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Der Israelit · 1925-02-12 · Heft 7 (12.2.1925) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 7 (12.2.1925)
Date
1925-02-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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9m T^w^gre^yt.. .- ©cif e 14 Nr. 7 Sprechsaal. An einen anonymen Worakiste« im Kamvurger Israelitischen Zsamikienökatt. Sie haben den Mut, dem von der ..Freien Vereinigung" an die Presse versandten Bericht über ihren letzten Vereinstag einen von gegnerischer Seite versetzten Sonderbericht gegenüberzustellen und aus Grund des letzteren zu behaupten, der offizielle Bericht bedeute eine „trügerische Berichterstattung", ja „stelle durch Weglassen entscheidender Momente den Sachverhalt auf Den Kopf'.' - - Demgegenüber sei sestgestellt, datz der „Trug" in dein Sinne, wie Sie das Wort definieren, restlos auf Seiten des privaten Berichterstatters liegt, der offizielle Bericht aber den Anforderungen strengster Wahrhaftigkeit entspricht. „Unvollständig" sind allerdings beide Berichte, denn es ist ja unmöglich, alles wiederzugeben, was in einer mehrstündigen Versammlung geredet wird. Was unterscheidet aber die beiden Berichte von einander? Der private Berichterstatter stellt die Erklärungen des Vorsitzenden über die gescheiterten privaten Verhandlungen mit „Achduth" aus Parteirücksichten in den Vordergrund, verschweigt dabei aber, die Hauptsache: datz Achduth es war. welcher die von einem seiner führenden Mitglieder empfohlenen Derständigungsoorschläge ab lehnte. Der offizielle Bericht wollte diese Bloßstellung der Gegenseite vermeiden, solange keine Provokation vorlag, und zog es daher — einzig.und allein deshalb — vor, von dieser im Effekt belanglanglosen Episode zu schweigen. Der private Berichterstatter behauptet, der Vorsitzende der Freien Vereinigung, Herr Rabbiner Dr. Breuer, habe von der Gründung einer Konkürrenzorganisation gesprochen und diese angebliche ..Drohun g" habe in der Hauptsache die Zurückziehung des Antrages auf Satzungsänderung bewirkt. Das elftere ist eine glatte Unwahrheit, das zweite eine gänzlich unbeweisbare subjektive Auffassung des Berichterstatters, der eben aus naheliegenden Gründen „gefärbt" hat. , ri Dagegen hebt der offizielle Bericht mit Recht lediglich das nach Ansicht des Vorstandes wirklich entscheidende Motto hervor, daß die Annahme des Antrages auf die Dauer den Vorstand einer seiner fähigsten und zur Zeit unentbehrlichsten Kräfte beraubt haben würde. Daß der private Berichterstatter die Ausführungen des Herrn Max Hackenbroch in breiter Behaglichkeit widergiebt, die der anderen Redner jedoch gänzlich totschweigt — mit Ausnahme eines taktlosen Zwischenrufs —, darf wohl als weiterer Beweis für den Wahrheitsfanatismus der Gegner und die sittliche Verworfenheit des Vorstandes der Freien Vereinigung dienen! Ich denke, das.genügt, um den Charakter des ganzen Angriffs zu kennzeichnen. .. Frankfurt a. M. Pioni Aimom. Dorr den ungarischen Jeschimos. Unter diesem Titel erschien in Nummer 2 Ihre» Blattes ein Artikel, der nicht in allem der Wahrheit und seinem Titel schon garnicht entspricht. Der Autor spricht von Pretzburg allein, das derzeit nicht in Ungarn, sondern die Hauptstadt der Slowakei ist. — Die Anzahl der Bachurim ist ca. 100 (nicht MO) von denen ein Test Hiesige und ein Teil von gut situiertem Hause sind. Die Minderbemittelten erhalten in der „Mensa", dank der Bemühungen der D’Kaa. hervorragender v'/ia 'tya und dank dem Kehilla-Vorstande, der jährlich mit einer bedeutenden Summe die Jeschiwa subventioniert, ein gutes Mittagessen und auch ein Abendbrot „gratts". — Ferner: in unserer nsrnp nbnp mit einer bedeutenden Anzahl von waan und mit einer auch in die breiteste Masse eingeerbten, eingepflanzten nanK «TWin werden mit Freude Bachurim beim Tisch gesehen. Es sind Häuser, wo täglich ein und Schabbos sogar 2 Bachurim zu Tisch sind. -Diese Zeilen haben keineswegs die Absicht etwa der Unterstützung der Preßburger Jeschiwa Abbruch zu tun. Aber die Behauptung, daß Bachurim Rot, sogar Brotnot leiden ist unwahr und beleidigend für unsere „Ttf "^XlV'a oki. die schon für 400 Bachurim gesorgt in schwereren Zeiten. — Um seinem Titel treu zu bleiben, hätte der Autor auch die übrigen Jeschiwos des gewesenen Ungarn erwähnen sollen, wo auch die Leiter fast alle D'Ta^n der na'w'"isiv arm und in wahrem Sinne des großen "isis ann nX‘T’1 kNiri sind — auf der Provinz, wo oft mehr Bachurim als crm ’^ya sind, wo arme Gegenden große Jeschiwos führen. Ich will blos einige erwähnen, C h i st (Hust, Marmaros) mit über 200 Bachurim — Galunta, Trnaoa, Kaschau mit je IM- Bachurim — Unsdors und Magendorf, wo sogar die trna '^>ya von den Bachurim leben, Weizen. Zelem Bonyhad, Paks, Satmar. Grotzwardein und andere, die zum Teil sogar von *rnn geleitet werden. Die alle sind unterstützungsbedürftig und wert, neben den litauischen und Preßburger Jeschiwos. Bratislava. Efraim Hile! Kaiser. D e r Isra e.I i t: Frankfurter Berichte Agudas Jisroel, Orts- und Jugendgruppen.; Nächsten Montag, den 16. Februar d. I. veranstaltet die Orts- und Jugendgruppe gemeinsam mit der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel im Anschluß an die Konferenz der Palästina-Zentrale einen Vortragsabend, an herg über das Thema/„D'e'r R u fr £3 "8*1 sr o'e.^s an uns" und Herr Rabbiner Lau auZnMarsMüj einer der glänzendsten Jüdisch-Redner, über „öf Israel-Bewegung in.Hyl„eiA sprechen wird. Sodann werden Lichtbilder (mit 'Eßkäüterpngen) vöw Erez Jisroel gezeigt. Bei dieser Gelegenheit weisen die Agudas Jisroel Orts- und Jugendgruppen daraus hin, daß zu der Konferenz der Palästina-Zentrale alle Agudisten eingeladen sind. Karten, die zum Eintritt in den Konferenzsaal berechtigen, sind auf dem Büro der Palästina-Zentrale, Gr. Eschenheimer Straße 23, 2. Stock, erhältlich. Die Konferenz findet im Volksbildungsheim, Am Eschenheimer Tor. Saal 2, statt und beginnt Sonntag vormittags 9 Uhr, Sonntag nachmittag 4 Uhr und Montag vormittag 9 Uhr. Ferienkolonie. Der Verein für Ferienkolonien zu Frankfurt wird nach mehrjähriger Unterbrechung im Juli d. I. wieder 60 Kinder für 3 Wochen aufs Land entsenden und sucht einen geeigneten Kolonieort in waldiger Gegend, wo die Kinder in streng ritueller Weise gute Verpflegung finden. Im Interesse der guten Sache werden die Herren Lehrer gebeten, Gemeindemitglieder, die für die Uebernahme der Verpflegung in Betracht kommen, auf die günstige Gelegenheit dieses nicht unbedeutenden Verdienstes aufmerksam zu machen. Näheres im Inseratenteil. Pauline Golde n"sr- Was in eingeweihten Kreisen leider schon lange vorausgesehen wurde, .ist eingetreten; Pauline Golde, die Gattin des unvergeßlichen Louis Golde h"i ist von einem langen, schweren Leiden erlöst worben. Mit den Kindern und Kindeskindern trauert ein großer Freundeskreis um den Verlust einer edlen jüdischen Frau, einer wahrhaften ^"n nws. deren Heim in vorbildlicher Weise ein ..Mikdosch meat" war. In diesem Sinne gab, bei der Beerdigung Herr Rabbinatsassessor Posen der tiefen Trauer über den Heimgang dieser von inniger Gottesfurcht erfüllten Frau Ausdruck, dabei rühmlich hervorhebend, was sie vor ihrer Verehelichung als Lehrerin der Realschule der Jsraelittschen Religionsgesellschaft geleistet, wie sehr sie es verstand, ihre Zöglinge für wivrr zu begeistern. Im Trauerhause hielt Herr Professor W e y l einen ergreifenden Hesped: Bei Louis und Pauline Golde konnte man nicht sagen: „sie ergänzten sich", sondern jeder war für sich einiv' d™ und ein nvo tm» und weil dies so war, deshalb herrschte in ihrem Hause eine besondere Weihe, woran sich beim Hinscheiden des einen Gatten nichts änderte, da ja der gleiche jüdische Geist verblieb, den nun auch die Kinder als Erbe nacheifernd übernommen haben. Möge diesen das nwr der (Eltern beistehen! Ortsgruppe des jüdischen Frauenbundes. Die nächste Abendzusammenkunft der Ortsgrupppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes findet Samstag, den 14. d. M., abends 8,15 Uhr pünktlich bei Frau Nassauer, Rheinstraße 25, statt.- Tagesordnung: „Welche Auffassung hat die Jüdische Sittenlehre von dem Geschlechtsleben der Menschen." Referenten: Herr Rabbiner Dr. Jacob Hoffmann und Herr Rabbiner Dr. Jacob Horovitz. Purimfeier der Agudas Iisroel-Jugendgruppe. In den Räumen des Gefellschaftshäufes des Zoolo-. gischen Gartens findet Mittwoch, den 11. März unter dem Titel „Ein Abend in Schuschan" ein großzügig angelegtes Purimfest der Agudas Jisroel Jugendgruppe statt. Die künstlerische.Leitung des Festes liegt in den Händen des Herrn Fritz Schames. Das detaillierte Programm wird in Bälde veröffentlicht. Eintrittskarten zu 7 M., 5 M. und 2,50 M. einschließlich Steuer sind bei Fräulein Selma Schlenker, Windeckstraße 60 (Hansa 5059) und bei Herrn Fritz Strauß, Sandweg 5 (Hansa 1987), sowie bei den jüdischen Buchhandlungen zu haben. Der letzte Mann. Mehr und mehr wendet sich doch das Kino dem Sensationsstück ab und den höheren Zielen der Kunst zu. Der Film kann auch eine ethische Ausgabe lösen, wenn er in drasttschen Bildern der Menschen Kleinheit und Bosheit, den ewigen Weltenlohn: Undank den Zuman es nicht tun soll, dann wiederum mit Elan und man es nicht tun soll. Dann wiederum mit Elan und Humor uns die in der Brust manches kleinen Mannes schlummernden schönen -Züge zeigt, als Muster und Vorbild zur gefälligen Nachahmung. Der jetzt im Ufa- Theater (In? Schwan) rollende Film „Der letzte Mann" zeigt die Höhe der Technik, die der Film erreicht hat, und die technische Kunst steht doch hier im Dienste einer besseren Sache. Ein Hotelportier, in seinem Amte ergraut, verstand es, seine dienende Arbeit mit so viel Würde, Anstand und Anmut auszustatten, daß ihm der Dienstrock das Leben bedeutet. Da er aus Altersschwäche diesen Rock ausziehen muß, hört auch für ihn das Leben auf. Ein hinfälliger Greis, ein _'_12: Februar MW - Schatten» sernes:Selhsts Wankt er.5dWMdWWMMMW : des- Daseins " EE LMWw^k ifWWWWEsEE? Undank belohnt. Aber der- Autor hat Einsehen? EP läßt den Alten zuletzt noch eine reiche Erbschaft machest (Autoren sind großzügig). Und nun spielt der früher^ Portter den Gentleman und überschüttet alle, die ihnt höhnten und schmähten mit Liebe und Güte. „Du sollst nicht rächen und nichts nachtragen!", dieser biblische SaD könnte als Motto dem zuzeiten.Teile yoxangestellt werdend < DyMmMBetzHWMe TrHst eipMMenschenschicksaleH und-Mi versöhnk Ääch^den 'grotesken und humorvoller? zweiten Teiles von dann. Es ist ein Filnst er^strik d'M gemeiniglichen Begriff „Kino" nicht viel zu tun hat-.. ,_ v -| Bereinskalender. f (Wegen Raummangels verkürzt.) Weretn Wekor Ghastm. Freitag abend nach Schluß der Synagoge im Hörsaal Friedberger Anlage „Mikro" Herr Herz H a lp ern. Samstag abends Uhr Vortrag Dr. Ehrmann fällt wegen der Palästina Konferenz aus. Sonntag abend 6 Uhr im Vereinslokale, Tenach!- Dortrag: Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. (Alle anderen Schiurim wie üblich). Jahrzeits-Stistungen: Donnerstag, 19. Febr. Simon Altmann-Stftg. Freitag, 20. Febr. David Fränkenthal-Stiftung. Agudas Iisroet-Iugendgruppe. Freitag, abend nach Schul „Sidro-Vortrag"; Herr Louis Kahn. — 8 Uhr gemütliche. Zusammenkunft tn den Räumen des Mekor Chajim. Agudas Iisroet-Wädchengruppe. Sonntag abend 8 Uhr, Sänitätskurs. Herr Dr. Rothschild. (Alle anderen Schiurim wie üblich). ZSesya«idrasch, Hkendkraße 18. Samstag nachm. 4 Uhr Halachischer Vortrag des Herrn Rabb. M. K arp el. (Alle anderen Schiurim wie üblich). Liwjath KHerr-Mrei». Samstag nach Mincho, Hörsaal Friedberger Anlage: „Midrasch": Herr Red. S. Schachnowitz. v"V man» Allabendlich von Sonntag bis Donnerstag Oftendstratze 18, 6—V28 Uhr abends ..Gemoro Megilla", Rabbi Salomon Webern W. I. A. (Frankfurt a. M.) 4. Stellenvermittlung. Es bestehtNiederlaffungs Möglichkeit: a. für einen orthodoxen Augenarzt. b. für einen orthodoxen Zahnarzt. Es sucht Stelle: a. Dr. chem., der V/2 Jahre in einem Laboratorium tättg war. b. Ein Assistenzart. c. Ein Kinderarzt. d. Dipl. Ingen, d. läng. Zeit bereits tätig war. sucht Stelle. Hnlmud-Hhora-Werein. Dereinslokal: Gemeinde-Synagoge Börneplatz. - Freitagabend: nach Schluß des Gottesdienstes Dortrag. Herr Dr. I. Hoffmann. Sonntag, 9*/3 Uhr vorm. Herr S. Unna, nach Mincho trtpai; Herr S. Un na. — abend 6 Uhr, „Thillim-Bortrag". Herr Rabbiner Dr. Hoffmann. Alle übrigen Schiurim wie gewöhnlich. Hevetzeite». na' nap f reitag abend 5.15. amstagmorgen 8.— Samstag nachmittag 4.— Samstag abend 6.30. lvocheng ottesdienst: Morgens'6.45. Nachmittags 5.30 Tefilin-Legen am A7argen 6.95. Löst Blumen ab zugünsten unterernährter Kinder. Jüd. Frauenvereinigüng. E. B. Hansa 2825. Postscheckkonto 42 258. Familiennachrichten. Barmizwo: Alfred, Sohn des Herrn Nathan Stein, Frankfurt a M., Hanauerlandstratze 17. Synagoge Friedberger Anlage. 'q fiatf. Im Inseratenteil erscheint ein Hinweis der Firma Selma Kaufmann G. m. b. H., Berlin C. 54 und NW. 23, worin die Firma auf ihre neuerrichtete, unter Aufsicht der Addas Israel stehende Konservenfabrik aufmerksam macht. Für alle rituell lebenden Juden eine nicht zu übersehende Annehmlichkeit.

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