Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 43 (22.10.1925)
- Date
- 1925-10-22
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 14 Nr. 43 Der Israelit Das Programm der A. I. Jugendgruppe. Ein hübsches Programm stellte die A. I. Jugendgruppe für das begonnene Winterhalbjahr zusammen. Hübsch auch in seiner äußeren modernen Aufmachung, in der Form eines Heftchens von 16 Seiten mit Mitteilungen, Hinweisen und Inseraten. Die eigentlichen Programmblätter in der Mitte des Heftes weisen sowohl für die Jugendwie Mädchengruppe eine große Fülle von Vorträgen, Schiurim, Kursen und periodischen Aussprachen auf. Sie werden allwöchentlich km laufenden Vereinskalender unseres Blattes bekannt gegeben. Das Lokal Hanauer Landstraße 27 ist geöffnet Wochentags 6—10 Uhr abends, Samstag und Sonntag fast den ganzen ^.ag. Außer den im Programme verzeichneten Lehrveranstaltungen sind größere Vorträge genlant und werden durch die Presse bekannt gegeben. Eine größere Veranstaltung bringt jeder Monatsanfang mir dem Tbema: „Erez Jisroel". Die A. I. Jugendgrupvo hat auch einen Angestelltenausschuß und eine Soziale Kommission, die regelmäßige Sitzungen und Sprechstunden abhalten. Es findet auch Ausgabe von Büchern und Agudamarken statt. Zuletzt sei noch in Erinnerung gerufen, daß die >>ugendgruppe zu ihren Veranstaltungen Geld braucht und ein Postscheckkonto hat: Nr. 42822. Erster Ausspracheabend der Agudas Iisrorl- Juaendgruppe. Unser erster diesjähriger Ausspracheabend findet s. G. w. am Mittwoch, den 28. d. Mts., abends 814 Uhr im Lokal ^anauer Landstraße 17 statt. Manfred Nende r g e r spricht über das Thema: „W i r A g u d i st e n!" Gäste — Damen und Herren — sind willkommen! Freie Aussprache für Jedermann! Hebräischer Sprachkurs. Ein lang gehegter Wunsch der Agudas Jisroel Jugendgruppe wird m. G. H. nunmehr in Erfüllung gehen. Es ist uns gelungen, einen Herrn zu finden, der befähigt ist, einen Hebräischen Sprachkurs bei uns zu leiten. Der betreffende Herr hat bereits im Ausland als hebräischer Lehrer mit Erfolg gewirkt. Wer ernstlich beabsichtigt, den Kursus mitzunehmen — auch Nichtmitglieder unserer Gruppe sind willkommen — muß sich am Montag abend 8.15 Uhr in unserem Lokal, Hanauer Landstraße 17, zu einer kurzen Vorbesvrechung einfinden, bei der nähere Mitteilungen gemacht werden. Bei hinreichender Beteiligung wird der Unterrichtspreis für den Einzelnen sehr mäßig sein. Jüdische Frauenvereinigung E. V Das Winterprogramm der Jüdischen Frauenvereinigung umfaßt folgende Punkte: 1. Kurs des Herrn Rabb. Dr. I. Breuer. Beginn Sonntag, den 1. November. 2. Gemütliche Zusammenkünfte. Beginn Dienstag, den 10. November, im kleinen Saal des Zoologischen Garten. 3. Einzel-Vorträge. Redner werden noch bekannt gegeben. 4. Eine Wohltätigkeitsveranstaltung gemeinsam mit der Aguda findet Chanukkah, den 15. Dezember, im großen Saal des Zoologischen Gartens statt. 5. Eine neue Einrichtung ist getroffen: Die Mädchengruppe der Jüdischen Frauenvereinigung kommt alle 14 Tage abends zusammen, um für arme Kinder zu nähen. Deklamatorische und musikalische Darbietungen sollen den Abend verschönern. Das erste Zusammensein findet Montag, den 26. Oktober, im kleinen Saal des Zoologischen Gartens statt. Mädchen (auch keine Mitglieder) als Gäste, sind herzlich willkommen. Jüdisch eWaush altungsschule. Auf der internationalen Kochkunstausstellung, die vom 24. Dttober bis 4. November in der Festhalle und im Haufe der Moden stattfindet, wird auch die Jüdische Haushaltungs-Schule vertreten sein. Sie wird eine Reihe jüdischer Nationalgerichte zur Ausstellung bringen und zwar am 25., 26. und 27. Oktober im Hause der Moden. Ein Besuch ist zu empfehlen. Jabotinsky in' Frankfurt. Man hatte Dienstag abend hier Gelegenheit, den früheren Bildner und Leiter der Jüdischen Legion in Palästina und den Wortführer der Opposition auf dem letzten Zionistenkongreß, Wladimar Jabotinski, im großen Saale des Saalbaues reden zu hören. Wer da glaubte, den „jüdischen Ludendorff" sehen zu können, war ein wenig enttäuscht. Eine fast kleine, schmächtige Gestalt mit mäßigem Pathos stand auf dem Podium vor halboollem Saale und entwickelte bereits allgemein bekannte Ansichten in guter, fließender Rede, mit einer Routine, die Schwung und Impuls zu einer artistischen Geste machte. Hierin mag auch der Grund dafür gelegen haben, daß der Vortrag bei der vorausgehendeu größten .Reklame verhältnismäßig so wenig Zugkraft ausübte. Man hat das Streben Jabotinskys seit Jahren verfolgt, seine Reden auf dem letzten Kongresse mit Jn'.eresse gelesen und man hatte, wenn man ihm auch in keinem Punkte zustimmen konnte, Respekt vor einem Feuergeiste, der aus tiefer Liebe zu Land und Volk geboren, in die Höhe lohte, ohne mit dem Boden unten zu rechnen. So war es in Wien. Nun aber gibt der große Ankläger und gebieterische Förderer „Vorstellungen", tritt in Berlin nnd in Fanksurt aus in Versammlungen, die von Konzertagenturen veranstaltet und vorbereitet sind. Man wird gewisse Erinnerungen nicht los, etwa an den Berliner genialen Advokaten Fritz Friedmann, der vor vielen Jahren auf der Bühne an einem markierten Prozesse zeigte, wie er Verteidigung führte; oder an einen gewissen ..Hauptmann", der, umwoben von buntem Wampen* lichte und umtost vom Beifallsklatschen der Menge, auf offener Szene demonstrierte, wie er es damals gemacht hatte. Für solche „Aufmachungen" und von Konzertagenturen „bestens organisierte Entrüstungen" hat das Publikum keinen Sinn. Es blieb zum großen Teile zu Haufe. lieber den Inhalt des Vortrages ist Kennern der heutigen Situation in der zionistischen Politik nicht viel zu sagen. Die Opposition, die sich auf dem letzten Kongresse geltend machte, bewegte sich aus zwei parallel liegenden Wegen. 'Die Einen, die intensivere Arbeit, in der Hauptsache unter den bisherigen Grundprinzipien wollen, werden von Stricker geleitet, Führer der radikalen, auf das Gange hinausgshenden Opposition, ist Jabotinski. Cr verlangt, — und das tat er auch im Frankfurter Vortrag — energischeres Auftreten der Exekutive nach Innen und nach Außen. Nicht bitten, sondern fordern. Von England muß dieses und jenes, g e - fordert werden. Mit welchen Machtmitteln er diesen Forderungen Achtung verleihen will, verschweigt uns Iabotinsky hier wie dort. In Palästina sind die Juden den Arabern, von denen Frieden und Freundschaft in absehbarer Zeit nicht zu erwarten seien, schutzlos ausgeliefert. Helfen könne nur eine kräftige jüdische Legion, die IN jedem gegebenen Falle energisch zuschlägt. Alle Kolonisation sei zwecklos, wenn nicht der nötige Schutz geschaffen ist. Die Exekutive habe mit ihrer leifetreterischen Politik alles versäumt. Daß man mit den bisherigen Methoden nicht weiter komme, habe selbst R u p p i n eingeseben. Um diese Gedankengänge bewegte sich der fast zweistündige stellenweise fesselnde Vortrag, von keiner Kundgebung des Beifalles oder Mißfallens unterbrochen. Applaus am Schluß quittierte die Ausführungen nui)i gerade überschwänglich. Eine Diskussion fand nicht statt. Auch darin hat der Vortrag den Charakter der „Vorstellung" beibehalten. Vereinskalender. Verein Atekor Lhastm. Freitag abend nach Schul im Hörsale Friedberger Anlage„Mikroschiur", Herr Paul Aron. Samstag morgens nach Schul „Dinim", Herr Dr. E. Posen. — nachm. 31/4 Ubr im Vereinslokale, Melochim mit Malbim, Herr Dr. W. H 0 s m an n. — nach Mincho „Kohelet", Herr Arnold Merzb ach. Sonntag morgen (auchMittwoch) Qwnniita, Herr Red. S. Schachnowiß — vorm. 97-, Uhr (auch Dienstag) abend 6'/» Uhr „Gemoro", Herr R. A. G. Posen. — abend 6 Uhr Vortrag des Herrn Rabb.Dr.Jos.Breuer, „Aus der jüdischen Gedankenwelt". Montag abend 7 Uhr (auch Mittwoch) „Gemoro", Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. - abends 874 Uhr (auch Donnerstag) „Gemoro", Herr Dr. E. Posen. Jeden Morgen Mischna- Jeden Abend 88/* Uhr v"V-Lernen, Herr H. Holpern. Jahrzeits-Stiftungen: Mittwoch, 28. Oktober. Zerline Mayer geb. Wilmersdorf- und HannchelN-Mosbacher geb. Roos-Stistung. Donn ers tag, 29. Oktober. Gretel Gottlieb geb. Mayerr-Stistrrng. Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Sonntag, 8—9 Uhr morgens, minn b'ä 'nzn, Herr Leop Oppenheimer. —1 Std. vor nma- Gruppe 1, Herr Jacob Landau. — 6—7 Uhr abends, Gruppe 2 Herr Saul Munk. — 6-7 Uhr abends, Gruppe 6 Herr Carl Zunz. — 8—9 Uhr abends, Gruppe 3 Herr Gerson Schn erb. — 8-9 Uhr abends. wird bekannt gegeben. — 729-7210 Uhr abends. Literatur. Dr. Harry Abt. — Montag. 7s9-7sl0 Ubr abends. rrv'Xv rraa *nm, Herr Hirschberg (Hegelstr.). - y29-72i01© abends. Gruppe 3, Herr Gerson Sckerb. — ‘/29— VßlO Uhr abends, Gruppe 4, Herr Willi Strauß. Dienstag, 8-9Uhr abends. Gruppe 6, Carl Zunz. — Va?—;7*10 Uhr abends, pp *nm» Herr Dr- W. Hofmann. — 7*9—7*10 Uhr abends. Gruppe 1, Herr Jacob Landau. — Va9—ValO Uhr abends, 8122. Herr Leo Schn erb. — Uhr^ abends, Schwimmkurs, Näheres wird bekannt gegeben. — 9—io Uhr abends, Gruppe 5, Herr Theodor Spiegel. Mittwoch, x/29 —10 Uhr abends, Turnkursus (Lehrer Friede), Realschule. Tiergarten 8. — '/k9—'/2I0 Uhr abends, Aussprache-Abend 14 tag., ValO Ühr Orientierungs-Abend (4 wöchsntl.). erstm. 4. Noo. — 9—10 Uhr abends, D^n psn, Herr L. Oppenheimer, Bärenstr. Donnerstag.">/L9-Vsi0 Uhr abends, mn ioaj rrvx». Herr Hirschberg, Hegelstr. — 7^9 y2io Uhr abends, ^Gruppe 2, Herr Saul Munk.— V29-1/2IO Uhr abends, Gruppe 3, Herr Gerson Schn erb.— 729-7210 Uhr abends, Gruppe 4, Herr Willi Strauß. — 729-72l0 Uhr abends, XQp am xam (nraio), Herr L. Kurzweil. — 3/49 -10 Uhr abends, Gruppe 5, Herr Theodor Spiegel. Freitag nach Schluß der Synagoge Sidra-Vor» trag. Herr H. Frankenthal. — 8 Uhr abends, Gemütliche Zusammenkunft. Lokal: Mekor-Chajim Langestraße 18. 2L DNübör-'wW nnw, 10—11 Uhr morgens, pwiTj?.. «am, Herr Dr. Posen, Am Tiergarten. —10—11 Uhrllmotgens, Tny pVw Herr L. Kahn.. - 12-1 Uhr mittags, N2V», Herr Lehrer Hits chber g. — 12—1 Uhr mittags, w *p, Herr Holpern. — 12—1 Uhr mittags, Gruppe 6, Carl Zunz. — 1 Uhr mittags, nm». - V28—V*4 Uhr nachmittags. nTTOi Herr Holpern. — 723—y24 Uhr, nachm., Gruppe 4. Herr Willi Strauß. — V26' Ubr nachm., pp isn» snm, Herr Dr. Hofmann. - 724—725 Ubr nachm., mm, Herr Ha lp er n. — V23-1/2I Uhr nachm , Gruppe 5, Herr Theodor Spiegel. - 723-y24 Uhr nachm., mm, Herr Jofof Stern.-3-4 Uhr nachm., Gruppe Herr Saul Munk. — 4-5 Uhr nachm-. Gruppei Herr Jacob Landau. — 4—726 Uhr, NA-'P Kim Herr Leo Schnerb. — 4V2—5y2 "lUjt abenbs x»i? xaa Kam (nimo), Herr L. Kurzweil. 729-1/2IO Uhr abends, Gruppe -1». Herr Jacob Landau. Don Sonntag bis Freitag täglich morgens v. 8—12 Uhr, (Sonntag von 9—12) Gelegenheit zum Lernen jeder Art. ->»r> m 12—1, Herr Holpern. -- Von Montag ois Donnerstag allabendlich 8. Uhr uara Agudas Ilsroel Mädchengruppe. Sonntag, i/28 ~ 729 Uhr abends, nb’sn, Herr Lehrer Hirs chb erg. — 726-10 Uhr abends, Literatur He^r Dr. Harry Abt. Montag, 729—y210 Uhr abends, Gruppe 7,'Frau Dr- Rofeubaum. Grünestraße 42. — 729-7210 Uhr abends. Gruppe 9, Fräul. Bertha KaA 9—10 Uhr abends, Herr S. Una, Kl.Obermainftr. 30. Dienstag. 729—974 Uhr. tjvpa, Herr Dr. W egen — 974—lOUhrabds.. atyinan, Herr Dr. Weger Mittwoch, y29—y2l0 Uhr abds., Ausspracheabend (14 tägig), Redner wird noch bekannt gegeben. - y29-l0 Uhr abds., Handarbeitsabend, 14 tägig. Freita g nach Schluß der Synagoge Siora-Vortrag Herr H. Frankenthal. — 8 Uhr abds:, Gemütlicher Heimabend, naw, morg. nach Schluß der Synagoge,, nrKarm’NS Frl. Martha Markus. — 11—12 Uhr, hiax >pas Herr Herm. Frankenthal. — y212—y2l Uhr mittags, Herr L. Kahn. — 4—5 Uhr nachmittags, min, Herr Lehrer Hirschberg. - 729—7210 Uhr abends, Gruppe 8, Frau Brünn, Kl. Obermainstraße 19. Liwjalh Chen-Verein. Samstag, nach Mincho, 474 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, »Aus Midrasch über die Schöpfung''; Herr Red. S. Schachnowiß. Lernverein llnterlindau (Djn •’DYl). Vereinsräume: Unterlindau 231. Die Reihe der Vorträge der Winterperiöde wird Freitag, den 23. Oktober N2 'S 'p ri2V unmittelbar nach dem a'avmGebet eröffnet durch Hem Rabbiner Dr. Horovttz. Am Freitag, den 30. Oktober 'S -'i? natP'W wird Herr Dr. Ma y sprechen. Am Sonntag, den 25. Oktober, abends 6 Uhr, Dortrag des Herrn Dr. Ernst Simon. Thöma: Das jüdische Gebet. Montags und Dienstags abends 87s Uhr, wie bisher, pm *oa Herr Rabbiper Dr. Horovitz. Am Mittwoch abends 87* Uhr, wie gewohnt, ''S7W (Iesaias), Herr Dr. May. Jüdische Frauenoereinigung. Montag. 26. Oktober, abends 8'U Uhr im kleinen Saale des Zoologischen Gartens gemütliche Zusammenkunft der Mädch en gruppe der I. F. D., Mädchen (auch Nichtglieder) als Gäste willkommen. Geketzeiten. m naw Freitag Abend 4.50 Samstagmorgen 8.— Samstag nachmittag 4.— Samstag abend 6.05 Wochengotlesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 5.— Tefilin-Legen am Morgen 6 — Familiennachrichten. rm» m zu nav. Adolf. Sohn von Lehrer Frohma'nn in Geilenkirchen. Vom K i z z u r mit punktiertem Texte und deutzcher Uebersetzung (hergestellt von Rabbiner Dr. S. Binnberger, Hamburg) ist durch den Verlag Sf.. I. Hofnou'N, Frankfurt a. M., die zweite Lieferung in der Stärke von zwei Bogen an die Bezieher erfolgt. Das dritte -'W* (Vogen 5 und 6) erscheint in den nächsten Tagen.