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Der Israelit · 1925-03-12 · Heft 11 (12.3.1925) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 11 (12.3.1925)
Date
1925-03-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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WMMWWWU^WWWWWWM Sette 8 Nr. 11 Der Jlst a e l i t 12. MKz 1925 eng begrenzten Möglichkeiten, oft auch eine nicht immer gute Absicht der Schule ein Verschulden zuschreiben wollen, dessen Ursachen auf ganz anderem Gebiete zu suchen sind. Wer die jüdische Schule will, soll vor allem an ihre-erzieherische Wirksamkeit denken. Was sie ihren Zöglingen bietet, das jüdische Milieu, die jüdischen Gedanken und An schauungen, die den gesamten Unterricht dürchtränken können und müssen, wobei doch die Schule im übrigen mindestens dasselbe leistet wie irgend eine gleichartige öffentliche Schule, diese unschätzbaren und unermeßlichen Werte werden vielfach nicht beachtet. Ebenso übersehen wird die gesetzliche Vorschrift, daß die meist private jüdische Schule in ihren Lehrzielen,' in der wissenschaftlichen Vorbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den staatlichen gleichartigen Anstalten Zurückbleiben darf. Die öffentlichen.jüdischen Schulen müssen ohne weiteres, nach den offiziellen Lehrplänen unterrichten. An allen Schulen, öffentlichen wie privaten, bedürfen die Lehr- und Unterrichtspläne der behördlichen Genehmigung. Es ist also gänzlichäusgeschlossen, die Stundenpläne mit einer den Aufsichtsbehörden zu hoch erscheinenden Zahl von hebräischen Unterrichtsstunden zu belasten. Die Höchststundenzahl in der Woche, selbst' in Oberklassen, soll heute 30 nicht übersteigen. Gegenüber den höheren Schulen istdie. Volksschule nun in seiner verhältnismäßig günstigen Lage.' Ihre Schüler.sind bei weitem., nicht wie die jener Anstalten mit häuslichen Aufgaben geplagt, sie verfügen über mehr freie Zeit, und ihre Eltern — zu ihrem hohen Lobe sei es gesagt — wünschen, daß diese freie Zeit mit T ho r a l e r n e n a u s g e füllt werde. Dieser, namentlich bei den ostjüdischen Eltern besonders heiße.Wünsch hat die Schule ermutigt, vom neuen Schuljahre ab in den Nachmittagsstunden der Wochentage für ihre Schüler - iin i -Kurse einzurichten. Lehrgxgenstände werden tjh »'an ov'&äin und ja sein. Die einzelnen Lerngruppen sollen immer aus Knaben 'gleicher Befähigung ' bestehen. Mit der Schule als solcher wird das neue Unternehmen nur in einer gewissen äußerlichen Verbindung stehen. Der Besuch seitens der Schüler ist. freiwillig, es wird kein Zwang zur Beteiligung auf die Schüler ausgeübtwerden; es sollen aber a ü s s ch l i e h l i ch nur Schüler der Israel. Volksschule Augelassen werden.- Die Schule stellt das Lokal zur Verfügung und beaufsichtigt die äußere Ordnung. Wenn möglich oder erforderlich, soll versucht werdest, auch eine Gelegenheit zur Anfertigung der Schularbeiten zu schaffen. Durch eine hortmäßige Ausgestaltung des Ganzen wird auch auf die körperliche P f l e g e d e r K n a b e n - geachtet: werden. Wer die Verhältnisse der Familien kennt, deren Knaben für den Besuch in erster Linie in Betracht kommen, kann ermessen, von welch großer Wichtigkeit das Zustandekommen der Kurse ist. Ärm Borstand der Religions- Gesellschaft gebührt besonderer Dank, daß er die Mittel für die erste Einrichtung bewilligt hat und auf diese Weise, trotz des finanziellen Zusammenbruchs, bereit ist, die dabei unversehrt gebliebene Schule so auszubauen, daß sie allen ge.rechterwsise an sie zu' stellenden Anforderungen genügen kann. .Mit Dank- und Anerkennung allein ist freilich-nichts getan; siesollten sich--vor.allem darin äußern, daß die Schulkasse auch in möglichst reichem Maße bei allen Gelegenheiten zum Geben wieder Zuflüsse wie in früheren Zeiten erhält. Auch in unseren schweren Zeiten zeigt sich die erfreuliche Tatsache, daß für alle wahrhaft jüdischen Zwecke die Taschen immer offen sind. Franfurt, das für Thorazwecke im fernen Ausland bereitwillig spendet, das dort hilft, Verfallenes aufzurichten, Bestehendes zu erhalten und zu erweitern, wird die alten heimischen Institutionen namentlich jetzt, wo ste zum Segen für die Gemeinde, zum Segen für die Heranwachsende Äugend der weitesten jüdischen Kreise unserer Stadt ihr Tätigkeitsgebiet ausdehnen, nicht vergessen wollen. Generalversammlung der Agudas-Iisroel- Iugendgruppe. Die ordentliche Generalversammlung der Agudas- Jisroel-Jugendgruppe Frankfurt a. M., findet am 1. April (7. Nissan) abends % 9 Uhr statt mit folgender Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht, 2. Debatte, 3. Anträge, 4. Neuwahl des Vorstandes. Anträge müssen bis spätestens 20. März (24. Adar) schriftlich dem Vorstande übergeben werden. Liwjakh Chen. Die Vorträge des L i w j a t h C h e n finden von diesem Samstag ab wieder wip üblich Schabbos nach Mincho (4.45 Uhr) Hörsaale Friedberger Anlage statt. Isenburg. Die für den 10. März zu Gunsten des „Heims des jüd. Frauenbundes" in Isenburg angekündigte Nachtvorstellung im Neuen Theater „Das Jahrmarktfest zu Plundersweilern" von Goethe wurde aus technischen Gründen aus Donnerstag, den 26. März 1925, verschoben. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Neuer Palästina-Film. Ein Erez Jisroel-Film, ausgenommen Ende 1924, kommt am Sonntag, 5. März, vorm. 11 Uhr, im Schumanntheater zur Uraufführung. Näheres Inserat. Grotze purim-Feier. Der Verein Esras.Jsroes und Darlehenskasse Frankfurt a.-M. veranstaltet Montag, den 16... März, abends 8 Uhr, im großen Saale des- Zoologischen Gartens eine Purimfeier. Das Fest wird Außergewöhnliches bieten. Es ist gelungen,, eine ostjüdWe KäpelleM gewinnen, die alte und moderne chassidische Weisen zum Vortrag bringen wird. Außerdem kommmen jüdische Volkslieder zu Gehör,, sowie Theaterstücke von Schalem Aleichen zur Aufführung. Für das Theaterstück ist ei namhafter Künstler aus Merlin gewonnen worden. Die musikalische Leitung hat Herr Max Neumann übernommen. Dibuk-Aufführung. Zum Besten des Freikartenfonds des Freien Jüdischen Lehrhauses wird am 14. März abends 8 Uhr von Hörern des Lehrhauses „Der Dibuk", eine dramatische Legende von An-ski im großen Saal des Hochschen Konservatoriums aufgesührt werden. Karten sind, zum Preise von Mk. 6.25, 3.75 und 1.86 inkl. Steuer zu haben in der Jugendbücherstube, Bibergasse 13 und in den Buchhandlungen > Volksbildungsheim ' und Wahrmann, Am Schwimmbad 11. . -• v Ein Neunundachtziger. : Herr Jakob Karpf, Sandweg 28, feiert in voller Rüstigkeit am 14. März ms o me» seinen 89. Geburtstag. . - . . ... Hesped auf Jacob S. Posen Vst Sonntag, den 15. März ins tr-0 5.45 Uhr, zwischen nnw_ und a’iya findet anläßlich des ersten Jahrzeitstages in der Synagoge Her me sw e g -raon auf Jacob S. Posen W statt. Donnerstag,-19. März. Frau Mirjam Hirsch- und Fanni Joseph ged. Larledacv-S iflung. Freitag, 20. März. Frau Clementine Gyldschmidt- und Olga Lion-Dtlstung. .. Agndas Alsroet-Sirgendgrnppe. Freitag, abend 8 Uhr gemütliche Zusammenkunft in den Räumen des Mekor Chajim. Samstag, 10 Uhr morgens „Gemoro", Herr Dr. I. Posem — „Kizzur". Herr Louis Kahn. — 11 Uhr i'in, Herr Dr. W. Hofmann. — - jvqk, Herr H. Frankenthal. — iwn. Herr H. H alp e r n. — 12 Uhr „Gemoro", Herr H. Halpern. — „Mischnä", Herr Lehrer Hirscyd>rg. — *U3 Uhr „Gemoro", Herr Dr. W. Hofmann. — „Gemoro",.Mitglieder. 7-^ 7s (Klunde vor Nacht auch Dienstag und Donnerstag 7 Uhr abends) „Gemoro", Herr Dr. 6. Ehrmann. Agudas Kisroet-Wädchengruppe. Freitag, 8 Uhr abends gemütliche Zusammensein,. Hanauerlandstr. 17^. Sachs tag, ^I^Uhr „Tillim", Herr Louis, K ahn. — 11 Uhr '"7s. Herr H. Fränkenthal. — 4 Uhr niiit» Herr Lehrer Hirschberg. ^iwjaiyHhen-Aerein. Samstag nach, Mincho (»/.5 Uhr), im Hörsaal . Friedbeiger Anlage: „Midrasch";'Herr Redakt.. S. Schachno Witz. >- Lydia Einstädter rnr Die unsagbar traurige Nachricht, daß Lydia Einstädter nicht mehr ist, hat einen weilen Freundes- und Bekanntenkreis tief erschüttert. Welch tragische Verkettung der Zeitumstände! Am Tm nens an dem vor 12 Jahren Manfred Einstädter Vr seine reine Seele aushauchte, ist des seltenen Bruders würdige Schwester in ihres Lebens Blütezeit den Ihren jäh entrissen, worden. Welche Zukunftshoffnung ist durch den Tod dieses bescheidenen, anspruchslosen Mädchens geknickt worden! Wer sie-kannte in ihrer freundlichen Beweglichkeit, in ihrem sinnigen Ernst, in ihrer Geradheit, Offenheit und Treue, der kann den Schmerz der tiesMrübten Familie, ermessen. In Treue gegen sich selbst suchte sie ihre eigene Persönlichkeit zu gestalten, suchte sie bei ihrer geistigen Regsamkeit mit Gründlichkeit und Pflichtbewußtsem'sich fortzubilden in hebräischen und profanen Disziplinen, suchte sie sich zu betätigen in der Häuslichkeit; wie im Dienste der jüdischen. Gesamtheit. >.So arbeitete sie im Kreise der Aguda für die Beth-Jakob- Jnstitütton, für das Museum jüd. Altertümer. In Frömmigkeit ^und Hilfsbereitschaft übte sie im. stillen/und unbemerkt Zedoko im echt jüdischen, Sinne. Allzufrüh ist diese seltene Menschenblüte gebrochen' worden, ist sie. nicht mehr, die liebevolle Tochter, die herzige Schwester,^ die treue Freundin. Möge mnm den schwer geprüften Hinterbliebenen seinen Trost zuteil werden lassen. Frau Dina Steigerwald .Am 26. Februar, 2. ' Adar, verstarb .nach langem, schwerem Leiden im Alter von 68 Jahren Frau Dina Steigerwald geb. Oppenheimer. Eine Frau von .rührender. Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit; beseelt von schlichter Frömmigkeit und nieversagender Söismar Frau Steigerwald, und so wirkte sie als Gattin und Mutter. In ihrem langen, schweren Leiden war es das Gottvertrauen, das die . stille Dulderin nie verließ und ihre Lage erträglich machte. Ihr Andenken wird im Kreise ihrer Familie, ihrer Freunde und Bekannten fortleben und den Kindern zum Segen gereichen, n-ssin Moritz Steigerwald n"? Nach kurzem schweren Leiden verschied am 4. März, am Jahrzeitstage seiner verewigten Mutter, Moritz' Steigerwald, Hanauerlandstraße 30. Im 51. Lebensjahre, im besten Männesalter, wurde seinem rastlosen Wirken und Schaffen für Familie und Mitmenschen jäh ein frühes Ziel gesetzt. Es weinen um ihn nicht nur Gattin, Kinder und Verwandte — alle, die ihn kannten, Juden und Andersgläubige beklagen in seinem Heimgang einen edlen, aufrichtigen, hilfsbereiten Menschen. Für die Achtung und Wertschätzung, deren sich der Verklärte erfreute, legt der. große Zug der Leidtragenden beredtes Zeugnis ab. Am Grabe des Verblichenen widmete Herr Rabbiner Dr. H 0 f f m a n n den Leidtragenden tiefempfundene Worte des Gedenkens und des Trostes. Möge '"vn den tieftrauernden Hinterbliebenen seine nnnj spenden -m:mn Vereinskälender. (Wegen Raummangels verkürzt.) Keretr» Mekor Lvastm. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dtnim"; Herr Rektor F a l k, - 1214 Uhr in der Frauensynagoge der Klaus riDtf 'p-ir; Herr Professor A. Weyl. — nachm 37« Ubr im Verein sl 0 k 0! e Langestraße. ..Mikroh'; Herr Dr. Hofmann. — abends 7« 9 ilbr Dortrag des Herrn Dr. Ehrmann über Chassidismus. Fahrzeits-Stiftungen: nav 14. März. Frau Johanna Eliafon geb.Weil- Stistung. Mittwoch, 18. März. Moses Löb Rosenbaum- Stistüng. v A. K. A. - (Frankfurt a. M.) : ' 1.' Jüd.-medizinischer Kurs bei Bbt. 'Dr. Hof-- mann, Eschersheimer Anlage-1. Donnerstag abends 8>/2 Ubr. Thema..Arzneimittel am Peffach". 2. Arbeitsgemeinschaft: Jüdische Weltanschauungsfragen, Sonntag abends 8l/a bei Pbr. Dr. I.. Posen, Am Tiergärten 42 UI. 4. Stellenvermittlung. Es besteht Niederlassungs- Möglichkeit : a. Assistenz- oder 95er» Ireterstelle für Zahnarzt und Arzt. b. Ein Student für ein .. Schülerheim in Uni» versitätsstadt. ’ der' in Woche nachm., Sonntags oorm. die Beaufsichtigung der Schularbeiten der Zöglinge übernimmt geg. völlig freie Stalion. c. Ein Vertreter' oder Assistent für büdeärztliche Praxis für meherre Älonate. d. O.thodox Spezialarzt füi Hals, Nasen und Ohren und für Zahnarzt in einer Stadt Es sucht Stelle: a. Dipl- Ingen, des Maschinenbaues, d. läng. .Zeit im Beruf tätig.: / war. sucht neuen Wir» , . kungstzreis. - ' Süddeutschlands, e.,Orthodoxen Augenarzt . . bei Uebernahme' Mer ärztlichen Einrichtung.;■ ’i •s; Aesyamidrakch, Hkeudlkraße 18. Allabendlich zwischen Mincho und Maariw "w sowie Samstag morgen 11 Uhr „Aus der Lidra^'.. Herr R 0 s e n z w e i g. Freitag abend noch Schul sowie vor Gabbatausgang halbstündigerVorttagdes Herrn B. Rachelf o bn über roff mDVn- Gmoro-Schiur des Herrn Dr. Isaak Breuer,. Sonntag 7,9 Uhr vorm, Dienstag. Mittwoch und- Donnerstag abends 729 Uhr. v"v Allabendlich von Sonntag bis Donnerstag Ostendstraße 18. 6—723 Uhr abends ..Gemoro Megtlla".. Rabbi Salomon Weber. '217 Lernverein Unterlindeu. (Dereinsräume Unterlindau 231. Jeden Freitag aoend unmittelbar nach dem Gottesdienst Vortrag des Herrn Rabv. Dr. Horooitz: oder des Herrn Dr. May. Montag und Dienstag abends 87s Uhr: Kl»*. ö'nöö Herr Rabbiner Dr. Horo vitz. M ittwoch abends8* 2 Uhr: D'jmpjn (Königs" bücher). Herr Dr. May. . Aatmud-Tyora-Werei«. Vereinslokal: Gemeinde-Synagoge Bömeplatz. Samstag, 11—12 Uhr : Herr S.Unna.. - 8'h Uhr: i»irn zum Wochenadschuttt. Herr Rabb.°Ass. Liptn sky- Sonntag, Alt Uhr Einführung in das Der- Mndnis und die Vortragsweise der Pessach-Hagadah; Herr Ledrer und Kantor I. B. Levy. Montag und Dienstag fallen die Schirrim aus.. Mittwoch, abends 7lU Uhr: Jahrzeitslernen anläßlich des Jahrzeiltztages von Rabbiner Dr Marcas Horowitz Herr Rabbiner Dr Hofsmann, j Mittwoch:- &U Uhr abends, wiv' He r Dr. P r a y u.}I . - .

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