Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1924-07-10 · Heft 28 (10.7.1924) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
65 (1924)
Issue
Heft 28 (10.7.1924)
Date
1924-07-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2450286-2450313--71397-2528709
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

10; Juli 1924 MindA MMWMk Wen dafür zu ÜÜäuSlöfchlichem Tarife verpflichtet. Für das Lehrerkollegium ergriff Herr Baruch Stern das Wort, um in historischer Darstellung die schrittweise Aufwärtsbewegung der Anstalt unter der Leitung des scheidenden Rektors zu kennzeichnen. ihm Hr all die Anregungen und. Belehrungen zu danken, die er aus dem" reichen Schütze seines-jüdischen Wissens und seiner pädagogischen Erfahrungen den Kollegen dauernd gespendet und für die mustergültigen, menschlichen Beziehungen, in denen er alle Zeit zu den Mitgliedern des Kollegiums gestanden habe. Die Schule hoffe, daß sie sich des Rates und der Mitarbeit ihres ehemaligen Rektors, der ja weiter im! Schulgebäude wohnen werde, auch künftig erfreuen I dürfe. In längerer launiger Rede, die durch eine Fülle , geistreicher Thoraworte gewürzt war, antwortete der Gelfeierte auf diese Ansprachen, indem er sich bemühte, die ihm zugeschriebenen. Verdienste nach Möglichkeit zu verj kleinern: er habe nichts getan als feine Pflicht und . sei dankbar gegen den Lenker der Zeiten, daß ihm vergönnt gewesen sei, seinen Namen mit der Aufwärtsentwicklung der Schule verknüpft zu sehen. Zum Nachfolger des Herrn Rektor Falk ist, wie uns!,nitgeteilt wird, von den Gemeindebehörden der dem | Lehrerkollegium feit Jahrzehnten ungehörige Mittelschullehrer B atu ch St er n ernannt worden. Der neue Rektor wird sein Amt mit Beginn des neuen Schullquartals antreten. Liwjath Chen-Verein. Im Liwjath Chen-Verein' fallen an den kommenden des ganzen Julimonats die M i d r a s ch - Vorträge wegen Abwesenheit des . Dozenten -a u s. Die! Wiederaufnahme wird an dieser Stelle bekanntgegeben werden. Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Kommenden Sonntag, den 13. Juli: Gemeinsamer > Ausflug der Jugendgruppen Frankfurt a. M. und Bad Homburg für Herren nach dem Taunus. Treffpunkt für ' Frankfurt: Hauptwache 7,50 vorm. Führung: Fritz Stern-Frankfurt und Theo Rosenthal-Bad Homburg. Gäste willkommen. Alax Philipps in In der Blüte feiner Jahre aus der Vollkraft seines Berufes wurde unerwartet nach kurzem Kranksein der! allseits geachtete und bekannte Herr Max P h i l i p p s | bem Kreise der Seinen entrissen. Wer seine Liebe und Treue, seine Aufopferung und Hingabe für seine engere und weitere Familie gekannt, weiß den Verlust und den Schmerz zu begreifen, welchen seine teuern Hinterbliebenen durch seinen allzu frühen Heimgang erlitten Neben seiner Familie war er auch vielen Armen und! Notleidenden ein edler Spender und warmherziger; Wohltäter. Von. religiösem Hause stammend, blieb er.! diesen hohen Traditionen allzeit treu, und gehörte er zu den gewiß nicht zahlreichen Gewerbetreibenden, die immer die Zeit finden, 'n rnwy*» rrnyrtVi Frau Emil Isaak mr* rrasan Früh vollendet ihre Lebensreise und den ewigen! Sabbat angetreten, hat letzten Freitag morgen Frau!Betty Isaak. Eine Frau, ganz Liebe und Güte, Gemütstiefe und Geistesadel, war die Dahingeschiedene eine ,®n na miM/ , deren Geist unsichtbar ihren Kreis belebte, wie der stille Wasserquell die Landschaft tränkt und zur Blüte bringt. Eine Tochter des unvergeßlichen j Julius Jeidel bv, stand sie in 37jähriger harmonischer Ehe einem Manne zur Seite, dem sie Helferin und Mitarbeiterin ward an allen Werken der Liebe, die den Aufstieg des ihren Vaternamen tragenden Welthauses i krönen. Einer treuen Gattin und liebevollen Mutter mit goldenem Herzen ohnegleichen, kündeten Schatten tückischen Leidens frühen Lebensabend an. Aber Gatte und Kinder verstanden es so viele Strahlen sonniger Liebe auf diese Leidenszeit der Teueren zu leiten, daß ihre Seele in Liebe und Glück verklärt von dannen schied. Möge sie..M» sein für die schwerbetroffene Familie nm«i pr' Wir Verehrung und Teilnahme am Leid der allgeschätzten Familie füllten am Sonntag früh schön vor der angesetzten Zeit die Friedhofshalle der Israelitischen Relizionsgesellschaft bis zum letzten Platze. Herr Rabbinatsusseffor Gerson Posen widmete der Verstorbenen, an Mirjam anknüpfend, deren Verdienst der Talmud den Wunderbrunnen in der Wüste zuschreibt, herzliche Worte treuen Gedenkens, sraxin 5«r Geschichte des Hauses Rothschild. Aus dem Nachlaß des Herrn Wilhelm Posen V"*t hier, veröffentlicht das hiesige Gemeindeblatt einen interessanten Brief, den Freiherr Carl Mayer von Rothschild in Neapel, der Vater des Freiherrn Wilhelm von Rothschild in Frankfurt an dessen Jugendiehrer Rabbi Salomön Jacob Posen im Jahre.W43 ge- Der s r a e l < 1 Snhattsüberstchr. 1. Leitart ik ei: Jacob Israel de Haan y-z. — 3. Wochenrundschau: Zurück zum Lehrerberuf. — Rumänien. — 3. Homiletik: Rabb. Dr. Winkler, Kopenhagen: Ungewöhnliche Merkwürdigkeiten. — 4. Kleines Feuilleton: DavtdPineas, Frankfurt a. M.r Die göttliche Wattung. — Bücherbesvrechunaen. — 6. Au ffätze: A. Altmann, Oberrabb. in Trier: Die Epochen des Niedergangs und die Genien des Aufstiegs in der jüdischen Geschichte. — 3. Korrespondenzen und Nachrichten: — 7. Personalien. — 8. Briefkasten. — 9. Frankfurter Berichte. —Bereinskalender.— Gebetzeiten.— 1V. Feutleton-Beilage: S. Schachnowitz: Die Messtasbraut. — Heinrich Lion, Grünstadt Die Frau mit dem Talis. richtet hat, als der junge Freiherr von Rothschild im Alter von 15 Jahren hier in Frankfurt bei Rabbi Salomon Posen lernte. Der Brief lautet wie folgt: Herrn Solomon Jacob Posen Frankfurt a. M. Neapel, 23. August 1843. In höflicher Erwiederung Ihrer w. Zuschrift vom 8. ds. M. danke ich für Ihre Mitteilungen wegen meines lieben Sohnes Willy. Sie zeigen mir darin an, welche Bücher Sie mit ihm lesen unter anderem niaVn trnm, rro» worauf ich Ihnen aber bemerken mutz, daß ich dieses und ähnliche Bücher nicht paffend für einen jungen Meiischen von 15 Jahren halte, der ein Geschäftsmann werden soll und kein Theolog, das Studieren solcher Bücher kann bei ohnedies schon reizbarem religiösem Gemüth, wie das meines Sohnes gefährlich werden: ich ersuche Sie daher vorerst bis ich zurückkomme diese Bücher bei Seite zu legen und nicht mit Willy zu lesen. Beschränken Sie sich gefl. auf die 5 Bücher Moses und die Propheten, von letzteren bitte ich sogar den Jeremias und ähnliche wegzulassen weil deren Inhalt zu ergreifend für ein junges Gemüt ist. Dabei wünsche ich, daß Sie meinem Sohne vorstellen, wie es in unserer Zeit nicht hinreiche die hebräischen Bücher die ich ihm zu studieren erlaubt zu verstehen, sondern daß man von einem Geschäftsmann, was er doch werden soll, eine vielseitg wissenschaftliche Bildung und ausgedehnte Sprachenkenntniß erfordert und doß er dadurch in den Stand gesetzt wird, ein brauchbarer Mann zu werden, tüchtig im Geschäft und mitwirkend zum Guten im Allgemeinen und unsrer Glaubensgenossen ins Besondere. Bei Ihrer eignen Einsicht zweifle ich nicht, daß Sie von der Richtigkeit des soeben gesagten überzeugt sind und meinem Sohn einflößen und bitte ich Sie daher ausschließlich im Unter richt alle diejenigen Bücher sorgfältig zu vermeiden die zu tief in die Religion eindrrngen wollen oder einen Anstrich vom Mysticismus haben, denn ich kann Sie versichern, die Berichte von der großen Frömmigkeit meines Sohnes beruhigen mich, so daß solche mich zu einer früheren Abreise nach dorten veranlassen können, um meinen Sohn auf der Straße der richtigen Mitte zu erhalten und von denjenigen zu entfernen die ihm exagerierte Sachen in den Kopf setzen können. Seien Sie so gefällig und geben Sie mir alle 14 Tage einige Linien Bericht was mein Sohn bei Ihnen lernt welchen Brief Sie H. Blanvalet zur Beförderung geben können. Freundlichst grüßt Sie gez. C. M. Fr. y. Rothschild. Die Furcht des besorgten Vaters, der die Hinneigung seines Sohnes zur Orthodoxie natürlich für ein Unglück hielt, erwies sich bekanntlich als wohl begründet. Wilhelm von Rothschild fuhr fort außer den „5 Büchern Moses und den Propheten" nicht nur den gefährlichen Jeremias zu studieren, sondern er gewann auch Eingang in die talmrchische Wissenschaft und reifte dort zu anerkannter Meisterschaft heran. Bereinskalender. (Wegen Raummangels verkürzt.) Merei« Mekor ßyajim. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge -©inim*; Herr Rektor Falk, — 12V« Uhr in der Frauensynagoge der Klaus rvDK '•pio; Herr Professor A. W eyl. — nachm. 4V« Uhr (Hörsaal) „Mikro": HerrDr.W.Hofmann. — 1 Stünde vor Nacht „Mi d r as ch"; Herr Michael Ko hu. Jahrzeits-Stistungen: Sonntag, Ludwig Bender-Stiftung. Dienstag, Adolf Dann-Stiftung. Donnerstag, Eva Friesländer geb. Strauß- Stiftung. Freitag, Max Munk-Stiftung. Agudas Zisroet-Hrts» und Augeudgruppe. Alltäglich von 8-12 Uhr vorm.: Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. Dozent: Herr Herz Halvern. Alltäglich v. 12—1 Uhr: Schiur; Das Iaumi. Nr. 28 Sette 7 Alltäglich im Anschluß an tt^mrban, Gemoroh SMhtzdrin. Dr. Ehrmann. rav Porm. 9Vs—li Uhr: Nsa; Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42, 3. — Vorm. V211—V2I2. Uhr: Kizzur. Schülchan Aruch; Herr Louis Kä hu. -7 ll^r-12 Uhr: jvax’pns; Hermann Frankenthal. — 12—1 Uhr: nwB'M für Fortgeschrittene; Herr Holpern. — 12—1 Uhr: 'vi; Herr Lehrer Hirschoetg. — 1/22—8 Uhr nachm.: Raschi (lausende Siyroh); Herr M. H a lp e r n. — 3^4 Uhr nachm., vW "N (Hilchaus Schabbos); Herr H al p er n, anschließend nnr». — Z—i Uhr; n’npD 'm; Htztt Dr. Rothschild. — 5 Uhr: Arbeitsgemeinschaft Jsak Rosenheim über die laufende im* Königswarterstratze 11. Hatwud-Wora-Merein. Dereinslokal: Gemeinde-Synagoge Börneplatz. Samstag, 3'/« Uhr: -»"sn zum Wochenabschnitt, Herr Rabb.-Ass. Livinsky. — aU Stunden vor Nacht mpa, Herr S. Unna. — Alle übrigen Schiurim wie gewöhnlich. Heöelzetteu. OPN J)3V f reitag abend 7.45. amstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.—. Samstag abend 9.30. wocheng ottesdienst: Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. Tefilin-tegen am Morgen 3.—. Ss ist ausfchNetzttch Sache der Leser, dir im Jnserateuteil enthaltene« Empfehlungen ritueller Ware» oder sonstige Angabe» religionsgesetzlichen Charakter» ans ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Tepuche Gust. Schwarz Gutleutstr.14 — Kein Laden — BAD TBLZ ■ »Parkhotel Alpenhof« Modernstes Haus am Platze. Erstklassige Pension bei massigen Preisen. GRUDEN Gas« und Kohlenherde Komb. Herde Transport. Kachelöfen Horstkötter, Knodt & C2 Am Eschenheimer Tor 3 :: Tel. Hansa 683 Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton S. Schachnowitz;Inferatet.B.:S. Schachnowitz, sämtlich in Frankfurt a. M.; Pädagogische Beilage: Lehrer 3. Spiro in Fulda. — Beklag »Israelit-, G. m. b. Frankfurt a. M. Druck: Hermon Berlags-Attiengefellschaft, Frankfurt a. M. sftdas angenehmste undbe- Wteste Rastermittel zum pmleten ohne Messer. Stets Sra zum Gebrauch in 7-Uven. Vertreter überall Mcht. 8718 «dem. Pharm. Fabrik. zvrUania'Trants.«.«. ^°stsch^-KontoFrankf.98ö9. &ediger. Kanlar u. Schochet, verheir » kinderlos, sucht Wzeitgem. Anstellung. Ev. letttnd. Posten in .Anstalt, HetM'pd. dgl., auch -sonst, annyhmbate Bertrauensstellung. Prima Referenz. und>JengEe. DF. vxAtx 18989 yn die Erp. 2 Mädchen int 16. Lebensjahre suchen int Geschäft oder Haushalt mit Koftu.Logis. Samstag geschlossen. Off. unter C. 9.64, postkagerttd» Dortmund. 13948 Perfekte ScA n p 14 c i? t n empfiehlt Ich in Jacken-, Abend - und Straßen- Neidern. Off. unter 13961 an die Erp. Scfineiderin e Erp. Suche für nt. 17jähr. Tochter in streng jüd. Hause neben einem Zwettmädchen Sfette mit Kost u. Logis im Haushalt und wo sie sich auch evtt. im Geschäft betättgen kann. Fam.-Anschl. Beding. Offerten - unteie 18968 an die. Erpediton d. Blattes. Febikklete Oftjürlin. Selbständ. Kaufmann, gebild. (Reifezeugnis), gesund u. repräsent., 29 I. alt, der vor kurz, ein Herrengarderobe u. Schuhwarengesch. zum Ausbau übernommen hat, seit kurz, deutsch. Staatsangehöria., sucht aeistreich., orthod., aaltzisches Mädchen, bis 24 I. alt, hübsch, mit höherer Schulbild. u. Bermög. zwecks bald. Heirat. In Frage kommende Damen, auch vom westl. Ausland, werden gebeten, Zuschrift, (strengste Diskret, zugesich.) u. 13^4 an die Expedition d. Bl. zu senden. Evtl. Vermittlung erwünscht. Anonyme werden nicht beantwortet.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.