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Der Israelit · 1925-01-29 · Heft 5 (29.1.1925) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
66 (1925)
Issue
Heft 5 (29.1.1925)
Date
1925-01-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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29 Januar 1925 Frankfurt a. M., den Nr. 5 66. Jahrgang 4. Schrvat 5685 Oer Israeli •Jfl)] Ein Centralorgan fOr das orthodoxe Judentum f(|W X/SSbBBJ III Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Hl i Abonnement ab Januar 1924: Deutschland 1 Goldmark monatlich; Ausland: Bierteljahrpretse (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich Kosten des Streifband-Ver» sandes) Deutsch-Österreich: 50000 Kronen: Amerika 1 Dollar; England 4 sh.; Frankreich 15 Fr.; Belgien 15 Fr.; Hollands fl.; Italien 20 Lire; Jugoslawien 70 Din.; Litauen 7.50 Lit.; Rumänien 200 Lei; Polen 4 deutsche Goldmark zum Tageskurs oder 5 Zloty; Schweiz 5 Fr.; Tschecho-Slowaket 26 Kronen; Ungarn 70000Kronen; Dänemark 6 Kronen; Norwegen 5 Kronen; Schweden 3.50 Kronen. Einzelnummer dreißig Goldpfennige.- Der Israelit erscheint jeden Donnerstag. Inserate 80 Goldpfennige, für Stellensuchende 20 Goldpf., für die stebengespaltene Nonpareille-Zeile. Die 75 mm breite Reklamezeile: letzte Textsette 1.20 Mk., vorletzte Textseite 2.— Mk.; Chiffregebühr in Höhe eines doppelten Fernbriefportos. Rabatt nach Tarif. Bei laufenden Inseratauftragen tarifm. Preiserhöhung jederzeit Vorbehalten. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G.m. b. H., Frankfurt q. SR., Gr. Eschenheimer Straße 23, Tel. Hansa 5842 sowie durch sämtl. Annoncen-Exped. des In-und Auslands Alleinige Jnseratenannahme für Frankfurter Geschäftsanzeigen: Jul. Schmidt» Langeftrahe 7, II. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Zahlungen direkt an den Verlag auf Postscheckkonto Frankfurt (Mains Nr. 19802. — Au Herder» an: Postsparkasse Wien Nr. 79603 — Postsparkassenamr Budapest Nr. 18424 — Postscheckkonto Warschau Nr 190757. - Postscheckamt Zürich Nr. VIII7234 —Inkasso-Bank Rotterdam — Postscheckamt Amsterdam Nr. 24 869 —Böhmische Unionbank in Prag — Bane Marmarosch Blank & Co. in .Bukarest — Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. Verlag des Israelit 8. itt. ö. <fj. Ilomane: Judäus, Der Baalfchem von ANchelstadt. preis gebunden Mark 2.50 Arthur Kahn, Dämon und Phinlias in der Judengasse. preis gebunden Mark 4.— Schachnowih, Alerelaika. preis gebunden Mark 2 50 Schachnowitz. Luftmenschen. preis gebunden Mark 2.50 * Schachnowitz, Salomo der Falafcha. preis gebunden Mark ö.— Schachnowih, Jenseits. preis gebunden IViarP 2.50 Schachnowih» 3m Judenstaat der Chafaren. preis gebunden Mark 3.— Sonstige SchrifLen: Vohlgemuth, Die Vorträge des Jesuitenpaters Erich Wahmann. preis broschiert Mark 1.50 (Aeuherst lehrreiche Auseinandersetzung mit der Biologie vom Standpunkte der jüdischen Ueberlieferung). Kaah. Abraham Geigers religiöser Charakter. preis broschiert Mark 2 — Biberfeld. Ex Tenebris. preis broschiert lllark 2 — Zu haben in allen besseren Buchhandlungen, sowie direkt gegen Nachnahme zuzüglich Porto beim Vertag des Israelit S. m. b. H . Frankfurt a.M. V Erasmus von Rotterdam und Herbert Samuel. In den Chanukatagen dieses Jahres, just während in Hamburg die eigentliche Grundsteinlegung und Festigung des Keren Hatorah stattfand, jener Institution, von der wir unsein Wiederaufblühen der eigentlich jüdischen Kultur versprechen, hat sich auf dem Scopusberge in Jerusalem ein anderes Ereignis von verhängnisschwerer Bedeutung für das geistige Schicksal des jüdischen Volkes vollzogen: Die Eröffnung des „Instituts für jüdische Studi e n" an der hebräischen Universität zu Jerusalem durch Herbert Samuel. Dieses Institut für jüdische Wissenschaft ist ein Bestandteil der Universität, die als solche am 1. April d. Js. unter großen Feierlichkeiten von Lord B a l f o u r selber eingeweiht werden soll. Von dem Tage an, da die alte, unvergleichbare Erlösungssehnsucht des jüdischen Volkes in den Köpfen und Herzen bereits halb oder ganz entfremdeter Söhne dieses Volkes sich in eine auf Nachahmung gegründete politische Bewegung wandelte, mußte auch der Gedanke einer jüdischen Universität inJerusalem aktuell werden. Wenn überall in der Welt, im Kreise aller Kulturvölker, die Universität als Brennpunkt und Pflegestätte der höchsten geistigen Güter der Nation und zugleich als Eintrittspforte in die internationale europäisch - amerikanische Zivilisationsgemeinschast gilt — wie sollte das „Studentenvolk", Israel, seine Anpassung an das Staats- und Kulturideal der modernen politischen Nationen nicht ebenfalls unter dem Zeichen der Universitätsgründung vollziehen! Das Schema schon, nach dem der Zionismus konsequent arbeitet, verlangte die Universität, so wie das Schema Land, Sprache, Sport, Parlament, Nationalräte und Legionen fordert. Aber es ist klar, daß der Gedanke der jüdischnationalen Universität weit über die Kreise der politischen Zionisten hinaus, außerordentliche Sympathien bei allen denen finden mußte, die den jüdischen Namen zu Ehren gebracht, die gewaltige Summe von Scharfsinn und Intelligenz, wissenschaftlichem Spürsinn und Forschermut, der in jüdischen Individuen in aller Herren Ländern lebt, konzentriert vor den Augen der Welt als jüdische Leistung anerkannt zu sehen wünschen.

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