Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 23 (4.6.1925)
- Date
- 1925-06-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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i « Seite 6 Nr. 23 Der Israelit 4 Juni 1928 Litauen. Das antijüdische Schulgesetz in Litauen. K o w n o , 28. Mai. Am 22. Mai überreichte der jüdische Deputierte Dr. R o b i n s o h n dem Staatspräsidenten und dem Präsidenten des Sejm eine von fast 5000 jüdischen Familienoberhäuptern unterschriebene Petition, in welcher gegen das von der Regierung eingebrachte Gefetzsprojekt, wonach künftighin nur Schulen mit litauischer Unterrichtssprache vom Staate geschützt werden, protestiert wird. Eine Annahme dieses Gesetzes würde den Ruin des jüdischen Schulwesens in Litauen bedeuten.. „Wir Unterzeichneten Eltern," heißt es in der Petition, „halten es für unsere Pflicht, den Sejm um die Ablehnung dieses Gesetzes zu ersuchen, welches in seinem Wesen unpädagogisch und demoralisierend ist, indem es Kinder ihrer Muttersprache und nationalen Kultur entfremdet, ihre Erziehung zu Staatsbürgern verkrüppelt und die moralischen Familienbande lockert. Der Sejm darf es nicht zugeben, daß das mit so viel Aufopferung geschaffene jüdische Schulnetz zerstört wird." In einem Gespräch mit einem Mitarbeiter der „Jdischen Stirne" gab der Unterrichtsminister Jokantas feiner Meinung Ausdruck, daß der die Unterrichtssprache regelnde § 11 so abgeändert werden wird, daß die Unterrichtssprache in den Minderheitsschulen bleibt wie bisher. finden Wolf nach Polen abgereist. London, 30. Mai. Der Generalsekretär des Auswärtigen Komitees der Anglo Jewish Association, Herr Lucien Wolf, ist am 27. Mai von London nach Warschau abgereist. Bekanntlich ist Herr Lucien Wolf von der polnischen Regierung eingeladen worden, zwischen ihr und der polnischen Jubenheit zu vermitteln. Herr Lucien Wolf ist aber vom Joint Foreign Komitee instruiert worden, sich der jüdischen Gemeinschaft in Polen zur Verfügung zu halten und sich darüber zu informieren, wie weit Polen die Minoritätsbestimmungen des Völkerbundes einhält. Insbesondere soll er sich über die von der polnischen Regierung geplante Minoritäten-Gesetzgebung unterrichten. Herr Lucien Wolf erklärte vor seiner Abreise, es sei keineswegs eine formelle Einladung der polnischen Regierung an ihn ergangen, und er habe auch nicht die Absicht, zwischen der Regierung und dem jüdischen Parlamentsklub zu vermitteln. Er gedenkt, sich etwa 14 Tage in Polen aufzuhalten. Immerbrand Grudeherd mif heb- und senkbarer Feuerung Auf Wunsch speziell für rituelle Zwecke gebaut Original Esch-Dauerbrand-Ofen ♦ Original Esch-Luft- Heizungen für EinfamiiienhäuserTSynagogen,Sä!e ufw. Herde ♦ Kachelöfen ♦ Kamine ♦ Kessel ESCH L CO., FRANKFURT a. 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