Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1925-04-02 · Heft 14 (2.4.1925) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 14 (2.4.1925)
Date
1925-04-02
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2450337-2450351--72081-2529417
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 14 Seite 17 2. April 1925 __ Personalien. Niederstetten» 26. März. Die hiesige Gemeinde wurde durch die dieser Lage eingetrosfene Nachricht von dem in Augsburg erfolgten Tode des Hauptlehrers a. p. Baruch Adler in tiefe Trauer versetzt. Obwohl fünf Jahre vergangen sind, seit Herr Lehrer Adler uns verlassen hat, so war seine Tätigkeit in unserer Gemeinde und waren die Vorzüge seiner Person noch in so guter Erinnerung,, daß sein Binscheiden tiefen Eindruck machen mußte. Hauptlehrer Adler sei. A. war in Braunsbach in Württemberg geboren. Er hatte nur zwei Stellen inne; Aufhausen, wa er über 25 Jahre lang wirkte und Niederstetten, wo er fast 20 Jahre lang tätig war. Ob er seine Schüler unterrichtete, ob er als Vorbeter am Omed stand, ob er mit Rat und Tat dem Einzelnen half, oder ob feine Tat der ganzen Gemeinde galt, oder auch wenn er sich im geselligen Kreise bewegte — immer war er von einer tiefen Lauterkeit des Gemütes erfüllt und immer ging ihm das Streben nach Frieden über alles. So hat er sich im Herzen seiner Schüler und aller Mitglieder der Gemeinde ein unvergängliches Denkmal gesetzt und alle die ihn kannten sind dessen gewiß, daß ihm die Frömmigkeit in dieser Welt den Anteil an jener Welt sichern werde. Bei der in Augsburg stattgehabten Beerdigung war die hiesige Gemeinde durch Herrn Oberlehrer Oberndorfer vertreten, welcher am Grabe den Gefühlen der Gemeinde Ausdruck verlieh. Neuhofen (Pfalz). 31. März. Frau Sara Fischer geb. Mane begeht am 5. April in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren achtzigsten Geburtstag. Frau Mischer ist noch im Geschäfte tätig und zeichnet sich durch Frömmigkeit und wohltätigen Sinn aus. Möge ihr noch ein weiterer heiterer- Lebensabend vergönnt sein. Wien. 25. März. Anfang März d. I. verstarb Frau Blume Weber, Witwe des Großkaufmanns David Weber, im Alter von 86 Jahren, in Wien. Frau Blume Weber war in weitesten Kreisen undüber die Grenzen der früheren Doppel-Monarchie hinaus als Wohltäterin bekannt. Sie entstammte einer alten Patrizierfamilie, dem Hause des bekannten Gelehrten L e w u f ch. Ihr Großvater war der bekannte Rabbi Jehuda von Biala, welcher ein Alter von über hundert Jahren erreichte. Nach dem Tode ihes Mannes machte Frau Blume Weber es sich zur Aufgabe, nächst aufopfernder Erziehung ihrer sieben Kinder sich in größtem Maße der Wohltätigkeit zu widmen. Sie besuchte regelmäßig jede Woche verschiedene Krankenhäuser, um den Kranken Trost und Erfrischungen zu bringen, stattete arme Bräute aus, forschte in diskreter Weise nach verschämten Armen und unterstützte diese mit laufenden Gaben. Nachdem sie ihren Zweitältesten und verheirateten Sohn im Kriege verloren hatte, trat sie mit voller Energie für alle Werke des Friedens ein. Sie liebte mit jeder Faser ihres Herzens die heilige Thora und hielt streng ihre Gesetze; und nicht weniger liebte sie Zion. Mit Stolz wies sie darauf hin, daß ihr Vater in den achtziger Jahren seinen Lebensabend in Jerusalem verbringen und dort beschließen konnte. Ihre sämtlichen Nachkommen mußten sich der Bewegung des Palästina- Aufbaues anschließen. Das Hauptmotiv bei alledem mußte aber unbedingt die strengste Heilighaltung des Sabbats bleiben. Ihren Verlust beklagen 3 Söhne und Töchter sowie 26 Enkel und 15 Urenkel, und wohl auch alle diejenigen, denen sie Wohltäterin war. -rrasan Antwerpen» 25. März. Als hochbetagter Greis ist Abraham Schwerner hinübergeschlummert. Ein Leben reich an Taten und guten Werken ist zum Abschluß gebracht worden. Es war ihm noch vergönnt, vor zwei Jahren das seltene Fest der goldenen Hochzeit zu feiern und Kinder und Enkel zu ehrlichen d-hw heranwachsen zu sehen. I'VN» D'T2'3 DTK ITSDH "pflM Im Trauerhause hielt Herr Oberrabbiner Rottenberg vor einem großen Zuhörerkreise einen außerordentlich rührenden und glänzenden Nachruf, in welchem er den Heimgegangenen, der mit allen niaiti nvra ausgezeichnet war, gebührend zeichnete. Am Gabe widmete ihm Herr E. P r i n s herzergreifende Abschiedsworte. Die Teilnahme bei der Bestattung bewies, welche große Wertschätzung und Beliebtheit er sich in allen Kreisen des jüdischen Antwerpens erfreute, n^a^m Sprechsaal. Gespenster. Bon einer über den Stand und die Bekämpfung der antisemitischen Bewegung besonders gut unterrichteten Seite wird uns über die Verhältnisse im bayerischen Hochland mitgeteilt: Ich habe im Februar zu einer 14tägigen Erholung Garmisch-Partenkirchen aufgesucht und war erstaunt, welche irrigen Vorstellungen sich in der deutschen Judenheit über den Antisemitismus gerade in diesem Kurort eingenistet haben. Die ständig wachsende völkische Bewegung, die im November 1923 mit dem Hitlerpuisch ihren Höhepunkt erreichte, hat bekanntlich alle jüdischen Erholungssuchenden vor dem Besuch Partenkirchens zurückgeschreckt, obwohl der Inhaber des Landhauses Wolfs vnmer wieder in den jüdischen Zeitungen versichert hatte, daß für Partenkirchen nicht zutreffe, was im übrigen bayerischen Hochland das Fernbleiben von Juden begründet erscheinen läßt. Aus eigener Kenntnis und nach Rücksprache mit einer Reihe von führenden Hotel- 'nhabern und maßgebenden Persönlichkeiten Partenurchens habe ich den Eindruck gewonnen, daß man die Der Israelit Einwohner dieses Ortes tatsächlich falsch eingeschätzt hat. Ist es nicht erfreulich, feststellen zu können, daß keiner der vielen großen und kleinen Wirte in Garmisch-Partenkirchen auch nur ein einziges Mal seinen Saal Adolf Hitler selbst oder einem seiner Unterführer zur Verfügung stellte, sodaß die völkische Bewegung niemals in den letzten Jahren eine Versammlung dort abhalten konnte? Ist es nicht ein Zeichen aufrechter und gerader Gesinnung der Einwohner» wenn in den Räumen des Landhauses Wolfs seit zwei Jahren allwöchentlich am Donnerstag ein Orchester zu vergnüglichen Stunden sich zusammenfindet, in denen neben dem Offizier a. D., Beamte der verschiedenen staatlichen Behörden, Handwerker, Kleinkaufleute usw., unter Führung des selbst sehr musikalischen Herrn Wolfs, klassische Musik zum Vortrag bringen? Noch besser als durch diese Einmütigkeit wird die Stimmung der Bevölkerung zum Ausdruck gebracht, wenn man hört, daß dem jüdischen Inhaber des Landhauses Wolfs wiederholt schon die Stelle des Organisten in der protestantischen Kirche angeboten wurde. Wenn trotz dieser offenkundigen freundlichen Haltung der Bevölkerung Partenkirchens der Fremdenzustrom zurückgegangen ist und dadurch die Hotelindustrie wie der Kleinhandel Partenkirchens starke Verluste in den letzten Jahren erlitten haben, so ist es verständlich, daß die Einwohner das bittere Gefühl eines erlittenen Unrechts in sich tragen und daher notwendig, daß unsere Glaubensgenossen durch zahlreichen Besuch in diesem Jahre dafür sorgen, daß dieses Gefühl nicht in das Gegenteil umschlägt und Menschen zu Judenfeinden macht, die bisher alles getan haben, die Verhetzung nicht in ihr Gebiet dringen zu lassen. Durch das neue Aufleben der Hitlerfchen Bewegung ist es geboten, mit aller Eindringlichkeit auf diese Oase des bayerischen Hochlandes hinzuweisen. Aus eigener Erfahrung ist mir bekannt, und in den Zeitungen ist es auch veröffentlicht worden, daß vor allem durch das tatkräftige Eintreten der Bevölkerung Partenkirchens bei der bayerischen Staatsregierüng in den letzten Tagen die Weiterentwicklung des beabsichtigen Versammlungsfeldzuges Hitlers und seiner Anhänger Schiffbruch erlitten hat. Im Interesse der Gerechtigkeit halte ich es für meine Pflicht, in aller Öffentlichkeit meine Erfahrungen mitzuteilen. Juden, die in diesem Jahre das bayerische Hochland aufsuchen wollen, werden in Garmisch-Partenkirchen eine angenehme und von der Politik ungestörte Erholung finden, wenn sie in Tracht und Auftreten Würde zu wahren wissen. M. Unverheiratete bevorzugt. Man schreibt uns: In der Vakanzliste der Stellenoermittlungszentrale der Agudas Jisroel-Jugendorganifation in Nr. 4 Ihres gefch. Blattes findet sich unter Nr. 121 folgende Notiz: „Metalle, Rheinland: 2 unverheiratete, möglichst juristisch gebildete junge Leute im Alter von 30 Jahren aufwärts. Vorwiegende Beschäftigung: Selbständige Abwicklung von größeren Geschäftsabschlüssen." Die Abfassung dieser Notiz mutz jeden sozial denkenden und jüdisch empfindenden Leser recht sonderbar berühren. Nachdem die betr. Firma eine Kraft für einen exponierten Posten ausschreibt, sollte man erwarten, daß dieselbe es als ihre vornehmste Aufgabe betrachtet, gerade in der heutigen Zeit, wo mancher gesetzestreue Familienvater unverschuldet in Not geraten ist, verheiratete Leute zu bevorzugen. Statt dessen geht die besorgte Firma, deren Weizen sicherlich in den letzten Monaten bei der im Metallgeschäft eingetretenen Hausse blühte, auf die Suche nach „2 unverheirateten jungen Leuten im Alter von 30 Jahren auswärts." Nach dem jüdischen Gesetz soll doch jede männliche Person so früh wie möglich sich eine Gattin erwählen. Alle jungen Leute im Alter von 30 Jahren aufwärts (wohlgemerkt: aufwärts), welche nicht verehelicht sind (freiwillig oder unfreiwillig kann hier außer Betracht öleiben) werden nun bei der ausschreibenden Firma der Stelle Nr. 121 zu u n gunsten der verheirateten Stellensuchenden bevorzugt. Der Grund zu dieser Maßnahme ist allzu durchsichtig. Das Salairkonto soll vermindert werden. Leider sind die Gehälter der verheirateten Familienväter in manchen, auch größeren Geschäften, in der Tat heute derartig, daß man sich fragen muß, wie ein orthodoxer Geschäftsinhaber dies mit seinem jüdischen Verantwortlichkeitsgefühl vereinbaren kann. M. C. müßte die Stellenvermittlungs-Zentrale der A. I. eine Stellen- Ausfchreibung wie die hier erwähnte, weil gegen die jüdische Sitte verstoßend, einfach zurückweisen. L. W. Der Gummimantel. Zu Ihrer Veröffentlichung im Sprechsaal Nr. 6 „Der Gummimantel" gestatte ich mir folgendes zu bemerken. Veranlaßt durch die dankenswerten Ausführungen des Herrn G. habe ich mich mit dem in meinem Haufe befindlichen Gummimäntel-Fabrikations-Betrieb der Herrenkleiderfabrik Albert Mann, Mainz, in Verbindung gesetzt und wurde mir von dieser zwar nicht orthodoxen, aber fachmännisch zuverlässigen Seite versichert, daß in deren Gummimänteln, selbst in den besten Qualitäten keinerlei Leinen an den von Herrn G. bezeichneten Stellen verarbeitet wird. Das einzige sei, daß das Annähen der Knöpfe mit Leinenzwirn geschieht, wobei es nicht in allen Fällen ganz sicher sei, daß der so bezeichnete Zwirn auch tatsächlich Leinen enthält, was aber wohl in der Mehrzahl der Fälle wenigstens zum Teil anzunehmen sei. Auf Wunsch könnten aber die Knöpfe mit Seide angenäht werden. Bei dieser Gelegenheit wurde ich darauf aufmerksam gemacht, daß bei allen Anzügen, bei denen nilyt ausdrücklich das Annähen der Knöpfe mit Seidenzwirn verlangt wird, hierzu Leinenzwirn verwendet werde, und erscheint es nicht überflüssig, auf diesen Punkt bei dieser Gelegenheit besonders hinzuweisen. frankfurter Berichte. Jahresbericht der Jüd. Arauenvereinigung E. V. 1924. Nachdem im vergangenen Jahre die Tätigkeit der Jüd. Frauenvereinigung, wie alle gleichartigen Institutionen, unter den Erscheinungen der Inflation stark zu leiden hatte, konnte sie doch nach wie vor ihre gestellte Aufgabe nach Kräften lösen. Cs wäre wohl noch intensiver gearbeitet worden, hätte nicht die herrschende Geldknappheit des laufenden Jahres auch hier Schranken gesetzt. Trotzdem können wir mit einer gewissen Befriedigung aus das Geleistete zurücksehen, wenn wir auch unsere alten und jungen Freunde und Gönner immer wieder zu erneuter materieller Betätigung ansvornen möchten, ohne die in erster Linie die wirtschaftliche Fürsorge den schweren Anforderungen, die bedauerlicher Weise auch aus dem guten Mittelstand an uns gelangen, nicht gerecht werden kann. Da heißt es in diskretester Weise den Familien, die ehemals zu den freudigsten Gebern zählten, beizustehen und wenn wir die vielen Armen, Kranken, Erwerbslosen und Erwerbsunfähigen, Wöchnerinnen und ihre Neugeborenen, wenn wir Heizmaterial, Kurkosten, Mietbeihilfen dazurechnen, so können Sie sich ein Bild davon machen, wie viele Mittel mir dazu benötigen, um nur einnigermaßen beispringen zu können. Wir haben daher dem tteuen Stamm der älteren Mitglieder viel zu danken, noch mehr den jungen und jüngeren Frauen, die sich mit unermüdlichem Eifer in den Dienst unserer Sache stellen, die eine Arbeitsleistung vollbringen, die die Jüd. Frauenvereinigung immer mehr zu einer gut entwickelten Organisatton stempelt. Daß aus dem Auslande, das einige Jahre hindurch unsere Mühewaltung reich unterstützte, nun die Mittel spärlich fließen, spez. Kleider, Wäsche und Lebensmittel nicht mehr eintreffen, bedauern wir um so mehr, als wir doch diese ganz besonders brauchen. Da setzt die Nähstube, in welcher ein Kreis tüchtiger Frauen mit ihrer fleißigen Hand allwöchentlich zu- I fammen praktische und gute Wäsche verfertigt, uns in die Lage, die schönen Stücke an ganz besondere Mittelstandsfälle zu verteilen; es wird Säuglingswäsche, Zugaben für arme Bräute usw. angefertigt und sagen wir für diese unermüdliche Arbeit unseren heißen Dank. Daß auch die Stellenvermittlung im letzten Jahre wieder gute Arbeit leistete, ergibt sich daraus, daß wir u. a. allein 20 Köchinnen, eine Anzahl Hausmädchen, mehrere Haushälterinnen und Verkäuferinnen, Kindermädchen und Aushilfen in geeignete Stellungen unterbrachten; es wäre nur zu wünschen, daß unsere Stellenvermittlung, die ja ioftenios vermittelt, noch mehr in Anspruch genommen würde, damit wirklich religiös lebende Familien auch mit gleich religiösem Personal versehen werden können. Unsere Geschirrverteilung setzte zu Pessach in altgewohnter Weise ein und war es möglich, eine Anzahl bedürftiger Familien mit dem Allernötigsten zu versehen, doch dürfte auch hierfür das Interesse weiterer Kreise sich erhöhen. Die Hermann-Lehmann-Schule in Offenbach ist ein Schmerzenskind der Jüd. Frauen-Vereinigung, die mit allen möglichen Mitteln den Bestand dieser Schule zu sichern bestrebt ist, damit den orthodox lebenden Kindern in Offenbach für absehbare Zeit die Segnung eines guten hebräischen Unterrichts und einer religiösen Erziehung weiter ermöglicht werden kann. Der Nachhilfeunterricht für schwächer begabte Kinder wurde teils freiwillig, teils durch bezahlte Kräfte fortgesetzt, wir bitten unsere jungen Frauen und Mädchen, für diesen Zweig besonderer Fürsorge sich weiter zur Verfügung zu stellen. Unser Hortfür jüdische Mädchen wird z. Zt. von 115 Kindern besucht, und ist es uns eine hohe Freude, diesen Kleinen ein frohes, warmes Heim bereiten zu können, in dem sie von drei tüchtigen Hortnerinnen geleitet, ihre Schularbeiten anfertigen, wo sie gepflegt und auch in den Ferien besondere Erholung, Verpflegung und Erziehung genießen; eine herrliche Chanukafeier bei Schokolade und Kuchen, praktischen Geschenken an Kleidern, Wäsche, Woll- und Spielsachen, eine kleine Chamischo-oser-Feier vereint die Kleinen zu frohem Spiel. Ebenso war es uns möglich, auch unsere E r - holungsfürsorge auszubauen, es konnten 11 Kinder nach Kreuznach, 8 Kinder nach Kolberg, 19 Kinder in die Schweiz und 53 Kinder (dreiundfünfzig) Kinder aufs Land gesandt werden, wo sie sich zum Teil glänzend erholten: wir sind bemüht, dieseen Zweig unserer sozialen Arbeit möglichst zu erweitern, da die immer mehr um sich greifende Tuberkulose-Gefahr uns dies dringend nahe legt. Hierbei möchten wir auch der Zusammenarbeit mit der Zentrale für Jüdische Wohlfahrtspflege, mit der Wirtschaftshilfe und der Weiblichen-Fürforge gedenken, durch die unsere Fürsorge-Tätigkeit noch ersprießlicher gestaltet werden konnte. Die Pflege der Geselligkeit erfolgte im üblichen bescheidenen Maße, da unsere Mittel dringenderen Dingen Vorbehalten bleiben müssen. Die geselligen Nachmittage, die alle drei Wochen die Vereinsmitglieder zusammenführten, erfreuten sich lebhaften Zuspruchs. Gesangliche und rezitatorische Darbietungen erfreuten das

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.