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Der Israelit · 1925-11-12 · Heft 46 (12.11.1925) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 46 (12.11.1925)
Date
1925-11-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seile 10 Nr. 46 12 November 1826 Der Asraelil Kinder des Lehrhauses willen). Die bw mpun pa w2 stehen so ziemlich am Ende eines langen Registers von Faktoren, um deretwillen wir Gottes Gnade erflehen, ein Umstand, der wohl besagen will: wenn alle angerufenen Verdienste noch nicht ausreichen, Gottes Gnade zu erlangen, so wollen wir auch noch den höchsten Posten einsetzen und das Verdienst der->"2vm anrufen." Merkt Ihr nun wohl, meine Freunde, in welchem Ansehen Ihr, nach jüdischer Auffassung, bei Gott steht, wenn Ihr das Höchste und Letzte seid, was wir zur Erlangung der göttlichen Gnade anrufen können? Noch mehr jedoch verbreitet sich der Talmud über die Wichtigkeit und Bedeutung der p-> rra bw mpim* Es sagte R. Aba Sohn Kahana: „Nie sind den Völkern der Erde größere Philosophen (Gelehrte) erstanden, als Bileam Sohn des Veor und Eunomos der Weber. Die Völker kamen zu ihnen mit der Frage: Können wir uns dieser Nation (Israel) anschüeßen (um sie zu bekriegen)? Sie gaben ihnen zur Antwort: Geht an ihren Synagogen und Lehrhäusern einher, findet ihr dort Kmder mit ihren Stimmten zirpen, dann könnt ihr sie nicht bekämpfen, denn diese Verheißung hat ihnen ihr Erzvater gegeben: die Stimme ist Jakobs Stimme und die Hände sind Esaus Hände. Das will sagen: So lange Jakobs Stimme in den Synagogen und Lehrhäusern heimisch ist, sind die Hände nicht Esaus Hände (sind sie unwirksam), ist dies aber nicht der Fall, dann sind die Hände Esaus Hände und ihr werdet ihnen beikommen. (Bereschit rabbah 65)." „Tag für Tag geht ein Engel von Gott aus, um die Welt zu vernichten, sowie er aber die Kinder des Lehrhauses und die Gelehrten sieht, sofort wandelt sich sein Zorn in Erbarmen. (Kallah rab. 2.)" Es sagte Rab: Wie ist zu erklären, was geschrieben steht: Rühret nicht an meine Gesalbten, und meinen Propheten tuet nichts Vöses? — Rühret nicht an meine Gesalbten — das sind die Kmoer des Lehrhauses, und meinen Propheten tuet nichts Böses — das sind die Gelehrten. (Sabbat 119 b.) Es sagte R. Juda Sohn des R. Szimon: Komm und sieh, welcher Beliebtheit sich die Kinder erfreuen. Die zehn Stämme wanderten ins Exil, aber die Schechina (Gotheit) wanderte nicht mit ihnen; Juda und Benjamin wanderten ins Exil, aber die Schechinah wanderte nicht mit ihnen; das Synhedrium wanderte ins Exil, aber die Schechinah wanderte nicht mit ihnen; die Mischmoroth (Priesterposten) wanderten ins Exil, aber die Schechinah wanderte nicht Mit ihnen. Als aber die Kinder exilierten, da wanderte die Schechinah mit ihnen, das ists, was gesagt ist (Echa Kap. 1): Ihre Kinder gehen in die Gefangenschaft vor dem Dränger — (damit ist) hinweggegangen aus der Tochter Zions all ihre H e r r l i ch k e i t. (Echa rabbah.) Es sägten die Weisen zu Rabbi Josua den Levi: Kinder sind heute ins Lehrhaus gekommen und haben von Dingen gesprochen, die selbst zur Zeit Josuas des Sohnes Nun unbekannt waren: i"K =■ nri (Sabbat 104 a). Vgl. hierzu den Artikel: „Eine 2"X-Fibel für die Großen" in Nr. 1 dieses Blattes. Es sagte R. Assi: Warum beginnt man den Kinderunterricht mit dem Priesterkodex und nicht mit der Genesis? — Es sagt der Heilige gelobt sei er: Die Kinder sind rein und die Opfer sind rein; mögen kommen die Reinen und sich beschäftigen mit dem Reinen. (Wajikra rabbah 7.) Als Haman den Galgen errichtet hatte, ging er zu Mordechai und fand ihn im Lehrhause sitzen und die Kinder saßen vor ihm, ihr Köpfe mit Asche bestreut, Säcke um die Lenden, so faßen sie und lernten und klagten und weinten. , Da zählte sie Haman und fand ihrer 22 000. Er legte Halsfesseln um ihre Hälse und eiserne Ketten an ihre Fü^e, bestellte Wächter um sie und sagte: morgen will ich zuerst diese schlachten und dann den Mordechai hängen. Da kamen die Mütter der Kinder und brachten ihnen Brot und Wasser und sprachen zu ihnen: Unsere Kinder! Esset und .trinket bevor ihr morgen getötet werdet, damit | ihr nicht hungrig sterbet. Sogleich legten die Kinder ihre Händchen auf ihre Bücher und schwuren: Beim Leben unseres Lehrers Mordechai, wir werden weder essen noch trinken, sondern fastend und erschöpft wollen wir sterben. Jedes von ihnen rollte nun sein Buch zusammen und gab es feinem Lehrer zurück und sie sprachen: Wir haben geglaubt, durch das Verdienst der Thora wird uns langes Leben befchieden fein, nun, da wir es nicht erreichten, nimm dein Buch wieder zurück. Dann brachen sie alle in Weinen aus. Die Mütter brüllten draußen wie Kühe und ihre Kinder drinnen wie Kälber, bis daß ihr Geschrei emporstieg in die Höhen und Gott, gegen Ende der dritten Nachtstunde, ihr Weinen hörte. Da stand Gott auf vom Stuhle des strengen Rechtes und setzte sich auf den Stuhl des Erbarmens und sprach: Was für eine laute Stimme ist das, die sich anhört, wie die der Böcke und Schafe?" Da stellte sich Moses, unser Lehrer, vor ihn hin und sprach: „Schöpfer der Welt! Das sind weder Böcke, noch Schafe, die Kleinen deines Volkes sind es, die seit drei Tagen und Nächten fasten und morgen wie Böcke und Schafe geschlachtet werden sollen. Sofort erwachte das Erbarmen des Heiligen, gelobt sei Er, und er Zerbrach die Siegel und zerrly die Briefe und brachte noch im selbiger Nacht einen plötzlichen Schreck über Achaschwerosch. (Estherrabbah.) Nach der Zerstörung Jerusalems wurden vierhundert Knaben und Mädchen gefangen genommen und sollten der Schande zugeführt werden. Als sie merkten, was man mit ihnen vorhabe, da fragten die Mädchen: „Wenn wir uns nun ins Meer stürzen, haben wir dennoch Anteil am jenseitigen Leben?" Da erklärte ihnen der Aelteste unter ihnen: „Gott spricht: von Baschan bringe ich wieder — ich bringe wieder von den Gründen des Meeres. Von Baschan bringe ich wieder, das heMt, aus den Zähnen des Löwen — ich bringe wieder von den Gründen des Meeres — das sind diejenigen, die sich selbst ins Meer stürzen." Als die Mädchen das hörten, da sprangen sie alle gleich ins Meer. Die Knaben zogen ihren Schluß daraus: Wenn die schwachen Mädchen das getan haben, um wieviel mehr müssen wir unsere Unschuld bewahren und sie sprangen gleichfalls ins Meer. Von ihnen heiyl es in der Schrift: Deinetwegen (Gott) werden wir erschlagen jeden Tag, sind wir wie das Schlachtvieh. (Gittin 57.) (Schluß folgt.) Ls ist ausschließlich Lache der Leser, die im Inseraten teil enthaltenen Empfehlungen ritueller Daren ade, sonstige Angaben religionsgesehlichen Charakters auf ihn Zuverlässigkeit zu prüfen. 3üdifcfie grauen. Stellt in Euren Häusern wieder die alte bekannte rote Gftaffo-©ilchjfc auf und werft jeden Freitag, nach dem Vorbild Eurer Mü'ter und Grofnnütllr, einen kleinen Betrag hinein. Verlangt noch heute die alte Ehallo-Büchse bei der MaiheusJlUÜec | Hansa Grosswäscherei vorm. Gebr. 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