Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 24 (12.6.1924)
- Date
- 1924-06-12
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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y Ir. 34 Seite & M Ium 1934 De r Asr ae 1 i 1 schloffen, keine Person, die getaufte Hinterbliebene zurücklaßt, zur Beerdigung anzunehmen, es sei denn, daß diese ein Schriftstück unterzeichnen, in dem sie erklären, daß der Leichnam auf dem jüdischen Friedhof beigesetzt werden soll. (I. T. A.) palafHtta. Die Wohnungsnot in Palästina. Jerusalem, 10. Juni. In der Wohnungsmisere steht Palästina den überfüllten Städten Europas nicht nach. Stützt ,chon der Einzelne bei der Zimmersuche auf Schwierigkeiten, so ist es für Familien, besonders kinderreichen, fast unmöglich, Wohnung zu bekommen. Der Ausbeutungssucht der Hauseigentümer ist Tür und Tor geöffnet. Diese 'Not hatte schon des öftern dazu beigetragen, daß wertvolle Elemente, die hierhergekommen waren, um sich hier ansässig zu machen, das Land wieder verließen. Viele industriellen Unternehmungen sind daran gescheitert, daß es an den nötigen Baulichkeiten fehlte. Die Maßnahmen der Regierung zur Förderung der Bautätigkeit war nicht durchgreifend. Und. nun wird bekanntgegeben, daß das Gesetz zur Regelung der Miete zum Teil aufgehoben und später ganz außer Kraft tritt; in einer Zeit, da die wirtschaftliche Krisis im Steigen ist und sich der Mittelstand in schwerer Not befindet. Der „Kol-Jisroel" legt scharfen Protest ein gegen diese ungerechte Verordnung zur Unrechten Zeit, die die Mietpreise in eine Höhe treiben wird, die dem Jischuw nur schaden kann. Eine Richtigstellung. Jerusalem, 10. Juni. Entgegen wahrheitswidrigen Angaben des misrachistifchen „Hathor" über die von der Aguda ausgehenden Wünsche zur Einrichtung einer eigenen Einwandererkanzler, stellt der Ehrensekretär der Agudas Jisroel in Jerusalem, Herr Moses Blau, folgendes fest: Ls ist unwahr, daß die Agudas Jisroel die Konzessionen für sich auf Kosten der zionistischen Listen verlangt hätte. Wahr ist, daß die Aguda ausdrücklich verlangte, es mögen auch ihr eine Anzahl von Ein- ♦ Koulmievlev «Helfender aus dev Te-ükövaneke mit eingeführten Touren in Nord- und Süddeutschlanv sucht fich m verändern. Andere Branche nicht ausgeschlossen. Bedingung: Samstag frei. Angebote unter ER 11168 an Ala-Haasenstein & Vogler, Frankfurt (aßaltt) Schillerplatz 2) erbeten. Für m. auf d. Lande befind!. Samstag geschloffenes Manufaktur-Geschäft suche für Buchhaltung und etwas Reife (Kost und Logis im Haufe) jungen Mam. Alter 17—80 Jahre. Offerten mit Gehallsansprüchen, Bild unter 13718 an die Expedition dieses Blattes für ein an Samstagen und israel. Feiertagen geschloffen. Bankgeschäft gesucht. Bewerbungsschreiben mit Schulzeugnissen und Referenzen find zu richten unter B. 18 a« Jnvalidendank, Frankfurt a. M. «MT “”S Herrn für Büro und Reise, möglichst aus derLebensmtttelbranche. Karl Gottlicb. LebensmittAj Für mein an Schabbos und Sont. streng gefchloff. 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Dr. Winkler, Kopenhagen: Ungewöhnliche Merkwürdigkeiten. — 4. Klein es Feuilleton: Ein jüdischer Gelehrter stellt die Raffenzugehörigkeit nach der Blutprobe fest. — Das Hakenkreuz, ein altjüdisches Ornament. — Zionistische Psychose. — 5. Aufsätze: Die Organisation der jüdischen Wohltätigkeitsvflege. — 6. K orrespond en zen und Na chrichten. - 7. Personalien. - 8. Briestasten. - 8. Bläiterbeilage. — 10. Frankfurter Berichte. — Beretnskalender. — Gebetzetten. — 11. Feuilleton: E. Schachnowitz: Die Messtasbraut. Personalien. Zwingenbccg, 3. Juni. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam die Kunde vom Tode der Frau unseres Lehrers Hern: Rothschild. An Tagen kurz war das irdische Dasein der Frühvollendeten; ein Leben von nur 59 Jahren war ihr beschieden. Aber reich an Taten und guten Werken geht sie von dannen. Ein wahres Mikdosch war das Haus der Verewigten. Was sie als Gattin ihrem Gatten, als Mutter ihren Kindern, als Schwester ihren Geschwistern gewesen, ebenso als Mitschwester ihren Glaubensgenossen war, ist hier allbekannt. Sie gab Zedokoh nach alter jüdischer Weise, wie sie es in ihrem Elternhause in Wenkheim vor sich gesehen hatte, und diese Tugend ist schon in vorbildlicher Weise aus ihre Kinder übergegangen. Die Teilnahme bei der Bestattung, die in Alsbach erfolgte, bewies, welch 'großer Wertschätzung und Beliebtheit sie sich erfreute. Möge das Verdienst derruivn mwt ihren Hinterbliebenen zum Segen gereichen. Karlsruhe, 6. Juni. Am Mittwoch, 24. Jjar, wurde auf dem Friedhof der Religionsgesellschast in Karlsruhe unter großer Beteiligung aus Nah und Fern Frl. Sofie Liberles, Tochter des .bekannten Lehrer Abraham L i b e r l e s in Brötzingen, nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden zur letzten Ruhe gebettet. Wer die edle Entschlafene kannte, versteht den Schmerz der trauernden Hinterbliebenen. Sie war mit allen rvoM) rmß ausgezeichnet und passen aüf sie die Worte, welche Herr Lehrer Meyer in so trefflicher Weise in seinem nvvn ausführte. Möge der schwergeprüften Mutter sowie den tieftrauernden Geschwistern Trost senden. n''axw Kalvarie, 10. Juni. Am 11. Siwan begeht der hiesige Rabbiner, Rabbi Selig Reuben B e n g i s , seinen sechzig st en Geburtstag und zugleich sein dreißigjähriges Amtsjubiläum. Schon in jungen Jahren in Woloschin als „Jlui" bekannt, schrieb er später mehrere halachische Werke, die seinen Namen verbreiteten. Der Ausbruch des Krieges flüchtete er nach Rußland und war vorübergehend Rabbiner in Smolensk. Seit einigen Jahren wirkt er wieder in seiner alten Gemeinde Kalvarie, wo er auch ^eine Werke zum Drucke vorbereitet. Jhringen (Baden), 1. Juni. Bor kurzem verschied hier im Alter von 79 Jahren unser Kantor und Schochet Karl Marr. Derselbe fungierte über 55 Jahre in hiesiger Gemeinde; es war dies seine erste und letzte Stelle. Am 1. November o. I. gab er den Vorbeierdienst auf, dagegen versah er den Dienst als Bal- Kaure und Schochet bereits bis zu seinem Lebensende. An einem der letzten Sabbate hat er in halbgebrochenem Zustande noch aus der heiligen Thora vorgelesen. Die jüdische Gemeinde verliert durch seinen Heimgang einen sehr tüchtigen und beliebten Beamten und wird ihm ein treues, dauerndes Andenken bewahren. rTasifi Briefkasten. A. B. L. Wenden Sie sich an die Palästina- Zentrale der Agudas Jisroel in Frankfurt a. M. L. S. in St. Betrag eingegangen. Das Abonnement ist bis 1. Juli bezahlt. I. W. Dresden. Im Iudenstaat der Chafaren von S. Schachnowitz (Hebräisch) erhältlich bei Wahrmann, Am Schwimmbad 11 und kostet Mk. 5.— Pros. Fraenkel in Marburg. Ihre beleidigenden Anklagen find wenig geeignet, die Atmosphäre zu reinigen. Wir halten vielmehr den von Wien gemachten Vorschlag, den Fall Iendrzew durch ein unparteiisches Schiedsgericht klären zu lassen -- das Gleiche könnte auch im Falle Rosenbaum erfolgen — für die einzig zweckmäßige Lösung. Sie selbst sind vermöge Ihrer parteimäßigen Einstellung zu einem Urteil ex cutbeckra jedenfalls weder befähigt, noch berufen. Verantwortlich für) den allgemeinen Teil und das Feuilleton S. Schachno Witz; Inserate i. B.: S. Sch achnowiäv sämMch in Frankfurt a. M.; Pädagogische Beilage: Lehrer I. Spiro ~ ' ~—Kt". ©. m. b. H.. gftankfurt a. M. Detailreisender! Für gut eingeführte Tour suche ich per 1. Juli einen tueklig. Heilenden fr Manufaktur- und Konktion bei fteier Station, en Off. sind Gehaltsansprüche u. Ltchth.beizufügen. Otto Michelson, Tal«, i. Württbg. Lehrling Mit guter Schulbildung zum sofortig. Eintritt v. hiesiger gesucht. Samstag geschl. Off. unt. 13782 an die Erp. Vertretung für koschere Wulst-, fleisctaeoimd Konserven, unter Aufsicht für Berlin Erp. d. 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