Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 30 (23.7.1925)
- Date
- 1925-07-23
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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ZWWMMWWWW EftS'AA-: ~\ lintingege!«» von der fandesöegonifation der flgudas~Jiseöef in 9e«f(eilaii(f der des U- Jahrgang GemÄndegssfetz und der Rabbiner von Hinbenvurg. " / V-? - l. - Müachst zweiTatfächern. l: Jh L o n d o n und dann in Wien BertreW Mt M g lt d aJ Jisro e 1", „3 i ö ti t ft i fch en Organ ifatron", .. 3 ci a b l eu nt t" an einem Verhandlungstisch, um. in aller" Ruhe,, ohne Äerfchlöiörüng der abgrunNiefen- Gegensätze; abör aüch ohne jede Ehrvörletzuüg; zu PrüfW in welcher Weise aus. dem zionistischen und aus dem ct gü d ist ifche n Entwürfe eines Gemeindegefetzes etwas Brauchbares gewonnen rverd'en könNedÄS beide Seiten zur Not genehmigen könnten. 2. Ln I eruf al em trennten sich die zionistische v Fraktion „M israch i" nebst Gefolgschaft von dem bisher einheitlichen Nationalrat und konstituiert einen eigenen, selbständigen Vcationalrat, tust also g enaü d asselb e, was sie der >>AgttdcMOiSWet"' als^ Verbrechen anrechnen, WM si^Mn^alsDWMMWtattders handeln k ömn e»n- Mit Liesen beiden Tatsachen vergleiche Man die? maßwse? Kritik, , die, Herr Dr.. Km atz; nicht ZiMfftnicht Misrachist, gesetzestrsüer RDbiney uM offenbWrr erfüllt .vSmbGeiste der. „Achduth" unN ihres - publizistischen Organs, am dem Gesetzentwurf Mc MMMs?Msxoelff in Nrt 2N des genannten MKMem aufs> neue übt, uw seinen frÄhEM voMuns WM. gekennzeichneten SWWMkkf zm rechMtkgew JniLondvn' wie>M Men haben die von Achdüth?HäGWt inMWLenzionistifchen-Fuhrer ohne weiteres^ eingefehM dasidem Gesetzentwurf lediglich? die e?i NWLürchaNsidefeWMTendeWinNe^ wohM. die: BWingUNgen zuzeigen, ünter denen auch- „Ägudas Zisroel" die dem Zionismus so erwÜGchte^ strr chsist eimh enilrch eOrg aMis a-t tzion Mr j üd-i'f.chen B e-v'ö l k>e r u Palästinas annehmbar, ja erstrebenswert er* SiN lehE dM? CMwurK wM niW weiter vGwunddrlichr ab? unw es - sinL' aus ihrem Läger aUchWKlWMWMMmmHehs £- M „Jüdisches m München) veröffentlichtworden, die WeAvolles enthalten Uno. unten Umständen zu entsprechenLtzW AMNdeMngdnftuMbav zü wachem w äÄem . . WM niemand von ihnen HW zm bezweifeln giMWtz öWe^sich-bBdiestMGntwü^e uMeinen, aüs- LeM Geistch Der NellrWMsBw Tr?crd WWW bss j OLds ch en Dolches gWortznen; gw o WMWi'WOM Versuch handelt-' die nun ein-- MW nM aus-SM MM zw schaffende l ilche-Wi' nWiMFMe öj-wdischem N'a t-boM DH öWrrTre^s mik. b'eitt1 iw MW deMew Palästina prÄMWÜoMMditzen Matz vom vopyehaWA, diesem Entwurf' für den Nichtz Herr Dr. Breuer, sondern öie GßsiMtleitüng der „Agudas Jisröel" verantwortlich ist, statt durch sachliche, Kritik durch Disdrsditierung d e s V e r f a ff e rs zu-bekämpfenir „Von dem' H?ü g!e llch e w WneM LWhep o litzWche ni Änslhauung/" fchreibb Herr Dr. Kaatz, hübe" Bvtzüer in stmem erläuternden Moria-Artikel auf die von Herrn Dr. Kaatz hochverehrten Waad leumi-Führer herabgeblickt«!- Wegen des .Imperativs von isn hy iiMn; Kfc w uDt e Herr ®r; Kaatz daher für diese erhabene^- Führergestalten in die Schranken, treten und. Nreuer in Grund und Boden verdammen: Num Frankfurt a. ITC:, 23. Zuli ^925 / 2. Aw 5685 hat Breuer zwar überhaupt keinen Namen genannt, und er selbst weiß gewiß ebenso wenig wie wir oder wie Herr Dr. Kaatz, wer die Juristen des Waad leumi sind, denen juristische Stü m p e r e i — nichts weiter — vorgeworfen würde: Mer die Menschenliebe des Herrn Dr. Kaatz hatsich uüterdem erzieherischen Einfluß der AchduthEewegUng so entwickelt, daß ihm die Würde u h b e k a n n t e r zionistischer Juristen höher steht, als die Ehre eines Mannes, der doch nach den auch für Herrn Dr. Kaatz geltenden Bestimmungen des Religionsgesetzes immerhin noch ' N3nrr- ^33 fallen dürfte: Daß die Agüdoi-Oreife durchaus nicht geneigt sind, polemische Uebergriffe von Parteigenossen gegen Ach- Mch>Führer zü decken, hat sich in der Beurteilung der MÜnzer-BroschÄre im „Israelit" gezeigt. Leider scheint Müh aber auf der anderen Seite Nichts davon zu wissendasti es eine sittliches Solidarität der MLM nmn giebt; es genügtdaß jemand einen verhaßten Namen führtlim ihn als fchmalstirNigen „Killepolitiker" zu verhöhnen, ihm bei der Beurteilung seiner Gedankengänge die?- elementärste Gerechtigkeit zu v'erwekgern, seine offen verkündeten Motive totzuschweigen und ihm dagegen öffetttlch jour- Nalistifch'e Sünden oorzuenthalten, die Nicht er, sondern feine Bkütsverwändten! ovr. 12 odervdr 6 Jahremirgendwö b'egÄttzen haben, fölkew. Möge maMfich nicht r wundern,- Laß wir soviel Md- Rauch darauf verwenden/ die M e - tch a dch des- HMrn? Dri Kaatzzu kennzeichnen, diese Methodeder Berdächttgung üNL der persön-- lMMn GehäMgkeMgegen einen-sachlichen Gegner. Es ist nicht Herr-' Kaatz allein, der sie treibt — sie ist nur eine Teilerscheinung der sittlkchM.Krisch die-von der AchdUtchHaß-Bewegung heraüMMrorM-wöMn M II Nun zum Sachlichen. 1) Hetr Dm Kaatzwünscht das „Gemeinftsleben" dM gröMren Deutlichkeit halber dürch- „Demeinschüftsim st i t u t i o n e n" ersetzt. DM ist durchaus diskutabel. Und die Rätsel, die daraus für Herrn Dr. Kaatz ergeben, find zu losem. Dtzr agudistische Geseßtzntwurf hat nicht dem vdn Herrn Dr. Kaatz unteren .Grichteh EhrgdU. Mf dem Wege des G e - setz es, also Mit G-ew al5, die Jnd ivi - dMeM zu' 'vchchL undchD-i-rd zu er- DDüber, W diese inWiduelke Erziehung- ME durchfreie Gewinnungder Seelen erfoWn 'kann, besteht zwischen Herrn Dk: Kaatz und Herrn!Dr.. Breuer keine Meinungsnerschiedenhert. Ein ilMW^Mnachrlich nW dM.WU Wr, f ewt- ,. üMM SMG 6K ittnerhalb! ÜM Mischen; ZMur alle Mid gegeben)- ab-ermuWf-aüe'r Z e rh Wa r e s vM r v ehiUkt.e n, das Zn hbü:r fe hb.'e r 8-Ur ch Win e. Änstitu ti o rren Üi'e' np•»öa ' p bWM vev kWnW e^n z^m k mf sie n. Daß bieje1 öffentliche Gehorsamskündigung gegenüber der Thora in Erez Jisroel wenigstens keine Stätte finde/zist der Wunsch des agudistischen Entwurfs. Ist? das so schwer verständlich? 2). Unter dem ,,Schus'chan Aruch" ist in dem Entwürfe, wie' wiMHeMrü^Dr. Kaatz ferner wiederholt versichern möchteM, der' G e samtk o m - plex des jüÜifchen Rechtes, von der ersten- ’ron< ,wöV naVn bis zur letzten nawn des -jüngsten sinnrr zu verstehen. { - Kann Herr Dr. Kaatz jemals im Ernste an Mf.er Selbstverständlichkeit gezweifelt haben?; Daß man dennoch das Wort „Schulchan Nummer ^5 brauchte, hät feine gute historische Begründung; die hier zü geben rüir uns für später aussparren. .. 3) Herr Dr. Kaatz bemängelt, daß es gegen die Entscheidungen des Ottsrabbinats keine Berufung gibt. Gewiß, kann auch ein Ortsrabbinät irren, .ja sogar das Recht beugen. Aber ob der Begriff der „Berufung" durch die Parteien in, der Thora überhaupt eine Stütze findet, ist bekanntlich strittig, und es kann dem Agüda-Entwurf nicht zum Vorwurf gemacht werden, daß er sich zunächst die bei den meisten rabbinischen Autoritäten herrschende Auffassung zu eigen macht. 4) Herr Dr. Kaatz erinnert an die Schwere des Erziehungsproblems. Mit Röcht. Der Entwurf läßt aber den von der Tradition Dissentierenden die volle Freiheit, sich ihre eigenen Schul e n zu schaffen. Die (S e m eindekasse als solche muß den Bedenken und Anschauungen der chMsn» Rechnung trägen. Oder wäre Herr Dr. Käütz bereit,' aus den Mitteln der Gemeinde Hindenburg eine Schule, zu unterhalten, in der z. B. g.eMäß dem Willen der Erziehung6berechtitzten.die Religion nach der Weltanschauung des Monismus gelehrt wird? 5) UüLegreiflich sind uns die Einwendungen des Herrn Dr. Kaatz dagegen, daß der Entwurf nicht Wechtweg das- Obe rrab bi n at allein, sondern das RM-igionsgesetz als maßgebend statuiert. Das seien zwei widerstreitende Formalprmzipien/ deren Anerkennung schließlich dazu führe, daß „die englische Gend"Mr m e r i e" zu. entscheiden habe, ob das Oberrabbmätin der Tat das Religionsgesetz beachte UnhbdE gerade w bllen die diabolischen Verfasser. des Entwurfes! Wir frageMi hä( nicht jeder Kulturst die gleichen FormalprMzipien in seiner BMfasfünM - Webt f ä f hu ü g u n d G' e s e tz eiMerseits, eine zur Interpretation und Wahrung dieses Rechtes berufene oberste Gerichtsbehörde andererseits-? Entscheidet etwa die Polizei in Deutschlandob das Reichsgericht richtiges Recht; gesprochen hat? Oder liegt nicht vielmehr iü dem jedem Ku n d j g e m o f feit ßa r e n o b j e kt i v e rr Wckllen des rite anerkannten Gesetzes die Gewähr, daß der Richter nicht feine Willküv aN' die Stelle des Gesetzes stelle? Ist Las Thoragesetz einmal feierlich anerkannt von; der Jüdengemeinfchast' Erez Jisroels, dann Wird die ö'fsienttiche Meinung der Kundigen, ja sogar das Rechtsgefühl so mancher persönlich der Religion entfremdeten Juristen dafür sorgen, daß das Oberrabbinat nicht Geiger und Achad-Haam, sondern den Rambam, Rabbi Josef Karo und Rabbi' Jzchok Elchonon paskene. Es gehört die ganze leidenschaftliche Voreingenommenheit dazu-- die. in Hindenburg die Atmosphäre yergifteium an die Stelle dieser, klaren Motive des agudistischen Entwurfs dis^ ebenso knifflige wie abscheuliche Insinuation zu setzen, die „englische Gendarmerie" solle ein künftiges Oberrabbinat kontrollieren — und sich dann noch pm vornehmen Satz zu leisten: Wenn; Breuer den palästtnensischen Rabbinern nicht traut, dann wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als in die-Statuten die Bestimmung hineinzusetzen: „Oberste religiöse Instanz der jüdischen Volksgemeinschaft in Palästina ist, solange I ch*) nichts anderes bestimme, das Rabbinat der Israelitischen Religionsgesellschast in Frankfurt a. M." *)‘ Sperrdruck von uns, großer Anfangsbuchstabe eigenstes Werk des Herrn Krittkers. .