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Der Israelit · 1925-08-20 · Heft 34 (20.8.1925) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 34 (20.8.1925)
Date
1925-08-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 34 Seite 7 20. August 1925 Der Israelit die Schüler in erster Reihe zu guten Juden zu machen, dann aber auch für das Leben zu ertüchtigen, keine Neuerung bedeutet. aumStiien. Bestrafung der Unruhestifter von Jassy. Jassy, 13. August. Am 9. August fand der Prozeß gegen die verhafteten Iassyer Pogromleute statt. Das Gericht verurteilte die Studenten Sarbu, Mota und Eremia zu je zwei Monaten Arrest, andere Studenten zu je 15 und 10 Tagen Arrest. Die Eisenbahner Frisco und Popescu wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. Die Verteidigung der Angeklagten führte Professor Cuza, der Brandreden gegen die Juden hielt. Als Cuza das Gerichtsgebäude verließ, bereiteten ihm zahlreiche versammelte Studenten große Ovationen. Aus Furcht vor Unruhen wurden wieder sämtliche Geschäfte gesperrt. Die jüdischen Reisenden auf den rumänischen Bahnen organisieren sich jedesmal zu einem Selbstschutz, da sich die Fälle, wo Juden aus fahrenden Zügen geworfen werden, mehren. Angesichts dieser Selbstoerteidigungsmaßnahmen haben die an den Stationen versammelten Studenten bisher weitere Angriffe vermieden. (I. T. A.) Die antisemitische Welte in Rumänien. B u k a r e st, 14. August. Aus Focsani wird mitgeteilt, daß sich jetzt die antisemitischen Hooligans daraus beschränken, die jüdischen Mitbürger mit faulen Eiern zu bewerfen und Steine in die jüdischen Wohnungen zu schleudern. In den letzten Tagen mußten sechs von Antisemiten überfallene und mißhandelte Juden das Krankenhaus aufsuchen. Der Bankdirektor Zoller konnte sich seiner Angreifer nur durch Abgabe von Schreckschüssen erwehren. Die „Lupta" veröffentlicht die folgende Erklärung des früheren Innenministers Argetoianu: Nach meiner Meinung könnte die Frage des Antisemitismus in Rumänien in wenigen Tagen gelöst werden. Wenn sie aber bis jetzt nicht gelöst wurde, so darum, weil die Regierung sich eine Plattform gegen die Opposition schassen will. Sie glaubt, durch die Duldung von antisemitischen Ausschreitungen die durch dreijähriges schlechtes Negieren verlorene Popularität bei den Massen wieder zu gewinnen. Offizielle Ziffer der Palästina-Einwanderung im Juli. Jerusalem, 12. August. Der Pal. Tel. Ag. wird mitgeteilt, daß im Monat Juli d. I. rund 2900 Personen in Palästina eingewandert sind. Diese Ziffer steht freilich hinter der Rekordziffer vom Juni (4200 Einwanderer) zurück, sie ist aber nicht kleiner als die monatliche Durchschnittsziffer des zweiten Vierteljahres. Im Mai waren 2900, im April 2500 Personen eingewandert. Briefkasten. Lebrer E. W. in Hardheim. Das talmudische Wort nnn ist nicht buchstäblich zu deuten, sondern in dem Sinne, daß an diesem Tage das Fällen der naisfla eingestellt wurde. Somit wird die Frage des Va hinfällig. Das Bei- ,'v-el mit dem Könige ist an sich sehr hübsch, kann aber für diesen Fall nicht angewendet werden. Besten Dank! Personalien. Vettshöchheim bei Würzburg, 11. August. Am icm in der Frühe schied Frau Babette Klein aus dieser Welt. In Demut und Bescheidenheit, in xvn nx-p und dte? riK-v bei liebevollster Ausübung des alten Gemilus chesed wirkte sie an der Seite ihres Mannes, der als Religionslehrer unserer Gemeinde unvergeßlich bleibt. Ein herrliches Beispiel ihrer vier erwachsenen Kinder, die ganz in ihrem Sinne als gute Jehudim leben. Der älteste der Söhne ist Lehrer ün der Talmud Thora in Hamburg. Ihren Kindern war sie eine wahre Bei ihren Verwandten und vielen Bekannten hat sie sich ein Andenken gesichert für immer. Herr Lehrer Behrend hier würdigte ihre vielen Vorzüge und spendete den Hinterbliebenen rechten Trost. rr^n- Osann (Bez. Trier), 12. August. Am 23. August begehen Herr Joseph S e y und seine Frau Babetta geb. Jacobs dahier in voller Gesundheit und Rüstigkeit die Feier ihrer goldenen Hochzeit. Der 80jährige Herr Sey geht heute noch seinem Berufe, dem Spenglerhandwerk, nach und beschäftigt sich noch eifrig mit Gartenarbeit. Die beiden Ehegatten führten durch alle Jahre ein echt jüdisches Haus. Sie pflegen ipix und ivn Herr Sey ist /ns» *im? *pn und ist der wahre Halt der jüdischen Gemeinde am Platze. Er fungiert regelmäßig als ni-on VV2, auch an den p->m:in d■>»•>, ebenso als t>ya» Wenn immer es seine Zeit erlaubt, greift er nach seinem i-n, um sich mit min zu beschäftigen. So ist es kein Wunder, daß er und feine Frau an ihrem Orte und auch in der weiten Umgebung sich des besten Rufes und außerordentlicher Wertschätzung erfreuen. So nehmen auch, wie man von allen Seiten hört, alle Kreise seiner Heimat, ohne Unterschied des Standes und der Konfession, an dem Feste, das das Ehepaar begehen wird, herzlichen Anteil. Mögen dem Paare noch viele Jahre glücklichen Zusammenlebens und segensreicher Wirksamkeit vergönnt sein. s'oy Berlin, 17. August. Dr. V. Cohen, bisher Religionslehrer an den Schulen der Adaß-Jisroel und Prediger verschiedener Bereinssynagogen in Berlin, ist zum Rabbiner in Schönlanke gewählt worden und soll rrw noch vor den 2"' sein Amt antreten. STATT KARTEN MATHILDE ZANGER SALOMON ZANGER VERLOBTE . FRANKFURT A. M., den 13. August 1925 Grünestrasse 32 I Mein geliebter Gatte Dr. Josef Persitz ist gestern plötzlich verschieden. HoJi>urgVd.H. 19- Au*ust 1925 Schoschanna Persilz geb. Slatopolski Man bittet, da von Hause abwesend, von Kondolenzbesuchen während der nsatP-Tage absehen zu wollen. I Scfiocfiet und Jlanfor gesucht mit Autorisation von orthodoxem Rabbiner, unverheirateter bevorzugt wegen Wohnungsmangel. Angebote mit Zeugnisabschriften an _Sunagogenrat SreiSurg. Gha/an und Cehvev gesucht mit seminaristischer Vorbildung, der auf streng gesetzestreuem Boden steht und beste Empfehlungen aufzuweisen hat. Gehalt nach den staatlichen Besoldungsvorschriften, Htnterbliebenensürsorge und Pensionierung durch gemeindl. Fürsorge gesichert. Bewerbungen erbittet Der Borstand der israelitischen Religionsgesellschaft Darmstadt. Snt bewiikvle tekrkvast aus Ungarn stammend, streng orthodox, fähig sämtl. hebe. Lehrfächer, in rein deutscher Sprache mit pädagog. Geschick zu unterrichten und den Lernenden pkt“) min nun» deiznbringen, seit Jahren in Deutschland tätig und AZohnungstausch berechtigt, sucht gute Anstellung bei 'Gemeinde oder Verein im In-oder Ausland. Beste Äefr. und Zeugnifs. vorhanden.. Offert, unt. 17918 an die Exp. Wir bieten in Berlin, Leipzig und an anderen größeren Plätzen einem in den besser, jüdischen insbes. auch zionistischen Familien gut bekannten jüngeren Kaufmann durch Einrichtung einer Vertriebsstelle vornekme kxiflenz Ausführliche Offerten erbeten unter 17998 an bie (Expebition dieses Blattes. Der Dr. Bernhard Sitfger jüdische Liebesheim-Verein n Subotica (S. H. 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