Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 17 (23.4.1925)
- Date
- 1925-04-23
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 4 Nr. 9 Der Israeli! Blätter 2A April 1928 Danach regle Herr D. Hausvorff, Rotterdam, an, daß das Hoofdbestuur sich in Verbindung setze mit dem Kuratorium des Seminars in Amsterdam, um daselbst eine Ieschiwohklasse einzurichten, in der jungen Leuten ein halbes Jahr und eventuell länger Unterricht in Tenach und Gemoroh erteilt, wird, sowie ferner in den großen Ferien jungen Leuten, die sich in dieser Zeit dem Thorastudium widmen wollen. Rabb. Saarlouis richtete daraufhin noch einen Appell än die Amsterdamer Agudisten, um mehr wie bisher sich der Propaganda für die Agudoh in Amsterdam zu widmen, da die Interessenahme der Amsterdamer Iudenheit, wie die bisherige Mitgliederanzahl der Amsterdamer Agudoh beweist, noch viel zu wünschen übrig lasse. Hierauf sprach noch Herr N. van Gelseren, Groningen, der seine Rede wegen der kurzen, ihm zur Verfügung stehenden Zeit, abkürzen mutzte und betonte, datz in Niederland der Nachdruck für die Arbeit der Agudoh aus die Verbreitung des Thorastudiums und der Kelalideen zu legen sei, ohne datz dabei der Palästinaarbeit im Rahmen der Agudoharbeit Abbruch getan werden soll. Für die holländische Agudoh liegt die Hauptaufgabe vorläufig nicht in Palästina, sondern in Holland» wo die Iudenheit noch wachgerusen werden mutz aus Apathie und Indifferentismus. Auch diese Rede wurde , von lautem Beifall der Versammlung ausgenommen. Hiernach schloß der Vorsitzende, Oberrabbiner Hirsch, den Delegiertentag, in sinniger Weise bezugnehmend auf die Worte der Megilloh: wv'n öonDT: datz dieser Tag allen Anwesenden in lebendiger Erinnerung bleiben möge und von jedem als Ansporn zu weiterer kräftiger Arbeit für die Förderung der Idee der Agudas Iisroel in Niederland betrachtet werden möge. H. K. Marschau. In -der Pessach-Woche fanden an mehreren Stellen Warschaus und in vielen anderen Städten Polens Werbeversammlüngen der Poale Agudas Iisroel mit gutem Erfolge statt. Die Poale Agudas Iisroel zählt derzeit in Polen ca. 60 Ortsgruppen und beabsichtigt, je nach Warschau einen .Kongreß einzuberufen, um das Landesdirektorium zu wählen und neue Ortsgruppen ins Leben zu rufen. Sie wird gleichzeitig ein eigenes offizielles Organ schaffen. New Jork. Den Herren Rabbiner Dr. Rosenberg und Leoi Iizchok Kahane wurde eine. Adresse überreicht, die von mehr als fünfzig der bedeutendsten Rabbiner unterzeichnet ist. Sie beinhaltet ein begeistertes Bekenntnis zur Agudaidee. und einen dringenden Appell an dis Aguda-Weltzentrale, raschest eine Delegation dahin zu entsenden, wofür sich die Unterzeichneten verpflichten ihre ganze Kraft in den Dienst der heiligen Sache der Agudas Iisroel zu stellen. Die Verhältnisse in Amerika seien derart, daß die ganze Iudenheit Amerikas des Rufes der Gesetzestreuen harrt und es bestehe kein Zweifel, daß eine solche Delegation aufklärend aus die Massen wirken werde, die bisher über die Tätigkeit der Agudas Iisroel aus tendenziösen Gründen garnicht oder falsch informiert New Jork. Sämtliche jüdische Zeitungen begrüßen in ausführlichen Artikeln die großzügige Bodenkausstätigkeit der Agudas Iisroel in Palästina und den durch die Aguda geleiteten Wanherstrom orthodoxer Arbeiter. Gewerbetreibender und Industrieller. Postscheck - Konto LanitesorgaHisatioH: Gruppen verband der „Agudas Jisroel“ in Deutschland, Halberstadt: Nr. 18901 Berlin. Aus der Bewegung. Wien. Aus Initiative des Großrabbiners M. Friedmann aus Sadagora wurde von einer Anzahl Sadagoraer Chafsidim der Beschluß gefaßt, eine Sadagoraer Kolonie aus Agudaboden zu gründen. Die Palästina-Zentrale der Aguda Iisroel hat zur Gründung dieser Kolonie einen größeren zusammenhängenden Komplein Emek zur Verfügung gestellt, von welchem bereits ein großer Teil angekauft wurde. Die Aktion wird von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel in Wien geleitet. Wien. Im Zusammenhangs mit der parteimäßigen Behandlung bei der Vifaverteilung durch die zionistischen Palästinaämter zu Ungunsten orthodoxer Einwanderer kam es, wie bereits berichtet, seinerzeit im Wiener Palästinaamte zu einer unliebsamen Szene, bei der der agudistische Gerbermeister Hersch Tieger in namenloser Aufregung mehrere Einrichtungsgegenstände . zertrümmerte. Das zionistische Palästinaamt ließ den unglücklichen Palästinawanderer verhaften und das Strafbozirksgericht Wien 1 hatte sich am 9. April mit der Anklage wegen boshafter Sachbeschädigung zu beimäftigen. Dre Angeklagte erklärte, er sei bereits vor Jahresfrist nach Wien gekommen, nachdem er sein Geschäft in Lodz verkauf habe, um in Palästina als Handwerker zu leben. Inzwischen habe er sein ganzes Geld ausgegessen und sei vom Palästinaamt noch immer nicht für die Einreise nach Erez Jisroel würdig erachtet worden, wiewohl in dieser Zeit viele jungen Burschen, die nicht die notwendigen Vorbedingungen zur Einwanderung aufwiesen, bereits längst nach Palästina geschickt worden! seien. Seine Zurückweisung sei ausschließlich darauf zurückzuführen, daß das Amt ihn als einen streng orthodoxen Juden nicht im heiligen Land ansiedeln lasten wollte. Die Wiener Tageszeitungen nehmen zu diesem Falle ausführlich Stellung. Insbesondere die christlichsoziale „Reichspost" und die sozialdeutsche "Arbeiterzeitung" geben der allseits platzgegriffenen Empörung über diese Zustände beredten Ausdruck. Die Verhandlung wurde vertagt. Warschau. Im Saale der jüdischen Gemeinde fand ein grandioses Massenmeeting mit dem Thema „Schmiras Schabbos" statt. In Anwesenheit der bedeutendsten Persönlichkeiten aus Gelehrten, Finanz- und Arbeiterkreisen spracken die Herren Rabbiner Michelsohn, Benkor Knoll und namens der Poale Agudas Iisroel, Kultusrat Rittmeister. Warschau. In Anwesenheit des Warschauer Rabbinates fand Sonntag, den 5. April, die Eröffnung des Lebensmittelmagazins der Wohltätigkeitsinstitution „Beth Lechem" statt. U. a. sprachen Rabbiner Perlmutter, Mickelsohn, Dr. Mieses und Kultusrat Trockenheim. „Beth Lechem" hat die Aufgabe, arme Juden mit Lebensmitteln zu versehen und wird im Sinne des orthodoxen Judentums geleitet. Die New Poker Orts- und Jugendgruppen entwickeln eine rege Tätigkeit auf dem Gebiete des Bodenverkaufes. Sie haben bereits größere Quantitäten Boden — darunter zwölfhundert Dunam an einen einzigen Mann — abgesetzt. Jerusalem. Die palästinensische Landesorganisation hat ein Gebäude errichten lastenwelches vor der Fertigstellung steht und acht bis neun große Räume umfassen wird. Auch in den einzelnen Ortsgruppen des Landes find bereits Verhanomngen im Zuge, um dortfelbst geräumige und modern eingerichtete Büros zu schaffen, damit die sich häufenden Agenden klaglos erledigt werden können. Tel-Aviv. In Tel-Aviv gibt es eine neue Talmud Thora, die dem Protektorate des Lubawitzer Rabbi untersteht, deren Unterrichtssprache aber nicht hebräisch ist. Die zionistische Presse erblickt in dieser Tatsache eine große Gefahr, ein Sakrileg, zu welchem man nicht schweigen darf. Der Verfasser dieses Alarmrufes hat offenbar daran vergessen, daß das Recht für die altjüdische Unterrichtssprache vom Stadtrat von Tel-Aviv durch Entrichtung einer erheblichen Kontribution rechtmäßig erworben wurde. Vor etwa zwei Monaten spendete ein Thorafreund die Baukosten für eine Talmud Thora, in der nach altem Stil unterrichtet werden soll. Als man beim jüdischen Stadtrat von Tel-Aviv wegen einer Baulizenz vorstellig wurde, forderte.dieser einen Revers, 1. daß die Talmud Thora der Aufsicht des Stadtrates von Tel-Aviv unterordnet und 2. die Unterrichtssprache nur die hebräische sein solle. Selbstredend-wollte der Lubawitscher Rabbi in diese Bedingung nicht einwilligen. Der löbl. Stadtrat von Tel-Aviv hatte schließlich Erbarmen mit den Bittstellern und gegen Entrichtung einer Gebühr von 40 ägyptischen Pfunden wurde die Konzession für den Bau einer Talmud-Thora erteilt. Die Kuratoren der Talmud-Thora waren damals hocherfreut, daß die strengen Magistratsherren das Strafgeld: so ge* viutf bemessen haben. Einer von ihnen meinte nämlich, daß, wenn das Gemeindegesetz des Waad leumi schon in schon in Kraft wäre, man für eine solche Konzession zumindest sicherlich das drei- und vierfache hätte zahlen müssen. Spendenlisten. Keren Hathora. Alsfeld: D. H. Rothschild 30. Aurich: ges. in der Ortsgruppe der A. I. 95. Archshofen: Gemeinde-Sammlung 40. Altona: (gef*, durch Dr. Möller) Arje Stahl u. Nathan Leoi 36.50. Berlin: Sally Guggenheim für Beth-Jaakauw-Schulen 50. Bad Homburg: Gebr. Hirsch 50 Bad Kissingen: ges. durch Dr. Bamberger 10*. Bodenfelde: Moses Kahlberg 10. Breslau*. Isidor Simonsohn so. Bunde (Ostfr.): I. Wackermann 31. Charlottenburg: H. Schoyer 11. Guxhagen: Erlös des Verkaufs von Mizwaus 42.80. A. I. Jugendgruppe für Versteigerung anl. der Chanukoh-Feier 26, Versteigerung der großen Nachbrocho bei der Feier des 15. Schwat 20, Josef Speier 10, Moritz Katz 2. Duisburg: Synagogen-Spende, Frieder 2, Strauß 3. Dortmund:. Hermann Stern 50. Düsseldorf: I. Mogendorff 5. Dresden: Israel Wilder 2.10. Emenden: ges. durch S. Boley 225.10, Bnsmiloh Elias Hartogsohn 20.50, Barmizwoh Walter Cohen 14, ges. durch S. Boley 98, Israel. Gemeinde 50. Fulda: diverse Spenden 152.90. Fürth: Chanukoh-Feier der Jüdischen Jugendgruppe 25. Frankfurt a. M.: A. I. Mädchengruppe für die Beth- Jaakauw-Schulen 170, Dr. Ehrmann, für Lublin 16.80. Gladenbach Kr. Dudenkopf: Lehrer Katz 10. Gelsenkirchen: ges. durch Dr. Meyer 20. Hagenow: S. Meinunger 5. Hamburg: durch Zahnarzt Dr. I. Baer 170, Philipp' Pein? 100. W. B. Levy 100, Dr. Caro: 80, N. H. Offen-; bürg 50, Jul. Philipp 50, Joseph Rendsburg 25, Levy u. Caro 20, Hermann Caro 5, Dr. N. M. Nathan 5, Simon Iwan Meyer, Gedenkbucheintragung 100, Max Feiber 100, Jacob Goldschmidt, für Jeschiwoh Chofez Chajim 50, Josef Loebenstein 25, Josef Rendsburg 25, Salo Unna 20, Leo Mendelfon 20, Nathan u. Jacob Levi, je 10 gleich 20, Jacob Bachrach, ges. anl. Brismiloh 10, Joelsohn 17.20, Frau Dr. Caro 10, Hugo von Son 10, A. B. Ettlinger 10, Max Ritter 5, Dr. Carl Meyer 5, Dr. Salomon Adler 5, Siegmund' Hirsch 1.50, Louis Falk 1, Josef Schragenheim 4.50, Jonas Halberstadt 3.50. Hanau: Anl. der Hochzeit Dr. Joshua-Bodenheimer, John Joshua für seinen Sohn 10, Dr. Koschland 5,- Herrn. Oppenheimer 5. Halberstadt: diverse Spenden 57.60, Dr. med. Auerbach 10, Ungenannt 10, L. Seckbach 50, Halberstadt 10, N. N. 10, N. N., Cassel 25, Dr. Sulzberger, Wiesbaden 5. Hainsfarth: A. I. Jugendgruppe 20. Gersfeld: ges. durch Lehrer Katz 40. Hersfeld: Frl. v. d. Walde 17. . Jchenhausen:. .für Thorazwecke in Palästina, Brismilo Max Rieser 60. Kirchhain Bez. Cassel: ges. durch Herrn Blumenfeld 42, Kiel: Rabb. Dr. Posner anl. seiner Verlobung mit Frb R. Würzburg-Hamburg 10. Lohr: Bernhard Hirsch 5. Lehr: ges. b. einer Sijumseier bei Herrn Louis Aron 23.80. Lampertheim: Lehrer Meyer 10. Leipzig: Märzzahlung für Beth-Jaakauw-Schulen 120. Marburg: ges. durch Dr. N. Cohn 16. Mergentheim: Gemeindesammlung 213, Rabb. Dr. 3)1: Kahn 15. . Mannheim: gef. anläßl. der Silbernen Hochzeit Sally Mendel 460. München: ges. durch Rabb. Dr. Ehrentreu 4750, August Wertheimer 60.; Nürnberg: von Rabb. Dr. Klein 50, Sammlung Hochzeit Rothaus 30, Ella Goldberger für Beth-Jaakauw 102, Baruch-Marx 25, ges. durch Lehrer Bing 13.10, Barmizwoh Gornsky 12, Jacob Neumark 3, Dr. M. Oppenheimer 3, ges. durch Josepb Goldschmidt: L. Klein, Altdors 20, Lotte Altmann. Beuten 10, Siegm. Afenburger 20, Rabbiner Dr. Klein' 8, Barmizwoh-Sammlung Mart. Wollner 55, Bärmizwoh-Sammlung Jstd. Lubisch 30; ges. durch Ist Goldberger 10, Büchse im Trauerhaus Kastor 20, Varmizrvoh-Sarnmlung Jacob Ädler 50, gef. von Jos. Willner 20, Maier Stern 50, M. A. Klugmann 50, Josef Neumark 20. Norden (Ostfr.): A. I. Jugendgruppe 22. Oldenburg: Lehrer M. Meyberg 5, ges. anl. der Barmizwoh Carl de Haas, W'haven 9.90, Teilbetrag der Purim-Spende in der Synagoge 6. Rabbinat Ansbach: Sammlung 134. Schwandorf: Jacob Friedmann 5. Schwabach: gef. durch Rabb,. Dr. Mannes: Hüttenbach 18, Hainsfarth 30, für Beth-Jaakauw-Schulen Rabb. Dr. Mannes 10, Julius Mannes 5. Schnaitbach: A. I. Jugendgruppe 10. Stuttgart: Dr. Ansbacher 10. Trier: Süßholz 10, Schnodergelder bei einem Privatminjan: A. Gelber 10. R. Fisch 10, I. Süßbolz ö D. Schlipper 5. Thüngen: M. Freudenberger 5. Würzburg: Sammelbeträge für Kislew und Schwat 200, Sammlung 3 70. _ Wiesenfeld: Synagogenspende 26. Wüstensachsen (Rhön): gef. durch Lehrer Gundersheim 60.50. ■ Wilhelmshaven: anl. der Barmizwoh-Feier Wetzler 93, anl. der Barmizwoh-Feier Bein 106. Wiesbaden: Ungenannt 20, Rabbiner Dr. Kahn 25. Dmoendef (Aguda'dHavfecn ♦ £vfiäf(lieft in allen Ortsgruppen.