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Der Israelit · 1925-11-19 · Heft 47 (19.11.1925) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 47 (19.11.1925)
Date
1925-11-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Frankfurt a. Al., den 19. November 192b lAi-lew 5688 Nr. 47 ( Ein Centralorgan fOr das orthodoxe Judentum l^ilKll^w III Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. I Hbunnement ab Janua» lilitt. XeutietHartt l Gatdmark a»un tlich, Auslands Viertel« lahrpreise (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich Kosten des Stretfband-Berfandes) Deutsch-Österreich: Schilling 8.-; Amerika 1 Dollar; England 4 sh.; Frankreich 18 Fr.; Belgien lo Fr.; Hollant 8fl., Italien 80 8tr*; Jugoslawien 70 Din.; Litauen 7.60 Lit.; Rumänien 800 Lei; Polen 4 deutsche. Goldmark zum Tageskurs oder 8 Zloty; Schweiz 8 Fr.; Tschecho-Slowaket 85 Kronen; Ungar' '60000 «rotten; Dänemark 5 Kronen; Norwegen 5 Kronen; Schweden 8.60 Kronen. Einzelnummer dreihig Goldpsennige' iii Israelit erschein« seven Donnerstag Inserat« 4> Goldpi. fu, sieben..spalten« Nonpareille-Zeile Abonnenten zahlen bei Stellengesuchen und Familienanzeigen nur 80 Pf. Die 78 mm breite Reklamezeile: letzte Textsetke l.6v Mi.. vorlept Tertkettr 8.— Mi.; Ehiffregebühr in Höhe eines dopp. Fernbriefportos. Rabatt nach Trrif Bet laufenden Inserataufträgen tarifm Preiserhöhung jederz. Vorbehalt. Insei atenannahme durch den Berlag des Israeli« ®. m. b. tz.. Franks, a. M.. Gr. Eschenheimer Stiaße 88. Tel. Hansa 3848 syw, durch sämtl. Annoncen-Exped des In- und Auslands Alleinige Jnleratenann. für Franks, '«'säft^anzeigen' Ja». Schmäht Qanqestrassv 7, n. Platzvorschrikte« ohne Berbindnt ke ' t-ahsüngen dtrekr an den Verla, au) Pos Warschau Nr 190787. - Pöstsch»Sa«i güi »ectionle ttru. kfai: iivtainiti 40808. - Äusterde .rr 4 oaiparkasse Wien 8b. 7v3>>6 Postsparlassenamt Budapest 3U 18484 Postscheckkonti Nr. VM 7384 Inkasso-Bank Rotterdam - Postscheckamt Amsterdam Nr, 34 869 — Böhmische Unionbank in Prag - Banca Marmaroscb Blank & < )r Bukarest Filiale des Ml?». . Banki>.'rein« in Agram.' Jür die Jugend zum Cfiamifiafefte! 5ür Kinder von 6—15 Ooftren: Oute betreu Kleine Erzählungen für die Jugend von Heinviek ßinfrädier. preis in elegantem Geschenkband Mk. 1.80. Bilder u. Klänge aus liidiscb. Kielt Unterhaltendes und Belehrendes für die Jugend von K. K'ittMdter und K. Hchsenmarrrr Preis in eleg. Band Ulk. 1.80 (Für die reifere Jugend: Die TlieffiasSeaui. Die Geschichte einer verlorenen Hoffnung. von 8. Scfiacfinourit). 434 Seiten. Auf feinem holzfreien papier in vornehmem Geschenkband, preis Mk. 4.50. Au beziehen durch alle Buchhandlungen sowie direkt von Hevmon Vevlags-Mrienyefefffekajt Frankfurt am Main. Postscheckkonto 57233. Msienschafk in homiletischer Gestalt. Die Sanktionierung der Abtrünnigkeit durch die Reform war vor neunzig Jahren möglich, weil damals der Geschmack der jüdischen Oeffentlichkeit Tiraden liebte, die in scheinwissenschaftlicher Gestalt homiletische Plaudereien ohne Prinzip enthielten. Wahre Männer der Wissenschaft traten später auf den Plan, um, — der eine mit der Macht philosophischen Gedankenschwunges, der andere mit dem eisernen Fleiße des Philologen, — die Truggebäude der Neuerer zu zertrümmern und auf dem trostlosen Trümmerfelde den gigantischen Bau der modernen jüdischen Orthodoxie zu errichten. In jenen Jahrzehnten des Daseinkampfes konnte zunächst keinem der unsrigen diejenige Muße zu Gebote stehen, die ein populäres Ausmünzen der hohen Gedanken Hirschs und Hildesheimers ermöglicht hätte. Lange blieb das Thoraim Derech-Erez-Jdeal ein Privileg der geistig Hochstehenden. Während vorher die Volksmenge der Gemeinden Israels das Gewissen verkörperte, an das ein Hirsch appellieren und für dessen Freiheit er den Staatsschutz erbitten konnte, waren im Anfänge der neuesten Zeit gerade diese Scharen der Kinder des Allgütigen vom Mitgenuß des neuen Lichtes der mooernen Orthodoxie ausgeschlossen. Männern wie Ehrmann, S. Carlevach b"i u. A. war es erst vergönnt, die ewige Lehre in ihrer neuen Gestalt auch dem ungelehrten jüdischen ^censchen zu reichen. Immer noch bleivt den wenigen, doch nicht minder wertvollen Seelen, die sich in unser deutsch-jüdisches Geistesleben einfühlen wollen und sich dazu in leichter hebräischer Sprache geschriebener Werke bedienen müssen, ihr ideales Ziel vielfach versperrt. Diesem Uebelstande endgültig abzuhelfen, ist nur ein Thora- und Bibelkommentar imstande, der, nicht nur in einfachem, korrektem, beschwingtem Hebräisch geschrieben und somit für gute Lamdonim lesbar ist, sondern auch in der für diese Kreise einzig wirksamen ungekünstelten, doch anregenden Denkmanier gehalten, sich auch nicht sklavisch Satz für Satz an den Bibeltext schmiegt, sondern die markantesten Stellen-jedes Kapitels auswählt, um an ihnen seine geistbesonnten isedanken emporranken zu lassen. Mit diesen formalen Vorzügen muß er unmerklich im Stillen die lebendige Absicht aufweisen, den Leser über alle Grundfragen der systematischen Glaubenslehre, 1

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