Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1924)
- Date
- 1924-08-21
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 Nr. 14 DerJsrae l i t Blätter 28. August 1934 Aguda-Jugendliteratur. Das in Warschau erscheinende hebräische Orgatt der polnischen Zeire emune Jisroel 12^21 weist in seinem Doppelhefte 9—10 überaus reichen Inhalt auf. Dem leitenden Artikel des Herausgebers A. S. Friedmann „Ueber die Lage" schließen sich 14 Beiträge politischer, literarischer und belletristischer Art an. Einige Aufsätze sind der Lubliner Jeschiwoh gewidmet, ein Artikel Dr. Nathan Birnbaum zum 60. Geburtstage. Zu der Fortsetzung der Biographie des Rabbi Jecheskel Landau kommen noch biographische Notizen über den „Rmo". Die Lyrik ist mit hübschen Frühlingsgedichten von A. Ehrlich, 6. Hadler und I. Stofchewski vertreten. Im Feuilleton läuft eine gute Uebersetzung der Vreuerschen „Messias-Spuren". Erfreulich entwickelt sich das in Lodz erscheinende Organ für jüdische Frauen und Töchter apy 71'2. antireligiöse, ein Minister als solcher sollte aber unparteiisch sein. In diesem Falle war es aber leider nicht so." Die Redaktion bemerkt, daß sie mit dieser Veröffentlichung, solange die Verhandlungen über die Jeschiwohfragen noch in Schwebe waren, zurückgehalten habe, um die Situation der Jeschiwoh nicht noch mehr zu verschärfen. Stupawa, 10. August. Herr Sally Guggenh e i m aus Bafel, Mitglied der politischen Exekutive der Agudas Jisroel hat auf der Durchreise am letzten Sabbat hier einen 1J4 ständigen fesselnden Vortrag über seine Erlebnisse und Eindrücke in Erez Jisroel gehalten. Von dem Vorsitzenden, Herrn Oberrabbiner Herzog, aufs wärmste begrüßt, schilderte der verehrte Gast die Verhältnisse namentlich auf religiösem Gebiete und ging dann auf die wichtigsten politischen Probleme ein, namentlich das Verhältnis der Juden zu den Arabern. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Bratislawa, 10. August. Die Anwesenheit des Herrn Oberrabbiner Schapira aus Sanok hat auf das Preßbutger agudistifche Leben starken Eindruck gemacht. Um diese Wirkungen zu vertiefen, hatte der G. A. in Wien Herrn Wolf Pappenheim hierher entsendet, der Braun eine neue Zusammen mit Herrn Generalsekretär Brai 'üie Propaganda der hiesigen Ortsgruppe durch zweckmäßige rivn-Nummer enthält eine Reihe guter Aufsätze aus allen organisatorische Maßnahmen in die Wege geleitet hat. Gebieten des jüdischen Lebens. Ein Artikel von Ä. S. j Kifchinew. (A.I.P.B.) Anläßlich des Trauer- Friedmann behandelt das Frauen wahlrech t/gottesdienste am 29. Tammus zum Andenken an Prof. Die Mitteilungen über die aps' wa-Bewegung eröffnenHaan hat man von zionistischer Seite versucht. Obergute Aussichten für die Lösung der Frage, die in Polen entfernte* die Ruhestöre?' aus** brat am brennendsten ist, der Frage der Mädchen-^ Saale. Der Trauergottesdienst fand dann einen würerziehung. jdigen Abschluß. Die Rede von Oberrabbiner Zirelsohn _ war meisterhaft und von großer Zurückhaltung. Er be-! schuldigte niemanden, er betonte bloß, daß der Umstand, jdaß es zu einem Mord in Jerusalem kommen konnte, •ilHw vvi ‘OCfVvIjUJiy* idaß der Verdacht besteht, der Mörder könnte ein Nächst or n /or ft «> -± komme Abrahams, Isaaks und Jakobs sein, einer der Straßburg, 18. August. (A. I. P. B.) Seck Müt- [ gißten Schläge ist, der das Judentum in den letzten woch. den 50. SMt (29. Tammus) w°,lt S-m,d-put° jz>,z°nni-n hat. Oberrabbiner Schapiro in unserer Stadt, wo er mit großer Begeisterung ausgenommen wurde. Samstag und Sonntag hielt er Vorträge und Referate in öffentlichen Versammlungen, die alle massenhaft besucht waren. Bei der Hauptversammlung wurde er von Grandrabbin Dr. Weill-Colmar begrüßt. Die erste Sammlung anläßlich der Pause während des Vortrags ergab für Keren Hathora 5000 Francs. Wien, 18. August. (A. I. P. B.) Wie wir aus informierten Agudakreifen erfahren, werden jene Wohlfahrtswerke der Aguda, die eine Einladung an die Welthilfskonferenz erhielten, dieser Einladung auch Folge leisten. Es ist in agudistiscben Kreisen wohl bekannt, daß die Welthilfszentrale nebst der Wohlfahrtsarbeit eine starke politische Tendenz in national-zionistischem Sinne verfolgt, indes wollen sich die agudistischen Wohlfahrtsorgänisationen nicht von vornhinein von der« Welthilfskonferenz lossagen. Sie machen ihre Mitarbeiter an der Konferenz von dem Geilte abhängig, die dort zutage treten wird. Sollte es gelingen, eine völlig apolitische Atmosphäre zu schaffen, so wird sich sicherlich eine Möglichkeit ergeben, mindestens auf sozialem Gebiete eine koordinierte Arbeit zu erreichen. Basel, 18 .August. (A.I.P.B.) Unter der Leitung des Herrn Sally Guggenheim hat die Agud a s I i s r 0 e l in der Schweiz in Allschwill eine Ferienkolonie für notleidende deutsche Kinder eingerichtet. Ritowo (Litauen), 18. August. (A.I.P.B.) Die Familie Kruskal von Newyork und Frankfurt a. M. hat zum Andenken ihres Vaters, der in Ritowo gelebt hat, ein Haus für eine Talmud Thora-Schule gebaut. Die Spender haben das Schulhaus wie die Leitung der Schule „Agudas Jisroel" übergeben. Die feierliche Uebergabe hat bereits stattgefunden. Telkschk, 18. August. (A. I. P. B.) Die im orthodoxen Geiste geführte höhere Mädchenschule in Teltschi ist nun jetzt ganz ausgebaut. Der Unterricht im neuen Schuljahre beginnt am 17. August. üowno. (A. I. P. B.) Das „Jüdische Leben" in Kowno veröffentlicht in seiner Nummer vom 1. August folgende bedeutsame Notiz: Anläßlich der Veröffentlichung des offiziellen Communiques der Regierung, in welchem von oen litauischen Jeschiwoth die Einführung der profanen Lehrgegenstände verlangt wurde, erschienen in den verschiedenen orthodoxen Organen Angriffe auf Minister Rosenbaum, der als mitschuldig an einer derartigen Wendung der Dinge hingestellt wurde. Herr Minister Rosenbaum hat protestiert gegen diese Beschuldigung, er hat sogar eines der angreifenden Organe, die „Jüdische Presse" in Wien gerichtlich verklagt. Zu einiger Aufklärung der Sache mag folgendes dienen: Zu einer Delegation der Agudas Jisroel, die am 20. März d. Js. eine der einflußreichsten Persönlichkeiten der Regierung in dieser Sache aufgesucht hatte, äußerte sich die betreffende Persönlichkeit folgend: „Ihr wisset, daß meine Stellungnahme zu dieser Frage eine possitve ist, öfters habe ich ja die Gelegenheit gehabt, meinen Standpunkt dahin zu präzisieren, daß den Jeschiwoth dasselbe Recht gebührt wie den übrigen Hochschulen. Die Sache hat aber letztens eine andere Wendung bekommen. Der Minister der jüdischen Angelegenheiten, Herr Rosenbaum, hat erklärt, daß die Jeschiwoth von ihren Zöglingen weder beim Eintritt in die Anstalt einen Zensus verlangen, noch einen Examen beim Austritte aus der Anstalt." Auf die Bemerkung eines Mitgliedes der Delegation: „Bei uns wie bei euch gibt es areligiöfe Führer", hat die betreffende Persönlichkeit geantwortet: „Ja, auch; Kifchinew, 18. August. (A. I. P. B.) Mitte Aw wird die erste Nummer des Wochenblattes „Der Func" erscheinen. Jerusalem. 18. August. (A. I. P. B.) Rabbi Abraham Grodzenskr, einer der Leiter der Slobotkaer Jefchiwa, kam nach Jerusalem. Seine Ankunft steht mit der Ueberüfhrung eines Teiles der Slobotkaer Jefchiwa nach Jerusalem im Zusammenhang. Tiberias, 18. August. (A. I. P. B.) Die bei Beginn dieses Schulsemesters ins Leben gerufene orthodoxe Mädchenschule nimmt eine gedeihliche Entwicklung. Die erste Abteilung ist bereits im vollen Betriebe. In allernächster Zeit wird auch die zweite Abteilung eröffnet. Tiberias, 18. August. (A. I. P. B.) Mit großen Feierlichkeiten wurde am 1. Tammus das 25. Jubiläum der Gründung der Jefchiwa „Or Thora" in Tiberias begangen. Nach Abschluß der gelernten Traktate hielt Oberabbiner Rabbi Mosche Kliors die Festrede. Spendenlisten. Rausch-Eharrdeschspende. Berlin: 179.50. Birstein: 16.— Halberstadt: 23.-, 7.50. Karlsruhe: 55 —, 45.—. Nürnberg: 39.70. Oldenburg: 14.40. Sprendlingen: 10 — Schwabach: 21.—. Keren Hajifchuw. Breslau: Martin Friedländer 10.— Efchwege: L. S. Brinkmann 200.—. Treuchtlingen: Hochzeit Lang-Dr. Pereles 20.—. Schaars Zedek-Hofpilal. Treuchtlingen: Hochzeit Lang-Pereles 17.—. Dr. Lahn-Haus. Fulda: Frau Levi Nutzbaum 12.60. Köln: Frau Dr. Cahn 10.— Chattogeld. N. N. 4.-. Heilbronn: Adas Jefchurun 6.—. Schweinsurt: Madnas Jad 7.60. Keren Halhora. Wormditt: Lehrer und Kantor W. Simon 5.—. R. rir. b. h. Breslau: dch. Emil Breslauer 1.—. Fulda: Frl. Paula Löwenstein 6.—. N. N. 1.20. Siegburg: Jos. Strautz 5.—. Grotz-Strehlitz: Dr. S. König 15.—. dch. Dr. Mannes Schwabach von N. N. 5.—. Schweinsurt: Matnas Jad Spende 3.70. Erez Iisroelfonds. Andernach: Moses Fuchs IM.—. Alsfeld: Hugo Rothschild 3.—. Breslau: dch. Emil Breslauer 40.—. Berlin: Sally Rothstein & Frau 20.—, Moritz Merzbach 10.—. Fulda: (Sammlg. bei Berlbg.) Dr. Leo Cahn 36.— Dr. L. Herz 10.—. Frankfurt: N. N. 6.—. A. I. Wolf 50.—. Gestemünde: I. Feldbrand 10.—. Hanau: Lehrer Sulzbacher 10.—, Karl Sulzbacher 10.—. Heilbronn: Adas Ieschurun 13.—. Nürnberg: Moritz Klugmann 133.30. Pfungstadt: M. Mainzer 3.—. Sögel: Lehrer Speier 40.45. Siegburger A"fruse und Madnas-Jadspende 18.50. Tiesenort: Salomon Ullmann 10.—. Schweinsurt: Madnas Jad 50.-. Schmittafonds. Alsbach: Gemeinde 3.—. Berlin: Dr. Auerbach 23.—, Dr. Auerbach 86. Brückenau: Frau L. Hecht 5.40, Gundersheimer 10.50. Breslau: Marttn Friesländer 20.—. Franksttrt: Eugen Ettlinger 8.—, B. Girdiski 3.—, M. Brin 1.-, Leop. Löwenthal 1—, dch. Synagogengemeinde Israel. Religionsgesellschaft 91.— Rufs. Poln. Bes Hamidrasch 82.01, D. I. Weil 50.—, Lyon Seligmann 2.—. Gemeinde Rödelheim w- 0. 36.50. Minjan Königshöser w. 0. 41.—. Minjan Direktor Lange s. A. w. 0. 43.10. Minjan Liebman Baer w. 0. 80.—. Synagoge Niederhofheim w. 0. 54.—. Krias Hatauroh Verein w. 0. 10.—. Dr. H. Perser Frankfurt a. M. 10.—. Ergebnis der Sammlung Synagoge Hermesweg 10. Minjan Königshöser w. o- 2.— Bes Hamidrasch Ostendstratze 18 w. 0. 41.—. N. N. 2._. N. N. am Lag b'Omer 1.—. Fulda: dch. Dr. L. Cahn 62.40. Fürth: dch. Rabbiner Dr. L. Breslauer M. Mayer 10.—. Schloß 10.—. Höxster jr. Io—. Höxster fr. 5—. S. Koschland 5,—. E. Neumann 5.—. Scheinin 5.—. Jak. Koschland 5.—. Schatzmann 10.—. Max Teitz 10.—. Lehmann 4.—. Zuckermann 3.—. Felsenstein 20.—. N. N. 7—. N. N. 1.—. M. Cohen 5.—. Man 6.—. W. Königshöser 10.—. M. L. Lion 8.—. M. Heinemann 3.-. Isidor Heinemann 2.—. Sam. Dachauer 6.—. Cramer 3.—. Neuburger 6.—. L. Fellheimer 10.—. König 5.—. Bachhöfer 10.—. Gunzenhausen: M. Rehfeld 6.-. Heilbronn: Adas Jefchurun 20.—.' Karlsruhe: Israel. Äeligionsgesellschast 355.—. Oldenburg: Lehrer M. Meyberg 3.—. Schwabach: Rabb. Dr. S. Mannes 11.— Treuchtlingen 40.—. dch. Rabb. Dr. Ansbacher Stuttgart: Hugo Fröhlich 10.—. Jul. Friedman 3.—. Karl Kahn 4.—. Dr. Ansbacher 2.—. Seligman Kahn 1.—. Leop. Deutsch, Wiesbaden 2.— Aguda Hauptfond. Egelsbach: Daniel Katz 5.—. Verantwortlicher Schriftleiter: G. Goldfchmidt in Halberstadt. Postscheck - Konto des Landesverbandes der 99 Agudas Jisroel“ in Deutschland: Berlin Nr. 18901.