Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1925-02-12 · Heft 7 (12.2.1925) · page 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 7 (12.2.1925)
Date
1925-02-12
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2450337-2450344--71935-2529263
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 4 Nr. 4 Der Israelit Blätter 12. Februar 1928 nicht propagarrdistische Gründungen, sondern seriöse, ernstzunehmende Arbeit. Es handelt sich hier nicht mehr um die wirtschaftliche Erez Jisroel-Arbeit der Aguda, es geht letzten Endes um die Zusammenfassung der in seltsamer Gärung befindlichen, politisch noch nicht organisierten gesetzestreuen Volksschichten. Sie sind es, die beim Aufbau Erez Jisroels das letzte Wort, das entscheidende Wort zu sprechen haben werden. Die Wiederbelebung einer alten jüdischen Kehillah. Ein großes Werk des Keren Hakhora. Wien, 9. Februar. Der Keren Hathora hat beschlossen, zur Wiederbelebung des jüdischen Geistes in der alten, seither^ ganz zugrunde gegangenen Kehilloh Schlaining im südlichen Burgenland (Oesterreich) eine Jeschiwoh samt Internat zu errichten. Dank großer Zuwendungen des dortigen Großgrundbesitzers Ferdinand Heinrich und eines ungenannt sein wollenden Wohltäters ist das Projekt der Verwirklichung ganz nahe. Als Rofch-Jefchiwoh wurde der litauische Gaon Rabbi Simon S ch k o p gewonnen, der 10 seiner besten Schüler mitnimmt. Diese Gründung verdient somit aus folgenden zwei Motiven besondere Beachtung und ist ein großer Schritt zur Popularisierung des Keren Hatorah: 1. Die Schaffung einer Jeschiwoh auf dem Lande und die damit verbundene neue Möglichkeit zu intensiverer Verbreitung des Thorawissens. 2. Die Wiedergeburt des jüdischen Lebens im ganzen südlichen Burgenland, das dereinst mit seinen snw eine Zentralstätte der Thora war. denen Verbände/selbst jene, die bereits für sich eine Verbindung mit nichtorthödoxey Gruppen eingegangen hatten, ihren Anschluß an die neugegründete Verbindung, unter Führung der Aguda beschlossen. Die Verbandsleitung hat unter Führung einer Exekutive ihre Arbeit sofort begonnen. Delegierte des Verbandes werden sowohl an der Paläftinakonferenz in Frankfurt wie an der Delegation nach Erez Jisroel teilnehmen. Zusammenfassung aller ^Warschauer orth. Gruppen durch die Erez Jisroel-Centrale der Agudo. Warschau, 9. Februar. Sonntag, den 14. Schwat vollzog sich die langersehnte Zusammenfassung aller Warschauer orthodoxen Verbände, die in Erez Jisroel sich wirtschaftlich betätigen wollen. In dem letzten Jahre haben sich diese Verbände massenweise vermehrt, so daß sowohl eine störende Verwirrung in dem Lande wie eine ungesunde Konkurrenz beim' Bodenkauf in Erez Jisroel selbst, zu befürchten war. Da diese Verbände zumeist unter dem Eindruck der Reise des Gerer Rebbe sich gebildet haben, standen sie der Aguda nahe, ohne mit ihr organisatorisch verknüpft gewesen zu fein. Da nun in den letzten Monaten die Aguda selbst eine energische wirtschaftliche Tätigkeit in Erez Jisroel entfaltet, haben diese kleinere Gruppen Anlehnung an die Aguda gesucht. Sonntag vollzog sich nun das bedeutungsvolle Ereignis der Vereinigung dieser zahlreichen Verbände unter der Palästinazentrale der Ägudas Jisroel. Bei der Versammlung referierte Herr I. M. L ew in über die Notwendigkeit der Vereinigung und über die Prinzipien, die bei der vereinigten Arbeit maßgebend sein werden. Er beschäftigte sich ferner mit den Aufgaben der Konferenz der Palästinazentralen, die noch in diesem Monate in Frankfurt stattfindet, ferner mit dem Zweck der Wirtschaftsdelegation, die nach der Konferenz, unter der Führung von Herrn Julius Holländer, nach Erez Jisroel fahren wird. Er referierte ferner über die Ausfprchae, die der Gerer Rebbe mit dem Jablonower Rebbe gehabt hat. Der Gerer Rebbe betonte, daß er bei aller Anerkennung der Verdienste des Jablonower für Erez Jisroel unter keinen Umständen sein Zusammengehen mit areligiösen Zionisten gutheißen könne. Aus solchen Allanzen entsteht mehr Schaden als Nutzen. Auf Grund der Ausführung von Herrn I. M.!-LeWiM'.haben7'allei.-Vertr6ter:Äer(>verschie-i Aus der Bewegung. Köln. Im überfüllten Saale der Rheinlandwge sprach am Sonntag, den 1. Februar, Herr Dr. Ehrmann aus Frankfurt auf Einladung der Agudas Jisroel Orts- und Jugendgruppen über dos Thema „Agudas Jisroel und Erez Jisroel". Redner ließ sich eingangs kurz über das Wesen der Agudas Jisroel aus, in deren Aufgabenbereich zwar auch die Mizwas Jifchuw Erez Jisroel falle» dem aber darüber hinaus die Lösung der jeweiligen Gesamtheitsausgaben des in der Agudas Jisroel verkörperten Klall Jisroel obliege. Aber die Erez Jisroel-Arbeit fei eine besondere Pflicht der Agudas Jisroel. Nach der Halacha, so führte der Referent weiter aus, sei zu unterscheiden zwischen Mizwas Jeschiwas und Jifchuw Erez Jisroel, zwischen der Pflicht des Bewohnens und Besiedelns von Erez Jisroel. Beide Gebote seien zu erfüllen, solange dadurch keine Kollision mit anderen durch die Tauroh gebotenen Pflichten entstehe, da Erez Jisroel nicht Selbstzweck sein dürfe, sondern territoriales Werkzeug zur Erfüllung der Thora. Postscheck - Konto der der „Agudas Jisroel“ in Deutschland, Halberstadt: Berlin Nr. 18901. her nichtrichtig gekannten Erez Jisroel-Politik viel angefeindet wurde, populär zu machen. - Die Veranstaltung war somit in jeder Beziehung ein Erfolg für die Agudas Jisroel, und man hatte den Eindruck, daß es von großem Nutzen. fein würde, wenn die Zentralorgane der Agudas Jisroel, wie .es in anderen Organisationen auch üblich ist, häufiger Propagandaredner zur Verfügung stellten. . In einer internen Besprechung wurde am späten Abend dünn noch über die zukünftige Erez Jisroel-Arbeit in Köln beraten. ' r Bakanzliste Nach vier Gesichtspunkten bestimme sich die praktische Erez Jisroel-Arbeit der Ägudas Jisroel und zwar: Sorge für die physische, wirtschaftliche, geistige und moralische Existenz des Jehudi in Erez Jisroel. Ziel müsse sein, jedem Jehudi die Möglichkeit zu geben, in einem freien Erez Jsroel frei seine Kräfte entfalten zu können, ohne, wie in den Golusländern, beengt zu sein, durch ständige Rücksichtnahme auf die Wirtsvölker. Einzige Richtschnur für die Betätigung in Erez Jisroel müsse die Thauro sein. Der Einfluß der Orthodoxie in Erez Jisroel müsse so gestärkt werden daß die Notwendigkeit eines Austritts entfalle. Wenn in' Erez Jisroel ein Austritt erforderlich sei, solle lieber der Abtrünnige austreten. Am Schluß erwähnte der Redner noch die Land kaufe in Erez Jisroel und machte die Mitteilung, daß weitere Käufe vor dem Abschluß stünden. Die fesselnden Ausführungen des Redners lösten einen ungeheuren Beifall aus. Im Anschluß an das Referat fand eine lebhafte in sachlichem Rahmen gehaltene Diskussion statt, an der sich in der Hauptsache ^Misrachisten beteiligten. Der Vortrag, der wie der Vorsitzende, Herr Dr. Max Cohen, in seinen einleitenden Worten hervorhob, in der Hauptsache orientierenden Charakter trug, hat Agudisten und Nichtagudisten aufgeklärt über die theoretische Einstellung der Agudas Jisroel zu Erez Jisroel sowie über die bereits geleistete praktische Arbeit. Darüber hiniw mmm* der Stettenvermittlungszentrale der Agudas Zisroel- Jugendorganisation, Frankfurt a. M., Rdthschild Allee 38. Ausgegeben: 2. Februar 1925. Nr. 4: Agudahbüro Frankfurt Büroleiter, der in der Lage ist, die ausgedehnte Korrespondenz selbständig zu bearbeiten, über organisatorische und - rednerische Fähigkeiten verfügt. Gute Bezahlung. — Nr: 5: Eisen und Holz, Kleinstadt Hessen: Hilfe ..für, Kontorarbeiten (Dame, die Handelsschule besucht hat). — Nr. 8: Papier en gros Frankfurt: Reisenden (branchekundig): — Nr. 25: Graphische Kunstanstült Nürnberg: Vertreter für Karlsuhe. —»Nr. 29: Manufa.kturwayen Bürstadt (Worms)': Verkäuferin (Kost und Logis' im ' Haufe). — Nr. 43: Lebensmittel Frankfurt: Reisenden. — Nr. 66: Zellulondrvaren Frankfurt: Reisenden. — Nr. 67: Schule Czernowitz: Lehrerin. — Nr. 68: Schuhmächerartikel Hünfeld: tüchtigen Reisenden. — Nr. 69: Sxielwaren Hamburg: branchek. Stadtreisenden. — Nr. ,72: ,Mingroßhandlung Bamberg: Vertreter. — Nr. 75:. Metalle Halberstadt: Stenotypistin mit perfekten engl: und stanz. Sprachkenntnissen (selbständige Kraft). .— Nr.': 77: Jutegewebe und Säcke Frankfurt: branchekundigen Reifendem — Nr. 78: Metalle Frankfurt: branchekundigen Korrespondenten für Englich und. Französisch. Nr. 79: Gemischtwarengefchäft Landstädtchen Bayern: tüchtigen Herrn oder Dame (selbständig, Kost und Logis im Haufe).-— Nr. 80: Werkzeuge und Mafch,rn§n Fulda: Lehrling per 1. April. — Nr. 81: Gemischtwarengeschäft Helmarshausen: Verkäuferin (Kenntnisse der einfachen Buchführung, Kost und Logis im Hause)? — Nr. 82: Leder Frankfurt: Lehrling und Lehrmädchen ppt. — Nr. 83: Rohwolle Frankfurt: Stenotypistin . franz. perfekt. ,— Nr. 84: Textil Frankfurt: Lehrlinge. — Nr. 85: Weinhandlung Frankfurt: Jungen Mann für Büro und Reife.— Nr. 86: Celluloidwaren Frankfurt: Lehrling per Oster» 1925. — Nr. 87: Lebensmittel Frankfurt: Lehrling per Ostern . 1925. — Nr,! 88: Kolonialwaren, Landesprodukte Frankfurt: Lehrling per Ostern 1925. — Nr. 89: Eisen-Stahlwaren für Rheinland-Westfalen (Ruhr): Vertretet — Nr. 90: Garnbranche Stuttgart: Reisenden. — Nr? 91: Bankhaus Karlsruhe: Lehrling per Ostern 1925. — Nr. 92: Firma Köln: Flotten Stenotypisten. — Nr. 93: Metalle Hamburg: Stenotypistinnen mit französischen und englischen Sprachkenntnissen. — Nr. 94: Bank Hamburg: Volontär. — Pr. 95: Metalle Frankfurt-.Laboxant..— Nr. 96: Futterstoffe en gros Frankfurt: Lagerist. — Nr. 97: Futterstoffe Frankfurt: Buchhalterin. :— Nr. 98: Modewaren en gros Frankfurt: Lageristkn. — Nr. 99: Bank Frankfurt: Lehrling per 1. April. — Nr. 101: Verlag von Börsenliteratur: Annoncenaquifiteure an allen Plätzen. — Nr. 102: Eisenwaren und Baumaterialien Burgsim: Lehrling mit Kost und Logis im Haufe. — Nr. 103: Landwirtschaftliche Maschinen Crumstadt: Lehrling. — Nr. 104: Landwirtschaftliche Maschinen Crumstadt: jungen Mann. — Nr: ,105: Metallmaklerfirma Hamburg: zwei versierte Händler, die auch das Metaltermingefchäft kennen. — Nr. 106: Metalle Hamburg: Stenotypistin mit französischen und; englischen Sprachkenntnissen. — Nr. 107: Bäckerei 5 Fulda: Bäckerlehrling. — 108: Manufakturwaren Frankfurt: Kontoristin. — Nr. 109: Kolonialwaren en gros Berlin: Stadtverkäufer für Zucker/ —Nr. 110: Vuchdruckerei Berlin: Maschinenmeister. — Nr/ 111: Herrenkonfektion Berlin: Zuschneiderin. — Nr. 112: Manufakturwaren Berlin: branchekundige Verkäuferin. — Nr. 113: Woll- und Wirkwaren Berlin: .branchekundige tüchtige Verkäuferin. — ’Nr. 114: Warenhaus Deutsch-Krone: Verkäufer und Dekorateur (Lackschrift). — Nr. 115: Handelsunternehmen Berlin: Chemiker. — Nr. 116: Tischlerei Berlin: 2 Tischlergesellen. — Nr. 117: Bäckerei Berlin: Bäckermeister. — M. 118: Berlin: Stenotypistin für Französisch und Englisch mst buchhalterischen Kenntnissen. — Nr. 119: Leder und Schuhmacherbedarfsartikel Berlin: Stadtreisenden. —r Nr. 120: Modewarenagentur Frankfurt: jungen Mann? zur Unterstützung des Chefs. — Nr. 121: Metalle, Rhein-, land: 2 unverheiratete, möglichst juristisch gebildte junges Leute im Aller von 30 Jahren aufwärts. Vorwiegende? Beschäftigung: Selbständige Abwicklung von größeren Geschäftsabschlüssen. \ t- Bewerber senden Bewerbungsschreiben unter Angabeder Nummer an I. Sänger, Frankfurt a. M., Rochschild-: Allee 38. ' Frankfurter Stellensuchende wenden sich an dein Angestelltenausfchuß der Agudas JiHryel Lugeydgpuppe;: . r 17., Sprechstunde'I?Sou«taS7;,2.3t?, ttog5!mr>(B|n?fn 'na;

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.