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Der Israelit · 1925-06-04 · Heft 23 (4.6.1925) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 23 (4.6.1925)
Date
1925-06-04
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
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Seile 14 Nr. 23 Der Israelit 4. Juni 1925 die Vorstandschaft dieser Organisation. Auch in die Vorstandschaft des neu gegründeten Gesamtlehrervereins für Hessen wurde Herr Kahn gewählt. — Möge es Herrn Kahn noch recht lange vergönnt sein, n bisheriger vorbilötcher Weife weiterzuwirken. Jlew Dort. 15. Mai. Eine große Zahl hervorragender Rabbiner und führender Persönlichkeiten der New Porter Judenheit gaben heute dem Heimgegangenen Fierrn Gerald Levy, früher in London, das Geleite. Rabbiner -ur, §)yamson hielt im Hause eine Ansprache. Die Herren Rabbinen Dr. Klein, Jesaja L e v i und Dr. Leo I t, n g sprachen auf dem Friedhof. Der Heimgegangene hatte sich, trotzdem er erst seit vier Jahren in Amerika weilte, dank seiner anziehenden Persönlichkeit und seiner grenzenlosen Menschenliebe und Feinfühligkeit zahllose Freunde hier erworben, die ihn tief betrauern. Es ist kaum zu schildern, wie sehr es der Heimgegangene verstand, seinen Nebenmenschen in schlichter, unauffälliger Weise zur Seite zu stehen, kurzum das zu betätigen, was unsere Weisen von oy biya ssm nennen. Und diese Menschenliebe wurzelte ganz in seiner Liebe zu Gott und seiner heiligen Thora. Er wirkte aktiv in allen orthodoxen Gemeinden und Verbänden, widmete Zeit und Geld der Erez Jisroel-Arbeit, dem Werben für das Schaare Zedek Hospital in Jerusalem, für Jeschiwaus und Talmud Thoraschulen allüberall und betreute persönlich ein blindes, verkrüppeltes Waisenkind. Der Tod Gerald Levys ist ein Schlag für die ganze orthodoxe Judenheit. Möge fein Leben Beispiel gebend wirken über feinen Tod hinaus: na-o^ p-nx -dt- Vermischtes. Hamburg. 24. Mai. Der Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser hält am Montag, den 15. Juni, im Logenheim eine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen Berichte, Anträge, Wahlen usw. Hamburg, 15. Mai. Ein von einer Reihe junger Leute, zumeist Studierenden, Unterzeichneter Ausruf der uns vorliegt, fordert die jüdische Jugend Deutschlands zum Zusammenschluß gegenüber den zionistisch-völkischen Gruppen auf. Das Programm entspricht ungefähr dem der „Kameraden". Es baut sich auf starker Betonung der inneren Zugehörigkeit zum Deutschtum und auf Aufrechterhaltupg der jüdischenreligiösen Bindungen gegenüber dem Surrogat, das die nationalen Strömungen bieten, auf. „Wie wir als Juden den Zionismus ablehnen, der das Wesen des Judentums verkennt und es neuzeitlichen Erscheinungsformen gleichsetzen will, so bekämpfen wir als Deutsche den Antisemitismus, der das Wesen des Staats und der Nation verkennt und mit unbeweisbaren Rassebegriffen arbeitet." Haag, 15. Mai. Königin Wilhelmina stattete dieser Tage in Begleitung des Prinz-Gemahls und der Kronprinzessin Juliana der Stadt Amsterdam den jährlichen traditionellen Besuch ab. Im Gegensatz zu früheren Jahren wurde das Programm der Besuche und der Rundfahrten durch die Stadt nicht mehr so streng innegehalten; der traditionelle Besuch im Judenviertel Amsterdams wurde aber nicht versäumt. Die königliche Familie wurde von der Amsterdamer Judenheit mit großem Enthusiasmus empfangen; die in den Straßen des Judenviertels zahlreich versammelten jüdischen Einwohner bereiteten den hohen Gästeü stürmische Ovationen. Die königliche Familie besuchte diesmal nicht allein das alte Ghetto Amsterdams, sondern auch das neue Judenoiertel, die Vorstadt Watergraafsmeer, wo der Empfang ebenfalls ein sehr herzlicher war. Die Königin Wilhelmina empfing während ihres Aufenthaltes in Amsterdam das Präsidium des Vereins „Jüdisches Jnvalidenheim" und erkundigte sich nach dem Stande der Arbeiten für den Neubau des Instituts. Die Königin drückte hierbei den Wunsch aus, das neue Gebäude des Instituts persönlich zu eröffnen. Rastatt in Baden, 5. Mai. Die ehemaligen Schüler der Präparandenschule von Schwabach in den Jahren 19 00-01 beabsichtigen, sich in diesem Jahre zu einem geselligen kollegialen Treffen in Nürnberg und MORIAH Monatsschrift für den Aufbau von Erez Jisroel Nr. 3/4 soeben erschienen. AUS dem Inhalt: Deutscher Teil: Palästina-Chronik — Wege nach Palästina von Davis Trietsch-Berlin — Wanderungen nach Erez Jisroel in früherer Zeit, von Rabb. Dr. Ph. Frankl- Haiberstadt — Wirtschafts-Nachrichten aus Palästina — Zeitstimmen: Zur Ankunft von Davis Trietsch, Studium oder Stadium — Rundschau — Zu unseren Bildern — Feuilleton: Die falsche Adresse, von S. Schachnowitz, Hebräischer Teil; '“i am ,7nxv^> noQ pn - ■pinn '»aw am »BTispna n-rsn — m”-ia pn’r man — srVttp ^'va'b ^rrprw - nsrunn? a’aoa - fm prnarr mii- -n -» ,'n»'« way nx rrnrra vrnann nvvv — rmxai naVna Vtnff’_pR tptj’V’s — p vkö Twm mim ’3 bv np’nyn •s -a •■> ,D’“iBon jnVw — oVs-ja ,ynV d'ji’X Preis des Heftes Mk. 1_ Zu beziehen durch die Palästina-Centrale, Frankfurt a.M., Töngcsgasse 18 oder durch die Hermon Verlags-A.-G., Frankfurt a. M. Schwabach zusammen zu finden. Geplant ist: Monatg, den 3. August, in Nürnberg, Hotel Plaut, gemeinsames Mittagsessen; anschließend zwangloses Beisammensein. Dienstag, den 4. August, Ausflug nach Schwabach. Hierzu werden sämtliche ehemalige Schulkameraden, auch solche die inzwischen den Lehrerberuf aufgegeben haben, mit ihren Damen, bezw. Familien, herzlich eingeladen. Näberes durch H. Translateur, Lehrer, Rastatt in Baden. Wien, 1. Mai. In der Rabbinatskanzlei der Wiener Kultusgemeinde spielte sich am Montag, den 27. April, ein an solcher Stelle ungewöhnliches Ehedrama ab. Der Reisende Karl Rauch erschien mit seiner Frau Fanny in der Kanzlei des Rabbiners Mayersohn, um die religiöse Scheidungszeremonie durchzuführen, nachdem die Frau infolge ehelicher Untreue durch das Gericbt zur Entgegennahme des Scheidungsbriefes verurteilt worden war. Plötzlich erklärte die Frau, sie wolle den „Get" nicht entgegennehmen und verhöhnte den Mann. Dieser geriet dadurch in maßlose Wut und feuerte drei Schüsse gegen die Frau ab und verletzte sie schwer. Er wurde in Haft genommen. Iamiliermachrichten. Silberne Hochzeit: Julius Sinsheimer und mau Ida geb. Stein. Hardbeim (Baden). — Moses Strauß u. Frau Aroni geb. Zeno. Hardheim (Baden), Frankfurter Berichte. Kaufmänmschs SielsettvermitilAttg. - Angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftslage, die von Tag zu Tag zu einem immer höheren Grade von Arbeitslosigkeit, insbesondere in den kaufmännischen Berufen führt, ist das Problem der Stellenvermittlung auch unter religiösem Gesichtspunkte von außerordentlcher Bedeutung. In unserer Stadt kommen als jüdische Stellennachweise für männliche Angestellte die „Berufsberatung" Langeftraße 30 und die Stellenvermittlungszentrale der Agudas Jisroel, Rothschild Allee 38 p. in Betracht. Während aber die „Berufsberatung" bei ihrer Vermittlung auf den Sabbat keine Rücksicht nimmt und auch solche Stellen vermittelt, die mit Sabbatentweihung verbunden sind, ist dies für die Stellenvermittlungszentrale der Agudas Jisroel selbstverständlich ausgeschlossen. Melden sich nun religiös gesinnte junge Leute bei der erstgenannten Stelle in der Langestraße, so kann es Vorkommen, daß ihnen wahrheitsgemäß gesagt wird: „Für Sie geeignete Vakanzen in den am Sabbat geschlossenen Geschäften sind augenblicklich nicht vorhanden, wohl aber können Sie, falls Sie am Sabbat arbeiten, für die oder die Stelle in Betracht kommen." Daß hierin für einen unter Umständen schon durch Not und Entbehrung zermürbten Menschen, wenn er religiös nicht ganz fest und standhaft ist, eine furchtbare Versuchung liegt, leuchtet ohne weiteres ein. Es sollte daher mit der größten Energie dafür gesorgt werden,^ daß 1. jede irgendwie in Betracht kommende Vakanz der Stellenvermittlungszentrale der Agudas Jisroel gemeldet wird, daß 2. durch möglichst ausgedehnte Publizität die Stellenvermittlungszentrale der Agudas Jisroel in allen Kreisen der religiös gesinnten Handlungsgehilfen ausreichend bekannt wird, damit diese Kreise sich ausschließlich an die Stellenvermittlungszentrale der Aguda wenden. Nur dann kann vermieden werden, daß, ohne daß von irgend einer Seite eine böse Absicht vorliegt, die Konstellation aus dem ArbAtsmarkte unter Umständen zu einer Propaganda gegen den Sabbat wird. Agudas Jisroel Jugendgruppe. Am Mttwoch, den 10. Juni, abends 8% Uhr, wird Manfred N e u b e r g e r im Lokal Hanauer Landstraße 17 aus jüdischen Büchern rezitieren. Gäste (Damen und Herren) willkommen. Personalien. Am 6. Juni 1925, xen l!nav feiern Herr Leopold R o s e n t h a l und seine Gemahlin Jettchen geb. Mayer das seltene Fest der goldenen Hochzeit in voller gesundheitlicher Frische und Rüstigkeit. Herr Rosen' thal, welcher der Mitbegründer des israelitischen Kinderheimes in Diez ist, gehört seit 44 Jahren ununterbrochen dem Vorstand an und gilt insbesondere seine Tätigkeit dem Blühen und Gedeihen dieser Anstalt, welche auch allenthalben von jedem, der dieselbe besichtigt hat, als mustergültig bezeichnet wird. Veremskalender. Kerer» Meitor HHajru». Samstag morgen nach Schul Dinim. — mittags 121/* Uhr in der Frauensynagoge der Klaus nnx 'ö' Herr Professor Weyl. — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokale ..Mikro", Herr Dr. W. H ofm ann. — eine Stunde vor Nacht, im Hörsaal, „Midrasch", Herr Studienrat Joseph Kaufmann. Sonntag nach Schul „Mizwas Hafchem* (auch Mittwoch), Herr Red. S. Schachnowitz. — vorm. 9'U Uhr (auch Dienstag eine Stunde vor Mincho) im Vereinslokale „Gemoro"; Herr Dajan Posen. Montag nach Schul (ebenso Donnerstag)Mischna, Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro; Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. — abends 8% Ut)x (auch Donnerstag) Gemoro; Herr Dr. El. Posen. Dienstag nach Schul (auch Freitag) Mischna. Allabendlich 83/4 Uhr Schaß-Lernen; Herr H. Holpern. Jeden Nachmittag 2—7 Uhr Lerngelegenheit im Vereinslokale. Jahrzeits-Stiftungen: Sonntag, 7. Juni. Nanette Jsak geb. Prager- Stiftung. Dienstag, 9. Juni. Falk Goldschmidt-Stiftung. Mittwoch. 10. Juni. Benjemin Roos-Stiftung. Donnerstag, 1l. Juni. Moritz Golde-Stiftung. Kgrrvas Zisroek-Augendgruppe. Sonntag. 8 Uhr vormittags, „Chumisch mit Raschi"; Herr Leop. Oppenheimer. Sonntag bis Schabbos, morgens 7 Uhr, „Gemoro": Herr Dr. S. Ehrmanm — 2 Uhr nachm., „Mischna"; Herr Jacob Landau (ebenso Samstag 6 Uhr abends). — 9 Uhr abends „Newijim"; Herr Dr. H. Abt. — 10 Uhr „Lektüre": Herr Dr. Abt. Montag, l/zg uhr abends. „Gemoro für Fortgeschrittene"; Herr Hal p e rn. — ^9 Uhr abends (auch Donnerstag) „Gemoro für Fortgeschrittene": Herr Hirschberg, Hegelstratze 13. — 1/29 Uhr, (gemeinsam mit der Esra) Turnkursus. Djienstag, ^9 Uhr abends (auch Donnerstag), „Gemoro"; Herr Dr. Willy Hofmann (auch Samstag Vs4 Uhr). Mittwoch, 9 Uhr abends. »Ehofez Chajim"; Herr Leopold Oppenheimer. Bärenstraße 12. -r i/s9 Uhr abends, Zwanglose Aussprache. —^9Uhr „Dinim für Fortgeschrittene": Herr G. Schn erb (ebenso Samstag 6V4 Uhr). Donnerstag abend 1/29 Uhr (auch Sabbat 4 Uhr) „Sugiaus"; Herr L. Kurzweil. — Vs9 Uhr Besprechung verschiedener Themen. Samstag, 10 Uhr morgens, „Gemoro": Herr Dr. Posen, Am Tiergarten 42. — 10 Uhr, „Kizzur Schulchan Aruch" für Anfänger, Herr Louis Kahn. — 11 Uhr »Tnach"; Herr Dr. Hofmann, Eschenheimer Anlage 1. — 12 Uhr, „Mischna"'für Anfänger, Herr Lehrer Hirschberg. — VaS Uhr, „Sidro"; Herr Halpern. — Uhr, „Gemoro für Fortgeschrittene; Herr H. Halpern. — 5^2 Uhr, „Gemoro" für Anfänger; Herr Halpern. Alltäglich ist Vormittag Gelegenheit geboten, unter Leitung eines Dozenten zu lernen- Jeden Mittag 12 Uhr „Das Jaumi". Agudas Iisroek-Wädcherrgruppe. Montag, i/g9 Uhr Einführung in die Gebetordnung, Frl. B. Katz. — 9 Uhr abends. „Newiim", Herr Lehrer Unna. Dienstag, abends r/A Uhr, .Dinim", Herr Dr. Weger. Mittwoch, abends Vs9 Uhr, zweiter Heimabend. Hanauerlandstratze 17. Donnerstag, abends Vs9 Uhr, ..19 Briefe". Samstag, »/all Uhr „Tillim" Herr Louis Kahn — 11 Uhr fVDK Herr H. Franken 1 hal. — 4 Uhr irmv Herr Lehrer Hirschberg. <ArvjalH Hüen-Aerein. Samstag nach Mincho im Hörsaal Friedberger Anlage: .Midrasch-Vortrag". Herr Redakteur S. Schachnowitz. ZSesyamidrasch, Hstendstraße 18. Allabendlich zwischen Mincho und Maariw. cm "N sowie Samstag morgen 11 Uhr „Aus der Sidra", Herr Rosen zw ei g. v"V man. / _ w Allabendlich von Sonntag bis Donnerstag Ostend^ ftraße 18, 1/28 Uhr abends „Gemoro Jewomuaus . Rabbi Salomon Weber. A. S- A. (Frankfurt a. M.) 1. Arbeitsgemeinschaft: Jüdische Weltanschau« ungsstagen, Sonntag abends 87s bei Bbr. Dr. I. Hofen, Am Tiergarten 42 UI. 2. Stellenvermittlung. Cs besteht Niederlassungsmöglichkeit : a. Einen Augenarzt, bei Uebernahme einer Einrichtung. Es suchen Stelle: a. Ein Zahnarzt. b. Ein Chemiker. Geöetzeiterr. Freitag Abend 7.45 Samstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.— Samstag abend 9.30 lvochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefilin-Legen am Morgen 2.35 Familiennachrichten. B a r m izw 0: Ernst, Sohn des Herrn Hermann Grünglück, Hanauerlandstratze i7.

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