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Der Israelit · 1926-01-07 · Heft 2 (7.1.1926) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 2 (7.1.1926)
Date
1926-01-07
Page
– (sequence 18)
Language
German
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“Hw,:' Seite 4 Nr. 1 D e r a t l i t konstatieren, Mit welch großer Eingabe' die Schüler -und' Anhänger der Schule sich'bemühten/ jüdisches ^Leben ,m- Wort und Spiel darzilstellen. Aus der'Fülle 'der -Vorträge ragten die Violinsoli des Herrn Philipp Rochwerg-Offenbach heraus, dem am Flützel Frau F. Ehrlich, Frankfurt, eine gewandte Begleiterin war. Den Höhepunkt des Abends bildete das Longfellowfche Drama: „Judas Maccabäus", das. von den Schülern des Herrn Rothenberg mit großem Ernst und sichtlichem Verständnis gespielt wurde. Wohltuend berührte es, daß man hier, im Gegensatz zu andern derartigen Feiern, ein Drama von wirklich literarischem Wert zu sehen bekam. Wieder war es Herr Ph. Rochwerg als Antiochus, neben £>errrt ötoi^enixberg als ^ubas eine Leistung bot. Da? zahlreich. erschienene Publikum uersolgte mit Interesse die Vorführungen und bezeugte durch langanhaltenden Beifall seine Zufriedenheit. Für die Jüdische Frauenvereinigung Frankfurt a. M. überbrachte Herr Gabriel Plaut in Vertretung der Vorsitzenden, Frau Besthoff, die Grüße des Vereins und wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Hermann- Lehmann-Schule hin. (Neues aus der Aguda-Jugendgruppe.) Montag, den 11. Januar, abends 8)4 Uhr, findet gemeinsam mit der Fauenvereinigung seitens unserer Mädchengruppe ein gemütlicher Heimabend für Damen statt. Gäste sind gerne willkommen. Lokal Hanauör LllMkranö 17. Auf vielseitigen Wunsch wird von jetzt an jeden Abend Mariw um 8% Uhr und nicht wie bisher um 8 Uhr ge ohrt. Es wird hierdurch besonders Leuten, die spät' aus dem Geschäft kommen, Gelegenheit geboten, das Mariwgebet mit Minjon zu verrichten. Der Geschichtskurs des Herrn Redakteurs S. Schachnowitz fällt nächste Woche in unserem Lokal aus. Die Teilnehmer an dem Kurs sind häßlichst eingeladen, den Geschichtsvortrag im Mekor Chaj im-Verein nächsten Sonntag abend 6 Uhr zu besuchen. (Rur Herren.) Mit diesem Freitag abend beginnen wieder regelmäßig: Der Sidrovortrag nach Beendigung der FyllMgki m gkmllllllU MIM mtm kür Herren im Mekor Cyastm, me Kurse mr Herren Frankenthal. Lehrer H i r s ch b e r g und Dr. W e g e r. Misstonsbestrebungen in Frankfurt. Man scheibt uns: Vor ungefähr 14 Jahren tagte in unserer Stadt ein „Verein für Israel", der bezweckte, durch wissenschaftliche Ausspräche zwischen Juden und Christen das Verständnis der Juden für die Tochterreligion zu heben. Natürlicherweise beabsichtigten die Vertreter des Vereins, mit ihren Vorträgen die Vorzüge ihrer Religion im Gegensatz zur jüdischen Lehre hervorzuheben. In der freien Ausspache, S!k nssr llkll sortrüßen sillllMD: mugtcn es m Die MM itojen gefallen raffen, non fumföror (safte, unö zwar von jungen Kausleuten, in die Enge getrieben zu werden. Aus Unmut hierüber äußerte einmal der Vortragende Pfarrer in der Diskussion, daß er bedauere, daß die jüdischen Rabbinen und Gelehrten diesen Aussprachen fern blieben, worauf demselben die Antwort zuteil wurde, die Rabbiner dünken sich: zu gut und ihre Zeit für zu kostbar und überlassen es den Laien, mit ihnen fertig zu werden. Während damals die Diskussion sich auf einem verhältnismäßig hohen Niveau bewegte, läßt sich das jetzt nicht mehr behaupten. Ein Herr Rosenberg zeigt in hiesigen Tageblättern einen „Vortrag für Israeliten, die 4 Lichtquellen der Bibel" an. Auch ließ der Herr am Sabbat zuvor an der Synagoge Friedberger Anlage Einladungszettel verteilen. Der Vortrag war auch von Juden und Nichtjuden sehr gut besucht. Als 1. Lichtquelle bezeichnete Redner die Stammväter Abraham, Isaak und Jakob, als zweite das jüdische Gesetz, als dritte David und die Propheten, als UNfM, Wiihrmö svr 11 BaDren Dit DDco« logen Die ötammattter als BorOiiDer Der ManfWail fahr schön skizzierten, hatte Herr Dr. R. die Geschmacklosigkeit, unseren Stammvater Jakob vom Standpunkte der Bibelkritik und in antisemitischer Auffassung zu werten. Da Diskussion nicht vorgesehen war, unterbrach ein jüdischer Zuhörer die schier endlose Rede mit folgenden Zwischenrufen: „Sie haben einige Kapitel aus Jesajas zitiert und dieselben auf das Erscheinen des Stifters bezogen, haben auch behauptet, daß alle diesbezüglichen Weissagungen Jesajas schon in Erfüllung gegangen sind. Wann und wo sind aber schon in Erfüllung gegangen die Worte: „Urid sie roerderi umjdjmieöen xfjve g" «n*? chss ^flngsn M tfteesnirieftera, eine Ration wird nicht fürDet erheben gegen Die andere Das Schwert und sie werden nicht mehr das Kriegführen lernen?" Redner gab eine ausweichende Antwort und sprach von späteren Auswirkungen der Heilsströme. „Wenn aber," erwiderte der Herr, „nach fast 2000 Jahren die Ausstrahlungen noch nicht erfolgt sind, so haben doch die Juden recht, die noch auf die Ankunft des Messias warten, und von ihm erwarten, daß er diese Weissagungen prompt erfüllen wird." Der Referent behauptete dann noch, die jüdische Kultur beginne erst mit Mendelsohn, worauf er die gebührende Abfuhr erhielt. Ob er nicht wisse, daß die Worte der Propheten, die er im Munde fübre, altjüdische gottgshsiligts Kultur feien. Mit Dom MfufftoniMta mlißrA Ue mei\Ln Juden den Saal. (Die Herren hätten sich nach den bisherigen Erfahrungen die Mühe des chirrgehens und Wsrt-!erMeifens ershäreN können: ' Die Ked^i -w'fi w Zwei Konzerte. Die Südwestdeutsche Konzertgesellschaft beschloß das bürgerliche Jahr mit einem Konzert der D o n k ö s ake n die immer neuen Reiz ausüben' und auch dieses Mal große Massen in den Großen Saalbau anzogen. Der Naturgesang dieser „Söhne der Steppe" ist nicht so schlicht und naturhaft, wie man es erwarten mochte. Die 35 Kosaken, die in eiserner Disziplin wie, bei einer Zaren parade dastehen udn am Taktstock -ihres strammen. Diri- Dannen, ne fmD am von Der Kunst und dre Technik in einem hohen Maße ersaßt Für jüdische Ohren hat dieser Gesang besonderen Reiz, zeigt er doch die verwandten Seiten mit dem ostjüdischen Chasonus Wie die Meschorarim in der Hauptsache den choralen Untergrund für das Rezitativ des Vorbeters abzugeben haben, so ist es auch bei den Kosaken, daß vornehmlich nur einer singt und der Chor indes das Orchester, aus menschlichen Kehlen, dazu stellt, mit einer künstlerischen Vollendung allerdings, wie wir sie bisher nie gehört Es waren religiöse und weltliche Lieder, aber das ge tragene, schmelzende slavische Moll ist vorherschend. Wie das Aufbrausen eines Orkanes wächst der Chor an und ssstMt Msii wic aas HusDauiDen einer Blume. Siefen „ülaturgefang" auf Der Höhe Der Technik bringe Am nur die Donkosaken fertig. Am Sonntag abend sang im gleichen Raume Friedrich Scharr, Sohn ' eines rumänischen Chasen, vor einem gutbesetzten Hause Lieder und Arien von Händel, Brahms, Mahler, Schubert, Meyerbeer, Verdi u, v. a. (Musikagentur Koch.) Dieser herrliche Baritonbaß, der in den tiefsten Lagen so lyrisch bleibt, wie nur irgend eine Sopranstimme in sentimentalster Partie — das war der Eindruck aller jüdischen Hörer—hätte dem jüdischen Omud erhalten bleiben sollen. Statt dessen singt Herr Friedrich Scharr in der Staatsoper zu Berlin, in der Metropolitan Opera zu New-Pork und spielt den Wotan (ausgerechnet!) in Bayreuth. Seine Einstellung zum Judentum fenuen nifljii Min NIMM ist mt MW, MD ein guter Wischer Ing ist es. Dal er unö Bconore Schwarz, wie uns berichtet wird, ihre Kunst mit diesem Konzerte zum guten Teile in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt haben. Eine große Anzahl der Karten wurde den ver fchiedenen Vereinen, auch der Jüdischen Frauenvereinigung, zum Verkauf überlassen, damit der Erlös ihren Wohlfahrtseinrichtungen zu Gute komme. Vereinskalender. Verein Mekor Lhasim. Freitag abend, „Mikrooortrag". Herr Studienrat Jos. Kaufmann. Samstag morgens nach Schul „Dinim*, HerrDr. E. Posen. — nachm. 374 Uhr im Vereinslokale. AMMim Mit M8KM Dkrr M: W. Do mann. — nach Mwmv ..Komm". DM Arnold Msrz-- 0 ach. Sonntag morgen (auchMittwoch) tittnrma, Herr Red. S. Schachnowitz — vorm. 97« Uhr (auch Dienstag) abend 67« Uhr „Gemoro", Herr R. A. G. Posen. — abend 6 Uhr, Vortrag des Herrn Red. S. Schachnowitz über: „Lebenund Lehren des Chaje Odontt. Montag abend 7 Ubr (auch Mittwoch) »Gemoro", Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. - abenos 87<Uhr (auch Donnerstag) „Gemoro , Herr Dr. E. Posen, Jeden Morgen Mischna- Jeden Abend 88/4 Uhr v"v-Lernen, Herr H. Halpern Johrzeits-Stiftungen: Sonntag, IC. Januar. Hermann Lehmann- und Jacob Seelig-Stiftung. Mittwoch, 13. Jan. Rabbiner Samson Raphal Hirsch-, Selig Goldschmidt- und Jsaac Eschwege- Slrftung. Ifyaiii« .3!*roef-3age?t^g^fj7jrf, Sonntag. 8—8 Uhr morgens, rmtti bv Herr Leop. Oppenheimer. — 1 Std. vor nni». Gruppe 1, Herr Jacob Landau. — 6—7 Uhr abends. Gruppe 2 Herr Saul Munk. — 6—7 Uhr abends. Gruppe 6 Herr Carl Zunz. — 8—9 Uhr abends. Gruppe 3 Herr Gerson Schnerb. — 729-7210 Uhr abends, Literatur, Dr. Harry Abt. — abends 3U9 Uhr, Geschichte, erste Gaoniten, Herr Red. S. Schachnowitz. Montag, 7s9—7-10 Uhr abends, aysa nun Herr Hirschberg —Yi1? Ügfi atenW, 01« dnsv« ©tan er Di — 758=* WO Uhr abends» Gruppe 4. Herr WM Strauß. Dienstag, 8—9Uhr abends, Gruppe 6. Carl Zunz. — 729—7*10 Uhr abends, pp isna *nm, Herr Dr. W. Hof mann. — 7-9—7*10 Uhr abends. Gruppe 1, Herr Jacob Landau. — 7s9—7°10 Uhr abends, nira Hetr Leo Schnerb. — 9—10 Uhr abends, Gruppe 5, Herr Theodor Spiegel. Mi t tw och, 7-9—10 Uhr abends, Turnkursus (Lehrer Friede), Realschule, Tiergarten 8. — 729—7-10 Uhr abends, Aussprache-Abend 14 täg., — 9—10 Uhr abends, v"N psn Herr L. O pp enhsirrrsr. SJätenfte. 1 Uhr llbmds» «22 «2V1 «mm Herr Hirfchberg.Hegelflr. — 7-9-7210 MMJ&7K—WO''lltzii) Dends/' GrüpM'4. . Mrr> WM/ Siru u'tz. ' — 72IÖ' Uhr i rrüp «22 ■ H^err ' L Kützweik/^? M^io Uhr) qbenvs, Gruppe 5, Herr Theodör 'Spiegel. )^'-)) -X-'"’■5!;;' Fr ei tag nach Schluß der Synagoge Sidra-Dor-' trag. .— 8 Uhr abds., Gemütliche Zusammen-' Kunst.^ Lokal: Mekor-Chafim. Langestraße 18. N2V. 10—11 Uhr morgens, Herr Dr. Posen, Am Tiergarten. — 10—11 Uhr morgens. Tns }tfm S)m L Ksh» - lQ^i mittags, niwni Herr Lehrer Hirschberg. — 12—1 Uhr mittags. Herr Halpern. —. 12-1 Uhr mittags, Gruppe 6, Carl Zünz.. — 1 Uhr mittags, nniv. — 7^—7-4 Uhr nachmittags, rmo, Herr Halpern. - 7-3-724 Uhr nachm., Gruppe 4, Herr Willi Strauß. — 724—725 Uhr nachm., w? ipiv »nm, Herr Dr. Hofmann. — 7-4—7-5 Uhr nachm., x'hm, Herr Halpern. — 723 -721 Uhr nachm, Gruppe 5, Herr Theodor Spiegel. - 723-7s4 Uhr nachm., nun, Herr ''Josef Stern. —3-4 Uhr nachm., Gruppe 2, Herr (SüllI 9HHil fe. — 4—5 Uhr nachni. ©nipi>e l. pn SaüBSOjUiiÄU. - M», nriinni! Herr Leo S chnerb. — 4t(2—5t(2 Uhr abends, rrvj? «22 xim (m'iiv). Herr L. Kurzweil. — 729-7210 Uhr abends, Gruppe 1, Herr Jacob Landau. Sonntag abend 6 Uhr Gefch2chtskürs, Herr Red. Schachnowitz im Mekor Chäjim, Langestratze 18. Don Sonntag bis Freitag täglich morgens v. 8—12 Uhr, (Sonntag von 9—12) Gelegenheit zum Lernen ^jeder Art. •>öt» *p 12—1, Herr Halpern. Von Montag bis Donnerstag allabendlich 8 Uhr, 11ÖT2 2'is». AAuda» 2!sroel Mädchen>ruppe. Sonntag, 728—728 Uhr abends, Herr Lehrer fixi Äbei9^• -. Yf9-10 LMsMl Montag, 72d—72W Uhr abends, Gruppe 1, Frau Dr- Rosenbaum, Grünestraße 42. — V29—7210 Uhr. abends, Gruppe 9, Fräul. Bertha Katz. — 9—10 Uhr abends, Herr S. Una, Kl.Obermainstt. 30. D ienstag 729—974 Uhr, tm, Herr Dr. Weger. — 974—lOUhr abds.. Herr Dr. W eger. Mittwoch, 728—7210 Uhr abds., Ausspracheabend (14 tägig), Redner wird noch bekannt gegeben. — 729—10 Uhr abds., Handarbeitsabend, 14 tägig. Fr eita g nach Schluß der Synagoge Sidra-Vortrag. — 8 Uhr abds-. Gemütlicher Heimabend. r>2V, morg. nach Schluß der Synagoge,, mnnrmnre Frl. Martha Markus. — 11—12 Uhr, 7112« 'Pis, Herr Herm. Frankenthal. — 4—5 Uhr mini Dkkk Lkviki ®irfcDDira. - 29—7310 um üDenDB, Gillllse 8. Frau Brün«) I. Odermainstraße 19. veshamldrasch, Ofiendfiraße ir. Gemoroschiur des Herrn Dr.Jsaac Breuer, Sonntag vorm. 728 Uhr. Montag, Mittwoch, Donnerstag abends 7-8 Uhr. . Von Sonntag bis Donnerstag einschl. allabendlich von 74—9 Uhr JYD12 D», Herr Rabb. M. Karpel. Samstag nachm. 4 Uhr »Halachischer Vortrag." Herr Rabb. M. Karpel. Liwjatß Cheu-Verein. Samstag. 4 Uhr nachmittag nach Mincho im Hörsaal Friedberger Anlage, Midrasch; Herr Red. S. Schachnowitz. Jüdische Frauenvereinigung. Sonntag abend 6 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage Dortrag des Herrn Studienrat Max Munk über ..Ethik und Judentumu. Monlllll llvknD 87; um. Geselliger mml Uz MlwchmgMpps U* FrLULttvökttnigung in den . Agudaräumen, Hanauerlandstraße. Gäste willkommen. Dienstag mittag 472 Uhr, Gemütliche Zusammenkunft im Zoologischen Garten. V. 2. A. (Frankfurt a. M.) Montag. 11. Januar, 872 Uhr im jüdischen Heim^ Reichneigrabenstratze 5. Vortrag von Bbr. Dr. Joses Frank. Thema: Revision unserer Ideologie? Oehetzeite«. Mm £££- Freitag Äbend 4.20 Samstagmorgen 8.— Samstag nachmittag 4.— Samstag abend 5.35 Wochengottesdienst: . ' . ' Morgens 7.05 Nachmittags 4.30 Tefilin-Legen gm Morgen 7.05 j Familiennachrlchken. VsrmizM0i WilDkiin DMöllMokh. Mn Des Serin mm saraenDin®, MerwSK 39. Synagoge Friedberger Anlage. ^s.

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