grund seiner auf seiner letzten Erez Jisroel-Reise gesammelten Eindrücke die Lage des thoratreuen Erziehungswerkes. Schätzungsweise 3500 Zöglinge werden in den Anstalten der Agudo und gesinnungsverwandten Anstalten unterrichtet, weitere 4000 in misrachistischen Anstalten, denen etwa 11.000 der zionistischen Schulen gegenüberstehen. Während der Unterricht an den orthodoxen Lehranstalten faktisch und prinzipiell den Forderungen der Tauroh entspricht, während an den misrachistischen Schulen zumindest im Prinzip ein thoratreues Erziehungsideal vorherrscht sind dis zionistischen MMNsM«, ««fijilfe, Wmn man die Mädchen allein betrachtet, so ist das Ueberwiegen der areligiösen Erziehung noch stärker als bei den Knaben. 1 Herr Dt. Au e r b a ch erörtert sodann die verschiedenen Schultypen, die für die thoratreue Erziehung' in-' Betracht kommen; das Problem in Jerusalem ist natürlich ein ' ganz anderes-' als in Tel-Arvim. n,o- Utn fiS) 'Der größls wledee anders ist: es in den Kolonien: Die aus Europa neu ( Eittgetvttkderten legen größeren Wert auf die technische Durchbildung ihrer Kinder,!-als dies der^aW Jifchüw tut. Die Kinder werden entweder^ dem - landwittschaftlichon Beruf zugeführt, -ÄdevHe>wiwdmaM^Hüttdwerkern'.Äßtzgehildst. «der ' ergreifen die - käufMänsiische Koirriere. uJn. allen drei' Gruppest .bie techttischen Kh> h air. nWchert^gffnrMiört^ WOMerM weiMrt< wl # vf>pj

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