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Der Israelit · 1925-07-23 · Heft 30 (23.7.1925) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 30 (23.7.1925)
Date
1925-07-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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23. IM M5 De r 3 s r a e 111 Nr. 30 Seite 7 Israelitischen Gemeindebundes beschäftigt und unter an derem die Behauptung äüfgestellt, daß in der Israeli üschen Fürsörge-Anstalt zu Repzin an einem Sabbat Mist gefahren worden sei. Besonders diese letztere Aeußerung hat in den Kreisen der Teilnehmer begreifliches Befremden erregt. Da keiner der mit den Verhältnissen der Anstalten des D. I. G. B. vertrauten Abgeordneten bei der Rede des Herrn Berger anwesend war, muhten leider seine Ausführung unerwidert bleiben. Auch liegt ein Stenogramm noch nicht vor, so daß zu den Einzelheiten nicht von berufener Seite Stellung genommen werden rann. Um aber wenigstens die oben erwähnte, Aufsehen erregende Bemerkung, durch die das Ansehen der An statten des Gemeindebundes geschädigt wird, nicht uner widert zu lassen, sind wir zu folgender Richtigstellung ge nötigt: Die Mitteilung, daß in Repzin am Sabbat Mist gefahren worden sei, beruht auf einer Wahrnehmung, die sirau Stadträtin Weyl, die im Aufträge des Jugendamts Berlin im Sommer vorigen Jahres an einem Sonnabend die Anstalt Repzin besucht hat, gemacht zu haben glaubte und Mitgliedern des Kuratoriums der Anstalt gegenüber geäußert hat. Sie wurde aus die Unmöglichkeit eines selchen Vorgangs hingewiesen und ist auch in ihrem offi z-ellen Bericht, wie gelegentlich einer mündlichen Be sprechung mit dem Kuratorium nicht mehr auf die Sache zurückgekommen. Der sogleich befragte Anstaltsdirektor erklärt sich den Irrtum der Frau Dr. Weyl dadurch, daß diese wahrscheinlich einen Wagen aus dem Dorfe gerade cm dem Anstaltsgrundstück habe vorbeifahren sehen, jedenfalls sei etwas derartiges in der Anstalt nicht geschehen. Die Leiter der Anstalten des D. I. G. B. haben von jeher die Weisung, die Vorschriften des Religionsgesetzes beim Be triebe ihrer Institute zu beachten und würden eine riicf sichslose Ahndung zu gewärtigen haben, wenn sie dieser Verpflichtung nicht Nachkommen würden. Berlin. 25. Juni. Den Bemühungen der Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes in Berlin ist es gelungen außer den bereits bestehenden Wohnheimen für berufstätige Mädchen, ein solches für Mädchen, die zum Zwecke einer Berufsausbildung sich in Berlin befinden (Studentinnen, soziale Frauenschülerinnen, Kindergärtnerinnen usw.) zu schaffen. Das Heim, das nach modernen Grundsätzen eingerichert ist und verwaltet wird, wird vielen Mädchen, die sich studienhalber in Berlin aufhalten, sehr willkommen sein. Die Kosten vertagen für Wohnung und Verpflegung Mk. 70.— monatlich. Meldungen sind zu richten an: Frau Bertha Falkenberg, Berlin N. 54, Lottumstrahe 22. Bremen, 6. Juli. Am Montag, den 5. Juli 1925, fand hier die Einweihung eines jüdischen Altersheimes statt unter Anwesenheit des Bürgermeisters Hildebrand und des Oberregierungsrats Jüdefeind als Vertreter der Bremer Wohlfahrts-Behörden, eines Vertreters des Provinzialverbandes für jüdische Wohlfahrtspflege Hannover, Landesrabbiner Dw Freund, der Zentralwohlfahrtspflege der deutschen Juden, Fräulein Frieda Wein r e i ch, des Rabbiners der Bremer Gemeinde, Dr. Aber und zahlreicher Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Bremen. Aus den herzlichen Begrüßungsworten ging hervor, welche anerkennenswerte und bedeutungsvolle Tat die jüdische, Gemeinde in Bremen durch die Schaffung eines Altersheims vollbracht hat, nachdem feit der Kriegs¬ und Inflationszeit das Bedürfnis nach einem Ausbau der jüdischen Altersfürsorge so außerordentlich gestiegen ist. Das Heim ist hübsch gelegen, liebevoll und behaglich eingerichtet. Es soll vorläufig der Aufnahme von 6 alten Leuten aus dem Mittelstände dienen. Stzhald das obere Stockwerk, welches noch anderweitig bewohnt wird, frei ist, kann das Heim entsprechend erweitert werden. Der Vorsitzende ist Herr Jakob M. e y e r. Warschau, 10. Juli. Die Agudawochenschrift „Der I u d" veröffentlicht soeben Nr. 1 einer 14tägig erscheindenden Sönderbeilage uner dem Titel „E r e z I i s r o e l - Blatt". Die erste Nummer, die 16 Seiten umfaßt, ist außerördenlich reichhaltig und enthält zahlreiche Wirtschaftsnachrichten und Organisätionsberichte aus dem heiligen Lande. Frankfurter Berichte. HM für Mische rvSdchen. Das ist eine fröhliche Schar, die da allmörgendlich hinauszieht, und unsere Freunde sollten uns einmal begleiten und sich überzeugen, welche schöne Ferien unser „Hort für jüdische Mädchen" auch dieses Jahr wieder genießt. In Begleitung dreier Hortnerinnen fahren sie früh mit den uns von der Stadt freundlichst zur Verfügunggestellten elektrischen Wagest, hinaus in die Darmstädter Landstraße, ins Tivoli, wo. wir über einen Garten mit Halle verfügen; da tummeln sie sich nach Herzenslust, spielen, mittags schlafen sie und sammeln neue Kräfte für die kommende Zeit. Nach ihrem Frühstück erhalten sic ein kräftiges und ausgiebiges Mittagessen, das wir vem jüdischen Heim bereiten lassen und das durch gütige Bereitstellung von Autos der Firma Becken und Herrn Jukobi schnellstens zur Stelle befördert wird. .Nachmittags gibts Kakao und Milch mit Brötchen, letztere eine Zuwendung des Brotoereins. Es 'fei. an dieser Stelle allen Unterstützern unser herzlichster Dank ausgesprochen. Die Kinder erholen sich zusehends. Der Wirt des Gartens Und alle, die.mit ihnen in Berührung kommen, loben ihr musterhaftes Betragen und ihre sittliche Wohlsrzogeuhi it, die wir nicht zum kleinsten Teile unseren tüchtigen Hortnerinnen verdanken. Aber es gehörte ein gut Teil Mut und ein großer Optimismus dazu, dieses Werk wieder auszuführen; daher appellieren wir an unsere Freunde und Gönner, mit einer Beitragsleistung uns in den Stand zu setzen, gerade die Schwere des laufenden Jahres zu überwinden. Die Ferien der annähernd 100 Kinder, die besonders er holungsbedürftig sind, kosten ungefähr 2500 Mark, und für die Erhaltung unseres Horts, der ein glückliches Heim für arme und ärmste Kinder bedeutet, ungefähr 10 bis 12 000 Mk. aufzubringen, ist eine Aufgabe, die ohne unsere intensive Arbeit gar nicht zu leisten wäre. Aber die Kinder finden dort Liebe und Pflege, im Winter Licht und Wärme, da helfen wir ihren Eltern, sie zu braven fleißigen, gesunden und frommen Menschen zu erziehen hier tragen wir ihnen ein bißchen Kinderfreude in ihr oft freudloses Leben. Man sieht, nach welcher Richtung sich dieser Zweig unserer Vereinsarbeit entwickelt, der sich mit der kräftigen materiellen Anteilnahme der Allgemeinheit so Gott will immer weiter entwickeln wird Gütige Zuwendungen zu Händen von Frau- H. Besthoff, Palmstraße 12, Postscheckkonto Nr. 51113 des Horts für jüdische Mädchen. ' Achtzigster Geburtstag. Am 19. Juli feierte in geistiger Frische Frau Simonetto I e i d e l ihren achtzigsten Geburtstag. Diese seltene Frau ist die Tochter des als mmn ^ni» und :6svs weit über die Grenzen Frankfurts bekannt gewesenen Ben jamin Niederhofheim und seiner Frau geb. Dann Sie hat ihre Kinder gemeinsam mit ihrem allzufrüh heim gegangenen Gatten Moritz Jeidel gemäß den Tra ditionen der beiderseitigen nom'» nin-w» zu rechten wahren n-nirr erzogen. Möge ihr im Kreise ihrer Kinder und Enkel ein hohes, gesundes Alter beschiedett sein. Vereinskalender. Verein Dekor Chajim. Samstag morgen nach SchulDinim. — mittags 1274 Uhr in der Frauensynagoge der Klaus rvnK 'fl' Herr Professor Weyl. — nachmittags 4 Uhr im Dereinslokale „Mikro", Herr Dr. W. Hofmann. — eine Stunde vor Nacht, im Hörfaal. »Midrasch", Herr Herz Halp ern. Sonntag nach Schul „Mizwas Haschern" (auch Mittwoch), Herr Red. S. Schachnowitz. — vorm. 974 Uhr (auch Dienstag eine Stunde vor Mincho) im Vereinslokale»Gemoro"; Herr Dajan Posen. — Monta g bis einfchl. Freitag nach Schul Mifchna — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro; Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. — abends 8% Uhr (auch Donnerstag) Gemoro; Herr Dr. El. Posen Allabendlich 83/4 Uhr Schatz-Lernen. Jeden Nachmittag 2—7 Uhr Lerngelegenheit im Vereinslokale. Jahrzeils-Sliftnngen: Sonntag, 26. Juli. Siegfried Weil-Stiftung. Mittwoch, 29. Juli. Salomon Rosenbaum-Stftg Agndas Iisroel-Iugendgruppe. Sonntag, 8 Uhr vormittags, „Gemoro"; Herr Leop.Oppenheimer. - 2 Uhr nachm.» „Mifchna": Herr Jacob Landau (ebenso Samstag 6 Uhr abends).—9 Uhr abends „Lektüre"; Herr Dr. Abt. Montag, 7,9 Uhr abends. „Gemoro für Fortgeschrittene"; (auch Donnerstag) Herr Hirschberg, Hegelstratze 13. — 7»9 Uhr. (gemeinsam mit der Esra) Turnkurjus. — 7,9 Uhr Dinim Herr G. Schn erb. — 9 Uhr Gemoro Herr Halp ern. Dienstag, 729 Uhr abends (auch Donnerstag), »Gemoro"; Herr Dr. Willy Hofmann (auch Samstag 3 Uhr). — %9 „Gemoro" Herr Schnerb. Mittwoch, 7s9Uhr abends, Zwanglose Aussprache — 729Uhr »Dinim für Fortgeschrittene": Herr G Schnerb (ebenso Samstag 5 Uhr). E» ist aurschNetzttch Sache der Leser, die im S«serate»teil enthaltene» Empfehlungen ritueller Ware» »der sonstig. Angaben religionrgesetzlichen Eharatter» auf ihre Zuver Uisstgteit zu prüfe«. Xckiesicky-8lröklein Spezial-Institut für moderne, optisch und technisch vollkommene Augengläser. Telefon Hansa 2208 Kaiserplatz 17 Donnerstag abenb 7-9 Uhr (auch Sabbat 4 Uhr) „Sugiaus"; Herr L. Kurzweil. — 7,9 Uhr Besprechung verschiedener Themen. Samstag, 10 Uhr morgens, »Gemoro": Herr Dr. Posen, Am Tiergarten 42. — 10 Uhr, „Kizzur Schulchan Aruch' für Anfänger, Herr Louis Kahn. — 11 Uhr »Tnach"; Herr Dr. Hofmann» Eschenheimer Anlage 1. — 12 Uhr. „Mischna" für Fortgeschrittene Herr Lehrer Hirschberg. — 7,3 Uhr. „Sidro"; Herr Halpern. — 7s? Uhr. »Mischna für Anfänger"; Herr G. Schnerb. Alltäglich ist Vormittag Gelegenheit geboten, unter Leitung eines Dozenten zu lernen- Jeden Mittag 12 Uhr »Das Jaumi".' Agudas Jisroel Mädchengruppe. Montag, 7,9 Uhr Einführung in ote Gebetordnung. frtl., B. Katz. — 9 Uhr abends. „Newiim", Herr ehrer Unna. Dienstag, abends 729 Uhr. .Dinim", Herr Dr. Weger. Mittwoch, abends Uhr, zweiter Heimabend. Hanauerlandstratze 17. Donnerstag, abends 7,9 Uhr, „19 Briese". S amstag, V2II Uhr »Tillim", Herr Louis Kahn. — 11 Uhr murr >pnS' Herr H. Frankenthal. — 4 Uhr mirv Herr Lehrer Hirschb erg. Veshamidrasch. Ostendstratze 18. Samstag nachm. 5 Uhr nach nniD: Vortrag des berühmten Maggid E- Jserowitz, Rabbiner aus Telz. Allabendlich zwischen Mincho und Maariw tm "n sowie Samstag morgen 11 Uhr „Aus der Sidra". Herr Rosen zw ei g. v. 3. A. (Frankfurt a. M.) Montag, den 27. d. M. abends 87, Uhr s. t. Semesterschlutzsitzung bei A. H. Bbr. Dr. Rosen-. bäum, Grünestratze 42. Tagesordnung: A. Wissenschaftlicher Teil: 1. Referat von A. H. Bbr. S. Munk über -Die Entwicklung der mündlichen Lehre im Lichte der Ueberlieserung". 2. Aussprache. 8. Geschäftlicher Teil: 1. Entlastung des Semesterpräsidiums. 2. Wahl des Ferienpräsidiums. Nachhilfeunterricht in allen Schulfächern vermittelt die B. I. A. Frankfurt durch Bbr. stud. phil. nat. Wolf Bodenheimer, Hanauer Landstr. 26, Tel. H. 524. Stellen-Dakanz: Oberarzt der inneren Abteilung eines Krankenhauses. Gebetzetten. fl'in t)2v Freitag Abend 7.35 Samstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.— Samstag abend 9.15 U)ochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Mittwoch Nachmittag 6.— Fasten-Beginn 8.10 Abends 9.05 Donnerstag Morgens 6.10 Nachmittag 7.45 Fasttag-Ausgang 8.58 Tefilin-Legen am Morgen 3.25 Es ist ausschließlich Lache der Leser, die im Inseraten» keil enthaltenen Empfehlungen ritueller Daren oder onstige Angaben religionsgesehlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. MaümifMuUec eiTVILLL

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