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Der Israelit · 1926-03-29 · Heft 14 (29.3.1926) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 14 (29.3.1926)
Date
1926-03-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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29. März 1926 Nr. 14 Frankfurt a.» M-, den ci 14. Nissan 5686 Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. ISiASI ■. .Adonrrement ab,Januar. 19äl: Deutschland IGoldmark monatlich; Ausland: Viertel» .. ,. Inlandspreis zuzüglich Soften des Streifband-Ber» Amerika 1 Dollar; England 1 sh.; Frankreich.. u*ü i*., Italien 20 Lire; Jugoslawien 7Ü Di«.; Litauen 7.80 Lit.; .Rumänie« LM Lei; Polen 4 deutsche Towmark zum Tageskurs oder 7 Zloty;/ Schweiz 8Fr.; .Tschecho-Slowakei B Kronen /Nngarn WOvo Krone«; Dänemark 8 Kronen; " ' s ,*--1 Norwegen 6 Kronen; Schweden 8.88 Kronen. /.:* i;// ik Einzelnummer dreißig Goldpfennige.; , r Der Israelit erscheint jeden Donnerstag. - Jnserate tO Goldpf. für dir strbengespaltene Nönoareille-Zeile. Abonnenten zahl«, bei Stellengesuchen und Familienanzetaen nur 80 Pf. :Die^ mm breite ReNnmezrUet letzte TÄrtseite 1.M Mk.. vorletzte Tertktte ».-"! Mk. r Thifstegebühr in Höhe eines dopp. Fernbriefportos. Rabatt.nach Tarif. Bet laufende» Jnserataufträge« taüfm? Preiserhöhung Wer^.vSrbthaA. Jnseratenannatzme durch'Mt Verlag des Israelit ». Nt. b. S./Frank^ a. M/Sr. Lfcherchetmer Skahe «/ Tel. Santa E, sow. durch sämtl. Anno«cen-<ötped. des In. und Auslands. Älletntge Jnseratenann.filr Franrf. Geschäftsanzeigen: Jul., Schmidt. Langestratze 7. ll. Platzvorfchrtften ohne Verbindlichkeit. eckkonto Frankfurt Main) Är. 18802. - Äutzerde« an: ^«Mparkasse Wien N^7YM^ Poftsp^kaff^amt Budapey Nr. 184R- Postscheckkonto — —u~~- - — . ..- - lam« Amsterdam Nr.8«88S 7^ Böbmische Untonbank i» Prag v»n« Mamarow* Blank & e«> i« an VeuPerlag auf Po/, . _ «jarschau NrIWTö/. 7- PoMLsckamt Zürich Nr.,VM^284-^Inkasso-BankRotterdaw PostfcheSami Amsterdam- , —„. . ... __ Bakaveft - Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. - Der Gerichtsstand für .alle, aus Abonnements oder aus Inseraten! sich ergebenden Zahlungsverpflichtungen ist Frankfurt a. M. »Auszug- und „Erlösung". ai. -;/•.: / --i K ■/ / . Die ideale r e Auffassung von der messia- Nischen Zeit hatte sich doch in der Folge durch- Nietzt und findet in den verschiedensten Formen, M: lMSSMM! ' «”*»■- Talmuds ihren Ausvrua. Zu mrsrn vuMn wU <ruch die Stelle in Midrasch rabba zu Mt 2, K. 18 vVv VNXX'V Mn *?y aa1? nii ’ö rrapn *iax ■nnyfpV la^n K7 noiibm ixxn jüana xV '2 ^>ax •na1? ’jx V'vV Vax Dn^Db “jVna ’rr ra 'ix .HXNV' ’p^X DDS,»OXöV Unter pfsn versteht man die Eile, die Vorbereitung, die unter einer gewissen panischen Uebekstürzung vor sich geht, mmfr ist die -Flucht, der beschleunigte Marsch auß e r - -h alb d er e igentl iche n G e fahrz o n e. Das - Mn ist die Voraussetzung für nvi^a- Wo, wie in Mizrajim, die Erlösung in Hast und Bestürzung und in der Angst sich abspielte, daß die Gewalt, die noch da ist, im letzten Momente dennnöch dech Rechte hindernd in , den Weg tritt, da ist auch . nrwa, b e s ch l e u n i g t e r Mars ch vonnöten. So war es beim Auszug aus Mizrajim. VV» VNXX'V fnan V?X *?D 03*7 ta-u 'v' Anders aber später. Die Befreiung wird in aller R u h e, im Einvernehmen mit allen Instanzen, die, von einem Strahl der Gotteswahrheit geküßt, <nach Recht und Liebe die Welt beherrschen, vor sich gehen, so wird die Flucht, die Hast des Weitermarsches nicht mehr nötig sein; von keinem gejagt und verfolgt, wird Israel in Ruhe und Sicherheit dem höchsten Ziele entgegenziehen. : V ixxn Mna xV '3 Vax Daruth auch: la^n x^ nopaav ■ . •. /' Und ,dann das Finale im Schlußsatz des Mi- ■’^-T «"»SV ^3« 228^» Damals, war es noch nötig,T>aßstel,en mik such bäs. G e r i ch t einherzieht, um die Bosheit, die noch da wär, und die rohe Gewalt, die, sich immer und immer wiederan-die Oberfläche wagte, in die Schranken zu weisen. vx;n? nab ^x ^x Mi/,,; später aher, hm iH a l l e i n nur Sammler und Erretters ' Fu^^denUTch r o n d e s G e - u ich t s ist- 'um M Dilds^des^ Rabbi Elafar den AschichhwdchechM.W^neuen West kein Raum vorhanden. — — — Diese Weltenhoffnung^ haben wir freilich ge- WH Mit'' dtzn., ÄestMMr^.M'derMW.ölter, und gewiß ist es nicht allein die Religion, oder gar die jüdische Religiondie. dieses leuchtende Ziel der! Weltbefriedung und Menschenverbrüderung vor Äugen hat. Man kann zu diesem Ende auch von anderen Straßen. des menschlichen Denkens UNd Höffens kommen, auch von der Philosophie, von der Ethikvoti -ein Sem Menschen imewohnsnden Drange l! zur Weltverbesserung jeder EMMlUW. M iwm Msnr? Welchossnung, auch in ihrer MMvenen lvralistischen Artung, besteht aber unverkennbar darin, daß wir, int Gegensatz zu? den anderen, die von „e i n e m Hirten und e i n e r Herde" sprechen, > bei. all^ den menschenverbrüdernden und völkerverbindenden Idealen die Gr eng e z w i - scheu Nationen.und ReitgioneN doch nich tg anz verwischen möchten. Aus der ganzen Darstellung des Maimonides (Jad Hachasaka (Kap. 12 Hilchoth Melachim: bxiV'V ia-M s'2- <inTn27^ xbl ibip 'isimaixn ixp ösr n»aV muß doch entnommen werden, daß auch später jedes Volk feine Eigenart behält und die jüdische Gotteserkenntnis b eherrschend üb er das V ö l k e r l e b e n g e st e l l t wird, in welchem aber das bunte Vielerlei nicht aushört. Nur daß die Bande der Menschenliebe und der Levensreinheit so eng um alle geknüpft sind Und so fest alle an die Religion der Wahrheit fesseln, haß Raubund Mord aushören und Unrecht den Mund für immer verschließt. Diese beiden Arten von Menschenvereinigung lassen sich, .ungefähr an folgendem Beispiel veranschaulichen: Wenn zwischen zwei Ufern ein Fluß trennt, so gibt es zwei Wege, die Verbindung herzustellen: entweder man trocknet den Fluß aus, und die Vereinigung der beiden Gestade zu einem ist dann restlos vollzogen; oder man baut eine Brücke. Die Kluft gähnt unter ihr, aber sie ist so überbrückt, daß ein Weg von der einen Seite/zur anderen führt, unbeschadet der inneren Geaensätzlichkeit. Diese Brücke, fest und für alle Mätt SM Gott örrichtet. mmmtt üas Ideal der messtanischen Zeittbie öS von den Propheteh geschM, von Israelfeit Jahrtausenden erhofft wstd. So bildet , den letzten Strich im jesajanischen, Zukunstsbilde (Kap. 21) vom Wolf und uLamm 'Usw.' das Wort' ü'-vas M Das ersthnte Aheäl hat Mit einech Aüfgeben und Aufgehen so 'wenig zu tun, wie dgs ^Wasser, welches das, btzdeckt, etwa die. verschiedenen Länder/ zuelLweim neii n z i g e n gestaltet. Es sind diH Schiffe-'MH" die Brücken nur, die den Verkehr zwifchM hehr Wen Afer Und dem änderen aufrecht erhalten, mag die Strömung darunter in ihrer Vielgestaltigkeit wie immer weiter spielen. Aber diese Verbindung ist vollkommen und unwankbär, weil von Gott hergestellt. Nichts' von den finsteren Elementen aus! der Zeit Mizrajims ist Mehr im Hinterhalt und auf der Lauer, um sich, wie dazumal, wieder auf dar zum Siege gelangte Recht zu stürzen.! •n->S7-nn. -riizs?t> . Sn «■•!>**»;>»»»,^ r, * . . i. $ , . Völker finden sich, reichen sich über die Brummer, in die sie in ihren Machtgelüften Europas Kultur selbst geschlagen, die Hand zum Frieden, zur gemeinsamen Arbeit, zum weiteren Vor- und Aufwärtsgange der Menschheit. Aber von neuem schleichen Nachtschatten heran, werden Steine aus den Weg zur Weltbesriedung gelegt. Ist.die Menschheit, nachdem sie selbst den Tränenkelch ihres Leides bis zur Neige gefüllt hat, trotz allem und allem auf dem Wege, diel Voraussetzungen für die letzte Menschenerlösung mit und-durch Israel zu schaffen? /;/-- 1// Jedesmal, wenn wir am Festabend der Befreiung die Hagada in die Hand nehmen, schlägt uns aus den alten Blättern der Gotteswunder diese Menschheitshofsnung von neuem entgegen. Denn dieses alte Buch, es spricht von Auszug und Erlösung, von der Erlösung einst und später. Wochenrundschau. Haß über das Grab hinaus. Von Alexander, dem großen Mazedonier, erhöhst Hst I Sfgtibt*, bo^ er auf einem überseeischen Feldzüge Kchrt macht?, «ls *v von einem plötzlich auftauchenden Friedhose vor der Stadt an die Grenzen seiner Macht, die . Schranken, seines. menschlichen Hochmögens gemahnt wurde. Die v ö lki s ch en S t o ß tr u p ps unter dem Zeichen des Hakenkreuzes schauen dem Tod mutiger ins Gesicht. Sie stürmen auf ihren Feldzügen über: die < jüdischen Gräber, erproben sogar mit Vorliebe! ihre Kunst und Kraft an den T o.t e y, föraTig^;lbt& Lebenden sich zu wehrest und den Schütz dehKesetzes und seiner berufenen

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