Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 10 (4.3.1926)
- Date
- 1926-03-04
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2446951-2450388-2450398--72962-2530344- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 4 : Pr. 3 N e r—J ,s ra ' - 7 - 4. -März 1926r- 82 Jahren gestorben. Der Name Köhler löste kn mir eine Erinnerung aus, die auch die Antwort aus die im Titel gestellte Frage enthält. Zu Anfang der sechziger Jahre trug sich Rabbiner Hirsch V"xt mit oer Idee der - Gründung einer Jeschiroa herum. Ja, sie wurde sogar ins Werl gesetzt mit vier Bachurim. Einer von Mki! m *?reri ber reit* aus Hamburg, ber dime Slrauß MS MMlycn, der vrerte ftammte aus Nußlaa'v und dessen Namen ist mir entfallen. Die Bachurim wurden von einigen Privatleuten unterstützt und hatten, wie es damals üblich war, in den einzelnen Familien ihre bestimmten Kosttagc. Cohn, ein echtes Hamburger Kind mit Witz und weitem Gesichtskreis, erfreute sich besonderer Beliebtheit und wurde protegiert von dem bekannten Herz Rüben, (der Soilsmunii nartnie diesen den ..Hamburger Gesandten") \9wl? V9I1 i!!aS[ eine^i 9Uf i 1 8z>! Rsssüllk Hirsch Auch bei meinen Eltern hatte er einen Kosttag, und ich erinnere mich noch, wie er, quasi als Entgelt, vor dem Benschen etwas aus ,.E,in Jakow" vor'zutragen batte. Nach anderthalbjährigem gemei - 'amen Lernen unter oc; Leitung des Rabbiner Hirsch gingen die Jünger auseinander. Der aus Rußland starb, Strauß kehrte nach der bayrischen Heimat zurück und seine weitere Entwicklung ist mir nicht bekannt. Köhler aber wandelte nach Amerika aus, während Cohn, nachdem er. sich viel klassische Bildung ungeeignet hatte, nach Hamburg zurückkehrte. Etwas kalt sagte ihm Rabbiner Hirsch zum Abschied: „Mein lieber Herr Cohn, amüsieren Sie sich gut!" Er hatte ihn nämlich erkannt. Während er sich äußerlich immer . den IJrormneit angupa^jen suchte, Verkehrte er br»ch auf der Mdrim ’sctts vn\ mit Vvm 1>°S P^!!anfras>tns, Dr. Stern, und neigte anderen Ideen , zu. Köhler entfaltete in Amerika eine rege Tätigkeit IN gemäßigtliberalem Sinne und starb jetzt als liberaler Rabbiner. Cohn, der schon als Bachur den späteren Advokaten verriet, wirkte in Hamburg als Rechtsanwalt von Ruf mit ausgedehnter Praxis. Er heiratete die Tochter einer Frankfurter Familie und starb in jungen Jahren. Der Boden für eine Jefchiwa war damals noch wenig bearbeitet, das Material, das diesem entwachsen war, war ungeeignet, und die Erfahrungen, die Rabbiner Hirsch mit diesem ersten Ansatz gemacht hatte, waren so wenig ermutigend, daß er fürs erste davon absah, Bachurim aufzunehmen. Cs lag in der Gedankenunk MgLlkl!«,<• *£! MbbMk Mfch. Die Thurm junger auch mit mltüä)em Wissen auszurüsten. Allein die Jünglinge, die damals vom Geiste der Zeit erfaßt waren, konnten wenig Vertrauen in jüdischer Beziehung genießen. Dr. Heß und Jost neben vielen anderen, die aus Jeschiwaus hervorgegangen waren, bildeten ein abschreckendes Beispiel. . Es ließe sich darüber noch manches sagen, was für die öffentliche Niederschrift nicht geeignet ist. Diese Tatsachen lassen aber ahnen, warum die Jeschiwa-Jdee des Rabbiner Hirsch V-xt nicht zur vollen Ausführung gekommen ist. uns begleiten' müssen: bis .ans Ziel,: wenn wir .es überhaupt jemals erreichen wollen:.. - Elrjahu muß erst kommen, die Herzen der Väter den Kindern und die der Kinder den Vätern zuzuführen — gäbe Gott, daß dis Zeit bald komme; bis dahin aber dürfen wir die Schriften Rabbiner Hirschs Vst nicht aus ber Haub legen. (Sie jiiibieten und in dis Tat 'limfeilert wollen wir, wir ivagsu Wnn f!^?v £<=', &<*[} ^4 Zeit der beschleunigt wird, denn wmn tbipi ds mm! ylrsch-cekwre Unter diesem Titel veröffentlichte der „Israelit" in Nr. 4 einen Artikel, der, wenn er der Wirklichkeit entspräche, die Zeit in nächste Nähe rückte, wo man sich nach dem bekannten Worte Rabbiner Hirschs >"xr nicht mehr „Gute Nacht", sondern „Guten Morgen" sagen dürste, anrai'i oy ]Jv '»! Bedarf es der vielen Worte, der Beweise, daß die Zeit leider noch nicht .gekommen ist, wo alles so ist, wie es sein sollte? und solange dieses nicht der Fall, solange lese man Hirschs Schriften und verwirkliche sie. Gewiß hätte der Verfasser des erwähnten Artikels recht, wenn , er schreibt, daß rra heute mehr als je in den Jahrzehnten früher gelernt wird, und gewiß hat er recht, das mfofern auf das Konto Hirschs zu setzen, als er den Boden, den steinigen, den er vorfand, erst befllMtfltl 111H W llUWhWsgW W Y!fieni8e eaa± r TTfaSfen, die heute filmt. AW VlMa QtUtTl wir dein Verfasser recht, daß heute mehr denn je von Rabbiner Hirsch gesprochen wird. Sagt aber nicht schon Lessing: „Wer wird nicht einen Klopstock loben, doch wird ihn jeder lesen, nein, wir wollen weniger erhöben und fleißiger gelesen sein." Wer die Schriften Räbbiner Hirschs in allen ihren Bestandteilen kennt, der . muß tn grenzenloses Staunen geraten über dre Vielseitigkeit, die um? da entgegentritk. na kVdt na ism na isn Es gibt kein Gebiet des jüdischen Lebens, das nicht fin allen fernen Nuancen aufs herrlichste beleuchtet wird. geleit Bi? MiH und vöMwoM um mis nui mw fftaaen. £efen wir bie Bibel als Juden? Lesen wir die Stelle in wo, Elijahu hmtritt vor arrnrr, um für Gott und seine nmn zu eifern in/üem Bewußtsein, daß es heute keine mssv mv mnov mehr gibt? Wo ist dre Verwirklichung des Ideales, das er vom „Zusammenwirken von Schule und Haus" fordert? Man lese, doch feme pädagogischen Schriften! Man lese ferne Artikel über pjie, r$an{.rote er sie auffaßt, und vergleiche damit die Wirklichkeit' Dürfte es notwendig fein, daß die rtoip, die er geschaffen, die Schule, die er ins Leben rief, mit pekuniären Schwierigkeiten zu kämpfen hätten, wenn ->vy», npts . ttt bei« Matze und Sinne gegeben würden, wie <?? 4i »n Hand der Vkm zur PMl rnaW. Lassen wrr es MUg M Ui FkllgM, Die \M Ms endliche vermehrt - werden könnten, sie reichen aus, uns Und dem Artikelschreiber zu zeigen, daß Hirschs Schriften nicht nur den Weg weisen wollen znm Ziel, sondern Betriebe, die der Aufsicht der Isp<relMs<He Retrgions- Gesellschaft unterstehen: Bäckereien: David Stein, Stolhesiratze 12, Aron Mainzer, Hanauertandstr. 1. Konditoreien: Julius Grünebaum, hanauertandstr. 4, Sally Simons, Ostendsiratze 60. Metzgereien: 3. Hatberstadt, Allerheiligenstratze 61, Siegm. Bender, Hanauertandsiraße 16s, Leopold Löb, Bleichstratze 9, Jacob Schön, Uhtandftratze 50, Leo Vogel, Sörnematze S4. Wurstlereien: Max Philipps. Zell 4. S. Salomon, Gr, Eschenheimerstraße 19. Milchhand lungen: Abr. Rothschild, Sandweg 6, Leonhard Weis, Oftendftratze 11. Restaurationen: Julius Ries, Belhmannsiraße 52, S. Salomon, Gr. Eschenheimerstraße 19. Fabrikationen: B. Rutzbaum, Kl. Obermainslratze 21. Sam. Thalmann. Ostendllratze 12, JDalmönn & MwM DWtzen" skraßc 4, Victor Ehrlich, Dergerslraße 234. Laut Absatz 2 des § 1 des Gesetzes vom 21. Marz 1899 betreffend die Synagogengemeindeoerhaltnifse in Frankfurt a. M. sind diejenigen im Synägogen-Gemeindebezirk Frankfurt a. M. wohnenden Juden von der Zugehörigkeit zur Synagogengemeinde »Israelitische Gemeinde" befreit, welche binnen der gesetzlich bestimmten Frist von drei Monate« «ach erfolgtem Zuzug bezw. nach Erreichung du SWjllhWlSll. bgW. nM LMM dtt MMsiMM _ _ ______ _1MM m Mroni!_,_,. unter Jtotiäg* ölttöi» Dsschslmgtmg des Lvesimdes Der Synagogengemeinde »Israelitische Religionsgeselljchast" über ihre Mitgliedschaft dem Polizeipräsidenten in Frankfurt a. M. schriftlich anzeigen, datz sie aüsfchlietznch der »Israelitischen Religionsgesellschaft" angehören wollen. Wie sich schon aus der Bestimmung über die Wikwenjchafl bezw. Volljährigkeit ergibt, hat die Erklärung des Familienoberhauptes Rechtswirksamkeit auch für die Ehefrau und die minderjährigen Kinder. Vereinskalender. Verein Mekor Etzajim. Samstag morgens nach Schul »Dinim', HerrDr. E. Posen. — nachm. 33/4 Ubr im Vereinslokale. Dr. 2B. o fman n. — nach 3HtnC0D »SlDDclcrt Den Arnold Sonntag morgen (auchMittwoch) vvn ML». Herr. Red S. Schachnowitz. — vorm. 9l/4 Hör (auch Dienstag abend 61/, Uhr) ,Gemoro", Herr R. A. . G. Posen. Montag abend 1 Uhr (auch Mittwoch) Memoro", Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. - abenos 8lUUhr (auch Donnerstag) ^GemoroHerr Dr. E. Posen, Jeden Morgen Mifchna- Jeden Abend &U Uhr v'^Lernen, Herr H. Holpern Iahrzeits-Stiftungeu: MZütLZ. ü. MM. MosöL M ÄoWüaUllltTM. E>i,ynslag, 9. März. Hikjih- UNd Fruu Joseph geb. Earlebäch-SWung. Mittwoch. 10. Mürz. Llementine Goldschmidt- Und Olga Lion-rtiftung. Fveitag. 12. März. Therese Roos geb. Hirfch- und Rabbiner Jsak Strautz-Stiftung. Agudas Iisroel-IogendAruppe. Sonntag, 8—9 Uhr Morgens^ nilnn hy 'VN, Herr Leop. Opp enheimer. --1 Std. vor nnäs. Gruppe 1. Herr Jacob Landau. — 6—7 Ahr abends, . Gntppe 2 Herr Saul Munk. — 6—7 Uhr abends, Gruppe 6 Herr Earl Zumz — 8—9 Uhr abends, Gruppe 3 Herr Gerson Schnerb. : .7 MllnrsN W Mir DMDverg.... ... ... abends; Gruppe 3. Herr Gerson Srbnerb. i/zlO Uhr abends. Gruppe 4, Herr WM Slrautz. Dienstag, 8—9Uhr abends. Gruppe 6, Carl Zu n z. —'/s9-V,io Uhr abends, jüp' 7snö ‘inö5,: Hero Dr- W. H o fmänn. — V-10 Uhr abends. Gruppe 1, Herr Jacob Landau. -?/sS-VsM Uhr abends, rrivä- Herr Leo 'Schn er b. 9—10 Uhr abends, Gruppe Herr Theodor Spiegel, : - - ÄNlt t«, c» ch, 1/*Q—IO Uhr abends, 3*iirnimrfu« (Lchrcr StJctsl» Ssalfiuls, Uhr abends. Aussprache-Abend I4täg.. — 9—10 Uhr abends. v"n?sn HerrL. Oppenheimer, Bärenstr. Donnerstag, d-^-10 Uhr abends. am Kiai KV'LV. Herr Hirschberg .Hegelstr. - y2y' y2l0 Uhr abends. Gruppe 2, Herr Saul M unk. . V29-V2IO Uhr abends, Gruppe 3, Herr Gerson Schnerb. — lJ2Q—V2IO Uhr abends. ®mwpe 4. WM Stüällß. - 1/L-W0M ä&Migr «OP «32 rriQA (M'AIv), Herr L. Kurzrvelt. — W-10 Uhr abends, Gruppe 5. Herr Theodor Spiegel. 02V. 10—11 Uhr morgens, fiznTp sim, Herr Dr. Posen, Am Tiergarten. — 10—11 Uhr morgens, liizt inViv *112pp, Herr L. Kahn. — 12—1 Uhr mittags, nawö. Herr Lehrer Hirjchberg. — 12—1 Uhr mittags, w ün. Herr H a ivern — 12—1 Uhr mittags» Gruppe 6, Carl Zunz. — 1 Uhrmittags, nnm. — y2s—1/^ Uhr nachmittags, rmo, Herr Halpern. Uhr nachm., Gruppe 4, Herr Willi Strauß. — V24-^V^ Uhr nachm., njj? *isn» »*im, Herr Dr, Hysmann. — Udr nadm., amui. Lerr Ho lvern^ — p -DJ UBi GkWvö 5. Dorr OöflüDi Epteges. — nächttt.,1 n-nhy Sä* Josef Stern. — 3-4 mt nachm., Gruppe 2» Herr Saul Munk. — 4-5 Uhr nachm-. Gruppei, Herr Jacob Landau. — 4-1/26 Uhr, NL'L «iru> Herr Leo Schnerb. - Uhr abends, «ö? K32 «181 (m»l1v). Herr L. Kurzweil. — V29-V2M Uhr abends, Gruppe 1, Herr Jacob Landau. Don Sonntag bis Freitag täglich morgens v. 8777-12 Uhr, Gelegenheit zum Lernen jeder Art Herr Herz Halpern. gemeinsam mit der Agudas- Jisroel-Ortsgruppe,,ferner täglich von 12—l Uhr Daff« Jaumi-Schiur gemeinsam mit der Ortsgruppe. rlß«tc» %kUi\ MkchMMPPH. Sonntag, V28—1/29 Uhr abends, Herr Lehrer Hirf ebb erg. — lh^— lO Uhr abends, Literatur, Herr Dr. Harry Abt. Montag. r/ZS-VrtV Uhr abends. Gruppe 9. Frl. Bertha Katz. - 9—10 Uhr abestds, Herr S. Una. Kl.Obermainftt. 30. D ienstag 'hQ—Wk Uhr. v'i'i. Herr Dr. Weger. — 9V4—lO Uhr abds.. iVv-'nn. Herr Dr. W e ge r. Mitt woch.^K—V2IO Uhr abds., Ausspracheabend (14 tägig), Redner wird noch bekannt gegeben. — 1/2S—10 Uhr abds.. Handarbeitsabend. 14 tägig. Ds»llvrsraa. avMdö IW Ml. TIWM X Mail i Dr. PssettbLUW. Gkünifttstzl 43. T\2V, morg. nach Schluß der Synagoge,, Frl. Martha Markus. — 11—12 Uhr, ni2k 'Pis» Herr Herm. Frankenthal. — 4—5 Uhr nachmittags, nnin. Herr Lehrer Hirschberg. - W—VslO Uhr abends. Gruppe 8, Frau Brünn. KI. Obermainfttatze 19. Veshamidrafch, Ostendstratze 1*. Gemoroschiur des Herrn Dr. Jsaae B reUe r, Sonntag vorm. V2S Uhr. Montag, Mittwoch, Donnerstag abends VjS Uhr. Bon Sonntag bis Donnerstag einschl. allabendlich von 2/48 —SUhr 'on, Herr Rabb. M. Karpel. v-jp-Vereln Ostendstratze: 18 mrmrr T, w?*etmr»' äs 1,011 w*.- ewWlMIW Doimcrslllg abends nach izmn imjia, Liwjakh Lhen-Verein. Samstag, nach Mincha (^5 Uhr) im Hvrjaal Friedberger Anlage, ..Midrasch", Herr Red. S. Schachnowitz. Gebetzeiten. j mr\ ’S N3V Freitag Abend 5.4b ZamMMorgm 6" Samstag nachmriiag 4,SÖ Samstag abend 7.— lOochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6_ Cefilm-Legen am Morgen 5.45 FämMennachrilsiten. I Dar m 1» m 0: Afoak. Sohn:des.A«rn Siegfried Ich, MM OtzNWMstMv'lA? vynagoge Dneoberger Anlage. Sähst des-Herrn Julius Werner, Kettenhofweg lOO, Franko furt a. M. Synagoge Unterlindau.