Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 21 (21.5.1925)
- Date
- 1925-05-21
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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. . 7^ i r - Ufaffcr kerausgegeben von der landesocganifofioii dt« Sg«dfls»3istotf in Deutfefitand JJ. Jahrgang Frankfurt a. M., 2!s. Mai \925 / 27. Ijar 5685 Hummer pp ■nrr^ minn pirn -min pua ärn minn Stärket die Thora, am Feste der Thora, durch Zuweisungen an den Keren Hathora. Die N1V12V -Tage sollen an Orten, wo Keren Hathora Widerhall findet, zu großzügiger Werbearbeit benutzt. werden. — Durch Predigt in der Synagoge, durch Spende beim Aufruf zur Thora, soll in den Gotteshäusern, durch Sammlung in den Familien, in deren Dienst sich allerorts die thoratreue Jugend freudig stellen wird, soll in den Einzelhäusern, durch Versteigerung der einzelnen Funktionen beim Lernen in der nwatf Nacht, durch Hinweis in der Presse soll überall in Deutschlands Gauen minn pp sich erneut in die Herzen schreiben. Das Alker, dem aus dem Studium der Thora stets neue verjüngende Kraft zufließt, die Jugend, die wie einst, so für alle Zeit Bürge dafür bleiben muß, daß unser Volk seinen Heiligkeitscharakter nicht verliert, die Männer, deren Vorfahren am Sinai starke Worte ernster Vermahnung vernahmen, die Frauen, zu deren Müttern damals weiche zarte Worte gesprochen wurden, alle jüdischen Kreise in Deutschland werden hiermit aufgerufen, dafür zu sorgen, daß der Ruf der Thora 1 in Deutschland ein immer stärkeres Echo findet, 8 dadurch, daß der Thora schon entfremdet gewesene » Kreise durch die Arbeit des Keren Hathora und der mit ihm zusammen arbeitenden Vereinigungen ihr wieder zugeführt, für ihr Erforschen und ihr Erfüllen wieder bereit gemacht werden. — Während in den letzten Monaten der Keren Hathora neben seiner Arbeit für die deutschen Notwendigkeiten — er hat neben Gewährung, zahlreicher Subventionen u. a. in Dortmund eine dreigliedrige Talmud Thora, in der 150 Kinder geregelten Thora- und Talmud-Unterricht erhalten, gegründet, — getragen von der Zustimmung der zahlreichen deutschen Rabbonim, die seiner Tagung in Kislew beiwohnten, eine besondere Aktion für die großen littauischen Thora- Institute— es galt, diese gewaltigen Lehrstätten von drückendsten, ihren Bestand gefährdenden Schulden zu befreien — einleitete und durchführte, gilt die nächste Arbeit ausschließlich im Interesse des deutschen Judentums liegenden Aufgaben: dem systematischen Ausbau und Ausbau, der dauernden Sicherung des jüdischen Unterrichts auf dem Lande, der Heranbildung gut vorbereiteter Religionslehrer, der Lösung all der Fragen, die im Zusammenhang mit diesen Problemen stehen Aus laufenden Einnahmen hat der deutsche Keren Hathora vorläufig für diese Sonderzwecke . Mk. 10 000.— in Reserve gestellt, der Erlös der Aktion soll diesen Ausgaben dienen. — Starkes jüdisches-Leben auf dem Lande ist notwendig; das Land liefert seit je der Stadt die charakterfestesten, gesetzestreuesten Elemente. Die Sorge für das jüdische Leben auf dem Lande ist daher eine Sorge aller. Der Ruf des Keren Hathora an alle muß daher bei allen den Widerhall finden, der es dem Keren Hathora ermöglicht, gemeinsam mit den anderen gesehestreuen Organisationen diese Aufgabe, die Aufgabe aller Aufgaben, befriedigend zu lösen. Alle spenden daher am Feste der Thora für die Thora durch Zahlung an den Keren Hathora. Hamburg, im Jjar 5685. Das Landesdirektorium des «Keren Hathora" in Deutschland. Oberrabbiner Dr. S. S p i tz e r, Vorsitzender. Geldsendungen erbeten: per Bank: an Dresdner Bank in Hamburg, für Oberrabbiner Dr. S. Spitzer; per Postscheck: Postscheckkonto Landesdirektorium - des „Keren Hathora" in Deutschland Hamburg Nr. 24753; in bar: an den Kassierer, Herrn Henry Pels, Hamburg, Schauenburgerstraße 15-19. Betreffend ermälliBten Ferien - Aufenthalt! —UMB————■■ Nachstehende Hotels gewährenden kaufmännischen Angestellten der A. J, J. O. gegen Ausweis eine Ermäßigung: Pension Adler, Bad Segeberg i. Holst. Hotel Fechenbach Bad Mergentheim Hotel Strauß Bad Brückenau Hotel Kaufmann Bad Brückenau Pension Wolff Garmisch-Partenkirchen Hermann Schwarz Bad Freienwalde a. O. Pension Agulnik Bad Kreuznach Pension Grünebaum, Gersfeld Nähere Auskunft erteilt die Stellenvermililaagszenlrale der dgudos Jisroelluoendprganisation Frankfurt am Main Rothschild Allee 38 Zum Feste der Thora. Von Jacob Höxter in Jesberg. Vor mir liegt ein Blatt, in welchem zur Werbearbeit für den Keren Hathora aufgefordert wird. tss ist bestjcuo wohl nötig, etwas uoer den Keren Hathora sel^,r zu sagen uno zwar im Interesse der Nichteingeweihten, deren es wohl eine ganze Menge und zwar unter der ländlichen Bevölkerung geben dürfte. Da muß zunächst an jene ,vo» erinnert werden, die im Jahre 1923 in den Mauern Wiens tagte, wo die Orthodoxie der gesamten Welt zusammen kam unter dem Banner unserer heiligen Tauroh, die von Männern getragen wird, die ihr den Weg zu bahnen suchen in den mannigfachen verschlungenen Gängen der Diaspora, die einen festen schützende Damm errichten wollen gegenüber Abfall und Assimilation. Und was auf jener denkwürdigen Tagung, deren Widerhall bis in die fernsten Zetten vernehmbar sein wird, beschlossen wurde, das soll jetzt zur Tat werden, die Tauroh zu Ehren zu bringen, in ihrem Sinne alles jüdische Leben zu regeln und zur Entfaltung zu bringen, diejenigen, die ihr bereits entfremdet, wieder zurückzuführen und ihnen Vertrauen und Liebe zum angestammten Väterglauben einzuflößen. Daß es dazu großer Opfer bedarf, wer wollte es bestreiten. Aber der Preis ist des Schweißes der Edlen wert und jeder ist dazu berufen, fein Scherflein auf der nam zu legen, mka maan in« wnwb in*? m^aa ö'Stöttft* Sieh' in ewigem Kreislauf vollzieht sich nach deines Schöpfers weisem Walten alles Leben in der Natur. „Alle Flüsse gehen ins Meer und das Meer wird nicht voll, wohin die Flüsse gehen, dorthin kehren sie immer aufs Neue zurück, einen gleichen Kreislauf macht der Wind, nach gemachtem Umlauf kehrt der Wind wieder zurück." Betrachte dich selbst. ~as Blut wallt aus deinem Kerzen, versorgt alle Glieder deines Leibes, um dcknn, wenn alle Schlacken sich verloren, als reines, frisches Blut zum Herzen wieder zurückzukehren. Das wiederholt sich unzahligemal und bedingt den Pulsschlag deines Lebens, das nicht mehr besteht, wenn der Kreislauf seine Tätigkeit einstellt. Das Herz des großen jüdischen Volkskörpers ist die heilige Tauroh, aus ihr fließt immer von Neuem wieder neuer Mut und neue Lebenskraft durch alle Teile des großen Kelall, um nun, wenn alle Schlacken sich verloren, alle Gebilde des Unglaubens wahnwitziger Elemente, Moderner Schwarmgeister, als reines Blut aus den einzelnen Volksteilen wieder von Neuem dem Zentrum, dem Herzen zuzuflisßen, den Bestand der Tauroh zu sichern unK zur Geltung zu bringen. Keine Zeit aber ist dazu mehr prädestinier, uns an diese unsere Bestimmung zu erinnern als gerade das herannahende Schowuothfest. Und darum verstehen wir es auch, warum die Landesdirektorien, die aüsführenden Organe des Keren Hathora gerade diese Tage der intensivsten Werbetätigkeit widmen. An diesem Tage, da Gott uns das herrliche Geschenk gegeben: rm aa^naa trayrrViaa aaa-ann -hpk an*aan soll uns zum Bewußtsein gebracht werden, daß wir durch dieses Geschenk von Gott auserwählt worden sind, gleichsam ihm angetraüt, wie die Braut dem Brätigam naa»N2 'b iwununb daß wir in der Würdigung des Geschenkes den Geber ehren, und darum sitzen wir in der Schowuothnacht bis in später Nachtstunde und „lernen" und dann lesen wir in den Gotteshäusern die 'rvrmn mwy* Und darum ist auch in Wirklichkeit kein 'Tag besser geeignet für nnann pam mann n? als .man |n» er* Blutige Tränen Möchte man weinen über den Abfall von Gott und Seiner heil. Tauroh in jetziger Zeit. Die Kardinalforderungen unser .man werden mit Füßen getreten, wer sie hält, gilt als rückständig und wird verlacht. Und doch ist die Wurzel aller Uebertretunaen und Verfehlungen meistens in der Bequemlichkeit zu suchen. Man will sich das Leben so leicht wie möglich gestalten, man wird ja einmal nur geboren, man lebt ja nur einmal in der Welt." Wozu da die vielen Einschränkungen, Entbehrungen und Schwierigkeiten, die binden. Fort mit diesem Ballast! So sehen wir denn auf der einen Seite das Nlchtbeachten von ")a n*?n m* auf der anderen Seite mp Vabn Uebertreten der Speisegebote, np'sn m’SD Und was ist die Folge? Nach einem sinnigen Vergleich unserer Weisen bedeutet Leben des Leichtsinnigen „Honig! . / .1.