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Der Israelit · 1925-02-12 · Heft 7 (12.2.1925) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 7 (12.2.1925)
Date
1925-02-12
Page
– (sequence 13)
Language
German
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W (Februvr- 1W3 D r s -r a e l i r D le r s r a e l 1* ■;s ) r linrH '} $(Uh'i "3') i r rf: 3id voJir/; nrlidu: W? WWWMOWWHAWMM und affe fern- und Jugendveeeine Soeben ist in vornehmer Ausstattung erschienen: von Nakkinev Isvaet Meir Hakoken in Raäin von Nakkiner Isvaet Meir Hakoken in Raäin Das klassische Werk, das im Osten in vielen Hunderttausenden von ' Exemplaren verbreitet ist, und das hinsichtlich her halachischen Bearbeitung moralischer Probleme eine gewaltige geistige Neuschöpfung darstellt, erscheint hier zum ersten Male in einer des Inhalts würdigen Ausstattung. Es sollte keine Agudas Iisroel-Iugendgruppe versäumen, zum Studium dieses Werkes, das auf die Lebensgestaltung jedes jungen Nkenschen von höchstem Einflüsse werden kann, regelmäßige Schiurim einzurichten. Um . dies zu erleichtern, liefern wir bei Abnahme von 10 Stück zum ermäßigten Preise von Alk. 4.50 (Ladenpreis Ulk. 6.—) und gewähren dem Leiter des Schiurs ein Freiexemplar, soweit der für diese Zwecke zürückgelegte Vorrat von 5% der Gesamtauflage reicht. Zeichnungslisten sind bei uns, sowie bei der Agudas Iisroel-Iugendorganisation in Aöln/Rhein, Händelstraße 19 erhältlich. Frankfurt a. Al., Tewes 5685. ßermon, 1) er tags- S\. - 9. Korrespondenzen « Racbnclmn. Antijüdlsche Exzesse in Warschau und Lodz. Warschau, 8. Februar. Am Montag nachmittag überfiel, eine Menge die jüdischen Geschäftsinhaber in der Twardagasie, mißhandelte dieselben und demolierte zum Teil die Ladeneinrichtung. Der Grund der Exzesse war, daß die Juden trotz des christlichen Feiertages die Läden offen hielten. Die Regierung hatte diesen Feiertag als nicht staatlich erklärt, so daß auch in den staatlichen Aemtern gearbeitet wurde. Polizei vertrieb die Exzedenten. Enige jüdische Geschäftsleute wurden verletzt. Schlimmer' gestalteten sich die Dinge in Lodz. — Nachdem die Regierung den montägigen Feiertag als nicht staatlich erklärt hat, hielten die jüdischen Geeschästsleute ihre Läden offen. Vor der Kirche in der Kofzcielnegasie hielt eine christliche Menge eine Versammlung unter freiem Himmel ab, in welcher die Juden als diejenigen hingestellt wurden, die die Abschaffung des katholischen Feiertages erwirkt hatten. Die Menge drang daraufhin in die jüdischen Gassen der Altstadt ein, demolierte die Warenläden und mißhandelte die Geschäftsleute. Auch in zahlreichen Privatwohnungen wurden die Fensterscheiben eingeschlagen. Die Polizei war gegen die Menge machtlos. Unter den jüdischen Krämern und Markthändlern sind sehr viele Verwundete. Zahlreiche Geschäftinhaber haben einen großen Teil ihrer Ware eingebüßt. Erst in den Nachmittagsstunden gelang es Polizei zu Pferd und zu Fuß, die Menge aus den jüdischen Gassen Hinäuszudrängen. Vis jetzt zählte man 13, zum Teil schwer verwundete Juden. (I. T. A.) Die Slobodkoer Iefchiwa in Hebron. Korona, 8. Februar. Bekanntlich' siedelt ein großer Teil der Slobodkoer Jeschiwo nach Palästina über und zwar nach der Stadt Hebron. Dieser Tage kehrte Rabbi Grodzenski, dem die Ueberführung und die Einrichtung in Hebron oblag, von seiner Palästinareise hierher zurück. Aus seinem Berichte geben wir folgendes wieder:: Die Einwanderung ist bei allen Einwanderungsbeschränkungen sehr groß, und es kommen jetzt auch fromme Familien ins Land, die neben der glühenden Liebe auch Geld und Initiative mitbringen. Eine erfreuliche Erscheinung ist die Kolonie „Bnei Brak", die zemeist aus polnischen und galizischen Emigranten begründet wurde und sich in kurzer Zeit zu einem herrlichen jüdischen Gemeinwesen ausbildete. Die Kolonie besitzt eine schöne Synagoge, ein Cheder, eine Mikwo und alle Institutionen einer jüdischen Gemeinde. Der Slobodkoer Jeschiwo in Hebron wird aus allen Kreisen der palästinensischen Judenhert die größten Sympathien entgegengebracht, selbst die arabische Presse würdigte in großen Artikeln das Ereignis. Es sind noch viele Hemmungen zu über- ,winden. Die Ueberführung der Bachurim kann nur gruppenweise vor sich gehen. Es sind bis jetzt 60 Bachurim überführt worden, die in dem einzigen Beth Hamedrasch im neuen Stadtteil Hebrons den Lernbetrieb gleich ausgenommen haben. Der Raum ist zu klein. Man wird früher oder später an die Errichtung eines 9<r.v'7 ' L eile''13 eigenen Heimes Herangehen müssen. Vorerst soll ein großes geeignetes Haus i tri ÄNete7 genommen werden. Es herrscht, aber. Mohnungsnot.jn. Hehron, nicht zuletzt infolge der: Jeschiwo.,. die - bq eilte .jüdische Atmosphäre geschaffen, hat, welche, viele -fromme .Juden , anzieht und - sie ' veranlaßt,., sich dort ansässig zu machen.; Die Stadt Ist Int Wachsen. abe'r in der Umgebüüg' gM es rlöch 'genüg 1mt?r, guMgen Beöiyynsigen,,'. ^efdMj^M'2M.<-MgierüngsW.en--WethKeti-HefDW>> fehr - fveundKch gegenüber'und gehew fasE allen rBistrmSgesuchen. statt. Das .Sukkökh'fest wurde' Ä' -schöktMt, freudigster Weise in Gemeinschaft 'mit den Stadtbewohner begangen. Der Gouverneur besuchte an den Festtagen die Jeschiwo und wurde von einem Bachur in englischer Sprache begrüßt. Die HauptbedeuMng der alt-neuen Jeschiwo besteht darin, daß während Slobotko durch die Absperrung der Randstaaten heute nur auf ein kleines Kontingent aus Litauen selbst angewiesen ist, die Slobodkoer Jeschiwoh in Palästina von allen Ländern erreichbar ist und somit heute schon im Zentrum des jüdischen geistigen Lebens steht. In.den nächsten Wochen wird sich der oberste Leiter der Jeschiwo, Rabbi Mosche Mordechai Epstein, nach Palästina begeben. Seiner Ankunft wird dort mit größter Spannung entgegengesehen. Ral'hi Grodzenski teilt noch weiter mit, daß arll einen Aufruf, den die Jeschiwo infolge des Mangels an Seforim'erlassen,hat, zu allererst die Juden aus Kairo mit einer größeren Seforimfendung geantwortet haben. Jüngsthin stellte sich auch ein Philanthrop ein, der sich bereit erklärte, ein Grundstück für die Jeschiwoh zu erwerben. Die Verhandlungen sind im Gange. Eine kehillohverfammlung in Pietrikow. P i e t r i k 0 w , 1. Februar. Auf die erste Sitzung des K e h i l 0 r a t e s bereitete man sich vor wie auf ein großes Ereignis. Mit der Sensation mar es aber nichts. Der Vorsitzende, Josef Eisberg, kann sich mit der polnischen Begrüßungsrede nicht durchsetzen und geht auf Jiddisch über. Schon gleich zu Anfang meldet sich ein Vertreter der Bundisten, der dem Vorsitzenden sein Mißtrauen erklärt, sodann ein ganzes Lexikon kommunistischer Aeußerungen über Religion und Glauben von sich gibt. Was der „Bund" in der Kehiloh durchführen möchte ist ungefähr Folgendes: Schließung der Bote Midraschim, Sperrung der Mikwo, Vertreibung der Rabbiner, Ausmerzung des Wortes Palästina. Sonst nichts. . . Es muß wahrheitsgemäß konstatiert werden, daß der bundistische Redner selbst bei seinen politischen Parteigängern kein großes Echo fand. Als darauf Herr M i ch e l s 0 h n von der orthodoxen Fraktion mit der Verlesung seiner Erklärung begann, erhob sich starker Beifall. Der Beifall konnte auch als Demonstration gegen die Anmaßung der Bundisten gelten. Im Namen der vereinigten zionistisch-misrachistifchen Gruppe spricht Herr Dr. Semen' Hebräisch und wird von einem Bundisten höhnisch daran erinnert, den Hut aufzusetzen. Der Redner spricht zwar wiederholt von „unseren religiösen Bedürfnissen", verlangt aber in der Hauptsache das aktive und passive Wahlrecht der Frau und ähnliche gute Dinge mehr, welche ihm die Gegenerklärung eines speziellen Misrachiredners einbringen. Eine sogenannte „Partei der Unparteiischen" behält ihre Erklärung, trotz, wiederholter Aufforderung des Vorsitzenden, für sich. Für die Volkisten liest ein Handwerker statt der gewünschten Erklärung einen Zeitungsartikel vor, der Anklagen gegen die Gemeinde erhebt und die „National-personale Autonomie" kategorisch verlangt. Was das ist, sagt er nicht. Eine ellenlange Erklärung verliest aber dasüer ein Vertreter der „Zeirei Zion", die wenig sachliches und all die bekannten Phrasen enthält. So ging die große mit gewaltiger Spannung erwartete Sitzung zu Ende. Schönstes Varmizwo Geschenk: DIE PSALMEN übersetzt und erläutert von Radb. S. R. Hirsch In ff. Leinrvandband Mk. 10.— Vorzugsausgabe in Halbleder auf Büttenpapier gedr. Mk. 20.— Zu beziehen durch alle Buchhandlungen

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