Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 21 (18.5.1926)
- Date
- 1926-05-18
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 u 21 Der Israelit 18, Mai 1926 waren, gemeinsam mit Gesetzesübertretern das Aufbauwerk zu beginnen, und daß es ihnen erst nach und nach gelungen sei, die Thora zur Anerkennungzu bringen. Deshalb fordere er auf, dem Misrachi beizutreten, der auch dafür kämpfe, der Thora zur Geltung in Erez Jisroel zu verhelfen. Verein selbst. Jsr. Handwerker und Gewerbetreibender E. V, Frankfurt a. M. Bei der am 10. ds. Mts. im Cafe Hauptwache in Ger meinfchaft mit der Frauengruppe stattgefundenen Versammlung des Vereins selbst, israel. Handwerker und Gewerbetreibender E. V. Frankfurt a. M. hielt S. E. [Rabbiner Dr, -Öoronife etttett SSortrag über bas „ÖBas $arm i»er fülnfche ^anlsroerler für ios Judentum tun?" Ausgehend von dem Talmudwort: Größer ist der, der von seiner Arbeit Genuß hat und sich seiner Arbeit freut, als der Fromme — führte der Redner aus, daß höchste Frömmigkeit erst der erreicht, der neben der Beobachtung der göttlichen Gebote und Gesetze auch seine Hände zu rühriger Arbeit bewegt. Er schilderte, in welch hohem Ansehen im alten jüdischen Staate und auch noch lange nach dessen Zerstörung das Handwerk stand, so daß z. V. in Jerusalem, Straßen nach bestimmten Handwerkern benannt waren. Große Gelehrte, wie Hillel und Akiba waren Handarbeiter. Nun sei es ja heute schwer, zu gleicher Zeit ein großer Gelehrter und tüchtiger Handwerker zu sein, denn die Anforderungen an jeden Einzelnen seien zu groß geworden, als daß sie in einem Menschenleben erfüllt werden könnten. Trotzdem sei es Pflicht auch des heutigen jüdischen Handwerkers, sich mit jüdischem Wissen zu befassen und dessen Pflege zu fördern. Er ermahnte die Eltern, ihren Kindern eine gute, jüdische Erziehung angedeihen zu lassen und sie mehr als bisher in den jüdischen Unterricht zu schicken. Weiter führte der Redner aus, daß es Sache des neu aufblühenden jüdischen Handwerkerstandes ist, an seiner Stelle durch tüchtige Leistung das Ansehen der Juden zu fördern und die Freude am Handwerk unter den Juden zu erwecken. Alle Ausbildungsmöglichkeiten seien zu ergreifen, um dies Ziel zu erreichen. Jede tüchtige Leistung sporne an; nicht den Konkurrenten in dem Mitstrebenden sehen, sondern durch Achtung untereinander und vor der Arbeit des Anderen sich selbst Achtung erwerben müsse das Bestreben jedes Einzelnen sein. Der Vortrag fand lebhafte Anteilnahme und reicher Beifall lohnte die gehaltvollen Ausführungen des vorzüglichen Redners. Kinderhaus der weiblichen Fürsorge. Das Krndsrhaus her rt>et£>ftcf>ett Qriirforge feine Qa|>res*>er{ammfnng am Ö. 3/;prz^ b&iß ab. feiner Tätigkeit im Jahre 1925 ist zu berichten: Die Belegung betrug durchschnittlich zwischen 30 bis 40 Kindern im Alter von der Geburt bis zum sechsten Lebensjahre. Vorübergehend wurden Kinder in Pflege genommen, deren Mütter durch Reisen oder andere dringende Behinderungen nicht in der Lage waren, selbst ihre Kinder zu betreuen. Die Einweisung erfolgt in gemeinsamer Arbeit mit den anderen jüdischen Wohlfahrtsanstalten: Weibliche Fürsorge, Kinderschutzkommission, Zenttale für jüdische Wohlfahrtspflege und städtischem Jugendamt. Die finanzielle Lage des Vereins ist eine schwierige. Eine kleine Subvention der Gemeinde ermöglichte, drei Kinder, für die sonst keine zahlende Stelle eintreten konnte, zu versorgen. Die Verwaltung veranstaltete eine sogenannte weiße Woche, die ein recht günstiges Resultat in Bezug auf Vervollständigung des Wäschebestandes ergab. An dieser Stelle sei den gütigen Spendern herzlichster Dank ausgesprochen. Ein kleines Propagandabüchlein mit wohlgelungenen Abbildungen der Einrichtungen des Hauses und mit erläuterndem Text soll das Interesse weiterer Kreise für die Arbeit des Kinderhauses wecken. Der Gesolei und der Internationalen Kinderhilfe in Genf wurde stattstisches Material zur Verfügung gestellt. Zur Zeit liegt die Leitung in Händen von Frau Martha Nathan, da die hochverdiente erste Vorsitzende Frau Bertha Simon-Holzmann durch Krankheit verhindert ist. Am 19. Februar 1926 verschied Frau Bertha Schwarzschild. Lange Jahre hindurch stand die Heimgegangene dem Kinderhaus nahe und hat durch ihre großzügige Hilfe in schwerer wirtschaftlicher Not die Existenz ermöglicht. Ihr Andenken bleibt unvergessen. Der Name des verstorbenen Gönners, Herrn Philipp Schiff, wurde zur ewigen Erinnerung an der Tafel des Hauses augevraSl. d DSM AkM döi? Anstalt, Hökkn!&?. Oppenheimer, fei an dieser Stelle für hingebende und aufopfernde Arbeit herzlicher Dank gebracht, ebenso der Oberin, Schwester Frieda Amram und allen Angestellten und Beamten des Hauses. Das Haus ist in der jüdischen Oeffentlichkeit in Anbetracht seiner wichtigen Stellung im jüdischen sozialen Leben viel zu wenig bekannt. Die Verwaltung würde dankbar sein, wenn sich recht viele Freunde der Jugend das Haus und feine Einrichtungen anfehen würden und ist der Zweck dieser Zeilen der, das Interesse aller Glaubensgenossen wachzurufen, um dadurch das Haus und feine Arbeit für die jüdischen Kinder aufrecht zu erhalten. Vereinskalender. Verein Victor Chajim. Programm für Schwuaustage, stehe lokalen Teil. Samstag, eine Stunde vor Nacht, Midrasch, Herr Julius Lewin. Jahrzeits-Stnrungen: Samstag, 22. Mai. Salomon Sender-Stiftung. Sonntag. 23. Mai. Carl Mayer-Stiftung. Dienstag, 26. Mai. Jacob Löwenstein-Stiftung. Freitag, 23. Mai. Nanette Isaakgeb. Prager- Stiftung. Kf«)«f 3i»t«el-3ufeni>ft*ppe. (Die Lokalitäten Hanauerlandstratze 1? find täglich ab Uhr abends geöffnet, ratf und Sonntag den ganzen Tag). Sonntag bis Freitag. 7—8 Uhr morgens rrivl J’YWno, Herr Dr. Hofmann. — 8—12 Uhr, GeffgMM WM «mim, Om OM D als erni (ac? Tneinfam mit Der Ortsgruppe). Sonntag vis N3V. 12-1 mittags Wettfchinr tn '»i'. Herr Herz Halpern. Sonntag, 8—9 Uhr morgens und Mittwoch 9 Uhr abends ll'VN'L Dy mm* Herr Leopold Oppenheimer. — 9-10 Uhr abends itm Herr B. Rachelsohn. Zeil 2. Montag 87<j und Donnerstag 83/4 Uhr abends xras R33 *nm, Herr Herm. Hirschberg. Hegelstr. 13. - 872—972 Uhr abds. Turnen (Realschule), Herr Lehrer Friede. — 8% Uhr und Donners tag 8lU Uhr Gruppe 2, Herr Jacob Adler. — 83/4-l0 Uhr Gruppe 3. Herr Gerson S ch n e r b (auch Samstag 57s Uhr). Dienstag 8-9 Uhr (auch Samstag27-—37-Uhr) Gruppe i. Herr Ch. Jacob owitz. — 83/« Uhr und Samstag 3V& Uhr rn? ann rnvi. Herr Dr. Hofmann. — 83/4 und Samstag 97- Uhr. pvvpp mm» Dr. P osen, Tiergarten 42. — 83/4 u. Samstag 4 Uhr. NL'2 Kl»*, HerrLeo Schnerb.— 8%—10 Uhr, Gruppe 4, Herr Leo Neuburger (auch Donnerstag ö3/4 und Samstag 4 Uhr). — 82/4—10 Uhr, Gruppe 5. Herr Ernst Adler (auch Samstag 3 Uhr). — 83/4-i0 Uhr, Stenographie. Herr Abr. Gut. mp, 10—11 Uhr, tpp!?» Herr Louis K ah n. — 12—1 Uhr mittags, mm Herr Lehrer Hirschberg. — 3—4 Uhr, X22 mm. Herr L. Kurzweil. — 3-4 Uhr. mm, Herr Herz Halpern. — 4—5 Uhr mittags, dtk «fl, Herr Pun. — 572-672 Uhr, nvm mm Herr Herz Halpern. — vor Nacht, Lernen, verschieden. Agnda» 3i»r»el MädchengrAppe. Sonntag, 8—9 Uhr abends, Herr Lehrer ^trjc^berg. unv Mittw och, 73(4~074 Uhr abds., Hebr. Sprache, Frl. Machtei. — 9—10 Uhr, Y'jn, Herr S. Una. Kl. Oberinainftr. 30. Dienstag, 87r—972 Uhr, Stenographie, Herr Abr. Gut. — 83/4—10 Uhr, D’i’T, (wird noch bek. gegeben). — 9—10 Uhr, iVv '2N. Herr Dr. Weg er, Zobelstr. 5. Donnerstag, 872—972 Uhr, mx'm. Frau Hilde Joseph. — 83/4—10 Uhr, Gruppe v. — 83/4—10 Uhr, Gruppe 7, Frl. Berta Katz. mw, 1072—72 Uhr, nrmi nrxs, Fräulein Martha Marcus. — 117*-12lU Uhr, a^nn, Herr Frankenthal. — 47<—574 Uhr, Herr Lehrer Hirschberg. — 6—7 Uhr, nw\ Herr Arnold Merzbach. v"v-Verein Osiendstraße 1t Rabbiner S. Weber. 't>» von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends nach -nmn my». Veshamldrafch. Oftendflraße 1t. Don Sonntag bis Donnerstag einfchl. allabendlich von 3/48 —9Uhr niDin 'Da, Herr Rabb. M. Karpel. Liwjath Ehen-Verein. Samstag fällt der Dortrag wegen Abwesenheit des Dozenten aus. Lernverein Unlerlindau (ayj Vereinsräume: Unterlindau 231. Täglich -mit Ausnahme von Montag und Donnerstag im Anschluß an rvnrw n^sri' Herr Rabbiner Dr. Horovitz m'irn Montags und Dienstags abends 9 Uhr, Kim rnw '0», Herr Rabbiner Dr. Horovitz. Am Mittwoch abends 87- Uhr. a»*rm, Herr Dr. 93. M ay. AM am 1. Mi AMMIM an am snümassttsLvtenst. gegen i\Js Uhr nachmittags Herr Berlowiß, 2. eine Stunde vor Nacht, Vortrag des Herrn Nabbiner Dr. Horovitz oder des Herrn Dr. B. May. Schiurim für Knaben und Fortbildungsunterricht für Mädchen werden in der Religionsschule Unterlindau 23 erteilt. Gebetzeiten. xvn mwl Freitag Abend 7.40 Samstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.— Samstag abend 9.10 Wochengottesdienft: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefilin-Legen am Morgen 2.50 Es ist ausschließlich Sache der Leser, die im 3nseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Daren oder sonstige Angaben religionsgesehltchen Charakters auf ihre f. Zuverlässigkeit zu prüfen. L. BARBARINO Frankfurt a. M. INHABER A. STERN gegründet 18,87 Cigaretten CIGARREN Tab ake ieinste Hamburger und Bremer Import von Havana-Cigarren und -Cigaretten Kaiserstraße 7 Kaiserstr 81 T'kl“ H“s*33,1 Zeil 88 Versand nach auswärts Mwk Jlufl €Üe Minute Adolf Matt Gr. Friedberger str. 43 Ecke Schäfergasse Uhren Juwelen Trauringe Gold- und Silberwaren Gut eingerichtete Reparatur-W erkstätte » MEDRUVA « mech. Druckluft -Teppich - Reinigungs- Gesellschaft m. b. H. früher: MEOER’S TEPPICH- -WERK TEL. 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