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Der Israelit · 1926-04-22 · Heft 17 (22.4.1926) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 17 (22.4.1926)
Date
1926-04-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Hfälfer fierausgege6en von de» jEandesogganifqfion dcp Mgudo»-3i»foef in Deuffefitond j2. Jahrgang Frankfurt a. 2Tt., 22. April (926/8. Ijar 5686 Nummer 9 Auf zum ÄUNdeskresfen nach Hersfetd! Die Jugendorganisation der Agudas Iisroel (Dezernat: Großstadtgruppen) ruft ihre Mitglieder zum Bundeskreffen nach Hersfeld auf den 23. und 24. Mai 1926 (Pfingsten). Der letzte Bundestag zu Würzburg ist uns noch in Erinnerung. Er hat uns gezeigt, daß eine Unmenge lebenswichtiger Probleme von der Jugend der Agudo noch gelöst werden müssen, wenn wir erstarken wollen irrrmnTQD^ Qip»n tim? Es werden in Hersfeld jugendliche Führer unserer Organisation rofßfwm! a) über die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Zusammenschlusses der orthodoxen Jugend unter der Fahne der Agudas Iisroel; b) über das Arbeitsprogramm der Gruppen; c) über den Stand der Agudo-Bewegung. Jedes Mitglied einer jeden Agudo-Jugendun? MN ist gNimgni, unb Agudistinnen, zeigt Euer Interesse an unserer gemeinsamen heiligen Lebensaufgabe. Besuchet in Massen das Bundestrefsen in Hersfeld! Genaues Programm erscheint rechtzeitig. Der Vorstand jeder einzelnen Gruppe wird genaueslenr orientiert! Der Keren Hatorah in England. London. Am Tvnntng, ri. fand im Harrst Nos Herrn Jos. Weil, Mzeprüstvem Der ms Gemeinde, unter Vorsitz des Herrn Oskar Kahn ein Meeting statt, um die vorbereitenden Schritte für die Organisierung des Keren Hatorah in England zu beraten. Die hervorragendsten Führer der Londoner Orthodoxie, u. a. Rabbi Schönfeld, der 21 der 'ww rnp' Rabbi Kirzner, der 21 der Stamford Hill Synagogen, Rabbi Ferber, der 21 des West London Beth Hamidrasch, W. Schiff, Präsident Stamford Hill Synagogue, P. Landau, der Führer der East-London Lazarus ©oobmon,?|Sräjtbertt ber Stake 9^e*mngton=<St)ttaßO0ß, N. Frost, I. Turner, als Vertreter tat: orthodoxen Jugend, nahmen an diesem Meeting teil. Im Aufträge der Keren Hatorah-Zentrale berichtete W. S. Jacobson-Hamburg über den gegenwärtigen Stand des Keren Hatorah, seine Geschichte, seine bisherigen Leistungen und seine Zukunftsaufgaben, über fein Statut, seine Organisationsform, feine Stellung innerhalb der mum tonritno regte mit MM auf Die Notlage des beit an. Seine Äusführungen mürben bureb bxe anwesenden Londoner Rabbonim, insbesondere durch Rabbi Schönfeld, stark unterstützt, während Rabbi Lapian - Kelme und Rabbi Rottenberg- Jerusalem, die z. Zt. in London weilen, Berichte über die Not der nnn in ihren Heimatständern, (ZlflttlMip MM an MW Mg. Frankfurt a. M., Schützenstraße 12.) jlujnif zur „Eine Iftaeft-Spende“ für den Keiegsroaifcnfonds dev Hgudas Jiseoef! Vor etwa 2 Monaten hat der kriegswaisenfonds im „Israelit" an leitender Stelle einen Rückblick auf seine zehnjährige Waisenfürsorge zur Veröffentlichung gebracht. Reben dem Wunsche, weiteste kreise der Agudas Iisroel erneut ml! inner Lmmm Bertram zu rnmm Wns der krlegswalsenfonds die sichere Zuversicht, daß die Mitglieder der Agudas Iisroel es als ihre Pflicht betrachten würden, dieser ältesten Organisation der sozialen Fürsorge innerhalb der Gesamt-Aguda, auch in dieser Zeit der allgemeinen Rot, wenigstens eine kleine Spende zuzuwenden. Diese Hoffnung hat sich nicht verwirklicht. An unsere Waisenhäuser klopft die Sorge. Jeder Agudisi wird den Gedanken einer Preisgabe des Waisenwerks weit von sich weisen, und es bedarf gewiß nur dieser Bitte, jeden einzelnen zu einer Lin« dltarfe-Spende mifinrufm. Seiner wird sich dieser Bille verschließen und mit seiner Spende zögern; die einzelnen Spenden von Tausenden aber mögen sich zusammenfinden, Rot und Mangel aus unfern Waisenhäusern zu verscheuchen. Halberstadt, Rausch Lhaudesch Jjar 5686. Kriegswaisenfonds der Agudas Iisroel. Postscheckkonto: kriegswaisenfonds der Agudas 3!scoe(j ^arterJ'fobfj Seriin 15??25. nötig machen, gaben. Es würbe nach Eurzer ®ebatte eine Exekutive gewählt, die unverzüglich die Arbeiten in Angriff nimmt. Die Exekutive befleht aus falgeuben Herren! 6skar Mn, Wrman, Rabi Kirzner, Vice-Chairman, M. Preßman, Treasurer, W. Schiff, I. Weil, H. A. Good- M«lli Mkstj TrdsfMyi i)i PsfWllstj Iffsfst uh® Don E. R. Votschko. II. mpvrr sh ivntn .itsmK kb \yab" nia’ rm nnm ntni ühi nr u „lim Zwirn Willen wollen wir nicht schweigen und um Jerusalem nicht ruhen, bis ihr Recht wie Morgenrot aufgeht und ihr Licht wie leuchtende Fackeln brennt." (Jesaja 62.) Meine Parallele mit dem Osten fand H. Goldschmidt nicht stichhaltig, ohne sie freilich zu entkräften, noch seine Ansicht weiter zu begründen, er stützte sich dabei auf die Immunität der Redaktion und auf eine redaktionelle Randbemerkung zu meinem besagten Artikel, nach der ich die Verhältnisse im Osten nicht gut kenne. Wirklich? Nun glauben ja freilich die Heren in Frankfurt und Halberstadt vom dortigen Observatorium aus mit ihren Ärgusaugsn bte östlichen Verhältnisse besser gu sehen und zu kennen als einer der irn 3sten geboren unb erzogen würbe, bort gelebt hat und heute noch mit allen Fasern seines Herzens aufs engste mit dem Olten verbunden ist, und mit ihm in fortwährendem engstem Kontakt steht. Ich darf wohl behaupten, die Seele der östlichen Judenheit zu erfühlen, mit der ein Stück meiner Lebensgeschichte untrennbar verknüpft ist. Daher darf und kann ich mit Sicherheit sagen: das weite, weiche Herz der östlichen Judenheit im Verein mit ihrem reifen und gesunden Menschenverstand wird sich jaemal? eine Srentuing ent|(^He^en tonnen. 21:0 Mgenbeweis wirb H. Kirscybraun angeführt, der in Polen die Trennung als die bestmöglichste Lösung der dortigen Verhältnisse befürwortet. Nun werden Sie sich, verehrter H. Goldschmidt, noch wohl erinnern, daß bereits an der Knissio Hagdaulo H. Kirschbraun, um mit den deutschen Agudlsten zu liebäugeln, den Versuch - ruachts^ eine Miesche m die Pi!»lNlschZ zu schlagen, in dem er die Separationsideologie auf seine Fahne schrieb. Aber mit welcher Erbitterung und Entrüstung haben damals die Führer der polnischen Aguda Oberrabbiner und Zentralratspräsident Levin und Jtsche-Meier-Lewin im Namen der gesamten polnischen Aguda Kirschbraun desavouiert und seinen Radikailsmus aufs schärfste gebrandmarkt. Wenn auch H. Kirschbraun im Fahrwasser der Deutschen schwimmt, so wird es ihm gleichwohl niemals gelingen, daß die polnische Judenheit seinem Trennung blindlings sJlgM wtVd, Neulich sagte mir auch H. Eitz im Namen eines bekannten litauischen Godols und Vorkämpfers der Aguda, daß dieser Godol im Prinzip für eine Trennung der Gemeinden in Litauen wäre. Er halte jedoch eine Trennung in Litauen angesichts der dortigen Verhältnisse für undurchführbar, denn sie würde eine Trennung der Familie selbst zur Folge haben, da die litauische Jugend und ihre Mütter lether sich nicht zur „alten ßlnräe". galjlen. Ich selbst möchte es freilich persönlich sehr bezweifeln, ob dieser Godol, soweit ich ihn als alten Jeschiwo-Freund kenne, auch nur im Prinzip für die Trennung wäre, ebensowenig kann ich es von den andern litauischen Gaonirn glauben. Gott sei Dant f)(il es dieser deutsche Jitittif gd[i noch nicht vermocht, sich im Osten durchzusehen. Für das deutsche, dem Boden der Thora entsind nach einem weisen Spruche die besten Schutzpanzer gegen ble drohende Reformation. 2a« Judentum im Osten aber, das in den hohen Sphären des Chassidismus und der talmudischen Weisheit loDt, ist gegen anfällige MfnrnMzillen immun geimpft und benötigt ,T2 solcher Schutzvorkehrungen nicht. «IN p« ok tzman rP2^> 1N2W0 *]2 sns 0N •(2"3 N210) -fssna.Kia *?N2 08 'N10'2 Der Bethamidrosch oder das „Chassidimstibel" sind na cheinem weisen Spruche die besten Schutzwehren gegen etwaige, dem augenblicklichen Zeit- ZListz MsMunzzm» MsörrMrmisn. Dlsss gehen vor ihren Schwellen in ein Nichts. Mögen Sie mir ferner, H. Goldschmidt, die Bemerkung gestatten, daß die letzten Ereignisse im Osten, die Sie als Beweis gegen meine Ausführungen anzuführen glaubten, gerade für diese sprechen und Ihren Argumenten zuwiderlaufen. Warschau und Lodz, die größten jüdischen Gemeinden Polens, und die einstigen Hochwachten der Pollaken mosaischer Konfession, wie der Dicksteins und Natansons, stehen heute vollständig unter agudistischer Aegide. Das gesamte Präsidium der Warschauer Gemeinde besteht ausschließlich aus Agudisten, da der zionistische Block, weil er raum ein Driftet Glimmen eroieft. mir Der MllDll kapitulierte. Wann und was hätte die Aguda durch eine Trennung mehr erreichen können? Es wundert mich übrigens, daß der sonst so gut informierten Redaktion ihr eigener Bericht entgangen ist. Der „Israelit" Nr. 8 vom 18. Februar berichtet ausführlich über die Konferenz der polnischen Rabbiner in Warschau und führt an, wie Ministerrat Adelberg dem übertriebenen Pessimismus einiger Redner wegen einer angeb- Ilc^ert liefe er |^toemmung bei Gemeinden mit atheistischen Elementen unter anDerm mit folgender Ausführung entgegentrat.

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