Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 50 (11.12.1924)
- Date
- 1924-12-11
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Nr. 21 Der Israelit Blätter 11. Dezember 1924 Ä ß 6 m a IUI, Mb. Rothstein, Lehrer B a m b e r $ 11 gegründet, das vorzieht, die Propaganda bei den Semeindemitglledern und die Organisierung der Jugend für Keren Hatorah von Mund zu Mund zu betreiben. Nürnberg. Orts- und Jugendgruppen waren heute Abend unter Dr. E i s e m a n n s Vorsitz versammelt, um Herrn Jacobsons vorzüglichem Dortrag zu lauschen, dem eine wunderbare Schlußrede unseres. Herrn Rabbiner folgte. Am Abend wurden 3500 Mark Jahresbeiträge für Keren Hatorah bewilligt. Dem hiesigen, schon längst überaus rührigen Kommissariat, präsidiert Herr Jos. G o l d s ch m i d t, der Mitglied des Landssdirektoriums des Keren Hatorah ist. — Nach Schluß der Versammlung sprach Herr Wolf S. Jacobson in der Mädchengruppe über die Bees Jaakauw-Schnlen in Polen. Nach einer recht interessanten Diskussion verpflichtete man sich zu einer monatlichen Mindestleistung von 100 Mark für das östliche Mädchenerziehungswerk der Agudas Jisroel. (Ausführlicher Bericht folgt.) Förth i. B. Nach einer Versammlung, in der die Herren Rabbiner Dr. Breslaue r und Wolf S. Jacobson eindrucksvolle Ansprachen hielten, wurden über 1750 Mark Jahresbeiträge für den Keren Hatorah gezeichnet und ein Kommissariat aus den Herren: -Dr. Breslauer, Heinr. Landau, Ludwig Zuckermann, Dr. Teitz. D. Jchenhäuser zusammen- «esetzt. Hamburg. Zum gestrigen Sonntag hatte das Hamburger Keren Hatorah-Kommiffariat und Jugendkomitee die Hamburger Jugend aus allen jüdischen Kreisen zu einer Zusammenkunft eingeladen. Herr Rabbiner Duckesz-Altona verglich das jüdische Volk mit einem Baum; wie dieser ohne Wasser verdorren muß, so kann Israel ohne Thora nicht bestehen. In weiteren Ausführungen über Wesen und Ziel des Keren Hatorah betonte der Redner, daß besonders diejenigen Kreise, die fich durch ihre Betätigung im praktischen Leben nicht selber der gründlichen Thoraforschung hingeben können, die heilige Pflicht haben, die Lernenden materiell zu fördern. Herr Henry Pels berichtete über bisherige Leistungen des Keren Hatorah. Beide Redner, die dem Landesdirektorium angehören, verwiesen auf den überparteilichen Charakter des Keren Hatorah und fanden großen Beifall. Die Werbearbeit in Hamburg soll nun zielbewußt fortgesetzt werden. Köln. In der hiesigen A. I.-Jugendgruppe hat 'das Wintersemester bereits mit erfreulichen Anzeichen für ein reges Vereinsleben begonnen. Der neugewählte -Vorstand (bestehend aus den Herren: Dr. Richard Schwarz, 1. Vors., I. Emanuel, Fritz Hirsch, Heinrich Klein, Alexander A l t m a n n) hat ein vielversprechendes Winterprogramm ausgestellt, um die schlummernden Kräfte der Kölner A. I. I. G. zu neuem Leben zu erwecken, nachdem die allseitige Zerrüttung der letzten Jahre auch unsere schon stark entwickelte Gruppe sehr im Mitleidenschaft gezogen hatte. Der erste bedeutsame Schritt zu dieser Neuerweckung war die am voroerfangenen Freitagabend stattgefundene gemütliche Zulmmenkunst, die einen unerwartet regen Besuch aufwies und in jedem Teilnehmer größte Befriedigung und hoffnungsfrohen Optimismus für die Zukunft auslöste. In derselben Art werden rrw diese gemütlichen Freitagabende allwöchentlich stattsinden. Ferner werden zwanglose gemütliche Zusammenkünfte an Werktagen, Vortragsabende, Wanderungen usw. eingerichtet. Besonderer Wert wird auch auf die Propagandatätigkeit gelegt. Die Reihe der Vorträge eröffnete ein Referat des Herrn Wolf C. Jacobson aus Hamburg über seine Eindrücke von der Krakauer Zentralratssitzung. Am Abend vorher hatte Herr Jacobson in der Ortsgruppe einen gut besuchten Propagandavortrag für den Keren Hatauroh gehalten. Ferner leitete Herr Jacobson eine Aktion für die Beth Jakob-Bewegung in unserer Mädchengruppe ein. — Das Ressort ist besonders reichhaltig, so daß für Gelegenheit zu mwn iiviin jeder Weise gesorgt ist. Wir sehen also mit Zuversicht der kommenden Wmtertätigkeit entgegen. Wien. ' Gestern Abend versammelten sich fast vollzählig sämtliche Mitglieder der Gesamtleitung der österreichischen Landesorganisation der Agudas Jisroel sowie der Wiener Ortsgruppe, um die organisatorischen Maßnahmen zur Einleitung einer starken Propaganda für Keren Hatorah und für die neuen Erez Jisroel-Unteruehmungen der Aguda zu beraten. Nach eindrucksvollen Referaten der Herren R o s e n h e i m aus Frankfurt a. M. und Dr. Deutschländer, wurde für Keren Hatorah die Bildung von Bezirkskommissariaten beschlossen, welche alle Synagogen und Bothe Midraschim in der Arbeit einbezkehen sollen. Für die Finanzierung des meuen Vodenkaufs in Emek Israel wird sich die österreichische Aguda mit aller Kraft einsetzen. Riga. (A. I. P. B.) llm den Kontakt der jüdischen Parteien untereinander zu erhalten und um ein einheitliches Vorgehen zu ermöglichen, wurde ein Beirat für die jüdische Sejmsraktion in Lettland gebildet. Diese setzt sich wie folgt zusammen: Für Agudas Jisroel 2, Zeirei Agudas Jisroel 2, 4 Nationaldemokraten, 2 Misrachi, 2 Zeirei Zion, 2 Hiftadrus Hazionis, 2 Volks- Jerusalem. (A. I. P. V.) Die Agudas Jisroel m Jerusalem hat mit Hilfe der Palästinazentrale der Agudas Jisroel eine Darlehenskasse errichtet, die bereits ihre Tätigkeit begonnen hat. Die Darlehenskasse vergibt unter besonders günstigen Bedingungen kleinen Unternehmern und neueingewanderten Aulim Kredite für produktive Zwecke. Wien. (A. I. P. B.) Der Gründer der orthodoxen Kolonie B'nei Brak, Herr Gerstenkorn, besuchte das Zentralbüro der Agudas Jisroel in Wien und berichtete folgendes über die Entwicklung der Kolonie: In 23'itet Brak wohnen bereits 60 Personen, die aus Polen eingewandert find. Die Einwohner führen alle ein streng orthodoxes Leben. Für Limud Hathora wird bestens gesorgt. Auch befindet sich bereits ein Rabbiner in der Kolonie. Die Aguda aus Jerusalem hatte m der Kolonie ein Gheder gegründet. Diele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sowie Vertreter der Behörden, unter diesen auch General Störs haben die Kolonie besucht und über ihre Entwicklung und Fortschritte ihre Bewunderung ausgedrückt. Wien. (A. I. P. B.) Mittwoch den 26. Nov. fand vor einem Senat des Landesgerichtes k unter Vorsitz des Hofrates Dr. Kauert die Verhandlung gegen dis drei Hakenkreuzler Wilibald Akampthuber, -Wilhelm In« feld und Karl Jackl statt. Die drei Genannten haben, wie wir seinerzeit gemeldet haben, in der Nacht vom 19. auf den 20. Sept. d. I. die Lehrwerkstätten der Agudgs Jisroel, in welchen Pogromwaisenkinder zu Handwerkern ausgebildet.werden, mit Steinen gestürmt, zahlreiche Fensterscheiben eingeschlagen und unter den Kindern eme Panik hervorgerufen. Akampsthuber' und Jnfeld wurden zu je 2 Monaten, Jackl zu 4 Monaten Arrest bestraft. Die Verurteilung erfolgte bedingt mit dreijähriger Bewährungsfrist. Die „Jüdische Presse" vom 23. Nov. schreibt zu diesem Urteil: „Es wäre wohl interessant, zu erfahren, wie diese Verurteilung der drei Hakenkreuzler, deren Tat auch schlimmere Folgen, als bloß das Fenstereinschlagen haben konnte und haben sollte, begründet wurde. Jedenfalls ist dieses sehr milde Urteil ein charakteristisches Beispiel der Rechtsverhältnisse in Oesterreich." Oradea Mare. (A. I. P. B.) Herr Wolf Pappenhei'm wurde von einer Delegation, bestehend aus ca. 20 Personen, die ihm an die Landesgrenze entgegenreiste, feierlich begrüßt. Nach der Ankunft in Oradea Mare fand im Lokale der Agudas Jisroel ein feierlicher Empfang statt, an dem die führenden Persönlichkeiten der Gemeinde mit Oberrabb. Fuchs an der Spitze teilgenommen haben. Herr Wolf Pappenheim dankte tief bewegt für den Empfang, der ihm bereitet wurde, und hielt ein Referat über die Lage in Erez Jisroel sowie über die Gegenwartsarbeit, die von der Zentralratssitzung in Krakau entworfen wurde. Nach ihm referierte Rabb. Dr. P o l l a k über den Keren Hathora und hob insbesondere die große Aktion zu Gunsten der notleidenden Jeschrwoth hervor, die jetzt vorbereitet wird. Ferner sprach Rabb. Dr. Pollak über den Bodenkauf, der von der Palästinazentrale der Agudas Jisroel realisiert wurde,, und forderte die Anwesenden zur intensiven Arbeit auf. Als Erfolg wurden für beide Fonds größere Summen den Referenten übergeben, lleberdies verpflichtete sich die Jugendgruppe, Dollarkupons im Werte von 1000 Dollar sofort zu übernehmen. Auch gelang es, eine Keren Hathora-Kommission zu gründen, 'die ihre Arbeit bereits begonnen hat. Am Abend fand ein.Bankett statt, an dem Oberrabb. Fuchs sowie die Spitzen der Behörden teilnahmen. Basel. Gestern fand hier eine mehrstündige Ausspräche zwischen dem Jerusalemer Oberrabbiner Kuck und Herrn Rosenheim aus Frankfurt a. M. statt, die sich auf die zurzeit aktuellen mnerpolitischen Erez Jisroelfragen, insbesondere auf den Gemeindeqesetzentwurf des Waad Ieurnf 'und die Forderungen der Agudas Jksroek erstreckte. Die Unterredung trug privaten Charakter. Spendenlisten. Aron Koberfond. Elly Ephraim gratuliert Kahn-Kober 2. Rslusch-Lhaudeschspende. Ansbach 44.80. Babenhausen: Emil Kalten 2. Verolzheim: 16. Bergen: N. Heß Wwe. 2. Bechhofen: 13. Berlin: Dr. E. Brasch, Tierarzt 1. Bückeburg: A. Herzberg 5. Dorndorf: N. Ullmann 10. Dortmund: I. Thiel 5. Desden: Israel Wilder 2. Dinslaken: Dr. Rothfchid 5. Dietzenbach: Hem. Wolf 10. Emden: Agudas Jisxoel-Jugendgruppe 10. Frankfurt: Louis Kahn 3, S. H. Katzenstein 5, H. Cisemann 5, R. Lange 3, N. Abraham 2, L. Abrahams 1, Leo Wrefchner 5, Nathan Jeidel 3, S. Mugdan für 3 Monate 15. Fürth: Frau Dr. L. Warzawski für 3Monate 3, Jakob Teßler 2. Günzenhausen: 60. Hamburg: Oberlehrer E. Badrian für 5 Monate 10. Karlsruhe: A. I. I. 39 und 35. Linden: Emil Röttgen 20. Mannheim: Ph. Mendel 40. Marburg: A. I. I. 50. Nürnberg: Ortsgruppe 40, Jugendgruppe 29, 50. Schwabach: durch Rabbiner Dr. Mannes 23. Ströbitz: Dr. med. Sklarz 5. Sprendlingen: Leop. Kaufmann 10. Wiesbaden: PH. Goldmann 42. Wittelshofen: 16.20. Oldenburg: 27.10. - Wildeshausen: Carl de Haas 1.70. Keren Hajischuw. Vückeburg: A. Herzberg 5. Darmstadt: Israelitische Religionsgesellfchaft 32. Halberstadt N. N. 3. Fulda: Rabb. B. Kunstadt 40, HochzeitS. Fr. St. G. 5. Schwabach: Mannes 7. Oldenburg: Lehrer M. Meyberg 3, durch Lehrer M. Meyberg 15.40. Seren Halhors. Mergentheim: Erich Kahn 8. Schmittsfonds. London: Jof. Weil A Pfund, H. A. Goodmanrr A Pfund. Wiesbaden: S. Kornblum 10. Waisenhaus. Malmö: David Goldberg 22. London: Jof. Weil 1 Pfund. Marburg: Frau Rosenbusch 5. Lhattogeld. . Brückenau: Gundersheimer Ehallogeld 62.88. Karlsruhe: durch A. I. I. 20. Dinslaken: durch Dr. Rothschild 3. Frankfurt: Frau Alice Oppenheimer 10. Schwabach: Clara Mannes 10. Malsch (Baden): 31. Schaare Zedek-Hofplkal. Durch Rabbiner Dr. Mannes Schwabach 7. Hungen: Frau Jda Oppenheimer 7. R. 2R. b. H. Aschaffenburg: Leo Schloß 5. Brückenau: Gundersheimer 6.30. Geelfonkirchen: Frau A. Rosenthal 20. Karlsruhe: durch A. I. I. 23. Lrez Jlsro/lfonds. Abterode: Israelitische Gemeinde 7. Archshofen: ©. Obendörfer 3. Berlin: M. Strauß 10, Rut Saberski 3, Raphael Gradenwitz 20, Dr. med. Jak. Levy 5, Jeome Drefuß 20. Bingen: A. Gräber 38. Bensheim: Ad. Bendheim 10. Brückenau: Gundersheimer 2. Dinslaken: M. S. Moses 3, Dr. Rothschild 75. Emden: S. Harysohn 1.50. Eschwege: Dr. Baßfreund 75. Frankfurt: Joel Sänger 3, Jul. Blumenthal 50, Emik H. Lehmann 5, Selma Ettlinger 6, Herm. Apelt 3, Frau Königshöfer 3, Frau A. I. Cohen 10, Adolf Stern 10. Fulda: Karl Goldschmidt durch Dr. L. Herz 2, durch Dr. L. Herz Leop. Strauß-Burghaun 20, Abrah. Strauß 3, Lehrer Strauß 5, S. Freund 20. Fürth: L. Hutzler 100. Gersfeld: Jof. Wenberg 2, Löser Morgenroth 5. Gelsenkirchen: San. Dr. Rubens 15. Hörstein: Hauptlehrer Israel Wähler 11. Harburg (Bayern): durch Herrn Siegfried Stein von der hiesigen Gemeinde, Chalogelder, Thoraspenden, sowie Maskir Nefchomofpenden 180. Höchberg: E. Eldod 6. Kitzingen: durch Rabbiner Dr. Wohlgemut Ergebniseiner Sammlung bei der Hochzeit Goldstein Ichen- Häuser in Fürth 37.90. Köln: Dr. Edm. Meyer 30. Marburg: durch Dr. N. Cohn, Lehrer Pfifferling d, Lehrer Gans 3, Ungenannt und Sohn 11. Neckarbischofsheim: Jsr. Gemeinde 9. Niderstetten: Jsr. Gemeinde 22. Nentershausen: Lehrer M. Katz 21. Nürnberg: durch M. Klugmann 13, für Kalender 14, 10 Fr., 2fl., Teilsammlung bei Plaut anläßlich des- Haschono Rabbo-Lernens 50. Sögel: Jakob Jakobsohn 1, M. L. Meyer 6. Oberlauringen: Steinhäuser 5. Schwabach: durch Rabbiner Dr. Mannes 32.80, Herm. Feuchtwanger 3, Siegfr. Feuchtwanger 1.60, Otta Feuchtwanger 0.60, Dr. Mannes 3, H. Mannes 1. Gemeinde Hüttenbach 40, Nagler 7. Schönlanke: Frau Rabb. Bamberger 10. Schweinfurt: durch Rabb. Dr. Stein (Niederwerrn) r Thoragelöbnisse und Matnasjadgelder 140. Wiesbaden: Dr. M. Sulzberger 20. Berichtigung. In Nr. 46 der Agudablätter vom 13. November muß es heißen: Anläßlich der Varrnizrvohfeier im Hause Jos. Seeberger jr., gesammelt durch Herrn M. Rehfeld- Gunzenhausen, 31.— Mark. Arba-Amaus.' Frankfurt: Leop. Löwenthal 5, Leop. Oppenheimer 6, Jos. Bamberger 6, Simon Schwab 1 qm 1, Hirsch Lob 6, Markus König 5. Merkelsheim: Josua Adler 6. Frankfurt: Gerson Schnerb 1, Elly Cpfraim 5, Sally Golöschmidt 10, Ch. F. Rottenberg 50, Mar Klausner I, Matt. Auerbach 2, Leib Stern 5, Saul Bodner 50, Jak. Wolf 25, Leon Kaczalski, Scholem Dzialorvski 50, Mos. Epsraim Kresch 5, ßipmcfh Kurzweil 1, Arthur Lutz Frankfurt 6.