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Der Israelit · 1925-08-27 · Heft 35 (27.8.1925) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 35 (27.8.1925)
Date
1925-08-27
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 Nr. 17 De i t 27. August 1925 lehenstassen zur Schaffung der angestrebten beruflichen Umgruppierung. IV. Diese notierten eigenen Beobachtungen übergebe ich dem Keren Hathora zur Prüfung und Bearbeitung. Vielleicht kann ich damit einen kleinen Teil dazu beitragen, daß es dem Landes direktorimn des Keren Hatorah in Deutschland gelingen möge, durch Zusammenfassung aller Kräfte im Landjuden wieder Liebe und Treue zur jüdischen Tat zu erwecken. Ich erkenne, daß im vorgezeichneten Bemühen auch viele Gegenströmungen zu überwinden sind,- aber das Bewußtsein, daß der Aufstieg des Judentums unter der Landbevölkerung die Quelle und die Erhaltung des gesamten deutschen Judentums bedeutet, wird Kraft und Ausdauer zum Werte gegeben. Es winkt dann in naher Zeit die Freude, daß wir auch wieder dem Landjuden mit Ueberzeugung sagen dürfen: -v'Nvn oanrai vprwpn «in '2 tanwi Dmawi Allgemeiner Kongreß für das Kind. Genf, 25. August. Gestern wurde hier in Gegenwart von etwa 600 Delegierten aus allen Weltteilen der erste allgemeine Kongreß für das Kind eröffnet. Teilnehmer sind die Delegierten der Regierungen sowie der hauptsächlichsten Organisationen, die sich für Waisenpflege, verlassene Kinder und Erziehungswerke überhaupt interessieren. Bundesrat Häberlein begrüßte namens der schweizerischen Regierung, Staatsrat Oltromare namens der Regierung von Genf, woraus die Vorsitzenden der drei Sektionen das Programm des Kongresses erläuterten. Von jüdischen Organisationen sind die Welthilfskonferenz, der Jüdische Frauenbund u. a. durch Bertha Pappenheim -Frankfurt, die Jüdische Frauenliga, die Agudas Jisroel-Weltorganifation durch die Herren Sally Guggenheim, Basel und Dr. med. W e i l l, Colmar, sowie die ungarische Kinderfürsorge vertreten. Am Abend vereinigten sich die jüdischen Delegierten zu einer gemeinsamen Aussprache, wobei nach anregendem Gedankenaustausch in einer Reihe von Fragen gemeinsames Vorgehen beschlossen wurde. Sprechsaal. Aguda in polnifch-Schlesien. B i a l a, 5. August. Es ist im höchsten Maße bedauerlich, daß die polnische Agudas Jisroel es bisher nicht der Mühe wert erachtet hat, in unserer Gegend organisatorisch tätig zu sein. Die Aguda kann es nicht verantworten, daß sie ruhig mitzusieht, wie alle frommen Elemente im ehemaligen Schlesien mangels einer selbständigen Organisation in den Misrachi abwandern und auf diese Weise allmählich ganz dem Zionismus verfallen. Wenn sogar schon chassidische Vachurim in den Misrachi eingetreten sind, weil sie eine andere Form der Betätigung für den Klall nicht finden konnten, so bedeutet das eine schwere Anklage gegen die verantwortliche Leitung. David Jzak Rand. Aus der Bewegung. Frankfurt a. IN. In Verbindung mit der Geschäftsstelle der Agudas Jisroel in Tel-Awiw ist soeben auch ein Informationsbüro ins Leben gerufen worden, mit der Aufgabe, die Fragen, die mit der Einwanderung nach Palästina und der Niederlassung in Stadt und Land zusammenhängen, zu behandeln und zu beantworten. Diese neue Informationsstelle verfügt für diesen Zweck über die besten Verbindungen und ist in der Lage, prompte und zuverlässige Auskünfte über alle diese Fragen zu erteileil. Eine Gewähr für die erfolgreiche Durchführung der Pläne der Ansiedler kann selbstverständlich nicht uoernommen werden, da diese nur durch die persönliche Eignung, Tüchtigkeit und Anpassungsfähigkeit des Einwanderers an die neuen Verhältnisse bedingt ist. Die Auskunfterteilung ist an keine Gebühr gebunden. Ausführlichere Ausarbeitungen bedingen in jedem Einzelfall ein zu vereinbarendes Honorar. Herr Dr. Robert Weiß, früher Assistent von Professor Dr. Franz Oppenheim, übernimmt die Leitung des Büros, zu welchem Zwecke er sich am 28. August nach Erez Jisroel begibt. Rotterdam. Auf Anregung des Vorstandes der holl. Landesorganisation der Agudas Jisroel wurden diesen Sommer in Scheveningen Ferienkurse für Schüler und Studenten Dr Thorastudium abgehalten. Dem Aufrufe des Keren Hatauroh folgten etwa 15 junge Leute im Alter von 13—17 Jahren. Auch Lehrkräfte stellten sich in genügender Zahl diesem guten Zwecke zur Verfügung. Die Eröffnung der Kurse fand am Dienstag, den 29. Tammus, in der Synagoge des Hotel Keyl, Scheveningen statt, welches Lokal gleichzeitig als Unter: richtslokal dient. Derselben wohnten verschiedene Mitglieder des. Vorstandes der Landesorganisation und Ortsgruppen bei. Der Vorsitzende der Rotterdamer Gruppe, Herr S. M. Slagter, begrüßte die Anwesenden und ermahnte insbesondere die Schüler zum eifrigen Studium unter Hinweis auf die besondere Bedeutung, die das Thoraftudium im Leben eines jeden Juden, der sich mit dem jüdischen Volke verbunden fühlt, einnehmen soll. Die Kurse finden statt wöchentlich von Montag bis Freitag von 9.30 bis 11.30 Uhr. Gelehrt wird eine Stunde „Kizzur Schulchan Aruch" und eine Stunde „Chumifch mit Nascht". Als Dozenten fungieren die Herren M. Cohen, B. I. Stein, S. M. Slagter, Rotterdam, und Herr Eh. Ullmann, Haag. Die Kurse sollen sich über die ganze etwa vierwöchentliche Ferienzeit erstrecken. Warschau. Der Klub der agudistischen Senatoren und Sejmdeputierten ist reorganisiert worden. Als Sekretär fungiert der bewährte Redakteur A. B. Eckermann. Jerusalem. Der Karliner Rebbe hat am 12. Aw Petach Tikwah besucht und den Bau für die Lomzaer Jeschimoh, sowie für das Privathaus des Chofez Ehajim besichtigt. Nachher besuchte er, begleitet von zahlreichen prominenten Bürgern der Kolonie, die agudistifche Talmud Thora-Schule „Scheerith Jisroel", um dem Unterricore oeizuwohnen und eine Prüfung der Schüler vorzunehmen. Er äußerte sich uoeraus lobend über die Verhältnisse in dieser Anstalt. Am selben Tage fand die Grundsteinlegung eines chaMdifchen Bethauses statt. Der Karliner Rebbe legte den ersten Stein. Bei diesem Anlasse spendeten die Kolonisten nahezu tausend Dollars. Der Keren Hathora hat in Petach-Tikwah große Erfolge aufzuweisen. Sämtliche Keren Hathora-Blocks wurden in den ersten Tagen abgesetzt und es mußten telegravbisch von der Zentrale neue Blocks angefordert werden. Dank der eifrigen Tätigkeit von Raw Atfes, der in Petach-Tikwah ständigen Wohnsitz genommen ' n' blüht das Leben der gesetzestreuen Juden und es fchaart sich Jung und Alt um den viel verehrten Führer. Besonderen Ansporn bietet die Erwartung der Juden Petach- Tikwahs, den greisen Chofez Chajim bald in ihrer Mitte zu sehen. Robow. Mittwoch, den 25. Aw fand in Robow eine Konferenz über die Frauenfrage statt. Nach einer Reihe von ausführlichen Referaten wurde beschlossen, die Frauenorganisierung mit erhöhter Energie in die Wege zu leiten. Die Organisation wird „Zeiroth Agudas Jisroel" oder „Zeiroth Bejs Jakow" heißen. Die Anträge, Esragruppen nach deutschem Muster zu schaffen, ver: blieben in der Minderheit. Am 5. September soll eine Konferenz sämtlicher Bejs-Jakow-Komiiees stattfinden, in der auch die Frage der Organisierung der weiblichen Orthodoxie beraten werden soll. In den Monaten Kislew- Teweth soll in einer größeren Stadt Polens ein Führerinnenkurs für die weibliche Jugend abgehalten weroen. kolomea. Die Gründung der Siedlerschule in der Aguda-Kolonie „Machne Jisroel" rief in orthodoxen Kreisen in Galizien, insbesondere in den Reihen der Aguda-Jugend und der agudistischen Aulim große Begeisterung hervor. Die oftgalizische Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel unter Leitung des Herrn Dr. Bezion Feßler beschloß, aus ihrem Palcistinä-Spendenfonds regelmäßig dieser Schule größere Beträge zuzuwenden. Die ersten zweihundert Dollar wurden bereits durch das Vorstandsmitglied und Kassierer, den Großindustriellen Herrn Lipmann Haller, seiner Bestimmung zugeführt. Außerdem wird nächstens eine Aktion für die Bibliothek der Aguda-Kolonie eingeleitet werden. Die Aguda- Jugendgruppe in Kolomea ergab der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel für Ostgalizien (Kolomea) eine Spende von fünfzig Dollars für die Siedlerschule der Agudas Jisroel in Palästina. Diese Spende wurde ebenfalls ihrer Bestimmung zugeführt. Um die Arbeit bei der ostgalizischen Palästina-Zentrale hat sich für Kolomea besonders L. D. Landmann verdient gemacht. Des. Am 12. August fand in Dej (Rumänien) eine Sijumfeier für den Dafjomi statt. Es war gleichzeitig die offizielle Eröffnungsfeierlichkeit der Aguda-Orts- und Jugendgruppe, zu der sich sämtliche Talmide Chachomim der Stadt eingefunden hatten. Herr Jeschiaja Schwarz, der durch seine allabendlichen Dafjomi-Vorträge die Sympathie der ganzen Bevölkerung erworben hat, forderte die Festgäste auf, den Kampf für Agudas Jisroel in all seinen Phasen auszunehmen. Rabbi Mosche Paneth forderte die Jugend zu fleißigem Lernen des Dafjomi-Schiurs auf. Namens der Jugend sprach der Jeschiwohzögling Hirsch. Für die nächste Woche wurde die Abhaltung eines öffentlichen Meetings beschlossen. Spendenliste. der Palästinazentrale der Agudas Jisroel für Deutschland. Keren Erez-Iisroel. Aschbach: dch. Wechsler 43.10, Bad Ems: L. I. Kirchberger 25. Badenweiler: dch. Hotel Bellevue 10, dch. Hotel Bellevue aus Keren Hatauroh 5. Berlin: Dr. Siegmund Stein 2, M. Seidmann 1, M. Seidmann 1. Breslau: dch. Agudas Jisroel aus Büchsengelder 59.20. Brückenau: dch. Gundersheimer 12, dch. Gundersheimer aus Challogeld 3. Darmstadt: Frau Oppenheim aus Challogeld 5, Frau S. Lorge aus Challogeld 5. Dettelbach: dch. A. Mannheimer 3. Dinslaken: dcb. Jsr. Waisenhaus 5. Frankfurt a. M.: Fr. Dr. Oppenheimer, Challogeld 5, Dr. Oppenheimer 6, Frau Königshöfer 3, Sammlung der Agudas Jisroel Jugendgruppe 160. Fürth: dch. R. Fellheimer 65, N. N. Challogeld 10. Höchberg: dch. E. Eldod 6. Hüttenbach: dch. E. Jsner Witwen und Waisen 6.80. Karlsruhe: Benno Lehmann 7. Königsbach: Jsr. Gemeinde 18. Külsheim: dch. S. Levy: Gemeinde Külsheim für Machazis Haschekel 3.15, N. Naumann 2, N. N. 5, mehrere Ungenannte 1.15, k. N. 1.50. Leipzig: dck. Dr. Dzialowski 100, dch. Dr. Dzialowski 720. Lendershausen: dch. Lehrer B. Wölf: Frau Lehrer Wolf Challogeld 2, Frau Lehrer Wolf 1, R. Schuster, Hofheim, Challogeld 1, Witwen und Waisen 3, Erez Jisroel 3. Mannheim: dch. PH. Mendel Markenerlös 4. Mergentheim: David Fröhlich 5, N. N. 20, N. N. 10. Noukirckien: Marcus Nußbaum 3. Niederstetten: Jsr. Gemeinde 35. Nürnberg, dch. Agudas Jisroel 2.50. Schwabach: Rabb. Dr. Sal. Mannes 10, dch. Dr. S. Mannes: Max Bleicher 1. Schweinfurt: dch. Dr. Stein: Hochzeit Schloß-Hirsch 21, Hochzeit Haas-Goldner 19.10, Frau Kurzmann, Challogeld 5. ' Weißenburg: S. Gerfchel 50. Würzburg: dch. E. Eldod, Höchberg, N. N. 5, N. N. 9.40. Rofch Chaudefch Spende. Bechthofen: 25.50. Berlin: 106.80. Breslau: 42.05. ' Dinslaken: 5. Günzenhausen: 46. Frankfurt a.. M.: 68.50. Halberstadt: 280.60. Henstedt: 3. Karlsruhe: 74.80. Linden: 5. Mannheim: 67.50. Nürnberg: 110. Oldenburg: 25.80. Schwabach: 11.60. Svrendlingen: 20. Treuchtlingen: 20. Wittelshofen: 11.70. Rabbi Meier bal Hünnetz. Aschbach: dch. Wechsler 13.20. AidhäUfen: dch. E. Eldod, Höchberg, Lehrer Rofenfelder 8. Badenweiler: dch. Hotel Bellevue 19. Burgpreppach: dch. L. Traub u. E. Berner 28. Halberstadt: dch. Agudas Jisroel: G. L. 10. Halberstadt: dch. Agudas Jisroel: G. L. 10, dch. Agudas Jisroel 20. Pfungstadt: Gebr. Mainzer 10. Siegburg: Joseph Strauß 34. Schweinfurt: dch. Dr. Stein 17. Unslaken: dch. E. Eldod, Höchberg: Frau Therese Frank 28.50, Würzbg. N. N. 5, N. N. 5. Külsheim: dch. S. Levy: Frau Th. Brückheimer 2, Siegb. Hahn 3, N. N. 1.20, E. Adler, Tauberbischofsheim, 1, E. Ktrauh, Karlsruhe, 2, Malchen Kahn 1.30. Mofchab Sekenim. Würzburg: dch. E. Eldod, Höchberg: N. N. 5. Schulwerk. Bad Kissingen: dch. Jeidel, für Bes Jaakowfchulen 35. Burgpreppach: für Jefchiwos in Erez Jisroel 12.75. Talmidei Chachomim. Aschbach: dch. Wechsler 16.86. Geestemünde: dch. M. Feldbraun 10. Külsheim: dch. S. Levy 4. Hüitenbach: dch. E. Jsner 5. Matiras Jad. Frankfurt a. M.: Lehrer Arthur Weil 5. Hirfchaid: Hauptlehrer Rau 15. Stuttgart: 'Karl u. Seligm. Kahn 5, Siegfr. Kahl 3, D. Ansbacher 2, Gerson Katz 2, M. Fleischer 1. . Keren Hajischuw. Dinslaken: dch. Jsr. Waisenhaus 5. Dresden: Israel Wilder 1. Hersfeld: Jofef Bacharach 84. Leipzig: dch. Dr. Dzialowski 1.80, N. N. 10. Puttelange: M. Reichelsohn 5. Schweinfurt: dch. Dr. Mannes: Kultusgemeinde Hüttenbach 20. . Palästina Woche 5635. Hamburg: Kelilath Jofi u. Agudath Jefcharim Vereinig. 100, Michel Jacobfon 10, Dr. L. Schlesinger 5. Postscheckkonto palästinazentrale der Agudas Jisroel für Deutschland Postscheckkonto Tlx. 53 900 Frankfurt a. Rl.

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