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Der Israelit · 1924-08-07 · Heft 32 (7.8.1924) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
65 (1924)
Issue
Heft 32 (7.8.1924)
Date
1924-08-07
Page
– (sequence 16)
Language
German
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MM wgimfr te Mauer von Ierusale Hire Völker haben nichts gelernt, sie sich^als die Krone der Schöpfung, un ^MängliEHgsiß. und DWFchoch nW Mmal mstzr MeMeM Meine ^MHwgeborM, Dnken Mn Tier> Wnken untMHieWlufe W Weres hinab. Denn ein Tier hat Erbarmen, sie Habens nicht gekannt. Und deshalb Habens die ÄWer nicht begriffen, weil durch all die JahrhuNoerte hindurch ihnen -der Lehrer gefehlt. Wo war unser Mlsches Empfinden, wo war unsere göttliche Seele? Haben wir aufgeschrieen in güälvollem Entsetzen, haben wir die Hände, in Scham errötend, vor unser Antlitz, das in EoMsähnlichkeit geschaffen ist, gelegt, wenn wiederünd wieder die grauenvolle Kunde Tös Wördens gekommen? Nicht nur Glocken haben Sieg geläutet, vielfach entstellt und mißbrauch gMM HM das Gotteswört züch Anwalt Mr GMaltUtzd des Mo'rdens machen zu können, r^nd.dgrunt, weil die Täürph aus Unserm Lehen geschspuitdep, weil einst schon im heiligen!Lande das Prinzip der Macht die Tauroh verdrängt, weil man glaubte, eilfertig die Stufen des Altars etllftmrtßnjiCtötmefr,.mell wHl äußerlich der JBeg,pon der Wüste Hm Hinsii und vom Sinai zum Heiligen Lande, aber .nicht im heiligen ^ände zur geistrg-sittlichen Höhe des ZioWemv'elL sönd.eM zu den, Hohen der goldeM Hälher hon Dan und Äerscheha geführt, därtich erreichte uns M 17/. Tamus. M . MnMal hat an diesem Tage-unsere Mnen UüMck/'MroffH.. hatte Gott, per- LraüeÄ dem Volke, Moscheh zu. sich berufen,, ihm die (hesetzestafeln zu geben, da Men wir Jisröel in HHer überragenden MehrWttin die alten Zweifel und in alte Lleingläudigkeit zurückfinM. hören, wie es einen Mittler Mlangt ah Stelle des Moscheh, Men.ein goldenes. Kalb in 'seiner , Mitte, hm . Heltzes das Pytt seine TaHe MfstM,(Wd'/dräuWn 'am. Fütze. ' des Berges steht Mdscheh Md seinen Händen ist das Kostbarste, entsunken, das Gott fernem Volke zu gehen hatte, die tafeln des Hundes. Tenn Gottes Finger war auf ihnen sichtbar,, nür durch ein Dsundet hielten sich die Buchstaben, denn durch die Materie hindurch dringt der Geist und zwingt den Stoff, wie die Seele den Körper zwingt, mit einzutreten in die Sphäre .des Göttlichen,. da bleibt kein Raum für Irdisch-Vergängliches^ das im Gegensatz stände Hm Göttlich-Ewigen. da ist alles göttlich Ein Volk, das d i e Tafeln sein Eigen nennt, bedarf d a s Volk eines Mittlers, kann das Volk der Egel- Sünde verfallen? Und doch, für die Göttlichkeit der Tauroh, für ihre bindende Kraft auch für unsere Zeiten spricht nichts so sehr wie gerade jener 17. Tamus, der erkennen ließ, daß das Gesetz über dem Volk stand, daß ein langer Weg noch gegangen werden muhte, bis die Menschen, denen es gegeben, sich zu feiner restlosen Erfüllung hinaufgerungen. Menschensatzung spricht zu Menschen, Gottes Wort zum Gottesvolk, fordert, ungeachtet der Ferne des Zieles, unablässig zu streben, bindet sich' nicht, modelt sich nicht nach den Zeiten, patzt sich nicht den Zeitverhältnissen an, sondern fordert, daß die Menschen aller Zeiten die Richtschnur ihres Handelns sich bei ihm, dem Eotteswort holen, denn nur hier, in den beiden Tafeln, liegt die Wahrheit. Für die zerbrochen am Boden liegende Wahrheit ist unfern Vätern dieselbe Wahrheit in derselben Form noch einmal gegeben worden, und die zerbrochenen Tafeln mutzten zum warnenden Andenken mit aufbewahrt werden, ins heilige Land, in den Tempel sind sie Momchen, aber des V o l k e s H e r z, den iPlätz, den sie sich erobern sollten, haben sie ni cht eingenommen. Und so konnte es geschehen, datz an Stelle des' Opfers, das den Belagerten zur Zeit des ersten Tempels von den Belagerern täglich in einem Körb hinaufgereicht wurde, dhß an Stelle des Lammes, das Gott jeden Tag Mit Sünnenauf- und Sonnenuntergang gebracht worden ist, datz an Stelle dieses Lammes ihnen ein Schwein gereicht wurde. Und der Talmud erzählt, das Schwein habe fich gegen stemmt und die e: GruAMsten der Erde DWMÄ. drerWäulen die e iskMz MauroM die W^Mtzes. und M Zweite M der MWeK>ienft-/W dessen Stelle war der Tempel dienst getreten, und die drWe M Gmillpschetzed, aber chatte man den Menschen Liebe erwiesen, wenn die Liebe M o t t ÄsgeyiMr fehtte? Wohl ist noch einmal am 17. Tamus die mste Bresche in Ierufglems Wägern gelegt worden, wohl haben Fremde am 17. Tamus de.n schon entweihten Tempel durch Aufstellen eines Götzenbildes noch Ni e h r eutwAhen zu WMM geglaubt, haben Fremde am IT. TamNS eine Pergamenttolle, auf der die Gottesworte .sestandM, MMrgnnt, «her dem T7. TLMUK. U nicht der Untergang der Tauroh. ' Die Sage erzählt: Die. Stadt Rom wurde boü dem Vrüd.erpaar RMulus. und. RemD es zuzufchreiben, datz Ue Äm Leben blieben» Wolfsmilch pulste in Wen Mdern, auf wölfische! jMi war ihre Stadt aufgebaut, dem Prinzip, d'üs in der Macht seinen Gott sah, Italien zum Opfer, ihm zum Opfer Mrihago, Gallien Germanien, Britannien, fiel der. ganze Orient zum Opfer. ... v . :V Und als M VieMH WbW »Mge dch: ersten HeMelbelageruM peHrichM, Md alsHieMacht-- hMr desjüdischen SMMMöMm gläubteü, itz Assimilation an die auf Macht üjid>Heer ihren Bestand gründen H HüssM dä-siel Matz gegen^MM ^ch:/Staat " Prinzip zum DHer,Lindem.Mi^tt zmyi Werkzeug selmev BerütWW.Wch MchmoLs drtz^ WHeben Tagen d en Maat sich.auserW, W,; aus reiner 7TeM verZlMnete, der dochatteinimstande gewesen! wäre, Iisroel zu Een, M Mdüchteke die auf-! gehende Sonne des 9. Ako einen Tempel, deffey! von innan fchmgls, -Wch mMn, sich er-- weiterten, weil das geistige Licht votn Heiligtum' aus die ganze Nation. durchdringen sollte, A-! überstrahlt von her Prändfackel des Römers»' Aber wenige Tage zuvor hatte Gott seinem Volke den Weg gewiesen, der zur Rettung Wrte. In einem Sarg flüchtete der geistige Führer des Volkes, der greise Rabbon Äochanan ben. Sakkai und erhielt vön dem Römer die Erlaubnis, eine Schule zu gründen. Diese Tat des Rabbon Jochanan ben Sakkai ist richtungweisend für die Wanderschaft des jüdischen Volkes durch die Jahrtausende geworden.. Das Land ging uns verloren, weil die Tauroh, weil Gott ihm fehlte. Die Tauroh gilt es wieoerzuerwerben» wenn das Erlösungswerk der natronalen Wiedergeburt gelingen soll. Wohin es führte tau r o h l o s den iüdifchen Staatsaufbau zu versuchen, das berichten uns die jüdischen Zeitungen der letzten Wochen zur Genüget Wir aber glauben, datz auf den Tafeln , das: Dü sollst nicht morden, gesagt würden ist ohne Einschränkung, ohne Klausel, ohne Einteilung in Mord, den ein Individuum, oder Mord, deu ein Staat begeht, ohne Unterscheidung eines Morgens aus Lust am Morden, 'öder eines Mördens aus „vaterländischen" Motiven. W i r glauben, datz es der Geschichte des jüdischen Volkes ins Gesicht schlagen hietze, wollten Menschen einen Staat unter den Staaten gründen,' und wir finden unsere Ansicht bestätigt in den siebenmal sieben Tagen vom Anfang des Monats Mül bis zu dem Tage, da düs .iuyffih die große Hilfe erfleht. Unsere Väter haben die siebenmal sieben; Tage der Aumerzahlung nicht verstanden, habeg! nach siebenmal .sieben Tagen Mr PeMarmWi ihre staätliKe Selbständigkeit eingebüßt, w i r, j müssen in den siebenmal sieben Tagen voin; T Mul iß ßi. TiHrtz die WMapz Mhen^ im Zeichen des Schöfär, Ms ^zu Gott Minden steht, wenn ein Rausch haschonoh eintreten soll, mutz ein Iaum hakippurim zum Si MhrenWM vollen Hingabe a»Ma8»^FürsorM! Md LWung. d a wahfe?' Wrlanz Mr. am En^e büWrlichMUMes zeitigt sicherlich kein allzu gutes Ergebnis. Ein guter Kaufmann mutz also versuchen, Kompeüsationen auf anderem Gebiet zu schaffen. Ftzx - UWWDDrur auf? j ü d i s ch e m WegeTiegen. Unk» Häzü ruft dgL i Schofar, zu diesen KoiMensationen aus geistigem! Gebiet, rufen uns die Tage zurück, da .aüZ der Asche des Tempels, die Schule zu AEne! KWl»/MMchÄ.--.Mben,erweckt'ünd alle ckoWsen- ,den Geschlechter befähigt helfen an der großen Aufgabe, d^em. ^»olus Schechinoh, der Verbannung Gottes/ her sich m iTTeinem Volke im Gölüs 'befmdel, M 'Gnde ' zu bereiten. Ein jeder hat die Pflicht, und ich meine, gerade hier im Rheinland, das so viel äußeres Elend, so den ganzen Druck und die grausame Schwere der Kxeuzzüge erlebt, getreten, gemartert, giemotdet wurde, ' und, Als: Mtwort daraüf doch eiü. heW!W Geschlecht jüdischer tSeistesh'elden geHifigt/chat/gerade' Wr ist heute wieder die Möglichkeit gegeben, der Idee des reinen Judentums zum Siege, zu verhelfen, fm Mischen -Zentrum.. ges; RheHlMds, in;Kölm,. Wir WollenvEuch.■ ■,Msexe HrM gebt Ih r uns Eure Kfn d ex. Eine kleine Spänne nur der 70 Jätzre^ an deM Ende chas grotze SchofM uM dor Gdttes Rlchterstühl rüft, Tage, Hn-Äühr nür/ 'klttnl selbst gemessen' an den Jahren, dü unsere Müder den Keim fremder, Unjüdischer Kulturen in fich äüfnehmen, da fke ntit' der. -SPO 'a ch' d' GM des /Römer-reiches M der Sp r a ch e - auch den ‘<§Mst'-''des-HÄlenisnms -ÄnckMM und >Gr> Herz doch leer bleibt, weil 'es des fü di sich e-n Geistes k einen Hauch verspürt; En- 'Iaht: nur; das ihnen den Rückhaltden sittlichen Halt für ihr Leben gibt; weil sie in ihm zählen lerüeü, die Tage hinzählen zUM Schabbos die Wochen hin zum-9» Arv, üm zu begreifen, waMM wir Wandern, die Wochen zu Jahren; um herein Rausch haschonoh herbeiführen zu von dem es And Ihr - werdet Mich suchen und so Ihr mich Nur suchet mit g'anHm, ungeteiltem Herztzn.. Und ich Hmnie Euch 'entgegen und Mre Euch agf die Höhe sittlicher Reife, und ich sammle Euch aus all den Völkern, dahin ich Euch verstötzen uüd x ch bringe Euch zurück an den Orf, von dem rch E einst habe vertreiben müssen, spricht Gott. Konerpoeaenren « kaedriedien. Köln. Der Verein für die jüdischen Interessen Rheinlands hat seine von früher her bekannte rege Tätigkeit wieder begonnen. Er höt in diesem SomMer schon zwei gröbere Bezirkstage ab gehalten. Die erste fand unter guter 'Beteiligung in Neuenahr statt. Auf ihr sprachen der Vorsitzende des Vereins, Herr Nathan Kahn, Herr Rabb. Dr. Wolf über das Thema: „Warum wandern wir?" und Herr Rabb. Dr .Jacobs hielt den an erster Stelle in der heutigen Nummer abgedruckten Vortrag: „Sommerzeit". . Am 27. Juli fand in A a ch en eine ebenfallsfehr gut besuchte TagÜng statt, auf der Hetr Nathün Kahü züjiächst die Ziele Hüseres^ Peteins einer zÜm., Teil unsren ÄnschaÜungen noch fernstehenden Üeffentlichkeit -darlegte uüd sodann H.etü.'.Äckbb.,.'Dr...'WöE das Thema: „Ferien v.v xn Ich" HHändelte. Beide Versammlüngen hatten große Erfolge. Die nächste Bezirkstagung soll am 31. August in Dinslaken stattfinden. Es w.ird schon jetzt auf diese Dersammlung prit der^Bitte Um Zahlreiches Erscheinen Hingewiesen.

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