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Der Israelit · 1924-10-30 · Heft 44 (30.10.1924) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
65 (1924)
Issue
Heft 44 (30.10.1924)
Date
1924-10-30
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 Nr. 18 Aus der Bewegung. Frankfurt a. M. Der in der vorigen Nummer der Blätter veröffentlichte Artikel „Teschuba", von einem schweizerischen Agudisten, entstammt der Feder des Herrn E. B o t s ch k o in Monturux. Halberstadl, 17. Oktober. Gestern fand die ordentliche Generalversammlung der hiesigen Ortsgruppe statt, um den Mitgliedern einen kurzen Rechenschaftsbericht zu erstatten und eine Neuwahl des Vorstandes vorzunehmen. Der Vorsitzende, Herr Dr. Schlesinger, gab einen Ueberblick über die Vorträge, die im abgelausenen Jahr, teils im Verein mit der Jugendgruppe gehalten wurden, wobei er hauptsächlich denjenigen des Herrn Dr. Breslauer-Fürth über „Hawdoloh" erwähnte und über die Veänderung der Anzahl der Mtglieder, die ganz beträchtlich verringerten. Durch den Tod verloren wir 6 Mitglieder, darunter den allzu früh verstorbenen Rabbiner Dr. Eahn-Darmstadt, unser sehr tätiges Mitglied Max Weil, und infolge des allgemeinen Personalabbaus weitere 6 Mitglieder, so daß deren Anzahl von vorjährigen 104 aus 92 zurückging. — Das Geschäftsjahr erstreckte sich diesmal auf fast 1 Jahre, da wir, dem Vorgehen des G. A. entsprechend, von nun ab von Tischri bis Tifchri rechnen und daher diesmal ab Januar 1923 bis Tifchri 1924 (5685) zu berichten hatten. Aus dem Kassabericht sei erwähnt, daß wir im November 1923 an die Landesorganisation im ganzen 117% Dollar und 3 holl. Gulden aus Beiträgen ab führen konnten und im Mai-Juni 1924 für Kopfsteuer und Beitrag zum Organisationsfonds 616 Mark eknnahmen und davon 550 Mark abführten. Auch unser seit einigen Jahren angelegtes Spendenbuch hatte wieder gute Einnahmen gelegentlich aller sich bietenden Anlässe im Kreise unserer Mitglieder zu verzeichnen, die im Sinne der Spender bei Gelegenheit beste Verwendung fnden. Trotz der geringen Beteiligung entspann sich eine rege Debatte, die alle die Agudo bewegenden Gegenwartsfragen mebr oder weniger berührte. So wurde wieder das alte, wohl in allen Ortsgruppen empfundene Uebel des geringen Interesses der Mitglieder und die Frage erörtert, wie dem abzuhelfen sei, ebenso die Schwierigkeit, geeignete auswärtige Redner zu finden, deren Zugkraft man immer wieder als geeignetes Mittel empfiehlt, neues Interesse für die Agudoh zu erwecken. — Nach der Wahl des neuen Vorstandes und zwar der Herren Dr. Schlesinger, Strauß, Königshöfer,Lundner und Max Seckbach wurde die Versammlung gegen 11 Uhr geschlossen. Delmenhorst, 21. Oktober. Hier wurde nach einem Vorträge des Herrn Bezirkssekretärs Boley-Emden eine Agudagruppe gegründet, der sofort eine Anzahl von Mitgliedern beitrat. Es wurden wöchentliche Lernabende beschlossen.: Ludwigshafen a. Rh., 24. Oktober. Am 2. Tag Cholhamoed fand hier eine Versammlung zwecks Gründung einer „Aguda", Orts- und Jugendgruppe, statt. Zu der von Herrn Freireich einberufenen Gründungsversammlung waren die älteren, wie auch die Jugend in großer Anzahl erschienen. An die Versammelten richtete der Bezirkssekretär der A. I. I. O., Herr Markus Posen, begeisternde und zu Herzen gehende Worte, die von der Menge mit großem Beifall ausgenommen wurden. Es hat sich hierbei gezeigt, daß hier ein fruchtbarer Boden für „Agudas Jisroel" vorhanden ist, daß es höchste Zeit war, eine Ortsgruppe zu gründen und würde in Bälde die Ludwigshafener „Aguda-Gruppe" eine Oase für die Pfalz und die nächste badische Umgebung sein. Glücklicherweise hat 'ier „Agudas Jisroel" noch rechtzeitig ihre Tätigkeit ausgenommen, um den Einfluß anderer Vereine auf die Jugend, der leider schon Platz gegriffen hat, entgegenzutreten. Obwohl während der Versammlung von Gegnern der „Agudas Jisroel" das Wort ergriffen wurde, die gegen die Gründung in Ludwigshafsn aufgetreten sind, haben sich trtzdem zirka 50 Personen als Mitglieder der neuen Gruppe eingezeichnet, zu denen noch weitere Mitglieder folgen werden. Bis zur definitiven Wahl einer Vorstandschaft wurden die Herren Weinreb, Freilich und Hoffmann, für die Jugend die Herren Heinemann und Stemmer, provisorisch gewählt. Dien. Die Tagung des internationalen Verbandes für Kinderhilfe begann am 6. Oktober. Einen Punkt der Tagesordnung bildet auch ein Referat über jüdische Kinderhilfe. Das jüdische Hilfswerk der Agudas Jisroel war durch Universitätsprofessor Dr. Max Eisler und Herrn Dr. Deutickländer vertreten. Da die Beratungen auch am Jom Kipurim stattfinden sollten, haben die jüdischen Mitglieds des Welthilfsverbandes ihr Fernbleiben angemeldet. Buenos Aires. In der neugewählten Leitung der Aguda in Buenos Aires kommen sowohl die aschkenasischen wie die sephardischen Gruppen der hiesigen thoratreuen Judenschaft zur Geltung. An der Spitze des Vorstandes steht Her Leb Salzmann, ferner Herr Josef Rosenthal Obermannstellvertreter, Jsser Masol, Abraham Gewenski als Kassierer. Dem Beirat gehören noch Herr Jakob Stahon, Präses der sephardischen Gemeinde, wie auch Aron Frumkin, Tobias Fuhrmann, Chaim Kalodne, Gerschon Ginsburg, Dawid Goldmann an. Nebst der Ortsbesteht auch eine Jugendgruppe. Von dem neuen Vorstande erwartet man eine erhöhte Jntersivierung der Agudaarbeit. Ehrenfekretär des Vorstandes ist N. I. Parnett. Kowno. Die Konferenz der Zeirei Jisroel, die für den 23. und 24. Elul bestimmt war, wurde auf den 29. Tischri verlegt. Am 23. und 24. Elul hat bloß eine Der Israelit Blätter - 30. Oktober 1934 Vorkonferenz stattgefunden. Die Vorkonferenz wurde am 23. Elul vom Präsidenten Hern I. Schmulowitsch eröffnet. Folgende Punkte standen auf der Tagesordnung: 1. Organisation und Arbeit, 2. Programm der Zeirei Jisroel, 3. Vorbereitung der Konferenz, 4. Presse. Nachdem man über all diese Punkte ausführlich debattierte, wurden folgende Beschlüsse angenommen: Der Zeitpunkt der Konferenz wird endgültig mit dem 29. Tischri bestimmt und zur Durchführung der notwendig Maßnahmen ein Organisationskomitee gewählt. . Harburg-Segeberg. Die Agudas Jisroel-Ortsgruppe Hamburg-Altona hat in Verfolg ihrer Bestrebungen zur Hebung religiösen Lebens in den Nachbar- und Provinzgemeinden auch in den Gemeinden Harburg und Segeberg Besprechungen herbeigeführt. In Harburg fanden sich in erster Linie die ostjüdischen Gemeindemitglieder am 31. August zu einer Besprechung ein. Die Herren Henry Pels als Vertreter des Keren Hatauroh-Landesdirektoriums und Herr Osterfetzer als Vertreter der Hamburger Ortsgruppe referierten über die Ziele der Agudas Jisroel und des Keren Hatauroh. Die Harburgen Gemeindemitglieder brachten zum Ausdruck, daß es der Jugend daselbst an einem intensiven, tiefreligiösen Unterricht fehle und baten um Unterstützung eines in jüdischen Disziplinen erfahrenen Lehrers, der täglich zwei Stunden die Jugend unterrichtet und am Schabbos und Sonntag auch den Erwachsenen Förderung in jüdischem Wissen zuteil werden lasse. Die Hamburger Herren versprachen weitgehendste Unterstützung. In Segeberg fand am 16. September in den Räumen des israelitischen humanitären Frauenoereins eine Versammlung der Gemeindemitglieder statt, die auch von benachbarten Gemeindevertretern gut besucht war. Die Hamburger Ortsgruppe war durch ihre Vorstandsmitglieder, die Herren Julius Möller und Salomon Efchwege vertreten. Namens der Gemeinde Segeberg begrüßte Herr Moritz Steinhof die Erschienenen und insbesondere die Vertreter der Hamburger Ortsgruppe. Herr Dr. Möller sprach hieauf in längerem Referat über Rausch-Haschonoh-Gedanken, die Gemeinde , zu religiöser Sammlung und Einkehr mahnend. Im Anschluß sprach Herr Eschwege über die Berufsstellung der Juden in alter und neuer Zeit und mahnte die Gemeinde zur Wiederanstellung eines; jüdischen Gemeindebeamten. Wenn auch in der sich anschließenden Aussprache zum Ausdruck gebracht wurde, daß die Gemeinde Segeberg mit der mit ihr vereinigten Gemeinde Neumünster sich vorerst materiell nicht genügend stark fühle, einen jüdischen Lehrer zu besolden, ist doch zu erwarten, daß mit einiger fremder Hilfe in besehbarer Zeit die noch bestehenden Hindernisse sich beseitigen lassen werden. Ist es doch ein betrübender, unhaltbarer Zustand, wenn auf dem Lande wie hier Zugend und Alter ohne irgendwelche religiöse Unterweisung aufwachsen, so daß die neue jüdische Generation fast ebenso in Unkenntnis über Judentum und jüdische Ideale aufwächst, wie ihre nichtjüdische Umgebung. Spendelllisteü. Aguda-Hauptfonds. Arnswalde: Gebr. Dufchnitzky 10. Barmen: Josef Meyer 3. Baden-Baden: Theodor Köhler 25. Bayreuth: Joses Hirschmann 5. Berlin: Max Polangin 2, Sallin Struck 3, Dipl.- Ing. Ludwig Guttmann 3, Zahnarzt I. Lissauer 10. Berlin: I. Tauber 5, Dr. Isaac Schnerb 5, Gerson Krotowsky 15, Hermann Braun 5, Jacob Jacobsohn 5. Alfred Alexender 2, Heinrich Wechsler 5, Sonia Kost 1, S. Ripinsky 5, Hugo Rosenberger 20, Georg Schindler 10, Herman Katz 3. Josef Schimek 10, Carl D. Silberslein 5, Sally Schani 3. Alfred Mandel 5. Ph. Gerber 2, F. Lorsch 2. Bremerhaven: L. Hahn 5. Bamberg: Max Hirnheimer 25. Brückenau: dch. Emil Goldschmidt-Fstm. 62. Birkenau: Emanuel Löb 3. Bitburg: Ist Meyer 5. Bocholt: S. Pach 10 Bochum: Seidemann 5. Borna: Carl Rose 3. Breithardt: F. Falk 5. Breslau: Luvis Grünberger 1. Cassel: Hermann Schönewald 5. Cöln: B. Rabin 5. G. Ungar 1, E. Zwartz 10. H. Schreiber 3, Frau M. Walter 10. Darmstadt: Frau M. S. Lorge 5, Simon Bodenheimer S. Detmold: Paradin 6. Döbeln: I. Seligsohn 5. Dortmund: Robert-Freund 3, Sally Studzinsky 10. Duisburg: Hermann Plaut 5. Düsseldorf: I. u. I. Cohen 10. Elberfeld: Jul. Gerstle 10. Esens: I. Weinberg 1.50. Eichstetten: Victor Epstein u. Weil 10. Essen: E. Nosenbaum 2, Max Kaufmann 3. ~io|3: Fanny Wetzla 5. ranksurt a. M: Hermann Speyer 10, Hermann Mandel 15, Isidor Hirsch 5. Frankfurt a. M.: Leo Rheinheimer 5, Fritz Dreyfutz 5. A. Hirschkind 10. Freiburg i. Br.: dch. Jos. Dreifuß. Minjan-Spenden 31. Professor Dr. Alfred Loewy 5, Jos. Dreifuß 20. Gelnhausen: John Heymann 5. Gleiwitz: Wilh. Ascher 3. Gütersloh: B. Eisenstein 10. Gladbach: D. Maichand 20. Gleiwitz: Paul Cohn 10. Slogan: Paul Sarne 3. Goldbach: Wolf Oppenheimer 1. Godnow: I. Flatow 3. Göppingen: Adolf Simon 3. Gr. Engelau: Weißseld u. Iacobus 5. Haiger: Herrn. Strauß 5. Halberstadt! Ernestine Helft 5, Albert Kober 10. Halberstadt: I. Nußbaum 96, Dr. E. Hirsch 100 Lst., L. Seckbach 50. Hamburg: Julius Hamlet 10. Hamburg: Ad Wertheim 5, Jacob Teitelbaum 3. E. Badrian 5. Hannover: Heinrich Eichelberg 10. Hannover: Emil Speyer 5, Nathan Wolosker 5, Mark. Lerner 3. Alb. Heimberg 5. Heilbronn: Gebrüder Scheuer 30. Hindenburg: Rechtsanw. Dr. Schaefer 3. Hatzfurt: Sam. Neuberger 20. Ingolstadt: Simon Sonn 5. Kaukehmen: S. Bevgis 10. Köln: Gebr. Alexander 5. Kiffingen: Gebt. Liebmann 5. Kitzingen: Gebr. Klugmann 25. Königsberg: Dr. Paul Hurwitz5. Langenbochum: Frau Emma Wertheimer 3. Langendorf: S. Freimann 3. Leipzig: Schw. Aug. Bachrach 12. Lengerich: Albert Abrahamfon 5. Lohr: Bernh. Hirsch 5. Lübeck: S. Iummann 3. Ludwigstzasen: Louis Freisleben 20, Hugo Herz 10. Mainz: Heinrich Herzheimer 5. Malsch: Kaufmann Hetz 5. Mannheim: Alfred Donny 2. Mannheim: Alsr. Kalter 10, S. Seiserheld 3. Meseritz: Max Räthe 5. Mülh. Broich: Leopold Jakobs 3.50. Münster: Jul. Heimann 2. Neiße: Jul. Kassel 2.50. Nordhausen: I. Emanuel 12. Nürtingen: Ä. Preßburger 5. Neidenstein: I. H. Mayer 5. Neuguttz: S. Baum 5. Neusolz: M. Zuckermann 3. Neuzelle : Adolf Angerthal 5. Oldenburg: M. Meyberg 3. Pr. Friedland: S. Santiel 3. Stuttgart: S. Miedzwinski 3. Würzburg: Alfred -Riesenfeld 10, S. Ansbacher 10. Oberglogau: Salo Hartmann 5. Oberhausen: Jacob Lucas 5. Offenbach: Lotteriekontor Klang 5. Heim. Berber 3, Herm. Hirfcher 3. Oppeln: Rose Kutzner 10. Pfungstadt: Max Kaatz 3. Rbez. Wiesbaden: Ungenannt 10. Rössel: Jacob Simonsohn 5. Rathenow: Karl Kinchmann 10. Salzuseln- D. Andermann 5. Schneidemühl: S. Herzfeld 3. Schönlanke: Frau Rabo. Bamberger 15. Sprendlingen: dch. Lehrer L. Kaufmann 10. Stommeln: Joseph Heymann 10. _ Stuttgart: Ernst Guggenheim 5, Alsted Wolf 20, S. Reichner 3. Tilsit-Splitter: Louis Loofer 5. Ulm: Kohn u. Ullmann 10. Waldenburg: S. Philippsberg 20. Weißenfels: Julius Lewinsohn 6. Werlau: Jakob Meyer 3. Wiesbaden: Frau E. Weinhausen 2. Markenerlös. Halberstadt: Oppenheim 35. ^Hamburg: Jugendgruppe 73. Sammelbüchsen. Mannheim: Sigmund Würzburger 40. 'Siegburg: dch. Jos. Strauß 13. Postscheck -Konto „Agudas Jisroel** in Deutschland: Berlin Ni-, 18901. >i i mini iiiiimni——

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