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Der Israelit · 1925-06-11 · Heft 24 (11.6.1925) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 24 (11.6.1925)
Date
1925-06-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Sette 6 Nr. 24 Der Israelit 11. Juni 1926 Stätten aufbringt?" Sollte diese Frage, die Herr Dr. Deutschländer auf der jüngsten Keren Hathora-Tagung in Hamburg an die Versammlung richtete, nicht auch Berechtigung für i n l ä n d i s ch e L e h r a n st a l t e n haben, zumal für solche, welche für die Gesamtheit der jüdischen Gemeinden Deutschlands eine Lebensnotwendigkeit darstellen? Es darf keine Stunde länger mehr geduldet werden, daß die geistigen Führer auch für die materiellen Bedürfnisse der ihrer Obhut anvertrauten Anstalten aufzukommen haben, vielmehr muß die Sorge für diese Lehrstätten Aufgabe der jüdischen Gesamtheit sein. Ich wende mich an die jüdische Oeffentlichkeit, insbesondere an sämtliche jüdische Vereinigungen, Gemeindeverbände und Organisationen mit der dringenden Bitte, nachträglich noch in den Etat für 1925 genügende Mittel zur Subventionierung der jüdischen Lehrerbildungsanstalten in Deutschland einzustellen. Der Bayrische Gemeindeverband ging auch in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran, indem er seit seiner Gründung der Würzburger-Lehrerbildungsanstalt (nebst der Präparandie) angemessene Unterstützungen zuteil werden ließ. Sie ganz zu erhalten, liegt weder in seiner finanziellen Kraft, noch im Bereiche seiner Obliegenheiten, denn die genannte Schule ist keine spezifisch bayrische Anstalt, sie versorgt vielmehr eine große Anzahl jüdischer Gemeinden im ganzen Reich mit Beamten. Es gibt von München bis Hamburg, von Basel bis Königsberg, von Breslau bis Köln, in Deutschland keine jüdische Großgemeinde und keine von Juden bevölkerte ländliche Provinz, in welcher nicht Schüler des Würzburger. Seminars amtieren, wie auch umgekehrt dessen Schülermaterial aus allen Provinzen des Reiches sich rekrutiert. Es ist deshalb schon allein aus diesem Grunde selbstverständliche moralische Pflicht aller bayrischer wie außerbayrifcher Gemeinden und gemeindlicher Körperschaften, zur Erhaltung dieser größten und ältesten Lehranstalt Deutschlands alljährlich einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Daß ein mit religiösem und profanem Wissen reichlich ausgestatteter, staatlich vorgebildeter und geprüfter Nachwuchs an Lehrern und Kultusbeamten, dem zeitgemäße Besoldung und rechtlich-soziale Stellung gesichert ist, dringend nottut — darüber dürste man sich in allen ernsten jüdischen Kreisen ohne Unterschied der Parteistellung völlig klar sein. Um aber in dieser Beziehung auch den letzten Zweifel zu beseitigen, sei mir gestattet, die Schlußsätze eines vorzüglichen Artikels in Nr. 2 d. I. der C. V.-Zeitung von Herrn Justizrat Dr. V r o d n i tz: „Grundlagen des jüdischen Aufbaues" hier zu zitieren: „Wir brauchen den jüdischen Beamtenstand, der den höchsten Anforderungen gerecht zu werden vermag, der dafür aber auch den Anspruch hat, den übrigen deutschen Beamten, was soziale und wirtschaftliche Lage anbetrifft, völlig gleichgestellt zu sein. Wir brauchen vor allem diejenigen Einrichtungen, die den Nachwuchs solcher Persönlichkeiten sichern, die durch ihre wissenschaftliche Bildung und ihre Stellung innerhalb des Judentums zu Führern im Wiederaufbau berufen sind. Nur so ist es überhaupt möglich, den notwendigen Nachwuchs zu schaffen und der jüdischen Arbeit zu erhalten." Daß diese ganze Frage nicht nur das ist, was sie auf den ersten Blick erscheint, eine Veamtenfrage, sondern viel mehr als das: die jüdische Frage, ergibt sich bei ernster Betrachtung sofort. Das Judentum schafft damit für sich selbst eine der wesentlichsten Voraussetzungen für seinen Weiterbestand. Hauptlehrer Strauß -Usfenheim. Herrn Dr. May. Ein gut Teil des Dankes, mit dem die Genesenden das Haus verlassen, gehört diesem Mann, der hier ein Werk tätiger Liebe seit Jahren verrrichtet und das Vertrauen der Patienten als Arzt und Freund in höchstem Maße besitzt. Ferner werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß es in Bad Nauheim noch zwei andere Heime gibt, ein Frauenheim und ein Kinderheim, die in gleich vorbildlicher Weise geleitet werden. Das kann der Autor nach eigener Anschauung b e st ä t i g e n, und wird ein anschaulicher Bericht über diese Heime nicht lange auf sich warten lassen. Lirvjath Chen-Vortrag. Der Vortrag im Liwjath-Chen findet diesen Sabbat ausnahmsweise nicht wie sonst nach Mincho, sondern 8.45 Uhr, eineStundevor Nacht, im Hörsaale Friedberger Anlage statt, und zwar in Gemeinschaft mit dem auf diese Zeit fallenden Midraschvortrag des Mekor Chajim. Für ehemalige Schüler der Unterrichts- Anstalten der Israel. Religionsgesellschaft. Zu Beginn des laufenden Schuljahres hat der Schulrat der Realschule einen Bericht über die Entwicklung der Lehranstalten während des Jahrzehnts von 1915—25 veröffentlicht. Wie uns mitgeteilt wird, ist der Bericht, der auch für weitere Kreise vieles Interessante bietet, durch die Gemeindekanzlei, Friedberger Anlage 5-6, unentgeltlich zu beziehen. Veremskalender. — mittags der Klaus Familiennachrichten. Barmizw o: Herbert, Sohn des Herrn David Stein. Battonstratze 31. Synagoge Friedberger Anlage. "s* Frankfurter Berichte. Ein Heim der Liebe in Bad Nauheim. Zu dem Artikel, der unter obiger Ueberschrift aus der Feuilleton-Seite der jüngsten Nummer erschienen ist, wird uns von kundiger Seite bemerkt, daß man nicht von diesem in der Tat mustergültigen Heime sprechen kann, ohne eines Mannes zu gedenken, der neben den anderen um die Anstalt verdienten Persönlichkeiten in uneigennützigster und aufopferungsvollster Weife feine bewährte Kraft den Patienten widm eirund zwar des Badearztes 5emmaM streng orth. v. d. Examen, sucht für August Stelle als Aeiseßegleitev zu Kindern, gibt Unterricht, eventl. Hauslehrerstelle in Badeort. Off. m. Angaben unter 17381 an die Exp. herein Mekor HHajim. Samstag morgen nach Schul Dinim 12V* Uhr in der Frauensynagoge nnn 'Q' Herr Professor Weyl. — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokale „Mikro", Herr Dr. W. Hofmann. — eine Stunde vor Nacht, im Hörsaal, „Midrasch", Herr Redakteur S. Schachnowitz. Sonntag nach Schul „Mizwas Haschem" (auch Mittwoch), Herr Red. S. Schachnowitz. — vorm. 9lU Uhr (auch Dienstag eine Stunde vor Mincho) im Vereinslokale „Gemoro"; Herr Dafan Posen. Montag nach Schul (ebensoDonnerstag)Mischna, Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro; Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. — abends 83U Uhr (auch Donnerstag) Gemoro; Herr Dr. El. Posen. Dienstag nach Schul (auch Freitag) Mischna. Allabendlich 83/4 Uhr Schaß-Lernen; Herr H. Holpern. Jeden Nachmittag 2—7 Uhr Lerngelegenheit im Vereinslokale. Iahrzeits-Stiftungen: Sonntag, 14. Juni. Rabb. Seligmann Fromm- Stiftung. Mon tag, 15. Juni. Erna Weil-Stiftung. Donnerstag, 18. Juni. Susanne Marburger- Stistung. Agttdas Itsroel-Jugendgruppe. Sonntag, 8 Uhr vormittags, „Chumisch mit Raschi"; Herr Leop. Oppenheimer. Sonntag bis Schabbos, morgens 7 Uhr, „Gemoro"; Herr Dr. S. Ehrmann. — 2 Uhr nachm., „Mischna"; Herr Jacob Landau (ebenso Samstag 6 Uhr abends). — 9 Uhr abends „Newijim"; Herr Dr. H. Abt. — 10 Uhr „Lektüre"; Herr Dr. Abt. Montag, i/r9 Uhr abends. „Gemoro für Fortgeschrittene"; Herr Halpern. — Vk9 Uhr abends (auch Donnerstag). „Gemoro für Fortgeschrittene"; Herr Hirschberg, Hegelstratze 13. — i/29 Uhr. (gemeinsam mit der Esra) Turnkursus. Dienstag, *l29 Uhc abends (auch Donnerstag), „Gemoro"; Herr Dr. Willy Hofmann (auch Samstag Uhr). Mittwoch, 9 Uhr abends, „Chofez Chajim"; Herr Leopold Oppenheimer, Bärenstraße 12. — i/s9 Uhr abends, Zwanglose Aussprache. — ^9Uhr „Dinim für Fortgeschrittene"; Herr G. Schn erb (ebenso Samstag 6V4 Uhr). _ Donnerstag abend ik9 Uhr (auch Sabbat 4 Uhr) „Sugiaus"; Herr L. Kurzweil. — l/s9 Uhr Besprechung verschiedener Themen. Samstag, 10 Uhr morgens, „Gemoro": Herr Dr. Posen, Am Tiergarten 42. — 10 Uhr, „Kizzur Schulchan Aruch" für Anfänger. Herr Louis Kahn. — 11 Uhr „Tnach"; Herr Dr. Hofmann, Eschenheimer Anlage 1. — 12 Uhr, „Mischna" für Ansänger, Herr Lehrer Hirschberg. — i/23 Uhr. „Sidro"; Herr Halpern. — Vs4 Uhr, „Gemoro" für Fortgeschrittene; Herr H. Halpern. — 5*/» Uhr, „Gemoro" für Ansänger; Herr Halpern. Alltäglich ist Vormittag Gelegenheit geboten, unter Leitung eines Dozenten zu lernen- Jeden Mittag 12 Uhr „Das Jaumi". Agndas Kisroel-Wädchengruppe. Montag, 1j29 Uhr Einführung in die Gebetordnung. Frl. B. Katz. — s Uhr abends. „Newiim". Herr Lehrer Unna. Dienstag, abends d Uhr. „Dinim", Herr Dr. Weg er. Mittwoch, abends V*9 Uhr, zweiter Heimabend. Hanauerlandstraße 17. Donnerstag, abends Vs9 Uhr, „19 Briese". Samstag, V2U Uhr „Tillim", Herr Louis Kahn. — 11 Uhr ivqx -»pna, Herr H. Frankenthal. — 4 Uhr muv Herr Lehrer Hirschberg. «LiWjaty tzhen-Aerei«. Samstag, diesesmal eine Stunde vor Nacht im Hörsaal Friedberger Anlage: „Midrasch- Vortrag". Herr Redakteur S. Sch ach now i tz. Aeshamidrasch, Hstendstraße 18. Allabendlich zwischen Mincho und Maariw.tm "N sowie Samstag morgen 11 Uhr „Aus der Sidra" Herr Ros enzw eig. v"V man» Allabendlich von Sonntag bis Donnerstag Ostend- *§* ^28 Uhr abends „Gemoro Jewomaus"» Rabbi Salomon Web er. vvi vd-H Lernverein Unterlindeu. (Vereinsräume Unterlindau 231. Montag und Dienstag, Herr Rabbiner Dr. Ho rowrtz. v'Nvs '0» X-I8Z. Mittwoch, abends 81/* Uhr, Herr Dr. May. ä»aWK*i ü'X'ui- — abends 9M2 Uhr -jvis; *mp. Hier wird ohne Dozenten gelernt, um denjenigen Teilnehmern, die selbst vorzulernen Gelegenheit haben mochten, diese zu bieten. Am naip Nachmittag rvnx irns. Herr Rabbiner Dr. Horovitz (Sprüche der Väter). A.H^,Dorlrage geht,1^2 1)^80 voraus, womit pünktlich 1^4 Stunde vor Nacht begonnen wird. ¥• I- A. (Frankfurt a. M.) 1. Arbeitsgemeinschaft: Jüdische Weltanschauungsstagen, Sonntag abends 8*/, bei Bbr. Dr. I. Posen. Am Tiergarten 42 III. _ 2. Stellenvermittlung. Es bestehtNiederlaffungsmöalichkeit : a. Einen Augenarzt, bei Uebernahme einer Einrichtung. Es suchen Stelle: a. Ein Zahnarzt. b. Ein Chemiker. Heöetzeiterr. ran? Freitag Abend 7.45 Samstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.— Samstag abend 9.35 Mochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefilin-Legen am Morgen 2.30 Farniliennachrichken. Geboren: Ein Sohn (Heinz)Lehrer und Cantor M. Eisemann und Frau geb. Marx in Breisach (Baden). Diamantene Hochzeit: Wolf Hamburger und Frau geb. Oettinger in Nördlingen. Für mein rav u. v"' geschlossenes Webwaren-Geschäfl, Engros und Detail, suche tüchtigen jungen Mann bis 22 Jahre, der in allen vorkommendcn Arbeiten d. Branche durchaus perfekt ist. Dekorateur bevorzugt. Angeb. m. Zeugn. u. Bild an Jacob D. Reis, Heilbronn a. N. Suche zu mein. 3 Kindern ein streng jüdisches Mädchen das auch häusliche Verrichtungen übernimmt. 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