Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 15-16 (8.4.1925)
- Date
- 1925-04-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M , 66. Jahrgang. Frankfurt a. Ak, den 6. April 1925 15. Nissan 5685 Nr. 15/16^ Ein Centralorgan tür das orthodoxe Judentum Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. : Abonnement ab Januar ISA: Deutschland 1 Toldmark monatUw; Ausland: Mertel» tahrpreife (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich «osten des Strettz-ndMerfandes) Deutsch-Österreich: SchiMng 8.-; Amerika l Dollar; England 4 sh.; Frankreich 18 Fr.; Belgien 16 Fr.: Holland8 fl.; Italien 80 Lire; Jugoslawien 70 Din.; Litauen 7.6V Lit.; Rumänien 200 Lei; Polen 4 deutsche Goldmärk .zum Tageskurs oder 6 Zloty: Schweiz 5 Fr.; Tschecho-Slowakei 86 Kronen: Ungarn70000Kronen; Dänemark 8 Kronen; Norwegen 8 Krone«; Schweden 8.80 Kronen. Einzelnummer dreißig Goldpfennige. Der Israelit erscheint ,even Donnersrag. Inserate 40 Eoldpi. für die stebenaespaltene Nonpareille-Zelle. Abonnenten zahlen bei Stellengesuchen und Familtenanzeigen nur 30 Pf. Die 75 mm breite Reklamezetle: letzte Tertjetle 1.60 Mk„ vorletzte Texlsette 2.— Ml. i Thiffregebühr in Höbe eines dopp. Fernbriefportos. Rabatt nach Tarif. Bet lausenden Inserataufttägen rarifm. Preiserhöhung jeder;. Vorbehalt. Jnferatenannahme durch den Berlag des Israelit <2. in. b. Franks, a. M.. Gr. Eschenheimer Straße 83, Tel. Hansa 6848 sow. durch sämtl. Annoncen-Exped. des In- und Auslands. Alleinige Jnseratenann.für Franks. Geschäftsanzeigen: gut. Schmidt, Langellraße 7, ll. Platzvorschriften obne Rerk>indli«bkeit. Zahlungen dirett an den Berlag aus Poftichelttonto Frankfurt «Main» Nr. 19808. — Auberdevan: Bofttpartafse Wien Nr. 70006 — PoMpartaftenamt Budapest Nr. 18484 — Postscheckkonto - Warschau Nr 190787. - Postscheckamt Zürich Nr. V1H7254 — Inkasso-Bank Rotterdam — Postscheckamt Amsterdam Nr. 84 889 — Böhmische Anionbank in Prag —Bane» Marmarosch Blank. & Co. in . ' Bukarest — Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. An die Jugendgruppen der „Agudas Jisroet“ in allen ländern und affe fern- und Jugendoereinei lernet in der Omer zeit: □”n fsn 130 von Aakbinev Israel Uleir Hakoken in Mn Das klassische Werk, das im Osten in vielen Hunderttausenden von Exemplaren verbreitet ist, und das hinsichtlich der halachischen Bearbeitung moralischer Probleme eine gewaltige geistige Neuschöpfung darstellt, erscheint hier zum ersten Nkale in einer des Inhalts würdigen Ausstattung. Es sollte keine Agudas Iisroel-Iugendgruppe versäumen, zum Studium dieses Werkes, das aus. die Lebensgestaltung jedes jungen Nkcnschen von höchstem Einflüsse werden kann, regelmäßige Schiurim einzurichten. Um dies zu erleichtern, liefern wir bei Abnahme von 10 Htück zum ermäßigten Preise von Akk. 4.50 (Ladenpreis Ulk. 6.—) und gewähren dem Leiter des 5chiurs ein Freiexemplar» soweit der für diese Zwecke zurückgelegte Vorrat von 5% der Gesamtauflage reicht. Zeichnungslisten sind bei UNS, sowie bei der Agudas Zisroel-^ugendorganlfatron in Aöln/Rhein, Händelstraße 19 erhältlich. Frankfurt a. IN.» Nissan 5685. Bcr m om, Der(ags«8l.*9. Das jüdische Freiheitsfest. Von Rabbiner Philipp Fischer in Sarospakak (Ungarn). n-ibsiV» D'iarm: i>rriv'V pt bzv ssia nns ,1L75»2nnrn i>rriv' ’p^K w INI'1 inxj® pap '•ma^ o'av.i asyai ->ain wa iViojoai i'von Jua7 „Du findest, daß während der ganzen Zeit, da Israel sich in der Sklaverei befand, auch die •tt'pv sich gleichsam in Sklaverei befunden hat, denn so steht es geschrieben: „Und sie sahen den Gort Israels und unter Seinen Füßen wie das Werk eines saphirnen Ziegels." Wie sie aber erlöst worden sind, heißt es: „Und wie das Wesen des Himmels an Reine." Zur Freiheit hat Gott den Menschen erschaffen. Einzig und allein die für das menschliche Heil unerläßlich nötige Moral und Ethik sollen das Regulativ für die ungehemmte Entfaltung seines ganzen Wesens bilden, nicht aber die Willkür und Laune, die Interessen- oder Machtsucht anderer Staub geborenen. 2a, Freiheit ist ein himmlisch Gut, ein kostbarer Schatz. Und die größten Sänger weihten glutvolle Lieder ihr, dieser Himmelsbotin, und rissen mit den machtvollen Tönen ihrer Leier, mit den schmetternden .Donnerworten ihrer Begeisterung Menschen und Nationen hin zum blutigen Kampfe für die Verteidigung oder Erringung dieses heiligen Palladiums der Menschheit. Unausrottbar tief wurzelt diese Sehnsucht nach Freiheit im Sinnen und Denken, im Fühlen und Sprechen, im Tun und Lassen der Menschen. , Dieses heilige Sehnen der menschlichen Brust kann weder durch das Mach'wort eines Tyrannen, noch durch knechtische Gewöhnung langer Jahrhunderte und Iahrtausende erstickt werden, i^dy» K*? eran 0'» mnanriK 71122b Auch die Zeitenfluten können diese Liebe zur Freiheit nicht ersticken, denn sie ist eine heilige Gottesflamme, die der Schöpfer des Alls in unsere Herzen pflanzte. Aber auch unsere heiligen Urkunden kennen und würdigen diese heilige „Gottesflamme". So heißt es in der Thora: „Und wenn der Knecht — die ihm angebotene Freiheit verschmähend —- sprechen wird: Ich liebe meinen Herrn, ich will nicht frei ausgehen ... so durchbohre sein Herr dessen Ohr mit einer Pfrieme, dann mag er ihm ewig dienen." Hierzu bemerkt nun R. Iochanan ben Saktai: '2v in bv nvvVV pin 572nn 173X57*7 sinn N3j71 1*?N1 p'NNV *31 '*7 '2 „Das Ohr, das. beim Berge Sinai die Worte gehört: „Denn mir sollen die Kinder Israels als Knechte dienen!" und dennoch einen anderen