Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 28 (9.7.1925)
- Date
- 1925-07-09
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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keranrgegeben von dcc londesopganifafion dec Agudas-Zisroel in Deutfcftland U* Jahrgang . Frankfurt a. AI., 9. Juli 1925 /17. Tammus 5685 Nummer foinneeong an die erste Nenejsto Sedaufo. Briefinärkön mit dem amtlichen Poststempel urtd Aufdruck „1. Kongreß der Aaudas Jisroel" werden zugunsten des ^Jüdischen Hilfswerks der Aguvas Jis roel" abgegeben. Satz bestehend ans je 26 Marken, Preis per Satz Mk. 6.— (auch Nachporto und Flugpost) Satz bestehend aus je 43 Marken, Preis per Satz Mk. 12.— 3VV Stück einzelne Marken Preis per Stück Mk. 0.30. . Agudagruppen erhalten bei entsprechender Abnahme Ermäßigung. Die Zusendung der Marken erfolgt ausnahmslos gegen Voreinsendung des Betrages an den Gruppenverband der Agudas Jisroel, Halverstadt. Postscheckkonto 18961 Berlin. Unser Bundes- und Delegiertentag in Würzburg. , Wie Wir unseren Gruppen durch Rundschreiben bereits mitgeteilt haben, findet der diesjährige Bundes- und Delegiertentag von Sonntag, den 2. bis Dienstag, den 4. August (12. bis 14. Aw) im Huttenschen Garten in Würzburg statt. 7 Wir erwarten Von allen unseren Gruppen größte Beteiligung, da wir dieses Iähr, nach fünfjähriger Unterbrechung wieder in der Lage sind, einen Bundestag stattfinden zu lassen Das Programm steht schon fest und ist unten ab gedruckt. Wir bitten, die Delegiertenwahlen in einer Mitgliederveisammlung schnellstens vürzunehmen. Jede Gruppe hat für je angefangene 10 Mitglieder einen Delegierten: ein Delegierter darf nicht mehr als drei Stimmen haben. Heber dis Mahl mutz ein Wahlprotokoll angefertigt und uns schnellstens, spätestens jedoch bis zum 157 ds., übersandt werden. Die Delegierten derjenigen Gruppen, die mit ihrer Beitragszahlung für uns und die Gefamtaguda für das erste Halbjahr 1925' im Rückstand sind, haben kein Stimmrecht. Wir erwarten deshalb sofortige Ileberweisung der Beiträge auf das Postscheckkonto des Herrn. Leo Munk Köln 4321. Wir bitten alle Gruppen, in ihren Reihen größte Propaganda zum Besuch der Tagung zu machen und die Namen derjenigen Mitglieder zu sammeln, die nach Würzburg zu fahren gedenken. Diese Anmeldungen sind uns schnellstens zu übermitteln, damit die Quartierbeschaffung von uns erledigt werden kann. Es ist ratsam, sich gleich bei der Anmeldung von den Mitgliedern sagen zu lassen, ob sie auf erstklassiges oder bürgerliches Hotel, ob sie auf Massen- oder unentgeltliches Privatquartier refleMerem ttm bk großen Kosten für die Tagung decken zu können, hat der O. P. einen Sonderbeitrag von Mk. 0.20 pro Mitglied festgesetzt, und wir bitten um Ueberweisung dieses Betrages'" gleichzeitig mit den noch rückständigen Mitgliederbeiträgen. Der Organisations-Vorstand der Agudas Jisroel-Jugendorganisation. Bundes- und Delegiertenkag der Agudas Zisroel Iugend- ' ' örganffaüoK m Wüurzbürg vom 2. bis 4. August 1925 — 12l bis 14 Aw 5685. Tagungslokaf: die Räume des Huttenschen Gartens. Programm: " Sonntag vormittag 10 Uhr: Sitzung des Organifations- ' Vorstandes, > Sonntag nachmittag 3% Uhr: Eröffnung des Delegiertentages, Wahl des Büros, Bericht des Organisationsvorstanöes, erstattet von Herrn Leo Munk. Anschließend Generaldebatte. Wahl des Wahlprüfungsausschusses und der Kommissionen für Erez Jisroel, Keren Hathora und Propaganda. Sonntag abend: Gemütliches Beisammensein. Mädchen. sitzung (Referentin wird noch bekanntgegeben). Montag vormittag 9 Uhr: Zweite Sitzung des Dele- . giertentages. Fortsetzung der Generaldebatte. Entlastung und Neuwahl des Organisationsvorstandes. Montag nachmittag 3 Uhr: Eröffnung des Bundestages. Bericht von Vertretern des Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel, des Landesdirektoriums des Keren Hathora und der Palästinazentrale. (Referenten werden noch bekanntgegeben. ) Montag abend 8 Uhr: Oeffentliche Festsitzung. Die Festreden halten S. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Klein- Nürnberg und Herr Lehrer Ruda-Wilhelmshaven. Begrüßungsansprachen der verschiedenen Organisationen. Dienstag vormittag 9 Uhr: Zweite Sitzung des Bundestages. Referat: „Aulim", gehalten von Herrn Dr. Robert Weiß-Wien. Debatte. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Dritte Sitzung des Bundestages. Referate: „Die Arbeit in den Stadtgruppen", gehalten von Herrn Wolf S. Jacobson-Hamburg, „Die Arbeit auf dem Lande", gehalten von Herrn Max Gutmann-Nürnberg. Debatte. Schluß des Bundestages. Die Plenarsitzung des Gefchäfksführenden Ausschusses der Agudas Zisroel ia Men. Am Montag den 29. Juni begann in Wien eine auf drei Tage berechnete Plenarsitzung des Geschaftssührenden Ausschusses. Außer den fast vollzählig anwesenden Wiener Herren waren Frankfurt durch die Herren Jacob Rosenheim und Julius Holländer, Warschau durch Oberrabbiner Schapira, Nachum Rosenfeld und Jacob Trocken heim vertreten. Ferner waren u. A. die Herren Ehajim I. Eiß, Zürich, Dr. Leo Jung, Newyork anwesend. Das Präsidium des Zentralrates war vertreten durch Herrn Moritz Felsenburg. . . Die Plenarsitzung beschäftigte sich am ersten Tage mit den Ergebnissen der Londoner ziönistisch-agüdistischen Konferenz. Die in London getroffenen Abmachungen betreffend B ö d e n t ä u s e wurden ratifiziert; die Einzelheiten sind beschlußgemäß durch eine Kommission in Jerusalem zu regeln. Was die J mmig rätio ns frage betrifft, so wurde ein Teil der Londoner Vorschläge angenommen, während ein anderer Teil, dessen Ausführung zu Schwierigkeiten und sehr leicht zu Zwistigkeiten führen würde, zum Gegenstand erneuter Verhandlungen gemacht werden soll. Die Zentralrats sitzung soll im Monat Eheschwan oder Kislev entweder in Berlin oder Danzig stattfinden. Der Rest der Montagssitzung wurde durch die Beratung über organisatorische Fragen ausgefüllt. . Das Referat der Palästina-Zentrale erstattete Herr Julius Holländer. Den Mittelpuükt des Referates bildeten die schwierigen technischen Fragen, die sich an die nunmehr vor sich gehende Ausschließung des Jksalb o d e n s knüpfen, wobei es gilt, die individuellen Interessen der einzelnen Bodenkäufer mit den sachlichen Notwendigkeiten rationeller und möglichst intensiver Besiedlung in Einklang zu bringen. Einen breiten Raum nahmen auch die Erörterungen über die für die weiteren Bodenkäufe erforderlichen F i n a n z Maßnahmen ein. Die im Em?k geplante Siedlerschule soll in möglichster Bälde eröffnet werden. Um angesichts der stark erweiterten Tätigkeit der Palästina-Zentrale die organisatorischen Beziehungen dieses wichtigen Organes der Gesamtaguda zu den zentralen Behörden im einzelnen zu regeln, wurde ein Regulativ vorgeschlagen und angenommen, das die Kompetenzen genau ab grenzt. Der zweite Verhandlungstag war der Tätigkeit des Keren Haihora gewidmet, für den im Einklang mit seiner Sondersatzung ebenfalls ein Regulativ nach den Vorschlägen der Keren Hathora-Zentrale zur Annahme gelangte. Die Aufbringung der notwendigen Geldmittel für die Fertigstellung der Lubliner Jeschiwa bildete den Gegenstand eingehender Beratung. Aus dem Gebiete der sozialen Hilfstätigkeit der-Agudas Jisroel ist der Beschluß bemerkenswert, das auf Kosten des schweizerischen Kriegswaisenfonds erworbene und eingerichtete neue große Waisenhaus in Wien alsbald in Betrieb zu setzen. Die Kosten übernimmt zur einen Hälfte die schweizerische, zur anderen Hälfte die amerikanische Aguda. Die Verwaltung des neuen Waisenhauses soll dem Kriegswaisenfonds in Halb er stad t übertragen werden. Im Anschluß an die Tagung des Eeschäftsführenden Ausschusses trat am Mittwoch im Hotel Metrüpol die gemäß den Londoner Beschlüssen eingesetzte agudistisch-zionistsche Kommission zur Beratung über das palästinensische Gemeindegesetz zusammen. lieber die Beratungen gibt die Kommission folgendes Protokoll aus: Die Herren Oberrabbiner Eh ajes- Wien, Rabbiner Jacob Fried mann-Wien, Josef Mejuchos - Jerusalem, namens der zionistischen Organisation einerseits, Rabbiner Dr. P. K o h n, Rabbiner Moses Blau-Jerusalem, Rabbiner I. Horovicz, Jacob RoseNheiin namens der agudistischen Organisation andererseits sind heute zusammengetreten, um über die Möglichkeiten einer Verständigung in Sachen des Gemeindegesetzes zu verhandeln. Nach eingehender Aussprache wurden von beiden Seiten Aufzeichnungen ausgetauscht, welche die Grenze der im Interesse einer Einigung den Parteien möglich scheinenden Konzessionen enthalten. Die beiderseitigen Vertreter werden 'im Sinne einer baldigen Fortsetzung der Verhandlung ihren Körperschaften berichten und behalten diesen Entschließungs- und Handlungsfreiheit vor.