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Der Israelit · 1926-05-18 · Heft 21 (18.5.1926) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 21 (18.5.1926)
Date
1926-05-18
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 21 Seite 13 10. Mai 1926. Israelit Personalien. Diersburg (Baden). 21. Aprir—A»- arU dahier das älteste Mitglied mnserer Gemeinde ,fim Bloch im gesegneten W-n von 95 Jahren. Er war ein wahrhaft religiöser Mann, eine Zierde unserer Gemeinde, aller Menschen Ratgeber . und Freund. Kein Wunder, daß er hier allgemein geschätzt und geliebt wurde. Sern Leichenbegängnis gestaltete sich zu einer imposanten Trauerkundgebung für diesen wahrhaft frommen Mann. Noch im vorigen Jahre trat er als Hilfsvorbeter an den ein, die Gebete mit inniger Andacht vortragend. 'Sein Andenken bleibe in unserer Gemeinde ein gesegnetes; möge er bei Gott ein -w» und Dolmetsch für uns sein. Crailsheim. 24. April. Am Samstag, den 17. d. Mts durcheilte unsere Gemeinde die traurige Nachricht, Frau Julie Goldstein, die Gattin des Vorsitzenden des hiesigen ist. Vorsteheramtes, Hern L. H. Goldstein, sei plötzlich verschieden. Sie war eine echte y>n w» im wahrsten Sinne des Wortes. Eine geborene Crailsheimerin, war sie schon im Elternhause zu einem frommen und gottesfürchtigen Lebenswandel erzogen worden und beherzigte stets die dort empfangenen Lehren. Ihre außergewöhnlichen Kenntnisse der jüdischen Pflichten, verbunden mit aufrichtiger Frömmigkeit und Herzensgute, erwarben ihr hohe Achtung bei allen, die sie kannten. An keinem Sabbat und Feiertag versäumte sie es, an der Stzite ihres Gatten das Gotteshaus zu besuchen. Als langjährige Schriftführerin und Kassiererin des isr. Frauenvereins leitete sie die diesbezüglichen Geschäfte mit ihrer gewohnten Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit. Aber auch l,ei Jeher freubtgen unb traurigen Gelegenheit tHör sie emö ML». MM WgMS 8M sjg Mt Ml¥ fiiHB treue Lebensgefährtin in Freud und-Leid, eins tapfere Kameradin in gesunden, und eine gewissenhafte und aufopfernde Pflegerin in kranken Tagen, sondern auch eine treue Gehilfin bei den Berufs- und den verschiedenen ehrenamtlichen Pflichten in und außerhalb der Gemeinde. Kein Armer ging hungrig aus ihrem Haufe. Herr Lehrer Silbermann entwarf am Grabe in meisterhaften Worten ein getreues Lebensbild dieser seltenen Frau. Der stellvertretende Vorsitzende des ist. Vorsteheramtes, Herr Maschinenfabrikant Berthold Stein, hob in zu Herzen gehenden Worten, im Aufträge des ist. Frauenvereins hervor, was die Verblichene für denselben geleistet hatte. Möge ihre reine Seele vereinigt werden im Bunde des ewigen Lebens. rraxan* Fürth i .B.» 4. Mai. Am 2. Nissan verlor Fürth den verdienten, rührigen Führer der D’tnv Hermann Jchen- Häuser b"»s. Er entstammte einer altangesehenen bayrischen Familie und hat schon verhältnismäßig früh den Weg zu prominenter Klall-Arbeit beschritten. lieber 20 Jahre war er im Vorstand, zuletzt selbst Vorsitzender der jüdisch-gesetzestreuen Vereinigung „Schaumre Hadaß". Man muß die Verhältnisse der Juden in Bayern und insbesondere in Fürth kennen, um die Ausgabe zu würdigen, die er als Führer einer orthodoxen Gemeinschaft gegenüber einer liberalen, teils indifferenten teils intransigenten Majorität zu bewältigen hatte. Es ist in hohem Maße sein Verdienst gewesen, wenn heute die hiesigen d'sv in zunehmender und m. G. H. fortschreitender Konsolidierung eine respektable Gemeinschaft bilden, deren Hoffnung, wie immer, die Jugend ist. Was er in zäher, unermüdlicher, aufopfernder und dabei persönlich konzilianter Weise zur Stärkung echtjüdischen Selbstbewuhtseins und aufrechter Charakterstärke geleistet hat, wird für alle Zeiten ein Ruhmesblatt in den Annalen der Fürther Judenheit bilden und dem Namen Jchenhäuser zu unauslöschlicher Ehre gereichen. Hermann Jchenhäuser war seinem innersten Wesen nach jedem religiösen Kompromiß abhold und erhielt sich stets das heilige, ungetrübte Idealbild einer jüdischen Gemeinschaft vor Augen, dem er trotz aller in den verwachsenen Verhältnissen begründeten Gebundenheiten mit unglaublicher Zähigkeit, Energie und Ehrlichkeit zustrebte. Möge das der Lohn seines Wirkens sein, daß seinem unvollendet gebliebenen Sehnen uyd Trachten ein junges Geschlecht mit gleicher Opferwilligkeit, Charakterstärke und idealer Gesinnung mit ganzem Herz und Sinn und Arm zur Verwirklichung verhilft n"s?a- Mit Rücksicht auf Nissan wurde nach Ablauf der in einer würdigen, imposanten ivon-Veranstaltung das Lebensbild des im 60. Lebensjahre leider allzufrüh dahingeschiedenen klugen, feingebildeten und allseits verehrten Mannes in den Herzen seiner Hinterbliebenen uno aller Derer, Die er kill Mlttkl f?m?* ran§ steinigen Weg aftmer SuDiftfjteit geführt hat, gum menenden Gedächtnis wachgerufen. Möge die allgemeine Anteilnahme und innige Wertschätzung, mehr noch aber der Trost Gottes den Schmerz der schwergeprüften Gattin und aller Hinterbliebenen lindern, si'2 '^arr Djr- - INalsch bei Wiesloch, 3. Mai. Einen herben Verlust hat unsere Gemeinde erlitten mit dem am 23. April erfolgten Tod von Samuel S ch u ft e r. Er war ein rechtschaffener Mann und ein äußerst guter Jehudi. Wo es galt,'w2v zu üben, stand er in vorderster Reihe und suchte alle religiösen Angelegenheiten des gesetzestreuen Judentums kräftig zu fördern. Seit seiner frühesten Jugend wirkte er stets aushilfsweise als Vorbeter wie als tnv^a in der Synagoge. Von dem Verblichenen, der im Alter von 77 Jahren kinderlos von dannen geht, bewahrheitet sich das Prophetenwort waan 2':o» aitr 'isi orrt jvrri Bei. der Sonntag den 25. April stattgefundenen mV folgte ein so großer Zug der Bahre, wie man ihn schon lange in hiesiger Gegend nicht gesehen hat. Auch von nichtjüdischer Seite war die Beteiligung sehr stark. Der Krie- KiAü AMIy meie ihm SBflfIfi HanM würdigte unser Lehrer!n beredter Weise die Verdienste des Entschlafenen. n-a2w> Vermischtes. Vad Liffingen, 21. April. Wie alle Bäder Deutschlands, so mußte auch unser weltbekanntes Bad unter der Ungunst der Verhältnisse im vorigen Jahre leiden. Als erschwerendes Moment kam noch hinzu, daß Kissingen als antisemitisches Bad verschrien war. Diesen Vorwurf, der vollkommen unbegründet ist, muß aller Oeffentlichkeit mit der größten Energie entgegengetreten werden. Es existiert hier wohl ein einziges Geschäft, dessen Inhaber als Nationalsozialist das Hakenkreuz zur Schaufensterdekoration benützt und sogar antisemitische Literatur kolportiert. Aber sonst wird kein Jude in irgend einer Weise, sei es in Wort oder Bild, irgendwie belästigt. Es ist den energischen Bemühungen prominenter Kissinger Bürger, des Magistrates, des Badekommissariates und des Kurvereins nicht gelungen, den verbohrten Antisemiten von seinem, die Allgemeinheit schädigenden Treiben abzubringen. Aber wir hoffen mit voller Zuversicht, daß die Klage seines Hausherrn auf Ladenräumung wegen eigener Gefchäftsfchädigung zum Erfolg führen wird. Da in erster Instanz bereits ein positives Resultat erzielt wurde, so wollen wir hoffen, daß auch die höhere Instanz das erste Urteil bestätigen, und so der Stadt Kissingen ihren guten, alten Ruf wieder geben wird. Bad Honnef (Rhein), 30. April. Nach langjährigen Bemühungen des Synagogengemeinde-Vorstehers, Herrn Albert Leopold, ist der Wunsch unserer Gemeinde, einen ÜMlMMfhsff llll? gu in GJrfiiUung gegangen. Zu Peßach wurde SjVVT Seyrer Sa5m her neu renovierten Synagoge in sein Amt eingeführt. Die Gemeinde hatte keine Opfer gescheut, um ihre sehr schön gelegene Synagoge zu einem für eine Kleingemeinde geradezu idealen Gotteshaus auszugestalten. Honnef, das wegen seiner geschützten Lage im Siebengebirge am Fuße des Drachenfels schon von Humboldt das „Deutsche Nizza" genannt wurde, eignet sich in besonderer Weise zur Erholung. Jüdischen Fremden ist Gelegenheit geboten, in der Pension Hecht rituelle Verpflegung zu erhalten. Ebenso finden erholungsbedürftige Schüler, die das städtische Vollrealgymnasium besuchen können, liebevolle Ausnahme bei Fachaufsicht in der genannten Pension. Düsseldorf. 9. Mai. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden wird auf der Düsseldorfer Ausstellung Gesolei einen Film vorführen, der die Organisation und die Leistungen der jüdischen Wohlfahrtspflege schildern und Szenen aus den wichtigsten jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen enthalten wird. Die Ausführung des in eine stimmungsvolle Spielhandlung eingekleideten Films ist der Gervid-Film-Gefellschaft übertragen worden,^ die unter Regie von Frau Gertrud David zur Zeit die letzten Aufnahmen vornimmt. Köln, 8. Mai. Dem Wunsche verschiedener Kollegen Rechnung tragend, haben wir uns veranlaßt gesehen, die Jubiläumsfeier für Herrn Seminarstudienrat Gut auf Sonntag, den 30. Mai 1926, zu verlegen. Etwa noch ausstehende Zuschriften wolle man gefl. baldigst an die Geschäftsadresse Köln, Gilbachstraße 25,1, richten. Frankfurter Berichte. Von der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft. Zu nivia«? ist ein Mitteilungsblatt für ehemalige Schüler und Schülerinnen der Unterrichtsanstalten der Israel. Religionsgesellschaft erschienen, dem sich in zwangloser Folge weitere anreihen sollen. Was mit diesen Mitteilungen bezweckt wird, ist in der Einleitung der ersten Nummer genau gesagt: Bande schlingen, die die Schule mit ihren ehemaligen Zöglingen immer mehr verbinden. Es folgen statistische Angaben und eine hübsche Skizze Hermann Schwabs aus der eigenen Schulzeit. Es werden dann Neuerungen im Schulwesen mitgeteilt und recht Interessantes aus alten Jahresberichten zur Kenntnis gebracht. In der Rubrik Personalien ist ein Nachruf (mit gutem Bilde) auf Professor Dr. S u l z b a ch enthalten. Wir erkennen dann in guter Charakteristik und ebenso gutem Bilds zrvei verdiente unh ieirefjie S4)ulmönner ijÜ¥8s§fs8¥ A. Weyl und Herr Moses Kaufmann. Wir bshültstt uns eine Wiedergabe aus dem Inhalte des interessanten Heftes für die nächste Frankfurter Beilage des „Israelit" vor. Die Schumaustage im Mekor Chajiw. Mittwoch, 19. Mai, 1. Tag myiaz? 1 Stunde vorNachtim Hörsaale der Synagoge Friedberger Anlage: Vortrag des Herrn B. Rachelsohn über „Gesetzgeber und G e se tz n e h m e r". D o n n e rs ta g, 20. Mai, 2. Tag jwoe>, 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal: Vortrag des Herrn Herz Halpern über „DieJahrzeitKönigDavids rry". Wahlen zum.Delegiertentag der Agudas Jisroel in Deutschland. Wie in den „Blättern" veröffentlicht, beruft die Landesorganisation der Agudas Jisroel in Deutschland ihren Delegiertentag für Mittwoch, den 26. Mai, vormittags 10 Uhr nach Berlin, Oranienburgerstraße 69 (Lokal des ite ber (SJremi fr!i( Li Imk ii« des Vorstands. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. hat 9 Delegierte zu wählen. Wahlberechtigt sind alle männlichen Mitglieder vom 16. Lebensjahre an. Wählbar sind alle männlichen Mitglieder vom 18. Lebensjahre an, deren Gesinnung und Lebensführung anerkanntermaßen der Thora entspricht. ' Die direkte geheime Wahl findet Sonntag, den 2 3. Mai, in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 1)4 Uhr nachmittags im Lokal der Agudas Jisroel Jugendgruppe, Hanauer Landstraße 17 pt., statt. Wir bitten unsere Mitglieder, sich an der Wahl recht rege beteiligen zu wollen. Agudas Jisroel Jugendgruppe. Am Mittwoch, den 26. Mai, findet in den Räumen der Jugendgruppe abends )49 Uhr eine gesellige Zusammenkunft der Mädchengruppe statt. Besondere Einladungen ergehen an die Mitglieder dieser Gruppe. Um zahlreiche Beteiligung wird höflichst gebeten. Dieser Tage wird mit dem Leeren der weißen „Agudobüchsen" begonnen. Die ehrenamtlichen Kassierer sind mit einem Ausweis des Jugendgruppenvorstandes versehen, den sie aus Verlangen vorzeigen müssen. Anmeldungen zu dem am Pfingsten bevorstehenden Bundestresfen in Hersseld können schleunigst noch gn Herrn Sal. Wolf, Ostendstraße 27, gerichtet werden. Für Logis kann eine Garantie nur bei sofortiger Meldung noch übernommen werden. Der Turnkurs der Mädchengruppe findet nunmehr endgültig regelmäßig statt: Wöchentlich Mittwoch abends 8.45 bis 10 Uhr in der Turnhalle der Realschule, Tiergarten 8. 9rteuanmefbungen mcrb-cn basfeffcfi •en±gege*t geripimmn. Allabendlich wird — wie bisher — in den Verernsräumen um J49 Uhr Maariw bismanau gebetet. Zum hebräischen Spachkurs für Damen, sowie zum Stenographiekurs (Herren und Damen) können noch Teilnehmer zugelassen werden. Anmeldungen nimmt der Verwalter im Agudoheim entgegen. Zionistisches und nichtzionistisches Judentum. Wer etwa der Ansicht ist, der Zionismus befinde sich auf dem Marsche zur Thora, weil er ausgerechnet den Jjar-Monat, den Monat der Sinai-Wanderung, zu seinem Propagandamonat auserkoren hat, der irrt: Es ist alles beim Alten. Auch beim Misrachi, dessen Frankfurter Gruppe Herrn Dr. Barth zu einem Referat innerhalb der Jjar-Aktion sich, verschrieben hatte. Der Redner bewies zunächst, daß die drei Hauptpunkte des Baseler Programms: Land, Volk und Heimstätte, durchaus Hauptpunkte des alt-historischen Judentums seien. Also sei das zionistische Programm ein jüdisches im Sinne der Ueberlieferung, wenn auch aus praktischen und taktischen Erwägungen heraus das zionistische Programm dem Wortlaut nach weder für, noch gegen die Thora Stellung nehme. Das nichtzionistische Judentum, das sich in die Centralvereinler und Agudisten teilen läßt, sieht teils im Land, teils im Volk und der Heimstätte keine jüdischen Werte. So sei die nichtzionistische Orthodoxie darauf aus, die Einheit des Volkes zu zerstören, während Misrachi, getreu der in den „Widui" ausgesprochenen Arewus-Gesinnung, nach keinerlei Gesichtskpunkten hin eine Teilung des jüdischen Volkes zulasse. In den „Widui" sage man „Oschamnu, bogadnu usw.", und beweise damit, daß man sich auch mit den Sündern solidarisch zu erklären habe, daß auch sie ihren Platz im Klall Jisroel zu beanspruchen hätten. Wo allerdings in den „Widui" eine Verpflichtung dazu zu finden ist, die Sünder in ihrem Werk tatkräftig zu unterstützen, ihnen Schekel zu zahlen und ihre Fonds aufzufrischen, verriet der Redner nicht. . . . In der Praxis allerdings, das gab der Referent immerhin zu, sieht es „nicht immer" so aus, als ob das Baseler Programm und seine Verwirklichung in der zionistischen Welt im Einklang stehe mit dem altüberlieferten Judentum. Aber der Kampf, den Misrachi für die Anerkennung der Thora im Zionismus führe, fei noch nicht abgeschlossen. Wenn man aber nun frage, — und gar manchem dürfte diese Frage schon aufgetaucht sein —, warum Misrachi sich seit 20 Jahren so abmüht, den Zionismus ins richtige Fahrwasser zu lenken, während er nicht die mindeste Anstrengung macht, sein Bekehrungswerk innerhalb der ihm doch eigentlich näherstehenden Orthodoxie in Angriff gu neDmen, iynkll Mioroni mm«? mgnMlWn, lDoriet Herr Dr. Barly dem FragcMllct, das fei nicht möglich: Denn ad 1 hege man die Hoffnung, dermaleinst die zionistische Organisation majorisieren zu können, weil der Zionismus demokratisch sei und die jeweilige Mehrheit sich durchsetzen könne, während bei Agudas Jisroel diese Gewähr nicht gegeben sei, (?) ad 2) aber passe einem die „Kampfesweise" der nichtzionistischen Orthodoxie nicht. Vor allem flößt nämlich das „Bündnis", das Agudas Jisroel und Centralverein „geschlossen haben", Herrn Dr. Barth einen panischen Schrecken ein. Dieses, ach so innige, Bündnis fei unerhört. Unerhört fei ferner, daß Agudas Jisroel beim Völkerbund und bei der Mandatarmacht einen unlauteren Wettbewerb mit dem Zionismus ausgenommen habe, indem sie aus die nationale Autonomie der Heimstätte verzichten wolle und nur auf eine kulturelle Autonomie Ansprüche erhebe. (?) Herr Rabbiner Dr. Hoffmann sprach in der Diskussion seine Ueberzeugung aus, die dahingehe, daß zwar eine Aufbau Erez Jisroels nur im Geiste der Thora möglich sei, daß jedoch auch Esra und Nehemia gezwungen

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