Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1926-05-13 · Heft 20 (13.5.1926) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 20 (13.5.1926)
Date
1926-05-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2450388-2450408--73144-2530536
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 6 Nr. 20 13. Mai 1926 Der Israelit Frankfurter Berichte. Unterrichtsanstalten der „Israelitischen Religionsgesellschaft". Vom Schularzt wird uns geschrieben: Gegenüber »ielfach verbreiteten Gerüchten über einen angeblich ungünstigen Gesundheitszustand unserer Schuljugend stellen wir fest, daß in sämtlichen Klassen der Grundschule, Realschule und des Lyzeums von insgesamt 700 Kindern gegenwärtig nur 10 Kinder an Scharlach erkrankt sind; 14 andere sind nach ihrer Genesung wieder zum Schulbesuche zugelassen. Da der Kreisarzt mit den von uns getroffenen An- »rdnungen durchweg übereinstimmt, ist Grund zu irgendwelcher Beunruhigung nicht gegeben. Schwuausnacht-Lernen. Das Lernen in der Schwuausnacht beginnt im Mekor Chajim, Langestr. 18 Dienstag 11.15 Uhr nachts. Vorherige Anmeldung dringend erwünscht. Das Programm für die Schwuaustage wird in näcfjfier Öiummer be^crnrticjeg-eSert. L-e-r Slorlrag liefen Sabbat wieder wie üblich nach Mincho, 5.15 Uhr!m chörfaale Friedberger Anlage statt. Thema: „Das befreiende Gesetz". (Schwuausbetrachtung.) „Jüdischer Turnerbund". In Anbetracht der Tatsache, daß es eine unbedingte Notwendigkeit ist, für die orthodoxe Jugend eine Möglichkeit zu schaffen, sich in einem Milieu, in dem sie von allen ihre jüdische Einstellung schädigenden Einflüssen bewahrt bleibt, körperlich zu ertüchtigen, ist dieser Tage der „Jüdische Turnerbund" ins Leben gerufen worden. Die Gründung ist deshalb erfolgt, weil einerseits die bestehenden Turnvereine die turnerische und sportliche Betätigung nicht in entsprechender Weise als Mittel zur Selbsterziehung und körperlichen Ertüchtigung, sondern als Selbstzweck betreiben, andererseits aber der bestehende Turnkurs der Esra und Aguda naturgemäß nicht in der Lage ist, die gesamte turnende, bezw. turnenwollende erwachsene orthodoxe Jugend zu erfassen, und für die jüngere orthodoxe Jugend überhaupt keine Kurse unterhält. Der „Jüdische Turnerbund" ist fest entschlossen, dafür zu sorgen, daß seine Mitglieder in ihrer körperlichen Betätigung das richtige Maß einhalten, und sich nicht nur auf körperlichem Gebiet, sondern auch in jüdisch-geistiger Beziehung weiter fortbilden. Die orthodoxe Letiung, sowie die Statuten bieten die Gewähr dafür, daß alle turnerischen, sowie sonstigen Veranstaltungen des Vereins in jeder Beziehung den Anforderungen der Tauroh entsprechen. — Das Herrenturnen findet statt: Dienstag abend 8.30 Uhr bis 10 Uhr in der Deutschherrn-Mittelschule, an der Obermainbrücke (Sachsenhäuser Seite). Anmeldungen für diese Abteilung, sowie für die in Bildung begriffenen Damen-, Knaben- und Mädchen-Abteilungen sind zu richten an Herrn Adolf Fiebermann, hier, Langestr. 3. — Der Beitrag beträgt monatlich für das Damen- und Herrenturnen 1 Mk., für das Mädchen- und Knaben-Turnen 50 Pfg. Hygiene der Inden. Die Gruppe „Hygiene der Juden" auf der großen Ausstellung Düsseldorf 1926 für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen hat wichtige Aufgaben cur Dirn MMlk Der WilAMmr Der Mltumit m Erforschung Wtschsr Kunswönkmälor".in Frankfurt a.M. zur Erledigung übertragen, da diese durch ihre 30jährige, Tätigkeit zu einem Zentrum jüdischer kunstwissenschaftlicher Forschung geworden ist. Der Haushaltsplan der „Israelitischen Gemeinde". Letzten Mittwoch wurde den Gemeindeoertretern der neue Haushaltsplan vom Vorstand überreicht. Er balanciert in Einnahmen und Ausgaben mit 1,4 Millionen Mark, wovon eine halbe Million Mark auf Beamtenbefoldung, eine viertel Million Mark auf Unterrichtswesen und etwa 150 000 Mark auf den Fehlbetrag des Krankenhauses entfallen. Durch Steuern müssen nach Abzug der etwa 400 000 Mark betragenden Gebühren eine Million Mark ausgebracht werden. Zu diesem Zweck wird eine Erhöhung des Steuersatzes von 15 Prozent auf 18 Prozent der Reichseinkommensteuer beantragt. In der Generaldebatte wurde von verschiedenen Seiten erklärt, die Besoldung der Beamten nach der Reichsbesoldungsordnung übersteige die Leistungsfähigkeit der Gemeinde. Von konservativer Seite wurde eine Umgestaltung des Philantropins verlangt, damit die Schule auch für konservative Zwecke benutzbar werde. Herr Bankier Wolfs regte an, die Beamten in höheren Gruppen sollten zu einem freiwilligen Verzicht auf einen Teil ihrer Besoldung veranlaßt werden. Am Schlüsse der Sitzung wurde der Etat zunächst zur Vorberatung an hie Stnanafommtffton oertmefert. FsMikfuttkt jüdische Künstle «nsrvüNs. Mna schreibt uns: Sergei Klibabfky, früher Schüler des Hochschen Konservatoriums, später Gesanglehrer am Sternschen Konservatorium in Berlin, jetzt Gesangprofessor in New-Pork, wurde auch in diesem Jahre wieder für die Meisterklassen an den bedeutenden Gesangschulen in Chicago, Memphis, St Louis, Lima, Ohio und Seattle verpflichtet. Neues aus der Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Anstelle des wegen Wegzugs ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes, Herrn Erich Kahn, hat der Vorstand Herrn Albert Leopold in sein Gremium kooptiert. Am 1. Tag Schewuaus nachm. 4.30 Uhr hält Herr Herz H a l p e r n im Vereinslokal einen Vortrag über: Jnjonei Hajaum. Nächste Stunde des Newiim-Kursus unter Leitung von Frau Hilde Joseph am Donnerstag den 27. Mai, abds. 8.30 Uhr im Vereinslokal. Nächste Stunde des Turnkursus unter Leitung von Frl. Leopold am Mittwoch den 26. Mai (Lokal wird durch Anschlag im Vereinslokal rechtzeitig bekannt gegeben). Damen, die noch teilzunehmen wünschen, können sich bei Frl. Maria Benjamin, Schwanenstr. 12, anmelden. Nächste Kleiderausgabe der sozialen Kommission am Mittwoch den 26. Mai abends 8—9 Uhr. Obwohl die Frist zur Anmeldung für die Teilnahme am Hersfelder Bundestreffen mit dem 10. Mai abgelaufen ist, können noch wenige Tage, jedoch unter Vorbehalt. Meldungen an Herrn Salomon Wolf, Ostendstr. 27 abgegeben werden. Alles Nähere wird durch Anschlag im Vereinslokal bekannt gegeben, außerdem werden die Teilnehmer rechtzeitig von der gemeinsamen Abfahrt unterrichtet. Anmeldungen zur Teilnahme am Bundestreffen in Hersfeld am 23. und 24. Mai (Pfingsten) sind zu richten an Herrn Sal. Wolf, Ostendstrahe 27. Einzelheiten über das Programm der Tagung werden demnächst bekannt gegeben. Die Ausgaben werden sich auf ca. Mk. 6.— (Fahrpreis) beschränken (bei dortiger Verpflegung entsprechend teurer). Cs ist zu erwarten, daß eine große Anzahl der Agudo-Jugend an dem Treffen teilmmmt, Mm Doch eine Mtyt unjmr BugmDfflQrer tyr ErMinon zugesagt unD ist zu ermatten, vastvas Tressen jedem Einzelnen viele geistige Anregungen bietet. Auch eine Reihe geselliger Veranstaltungen werden zu einem recht angenehmen und gemütlichen Beisammensein verhelfen. Wer also Interesse daran hat, die Pfingsttage, die ohnedies geschäftsfrei sind, angenehm und vergnügt im Kreise der Agudo-Jugend zu verbringen, der folge nach Hersfeld! Jedes Mitglied der Agudo-Jugend- oder Mädchengruppe ist herzlichst willkommen. Richtigstellung. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Frankfurt a. M. schreibt uns: Zu dem Berichte, den das „Jüdische Wochenblatt" in Nr. 15 über die General-Versammlung unserer Jugendgruppe gebracht hat, muß bemerkt werden: 1. daß es unwahr ist, daß unser Verein 300 Mitglieder zählt, von denen im vergangenen Jahre nur 60 ihren Beitrag bezahlt hätten; es sind vielmehr 600 Mitglieder, von denen ca. 480 ihren Beitrag pünktlich leisten; 2. daß es unwahr ist, daß der von uns abgegebene Kassenbericht ein unerfreuliches Bild bot, vielmehr war es uns im vergangenen Jahre möglich, durch umsichtige Verwaltung der Gelder, unsere Räume vollends zu renovieren und außerdem eine größere Fehlsumme zu vermeiden: 3. datz öS unwahr ist. daß kein Interesse für un- M ZugsnjWllWö in dm Kkölsm öo? Nankslirtör llktW doxen Jugend vürhüttden sei, vielmehr nimmt eine große Anzahl Mitglieder regen Anteil an unserer Arbeit; 4. daß es unwahr ist, daß die neu gewählten Vorstandsmitglieder Leo Neuburger und Max Una als Vertreter des Esra bezw. der Gemeindeorthodoxie in unser Vorstandsgrenium eintraten; vielmehr sind dieselben lediglich als Vertrauensleute der Mitglieder unserer Gruppe von diesen gewählt worden. Veremskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag, eine Stunde vor Nacht. Midrasch, Herr Gustav K ausmann. Sämtliche Schiurim am Sabbat und Sonntag wie üblich. Gebetzeiten. Freitag Abend 7.30 Äamstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.— Samstag abend 9.— lvochengottesdienst; Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefilin-Legen am Morgen,3.05 mjDW Vorabend 8.— Morgens 7.30 2. Tag predigt Nachmittags 5.— Abends 1. Tag 9.05 Festesausgang 9.05 Familiennachrichken. SßfmtmBi Mull wem m DMN AMV LttwyeMier. Dramaiwstratze 4. Samstag. 18. Mai. Synagoge Unterlindau. IlmFrUhfahr und Sparsamkeits-Gründen Herren-, Damen- und Kinder-Garderob Vorhänge. Decken. Tenniche etc. am besten chemisch rei] läßt man aus _ hygienischen und Sparsamkeits-Gründen Herren-, Damen- und Kinder-Garderobe, Gardinen, Vorhänge, Decken, Teppiche etc. am besten chemisch reinigen oder färben. Die Gegenstände lassen sich fast immer wieder wie neu herstellen. Färberei §ebr. Aöver Chem. Reinigungswerlte Läden in allen Stadtteilen bekneüstens 8et6! Wie verfahre ich mit meinen Schuldnern und schütze mich selbst! Der ärgste Feind im Geschäft sind die ausstehenden Forderungen! Dieses Buch aus der heutigen Praxis von Dir. a. D. Knorn ist für jeden unentbehrlich. Preis RM. 1.80. Versand franko durch Einzahl, auf Postsch. od. Nachn. Waldemar Knorn, Hamburg 1. Banksstraße 88. Postscheck: Hamburg 849Ü3. Türkt. Vertreter allerorts gejuckt! Tüchtiges zu 4 Kind. ges. Nähen erw. Mädch. vorh. Guten Lohn., familiäre Behandlung. Frau Prof. Dr. Breuer. Karlsruhe, Douglas,'rr. 1. Jsr. Mädchen sucht Stelle a. Beiköchin in grüß Betr. Gut.Empf. Off.u 20134 Erp. 2 mößk. Zimmer m. Tf.. . zu vermieten. Sah D romerta iu ivl mm Sucfie für meinen Sohn, 15 I. alt, £e firslelle f. Schreiner, wo Samstags frei. Möbelhaus Loeb Lörrach-Stetten (Baven) Die Jüd. Frauenveretnigung e. 23., Stellenvermittlung, Uhlandftr. 46, Hinterhaus, Sprechstunden Montag, Dienst., Donnerstag von 3—5 Uhr vermittelt Stellen im Haushalt und bittet um Angabe solcher 2^150 fofucfi f nach Luzern (Schweiz) in religiöses Haus per. sofort tüchtige V,. f. Jlocmfi die auch Liebe zu Kindern hat. Zweites Mädchen vorhanden. Nur solche m.Zeugnissen über bisherige Tätigkeit wollen sich melden unt. 20152 dieses Blattes. Zur selbständigen Führung eines Haushaltes teventl auch eines frauenlos.) oder aks 8lühe zur Erziehung D. Kindern suche in feinem Hause vakende 8teöe Offott. unt. 00138 fl« D. @19. OHHH Süddeutsch. Industrieunternehmen sucht für sein am Samstag u. isr. Feiertagen geschlossenes Büro zum sof. oder baldigen Eintritt m. gut. Schulbildung (mindestens Obersekundareife) bei sehr günst. Bedingung. Off. mit Abschrift d. letzten Schulzeugnisses unter 20134 a. d. Erped. dieses Blattes. •§ •# Schön möbliertes Zimmer an ö anftättbi- Leute zu DOM!. HAMM)PL 11. 2.1. Suche f. Verwandte, Ende 20, ansehnlich, Häusl., m. f. gut. Bild. u. edl. Charakt., geeigneten satten aus gutem, religiös. Hause, Wwr. nicht ausgeschlossen. Barmitgift, gute Möbel, Kücheneinrichtung u. schöne Wäsche-Ausstattung stehen zur Verfügung. Gefl. Off. erb. u. 20145 an die Erped. In rituell geführtem Akterskeim in Frankfurt a. M. ist etn Zimmer für 1—2 Personen frei. Off. u. A 300 an das Ann. - Büro I. Schmidt, Franks, a. M., Langestr. 7 Bad Homburg ZZimmevwoKmmg mit Zubeh., möbl. einzelne Zimmer, 3 Ztmm.-Wohn. unmöbl. in best. Lage, bald }u nenntet. SBlax SfllöMmt MMMllM Ti. Linkeirat In einer schönen Stadt Mitteldeutschlands ist ein. tüchtigen, religiösen jungen Mann Gelegenheit geboten, sich durch Einheirat an ein. gut eingeführten Tertilgeschäft zu beteiligen. Etwas Vermögenseinlage wäre erwünscht. Off.u.20162 Erp. Für orth. Mädcken aus gut. Fam. hübsch, geb., Verm. 10000 M. Wohngs.- Einr., einz.Kind, wird orth. junger Mann gesucht Off. u. F. R. U. 2780 an RudolfMoffe, Frkft.a.M. Sevienaufentftaft finden Kirntet» in berühmtem Kurort des Schwarzwalds. Streng rit. beste Verpflegung. Gewiffenb. Aufstcbt. Gefl. Off. Mii an« m me um Suchefürmein.Tochler 27 Jahre alt, hübsches, rel. gebildetes Mädchen, aus guter, jüdischer Familie, (besuchte u. absolv. Lehrerinnenseminar, außerd. besondere hauswirtsch.Ausb.) religiös. Kaufmann, Beamten od. Akademiker in gestcherterLebensstellnng. (auch Ww. mit 1 kl. Kind) als Gatten. Zeitgem. Mitgift mit sch.Aussteuer vorh. Ang. unt. 20168 an die Erp. Heirat. Für hübsches, gebild., häuslich erzog. Mädchen, schöne große Figur, Ausgang der 20, a. fein, relig. Hause w. Partie ges. Mitgift 16000 M. Schlafztmmereinr., schöne Ausstatt. Relig., gebildete Herren in gut. gesich. Pos. belieben Off. etnzusend. u. 20130 an die Erped. d. Bl. ni'EnB u. rwm gut und gewtssenh.ausgef.,geb.a.Prtv. u. Buchhdlg.ab. Referenzen J.S.Schenker.Krakau.Aron CZtobman. Dzikün» ttaro. BcZLUNWioMklsllWM >

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.