Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1925)
- Date
- 1925-07-16
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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16 Juli 1925 Der Israelit Nr. 29 Seite 9 Geburtstag. Aus diesem Anlaß fand ein Festessen statt, bei dem der Jubilar durch den Chiefrabbi und andere Führer der Gemeinde geehrt wurde. Briefkasten. W. I. m Illingen. -Betrag für Abonnement otn Q Cfl ent Q 6Tt. M. E. Wir nehmen davon Kenntnis, daß nicht nur die.Subvention an das Rabbinerseminar vom Landesverband nur auf ein Jahr bewilligt wurde, sondern daß dies bei allen Subventionen geschah. Vermischtes. Frankfurt a. 21t-, 7. Juli. Die Israelitische Kultus-!,i.'meinde in Tiaeovo teilt mit, daß sie niemanden zur Sammlung von Geldern für ihre Zwecke beauftragt hat, and daß sie ein Gemeinderabbinat nicht besitzt. Des (Rumänien), 7. Juli. Jn Jclodul-Are (Transsilvanien) ist in ländlicher Stille, fern von dem verführtschen Treiben der Großstadt, unter Leitung des dor- ,igen Oberrabbiners Braun eine mit I e s ch i w a und C h e d e r verbundene Gewerbeschule errichtet worden, die neben gründlichster Einführung ins Thoralernen ihren Zöglingen die Ausbildung in praktischen Gewerben sichert. Im Anschluß an die Schule ist ein Fortb i l d u n g s k u r s u s für die entlassenen Schüler in Aussicht genommen. Angesichts der Tatsache, daß es ja zahlreiche Kinder gibt, die sich ihrer Individualität nach nicht für das ausschließliche Thorastudium eignen und bei dem Drängen der Jugend nach praktischer Betätigung und zweckentsprechender Vorbereitung fürs Leben, ist die neue Gewebeschule von höchster Bedeutung und sollte von all denen gefördert werden, die den Wunsch haben, den gesamten Nachwuchs der jüdischen Gemeinschaft für Thora und Jiroh zu erhalten. München. 3. Juli. Das Kultusministerium hat in einer neuerlichen Entscheidung festgelegt, daß die Besorgung des Schächtdienstes durch Volksschullehrer nicht als unvereinbar mit dem Ansehen des Lehrerstandes zu betrachten ist. Es sei aus den Berichten der weitaus überwiegenden Zahl der Regierungen übereinstimmend festzustellen, daß nach den bisher gemachten Erfahrungen die Ausführung des Schächtdienstes durch den israelilifchen Religionslehrer dessen Ansehen weder bei der christlichen Bevölkerung noch bei den jüdischen Einwohnern beeinträchtigt hat. Sprechsaal. Geistige Gastfreundschaft. Hamburg, 5. Juli. In der Nr. 26 des „Jüdischen Wochenblattes" beschäftigt sich Herr Dr. Ernst Simon, Frankfurt a. M., mit meinem Aufsatz „Dem Meister zum Gruß", welcher in der Festschrift „Vom Sinn des Judentums" zu Ehren des 60. Geburtstages von Dr. Nathan Birnbaum abgedruckt ist. Herr Dr. Ernst Simon ist so liebenswürdig, eine Bemerkung von mir, die zum größten Teil in der Wiedergabe eines von Hillel Zeitlin anläßlich des 60. Geburtstages von Birnbaum gesprochenen Wortes bestand, zum Gegenstand eines Angriffes gegen die „extreme" Orthodoxie, welche nicht einmal das Gebot der geistigen Gastfreundschaft anerkennt, zu machen. Er zitiert einen Absatz, in dem ich von dem Verhalten der Zionisten zu Birnbaum spreche, und ist so ehrlich und aufrichtig, den nächsten Absatz, in dem ich von dem Verhalten der Orthodoxie zu Birnbaum spreche, — wegzulassen. Ich stelle fest, daß vor 10 Jahren in der Freistatt erlesene Zionisten zu Ehren Nathan Birnbaums schrieben, und trotzdem mußte damals Hillel Zeitlin das bittere Wort sprechen, das ich zitierte, und kein vernünftiger Mensch unter den Zionisten nahm es ihm übel. Und ich glaube, daß trotz der 16 zionistischen, der 14 agudistischen und 2 bezüglich ihrer Gesinnung von Herrn Dr. Ernst Simon noch nicht genau analysierten Mitarbeiter die von nur gemachte Feststellung vollen Umfanges gilt. Weder Zionisten, noch Orthodoxe erlebten den 60. Geburtstag von Nathan Birnbaum so, wie es seiner Leistung für die Orthodoxie, vor allem für den Zionismus entsprochen hätte. Daß eine Gruppe von Aufsätzen, größeren Teils sogar unpersönlichen Inhalts, aus welchem Lager sie auch stammen mögen, noch kein Beweis sind für die Stellungnahme zu der ungeheuren Lebensleistung Nathan Birnbaums, dürfte Herrn Dr. Ernst Simon ebenso klar sein wie mir., Ich würde über diesen Angriff des Herrn Dr. Ernst Simon zur Tagesordnung übergegangen sein, — von dem Redakteur des Jüdischen Wochenblattes, Dr. Ernst Simon, ist die Orthodoxie gewohnt, daß ihm jeder Anlaß gerade recht ist, gegen die Orthodoxie, sie braucht nicht einmal „extrem" zu sein, loszuziehen — nur das Wort von der „geistigen Gastfreundschaft", die wir bösen Orthodoxen nicht kennen, .läßt mich Herrn Dr. Simon antworten: Die geistige Gastfreundschaft, die Herr Dr. Simon uns, der „extremen" Orthodoxie — und Keren Hathora, den ich in diesem Augenblicke im Auge habe, ist nicht einmal Organ der „extremen" Orthodoxie, sondern der Agudas Jisroel mit allen ihren „extremen" und „nicht-extremen" Richtungen, und hat dies durch seine Leistungen gezeigt, l— in dem Jüdischen Wochenblatt gewährt, ist so groß, daß Herr Dr. Simon einen Artikel von mir: „Keren Hathora und Misrachi", trotz, seiner ausdrücklichen Zusage und trotz meines bereitwilligst gegebenen Einverständnisses, daß dieser Aufsatz erst Herrn Dr. Barth, Berlin, vorgelegt werden dürfe, damit er dazu Stellung nehme, — nicht abdruckte. (In diesem Aufsatz waren die Aufklärungen gegeben, zu denen Herr Dr. Simon den Keren Hathora in der Nr. 26 des Jüdischen Wochenblattes im Anschluß an eine Briefkastennotiz ermunterte. Sie lagen auf seinem gastfreundlichen Redaktionstisch, aber er druckte sie trotz seines Versprechens nicht ab.) Diese geistige Gastfreundschaft ist so groß, daß Herr Dr. Simon einen ihm s. Zt. aus Hamburg zugegangenen Aufsatz, soweit er sich mit meiner Person beschäftigt und gegen dieselbe richtet, vollen Umfangs abdruckt, nur einen Qaij, in welchem der Verfasser von der Leistung und notwendigen Unerstützung des Keren Hathora spricht, w e g l ä ß t. Das ist die geistige Gastfreundschaft, wie Herr Dr. Simon sie übt! Und so bleibe es dem Unparteiischen überlassen, die Frage zu entscheiden, die Herr Dr. Simon offen ließ, auf welcher Seite der größere Takt und die größere Menschlichkeit zu finden ist. Er entscheide auch, ob das für Manael an Gastfreundschaft zeugt, wenn „extreme" Orthodoxe zu Ehren eines ihrer Führer eine Festschrift herausgeben und zur Mitarbeit an ihr die weitesten Kreise aus dem zionistischen Lager ausrusen. Wolf S. Jacobson. In ein Geschäftshaus ro. in 2 Mädchen, 6 und 8 I., u. zue Bsaufstchtigbng des Haushaltes ein durchaus zuverlässiges, str. frommes gesucht. Kochen nicht erforderlich. Hausmädch, vorhanden. Familienanschluß u zeitgemäßes Gehalt sugesichert. Off. unter 17665 an die ffijtx». Geprüfte nimmt noch Pflege an. Off. unt. 17668 au die Erp. Gepr.WochenpIlRgorin in Söuglingsvflege, sowie i. Haushalt erfahren, nimmt für Nov. u. Dez. noch Pflege an in rit^Haiishalt Off. an Selma Lehman», z. Z. b.'i Ludwig Löwenthal, Aschaffenburg, Steingasse 4 Frankfurter Berichte. Eine Kunstgewerbestube. Wir machen unsere Leser auf ein neues Unternehmen aufmerksam, das in allen Kreisen mit lebhaftem Interesse begrüßt werden dürfte. Die Kunstgewerbestube „Jenny Westheim" zeigt in einer ständigen Ausstellung, Schwanenstraße 6,2, Kultus g e g e n st än d e in neuen, schönen Formen, von ersten Künstlern entworfen, unserem heutigen Geschmack angepaßt. Man findet dort, von feinem, künstlerischen Empfinden zusammengestellt, jüdische Literatur, Graphik und alle Kultusgegenstände, angesangen von der kleinen Mesuso bis zum Chanukaleuchter, die das Charakteristische eiens schönen jüdischen Heimes ausmachen. Auch für unsere Kinder ist ein extra Platz in dieser Stube-^eingerichtet mit jüdischen Bilderbüchern, Erzählungen und für die jeweiligen Feste angepaßten Geschenkartikeln. Zu Rausch Haschono ein neuer, schöner Wunschbogen. Ein Laubhütten-Modellierbogen zum Aufstellen bringt zu Sukkaus Freude. Die Kinder-Sefer- Thauro mit Oraun-Kaudefch läßt alle Kipderherzen am Simchasthauro höher schlagen. Da steht ein bunter, kleiner Chanukaleuchter neben einem lustigen, farbigen Trendelchen und einem neuen Chanukagesellschaftsspiel. Der Purim erfreut mit einem Königin-Esther-Psefferkuchen und vieles andere mehr. Ein Besuch dieser Ausstellung ist ohne Kaufzwang jedem, der sich für die neuzeitliche kunstgewerbliche Entwicklung unserer Kultusgegenstände interessiert, aufs wärmste zu empfehlen.' Vereinskalender. Verein JRetor Chajim. Samstag morgen nach Schul Dinim. — mittags IS1/* Uhr in der Frauensynagoge der Klaus nm 'S' Herr Professor Weyl. — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokale ..Mikro". Herr Dr. W. Hofmann. — eine Stunde vor Nacht, im Hörsaal, „Midrasch", Herr Josef Sänger. Sonntag nach Schul „Mizwas Haschern" (auch Mittwoch), Herr Red. S. Schachnowitz. — vorm. 9lU Uhr (auch Dienstag eine Stunde vor Mincho) im Vereinslokale „Gemoro"; Herr Dajan Posen. — Montag bis einschl. Freitag nach Schul Mischna, — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro; Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. — abends 8% Uhr (auch Donnerstag) Gemoro; Herr Dr. El. Posen. Allabendlich 83/4 Uhr Schatz-Lernen. Jeden Nachmittag 2—7 Uhr Lerngelegenheit im Vereinslvkale. Jahrzeits-Stiftungen: Montag, 20. Juli. Jettchen Stern geb. Stern- Stiftung. Donnerstag, 23. Juli. Moritz Lewin-Stiftung. Freitag, 24. Juli. Julius Hirsch-Stiftung. Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Sonntag, 8 Uhr vormittags, „Gemoro": Herr Leop. Oppenheimer. — 2 Uhr nachm., „Mischna"; Herr Jacob Landau (ebenso Samstag 6 Uhr abends).— 9 Uhr abends „Lektüre"; Herr Dr. Abt. Montag. ^9 Uhr abends. „Gemoro für Fortgeschrittene"; (auch Donnerstag) Herr Hirschberg» Hegelstratze 13. — Uhr, (gemeinsam mit der Esra) Turnkursus. — xk9 Uhr Dinim Herr G. Schn erb. — 9 Uhr Gemoro Herr Halpern. Dienstag, d Uhr abends (auch Donnerstag), „Gemoro"; Herr Dr. Willy Hofmann (auch Samstag 3 Uhr). — 3lß „Gemoro Herr Schnerb. Mittwoch, l/s9 Uhr abends, Zwanglose Aussprache — dUhr „Dinim für Fortgeschrittene"; Herr G. Schnerb (ebenso Samstag 5 Uhr). Donnerstag abend lU9 Uhr (auch Sabbat 4 Uhr) „Sugiaus"; Herr L. Kurzweil. — ll$ Uhr Besprechung verschiedener Themen. Samstag, 10 Uhr morgens, „Gemoro": Herr Dr. Posen, Am Tiergarten 42. — 10 Uhr, „Kizzur Schulchan Aruch" für Anfänger. Herr Louis Kahn. — 11 Uhr „Tnach"; Herr Dr. Hofmann, Eschenheimer Anlage 1. — 12 Uhr, „Mischna" für Fortgeschrittene Herr Lehrer Hirschberg. — Va3 Uhr. >.Sidro"; HerrHalpern. — l/s7Uhr. „Mischna für Anfänger"; Herr G. S ch n e r b- Alltäglich ist Bormittag Gelegenheit geboten, unter Leitung eines Dozenten zu lernen- Jeden Mittag 12 Uhr „Das Jaumi". Agudas Iisroel Mädchengruppe. Montag, 1/29 Uhr Einführung in die Gebetordnung, FH. B. Katz. - 9 Uhr abends. „Rewiim", Herr Lehrer Unna. Dienstag, abends *k9 Uhr, „Dinim", Herr Dr. Weger. Mittwoch, abends ^9 Uhr, zweiter Heimabend. Hanauerlandstratze 17. Donnerstag, abends ll$ Uhr, „19 Briese". S amstag, ^ll Uhr „Tillim", Herr Louis Kahn. — 11 Uhr ■»pD» Herr H. Frankenthal. — 4 Uhr nun- Herr Lehrer Hirschberg. Beshamidrasch, Ostendsiratze IS. Samstag 5 Uhr nach nm»: Vortrag des Herrn Rabbiner Maier Trzesenauer aus Polen. Allabendlich zwischen Mincho und Maariw cnrr "N sowie Samstag morgen 11 Uhr „Aus der Vidra", Herr Rosen zweig. V. 2. A. (Frankfurt a. M.) Nachhilfeunterricht in allen Schulfächern vermittelt die D. I. A. Frankfurt durch Bbr. stud. phil. nat. Wolf Bodenheimer, Hanauer Landstr. 25, Tel. H. 624. Stellen-Dakanz: Oberarzt der inneren Abteilung eines Krankenhauses. Gebelzeiten. 'vvv D1V» N2V Freitag Abend 7.45 5amstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.— Samstag abend 9.25 Wochengottesdienst : ZHorgcns 6.15 Nachmittags 7.15 Tefilin-Legen am morgen 3.10 Gebilo., arbeitsfrei!!»., kinderliebes, junges Mädchen, aus sehr gutem relig. Hause möchte, da bisher im Geschälte tätig, den erlernen. Off. unter 1768Ü an die Exp. Zum IS. Augu,i suche ich für rit., größeren Haushalt in Frankfurt a. M. eine tüchtige die sich tm Haushalt mitbetätigt. oder ein tüchtiges Fräulein, das mit Kindern nmzugehen versteht. 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