Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 9 (26.2.1925)
- Date
- 1925-02-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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66. Jahrgang. /- «r , yvj v 26 Februar 1925 Frankfurt a Hl,, b?tt 2. 2{iiat. 5685 Nr. 9 er Israeli Ein Centralorgan für das ortfiodoxe Judentnm Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Abonnement ab Januar ISA: Deutschland 1 Goldmark monarlich; Ausland: Merteltahrpretfe (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich Kosten des Streifband-Versandes) Deutsch-Österreich: 50000 Kronen; Amerika I Dollar; England 4 sh.; Frankreich 46 Fr.; Belgien 15 Fr.; Hollands fl.; Italien 80 Lire; Jugoslawien 70 Din.; Litauen 7.60 Lit.; Rumänien 200 Lei; Polen 4 deutsche Goldmark zum Tageskurs oder 6 Zloty; Schweiz 6 Fr.; Tfchecho-Slowakei 85 Kronen; Ungarn 70000Kronen; Dänemark 6Kronen; Norwegen 6 Kronen; Schweden 3.60 Kronen. Einzelnummer dreißig Goldpfennige. Der Israelit erschein' jedenDonnerstaa NiUerate 4*1 ffiötbpf. für öle stedenuesvaltene Nonpareille-Zeile. Abonnenten zahlen bei Stellengesuchen und Familienanzeigen nur 30 Pf. Die 76 mm breite Retlamezetle: leate Terlsene 1.6u Mk.» vorletzte Terrsene 8.— Mt.; Chiffregebühr in Höbe eines dopp. Fernbriefportos. Rabatt nach Tarif. Bet laufenden Jnferataufträgen tarifm. Preiserhöbung jeder-. Vorbehalt. Jnferatenannahme durch den Berlag des Israelit H. m. b. tz.» Franks, a. M.. Gr. Eschenheimer Straße Li, Tel. Hansa 5818 sow. durch sämtl. Annoncen-Erped. des In- und Auslands Alleinige Inseratenann. für Franks. Geschäftsanzeigen: Jul. Schmidt» Langestratze 7» ll. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Zahlungen direkt an den Verlag auf Postscheckkonto Frankfurt lMatn) Nr. 18808. — Außerdem an: Postsparkasse Wien Nr. 78006 - Poftspartassenaml Budapest Nr. 18 litt — Postscheckkonto Warschau Nr 190757. — Postscheckamt Zürich Nr. VIll 7884 — Inkasso-Bank Rotterdam — Postscheckamt Amsterdam Nr. 24 869 —Böhmische Nnionbank in Prag — Banca Marmarosch Blank. & Co. in ' Bukarest — Filiale des Wiener Bankvereins in Agram Hermon Verlags-Aktiengesellschaft 51 fs (Prämicn&ücBev für föefigionsfcfmfen empfehlen wir die Bände der Lsermon Bücherei: I. Reihe, Band 1: 5. H. pirsch: Grundbegriffe des Judentums I I. Reihe, Band 2: S. H. Hirsch: Frühling und Freiheit I. Reche, Band 3: S. H. Hirsch: Jahreswende I. Reihe Band 4: 5. R. Hirsch: vom (ernen und Lehren I Jeder Band in feinem Einband Ulk. 1.80 II. Reihe, Band \ und 2: Luzatto: Alesillath )eschorim übersetzt von Dr. J..wohlgemuth In feinem Einband Ulk. 2.00 III. Reihe, Band 1 : Ginstädter und Ochsenmann: Bilder und Rlänge aus jüdischer tvelt In feinem Einband Mk. 1.80 Ferner: 5. H. Hirsch: Die Psalmen In Leinwandband IM. 10 — B. ^sr. Aleir Hakohen, Ghofez Lhajim In ^feinem Einband Mk. 0.— _i Der Sabbat vor dem Völkerbund. Seit mehr als Jahresfrist find die Leser des „Israelit" über die Gefahr unterrichtet worden» die dem gesetzestreuen Judentum durch die geplante Reform des Kalenders droht. Der erste Hinweis auf die zu fürchtenden Verwicklungen war in dem vielbeachteten Artikel unseres fachmännischen Mitarbeiters in der Eröffnungsnummer des Jahrganges 1924 enthalten; ihm folgte alsdann in Nummer 4 ein praktischer Vorschlag von anderer Seite, durch den die erstrebten Vorteile der Reform gesichert, die durch die sogenannten Blankotage aber hervorgerufene Beweglichkeit des Sabbats von einem Wochentag auf den anderen jedoch vermieden werden könnte. Inzwischen hat sich mit besonderer Energie der Rabbinische Rat der „Agudas Jisroel" dieser Lebensfrage für das gesetzestreue Judentum der ganzen Welt angenommen und der zuständigen Kommission des Völkerbundes durch eine eingehend motivierte Eingabe die Gesichtspunkte dargestellt, die das orthodoxe Judentum veranlassen, gegen die geplante Reform Stellung zu nehmen. Auch die führenden jüdischen Kreise in den einzelnen Ländern der Diaspora insbesondere in Holland, England und Amerika wandten sich mit ähnlichen Eingaben an den Völkerbund. Dieser hatte nun auf Montag, den 16. Februar, die Vertreter der an der Kalenderreform hauptsächlich interessierten konfessionellen Körperschaften und Autoritäten zu einer Beratung nach Genf geladen, in der fünf jüdische Vertreter zu Worte kamen: Oberrabbiner Fürst aus Wien als Vertreter des Rabbinischen Rates der „Agudas Jisroel", der Großrabbiner von Frankreich, Israel L e v i aus Paris, Chief-Rabbi Dr. Hertz aus London als Vertreter der englischen und amerikanischen Juden, Oberrabbiner D r. T. L e w e n st e i n aus Zürich für die holländische Judenheit und Lucien Wolf -London für den Board of Deputies. Die jüdischen Vertreter hatten sich vorher über die in ihren Ansprachen zu erörternden Gesichtspunkte geeinigt, fo daß ein gemeinsames Vorgehen gesichert war. Wir veröffentlichen im folgenden die Ansprachen der Herrn Oberrabbiner Fürst und Oberrabbiner Dr. L e w e n st e i m Oberrabbiner F ü r st v o n Wien. Meine Herren: Als Vertreter des Vorsitzenden des Rabbinischen Rates der Weltorganisation „Agudas Jisroel" bin auch ich beauftragt, namentlich lür viele