Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1924)
- Date
- 1924-10-30
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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fieeausgegeBen Dorider Candesopganifaüon den flgudas-Jispod in Veulfvktand w- Jahrgang Frankfurt a. M., den 30. Oktober (924 / 2. Marcheschwan 5685 Nummer \S affe Oefsgvuppen! Ein Sehruf her jüdischen Frauen ist aus Rußland hergedrungen. Die Alikw 0 aus daselbst find fast allenkhallen verschüttet worden. Der Schmerz, die Seelennot wegen der gefährdeten Reinheit des Familienlebens ist erschütternd. Von der Krakauer Tagung liegt der folgende Beschluß vor: «Der Zentralrat beschließt» unseren Brüdern in Sowjetrußland zum Zwecke der Wiedererrichtung der zerstörten ZRifwoaUS zu Hilfe zu fommen.“ Der Geschäftsführeüde Ausschuß hak die Landesorganisationen beauftragt, das Hilfswerk den gesetzestreuen Frauen anzuvertrauen. . Sir bisten demgemäß jede unserer stsruppen, ohne Verzug an ihrem Orte ein FraUenkomikee zu berufen, das die Sammlung voll Geldern alsbald emsig avfnimmt. Än jede jüdische Frau, der die goktgebotene Heiligkeit der Familie kein leerer Wahn ist, ergehe der Ruf zur Hilfeleistung für die Schwestern in Rußland. Die Är uppen woll e n unsfreundlich ft ehestens Mitteilen, was ihrerseits geschehen ist. Eile ist eine gebieterische Notwendigkeit. Sämmlungserträgnisse mögest auf das Postscheckkonto: Gruppenverband der «Agudas Iisroelin Deutschland, Halberstadt, Nr. Berlin überrviesen werden mit dein Vermerk: Frauenhilfe. 2He Candesorgam/affo«. Rabbiner Dr. Auerbach. Goldschmidt. mm mm Einem eingehenden Rundschreiben der Ortsgruppe Hamburg-Altona entnehmen wir die folgenden (gekürzten) Daten: Die ungünstigen Eriverbsverhältnisse haben den Fortbestand der Wohlfahrtsinstitutionen gefährdet. Eine neue Einnahmequelle hoffen wir aus der Sammlung der täglich in Familien, gewerblichen, kaufmännischen und industriellen Betrieben eingehenden ii e f d t? e n auf In- und Ausländsbriefen zu erreichen. Für die Empfänger meist wertlos, werden , solche Briefmarken, wenn, intensiv in weiten Kreisen gesämnielt» mit der Zeit recht nutzbringend bertvertet und aus dein Erlöse die Wü?)lsahrtseinrichtungen unserer Organisation unterstützt werden könnest. ÄÜt Hilfe älterÄ und justMer WiWeder unserer Gruppe, düch durch Beschäftigung Arbeitsloser, wird hie Sortierung vvrgenommen werdest. Die Verwertung kann vorteilhaft durch die kontinentalen und überseeischen Landesorganisationen erfolgen. Wi^ bitten alle Geschäftsinhaber, ihre Lehrlinge mit der Sammlung der täglich auf den Postsachen eingehenden Briefmarken zü beästftragest, Alle vier Wochen sollen die gesammelten Briefmarken an Unsere Sammelfielle, BorNstr. 2, park, links, abgeliefert Werden. Ist ähstlicher Weife kann auch jede Familie Und Einzelperson Mitwirken. Erwünscht, doch nicht unerläßlich nötig ist eine Vorsortierüng der Briefmarken nach Ländern ustd Werten. Grqßeke Wengen werden auf Wunsch abgeholt. Allen Gruppen wird empfohlen» in ähnlicher Weise die Briefmarken aussammeln zu lassen. Vereinzelt wohnende Aguda-Alitglieder wollen ihre Briefmarken-Eingänge monatlich an den Gruppenverband nach Halberslüdt schicken.