Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1925)
- Date
- 1925-12-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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17. Dezember 1925 Der Israelti Nr. 51 Seite 7 LHaaukkafeier der Jüdischen Frauenverenigung «nd der Aguda-Jugen-aruppe. Wir haben auch in -er Zeit der schweren Not ein Anrecht aus Lachen, insbesondere, wenn mittels dieses Lachens Anderer Tränen getrocknet werden sollen. Aus diesem ethischen Prinzips ergeben sich, mit Recht oder Unrecht, die sogenannten Wohltätigkeitsfeste. Sie haben dreifache Wohltat zu üben: Wohltat für die nach künstlerischer Betätigung strebenden jugendlichen Mitwirkenden, Wohltat für die Zuschauer und Zuhörer, die in heiteren Stunden über Ernst und Sorge hinweggetragen werden und zuletzt die eigentliche Wohltat, wenn das Ganze einen Reingewinn abwirft. Zum Lachen und zum Amüsement gab es am Montag Abend im Zoologischen Garten überreichen Anlaß. Die künstlerische Leitung, bestehend aus den Herren Fritz S ch a m e s , Joseph Klibansky und Julius P e i s - sachowitsch, gab mit Hilfe einer ganzen Schar von bewährten Kräften ihr Bestes, um den Abend zu einem höchst unterhaltungsreichen Kehillohfeste zu machen. Seine eigene Note erhielt der Festabend durch den F e st z u g der Makkabäer, in dem man orientalische Fürsten und Jungfrauen und neben exotischen Tieren auch Polizei und Vertreter sämtlicher Frankfurter Vereine sah. In dieser wie in vielen folgenden Nummern zeichneten sich besonders aus die Heren Julius Trepp, Fritz Strauß, Manfred Neuberger u. v. a. Es gab viel Bezügliches, das größte Heiterkeit auslöste. Reigen und Kindertänze wechselten in bunter Folge. Und als mit gemeinsamen Moaus-Zur-Gesang der erste Teil zum Abschluß gelangte, konnte man den großen Jahrmarktsrummel im kleinen Saal bei Wein und Likör und Ueberraschungen aller Art genießen und sich stärken für die zweite Folge, die wiederum mit Musikstücken, kleinen Aufführungen, bezüglichen Kinostücken und sogar mit einem Kreuzworträtsel — das übrigens feine Lösung in der Bitte: „Spendet für den Hort" fand —, das volle Haus bis lange nach Mitternacht zusammenhielt. Hoffen wir, daß der Erfolg für den „guten Zweck" ebenfalls nach Wunsch ausfiel. Neues aus der Agudas-Jugendgruppe. Im Rahmen unsrer Mittwoch-Aussprache-Abende referiert am 23. Dezember 25 Herr Nefr. Jsaac Nosenheim über das Thema „Neue Wege". Wir bitten um recht zahlreichen Besuch dieser Veranstaltung, Damen und Herren sind herzlichst willkommen. Lokal: Hanauerlandstr. 17. Beginn: präzise 8.30 Uhr. Das am Mittwoch den 9. Dezember stattgesundene Referat des Herrn Dr. Harry Abt (Thema: „Misrachi und Achdus") bedeutete für unsere Jugendgruppe einen Erfolg. Die Versammlung war zahlreich besucht und es entwickelte sich —wie anzunehmon war — eine heftige Diskussion, an welcher außer dem Referenten die Herren Jacob Herzberg, Josef Klibansky und Max Rosenstein sich rege beteiligten Die an dieser Stelle bereits des öfteren erwähnten „Wohlfahrtskurse" (14tägig Langestr. 30) beginnen nunmehr um 6.45 Uhr nachm. Nächster Vortrag Mittwoch den 23. Dezember 25. Für den neu zu gründenden „Mussarchiur" haben sich bereits eine Anzahl Herren gemeldet. Wir machen nochnals darauf aufmerksam, daß sich die weiter interessierenden Herren amv2L?^»i9. Dezember 25, abends 8.30 Uhr im Vereinslokal treffen, woselbst Zeit sowie alles Nähere über den Kursus festgesetzt wird. Die Freitag-Abend-Sidroh-Vorträge (nach Schul) beginnen wieder. Wir bitten um zahlreichen Besuch (Damen und Herren). Eine ganze Reihe neu abonnierter Zeitschriften liegen «b 1. Januar 1926 in unserem Lesezimmer auf. Täglich geöffnet, abends 6130 bis 10 Uhr. Geheizter, gemütlicher Raum. Sonntag den 20. Dezember fällt der Geschichtskurs aus. Altersheim für jüdischen Mittelstand. Die Ortsgruppen und Frauenvereine des Jüdischen Frauenbundes in Hessen und Hessen-Nassau beabsichtigen ab 1. Februar 1926 in Soden im Taunus ein rituell geführtes Altersheim für jüdischen Mittelstand zu errichten. Das Haus mit Park, in schöner Gegend gelegen, ist sehr gut ausgestattet und bietet zu dem mäßigen Preise von 120 Mk. monatlich volle Pension inkl. Heizung und Beleuchtung. Das Heim ist vor allem für Hessen und Hessen-Nassau bestimmt, doch können, soweit Platz vorhanden, auch Bewerbungen aus dem Reich berücksichtigt werden. Sofortige Anmeldung erbeten an: Frau Paula Nassauer, Fuankfurt a. M., Rheinstraste 25. Jiddisches Theater. In den Rahmen der Frankfurter Chanukkahveranstaltungen reihte sich am Sonntag ein Theaterabend des Herrn M. Sakaschanfky ein. Das Spiel ging über die Bühne der Frankfurt-Loge bei gut besetztem und lebhaft interessiertem Hause. Gespielt wurden slott und mit volkstümlicher Drastik ein paar Kabinettsstückchen der neueren jüdischen Bühnenliteratur. Außer Sakaschanfky selbst zeichneten sich als Darsteller aus H. Lehmann, Glußmann und Korn. Der Beifall war reich und wohl verdient. Neues aus dem „Esra". Wir haben die Absicht, um während der diesjährigen Winterferien Gelegenheit zum Lernen zu geben, Ferienschiurim einzurichten, zu welchen auch Nichtesräer eingeladen sind. Wir bitten Interessenten, Csräer oder deren Eltern, sich dieserhalb an Herrn Dr. Salomon Adler, Theobaldstraße 11, zu wenden, der Anmeldungen entgegennimmt. Es ist beabsichtigt, verschiedene Schiurim für Gemoroh, Michnajoth usw., je nach Alter und Können gestaffelt, einzurichten. An den Ferienkursen nehmen 'auch auswärtige Esräer teil, die während der ganzen Zeit in Frankfurt bleiben. Für einige der Teilnehmer benötigen wir noch Logis und bitten wir diejenigen, denen es möglich ist, uns für die kurze Zeit Zimmer zu überlassen, sich freundlichst ebenfalls mit Herrn Dr. Adler in Verbindung setzen zu wollen. Alle Einzelheiten übe die Schiurim werden noch bekannt gegeben. Vereinskalender. Verein TNekor Lhajim. Freitag abend. „Mikrooortrag". Herr Emamiel Kaufmann. Samstag morgens nach Schul «Dinim*. Herr Dr. E. Posen. — nachm. 3lU Ubr im Vereinslokale, Melochim mit Molbim, HerrDr. W. Hofmann. — nach Mincho „Kohelet", Herr Arnold Merzb ach. Sonntag morgen (auchMittwoch) affnmxa, Herr Red. S. Schachnowitz — vorm. 9ty« Uhr (auch Dienstag) abend 61/* Uhr „Gemoro*. Herr R. A. G. Posen. — abend 6 Uhr» Vortrag des Herrn Studlenrat M. Munk über „Gesetz und Freiheit". Montag abend 7 Ubr (auch Mittwoch) „Gemoro", Herr Rabb. Dr. Jcs. Breuer. — abends Z'/^Uhr (auch Donnerstaa) ,Gemoro", Hen Dr.E. Posen. Jeden Morgen Mischna. Jeden Abend 88/4 Uhr v"Lk-Lernen, HerrH. Holpern. Jahrzetts-Stlttunaen: Sonntag, 20. Dez., Recha Löwenstein geb. Kahn- Stiftung. Freitag, 25. Dez., Geh. Sanitätsrat Dr. Elieser Rofcnbaum und Jsaac Well-Sttflung. ttgnba» 3fotorf->3ugenbgtnppe. Sonntag bis Donnerstag wie üblich. Freitag nach Schluß der Synagoge Sidra°Vor>> trag. — 8 Uhr abds., Gemütliche Zusammenkunft. Lokal: Mekor-Chajim. Langestratze 18. nm 10—11 Uhr morgens, psnTp K*im, Herr Dr. Posen, Am Tiergarten. — 10—11 Uhr morgens, ■jn? njpj?, Herr L. Kahn. — 12-1 Uhr mittags, Herr Lehrer Hirschberg. — l2—1 Ubr mittags, '»av *n, Herr H a lpern. — 12—1 Utr mittags, Gruppe 6, Carl Zunz. — i Uhr mittags, naia. — 1/28—V24 Uhr nachmittags, ■Trio. Herr Holpern. — Va3—Va4 Uhr nachm., Gruppe 4, Herr Willi Strauß. — ‘/ab Uhr nachm.. iop uia), Herr Dr. Hosmann. — Ubr nachm., nim, Herr Holpern. — th3--li2i Uhr nachm, Gruppe 5. Herr Theodor Spiegel. — V-3—V-4 Uhr nachm., mm, Herr Joses Stern. — 3-4 Uhr nachm.. Gruppe 2, Herr Sau! Munk. — 4-5 Uhr nachm-, Gruppei, Herr Jacob Landau. — 4—*Jß Uhr, nsra inan, Herr Leo S chnerb. — 41/2—51/2 Uhr abends, Köp xaa Kiaa (irronü), Herr L. Kurzweil. — V29—V2IO Uhr abends. Gruppe i, Herr Jacob Landau. Don Sonntag bis Freitag täglich morgens v. 8—12 Uhr, (Sonntag von 9—12) Gelegenheit zum Lernen jeder Art. >ar *n 12—1, Herr Holpern. Don Montag ois Donnerstag allabendlich 8 Uhr, 12872 a-nva- Agudas Ilsroel Mädchengruppe. Sonntag. V28-1/29 Uhr abends, HerrLehrer Hirschberg. — 1/28—10 Uhr abends. Literatur, He,r Dr. Harry Abt. — abends ^9 Uhr Geschichte. Montag, 1/28-1/2IO Uhr abends, Gruppe 7, Frau Dr. Rosenbaum, Grünestraße 42. — 1/29-1/2IO Uhr abends. Gruppe 9, Fräul. Bertha Katz. — 9—10 Uhr abends, n-zn» Herr S. Una, Kl.Obermainstr. 30. Dienstag '/Z—91/4 Uhr, a^rn, Herr Dr. Weger. — 91/4—lOUhrabds.. ‘lmrnn, Herr Dr. Weger. Mitt woch, 1/29—1/2M Uhr abds., Ausspracheabend (14 tägig), Redner wird noch bekannt gegeben. — 1/28-10 Uhr abds., Handardeitsabend, 14 tägig. Freitag nach Schluß der Synagoge Siora-Dortrag. — 8 Uhr abds-, Gemütlicher Heimabend. jim morg. nach Schluß der Synagoge.. Frl. Martha Markus. — 11—12 Uhr, jniaK •>pnD, Herr Herm. Frankenthal. — 4—6 riU)c nachmittags, niin» Herr Lehrer Hicschberg. — 1/29—1/210 Uhr avends, Gruppe 8. Frau Brünn, Kl. Obermoinstroße 19. Veshamidrasch, Osiendsiraße 18. Gemoroschtur des Herrn Tr Jsaac Breuer, Sonntag vorm. 1/28 Uhr. Montag, Mittwoch, Donnerstag abends 1/28 Uhr. Don Sonntag bis Donnerstag einfchl. allabendlich von */4—9 Uhr mann 'OB, Herr Rabb. M. Karpel. Liwjalh Lhen-Vereln. Samstag, nach Mmcho, 41/4 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, Midrasch (Chanuk kah- Ausklang) Herr Red. S- Schach nowitz. Gebetzeiten. ppa natt Freitag Abend 4.— Samstagmorgen 8.— Samstag nachmittag 4.— Samstag abertb 5.15 Wochengottesdienst: Morgens 7.05 Nachmittags 4.— Testlm-Leaen am Morgen 7.05 6in(adung zu« am Sonntag, den 3. Januar 1926 ~ nachm. 3 Uhr, im Dereinslokal, Langestr. 18. Tagesordnung: Berichterstattung. - Wahlen. — eventl. Anträge der Mitglieder. Frankfurt a. M., 14. Dezember 1925. Die Verwaltung der Verein ..Mekor Lhajim" E. B. Flinke Stenotypistin auch verfekt auf Schreibmaschine, an selbst. Arbeiten gewöhnt, von Franks. Engros-Ftrma gesucht. Ausführliche Off. mit Gehaltsanfpr. unter F. P. D. 858 an Rudolf Moffe, Frankfurt a. M. Conditorei u. Cafe Julius toeser Unter Aufsicht der Ritualkonunisslon der Israel. Gemeinde Fi ankfurt a. M. 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