Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 10 (5.3.1925)
- Date
- 1925-03-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 16 Der Israelit 3 März 1925 ' bedürftigen und feine nie erlahmende Arbeitskraft in der sozialen Fürsorge. . Die Gemeindeversammlung folgte diesen Ausführungen mit sichtlicher Bewegung, und, es ist zu hoffen, daß der vom Präsidenten ausgesprochene Wunsch in Erfüllung gehen wird und die Gemeinde Basel einen Nachfolger für Herrn Dr. Cohn finden wird, der als gleichstrebender Rabbiner im Stande ist, die Gemeinde in seinem Sinne weiter zu führen und ihr den Frieden und die Eintracht zu erhalten. . llmcttfa. Einwanderungserleichterung für Jtrauen und Kinder von Rabbinern. New-Aork,25. Februar. Das Einwanderungskomitee des Repräsentantenhauses stimmte einem Gesetz zu, daß Familienangehörige von Rabbinern außer der Quote nach den Vereinigten Staaten einwandern dürfen. Das Gesetz bezieht sich aus die Frauen und Kinder jener Rabbiner, die noch vor dem 1. Juli 1924 nach den Vereinigten Staaten gekommen sind. Laut dem neuen Jmmigrationseinschränkungs-Gesetz durften Familienangehörige von Rabbinern, die nach dem 1. Juli eingewandert sind, nicht ins Land kommen. Die Union der orthodoxen Rabbiner reichte ein Memorandum ein, in welchem auf das Unrecht hingewiesen wurde, daß Familienangehörige von Rabbinern, die nach dem Juli enwanderten, nicht ins Land kommen dürfen, während die Angehörigen jener Rabbiner, die vor'dem Juli einwanderten, ja ins Land kommen dürfen. Auf diese Beschwerde hin veranstaltete das Einwanderungskomitee des Repräsentantenhauses ein neues Verhör mit Vertretern der Rabbiner-Union, bei welchem die Frage aufgeworfen wurde, weshalb es nötig sei, Rabbiner aus. Europa ins Land kommen zu lassen, wo doch Amerika seine eigenen jüdischen theologischen Seminare besitzt. . Die rabbinischen Vertreter erwiderten darauf, die amerikanischen Rabbinerinstiiute seien noch nicht in der Lage, jenen Rabbinertypus zu schaffen, wie ihn die orthodoxen jüdischen Gemeinden wünschen,' die Nachdruck auf eine ausschließliche talmudische Erziehung ihres geistigen Führers legen. Rabbiner Silverstone betonte, den Frauen der Rabbiner fülle eine besondere Rolle in .der Wohlfahrtstätigkeit zu. (I. T^ A.) Personalien. Aschaffenburg, 3. März. Freitag, den 6. März, begeht Herr Nathan Meyer hier in voller geistiger und körperlicher Frische seinen achtzigsten Geburtstag. Herr Meyer ist ener unserer Besten va? ->'»? -p*’ n. Gudensberg, 24. Jan. Der Deutsch-Amerikaner Isaak Mansbach, gebürtig aus dem nahen Maden der vor vielen Jahren nach dem Dollarlande ausgewandert ist und vor 25 Jahren hier zu Besuch war, sandte der jüdischen Gemeinde hier zur Renovierung der Synagoge den Betrag von 5010 Dollar. Melsungen, 27. Jan. Der Rentner Herz S p e i e r, früher cm«? dahier, kann kommenden tueseinen 80. Geburtstag begehen: Seitdem er vor Jahresfrist infolge Sturzes von der Treppe einen Oberschenkelbruch erlitten, ist er. bettlägerig, im übrigen aber vollkommen gesund und geistig sehr rege. Cassel, 26. Jan. Am 27. Januar d. I. blickt Herr Alexander Fiorino auf eine 50jährige segensreiche Wirksamkeit als Kurator am hiesigen Waisenhaus zurück. 15 Jahre war er Schriftführer und seit bem. Tode des Laudrabbiuers Dr. Prager im Jahre 1906'ist er Vorsitzender des Kuratoriums. Er. ist sehr besorgt um das körperliche Gedeihen und die geistige Ausbildung der. Zöglinge, seine Sorge hört aber mit ihrem Austritt aus der Anstalt nicht auf. Cassel, 27. Jan. Am 24. Januar beging Frau Hänchen 'Adler geb. Wertheim in seltener Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag. London. 28. Februar. Am Adar-Neumond ist einr dichterisch hochbegabte englische Jüdin, Frau Nina S a - l a m a n, geborene Davis, in noch jugendlichem' Alten zu Grabe getragen .worden. Die Verstorbene verfügte über eine gründliche Kenntnis der hebräischen Sprache und hat treffliche englische Uebersetzungen von Jehuda Halevy'schen Dichtungen sowie von Teilen der Paitanim- Literatur herausgegeben. Der frühe Tod der talentvollen. Frau, die noch junge Kinder hinterläßt, hat in weiten Kreisen tiefe Teilnahme hevorgerufen. Dennoch hätte dev Chief-Rabbi besser daran getan, einen Hesped am Rosch- Chodesch zu unterlassen, wenn es dafür keinen anderen ir?n gab, als die Behauptung,-die Heimgegangene habe im Sinne des Gesetzes als rrn zu gelten. Eine Gedenkrede hätte am folgenden Tag im. Trauerhause gehalten, werden können. Schachet (unverheiratet^, mit jyfopvon orth. Nabbinen per sofort für unbestimmte Zeit zur Vertretung gesucht. Synagogen - Gemeinde Dinslaken (Nieverrhein). für jungen, orlhod. 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