Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1924)
- Date
- 1924-06-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 23 Der Israelit 8. Juni 1624 wurde von dem jetzt in Amerika weilenden palästinensischen Oberrabbiner Abraham Kook in hebräischer Sprache begrüßt. Rabbi Kook betonte den starken Willen des jüdischen Volkes, sein geistiges Leben zu erneuern. Das Volk muß alle Kräfte der heiligen Arbeit für den Aufbau des Landes und der Nation an- ' spannen. Der Vorsitzende Rabbi Löwenthal berichtete über die Fortschritte der Agudah-Bewegung. Hierauf wurde über religiöse Dinge des amerikanischen Judentums verhandelt. pataftina. Die palästinensische Agudas Jisroel gegen die neue Wakuf-Verorduung. Jerusalem, 3. Juni. Wie die palästinensische Telegraphenagentur mitteilt, hat Oberrabiner Sonnenfeld namens der palästinenstschen Agudas Jisroel an das Kolonialamt in London einen telegraphischen Protest gegen die neue Wakufverordnung gerichtet. Der Entwurf unterstellt alle jüdischreligiösen und philanthropischen Stiftungen, auch solche die selbständige juristische Personen sind, der Oberaufsicht des Oberrabinats. Da das Oberrabbinat dem Einfluß der zionisttschen Partei untersteht, sich außerdem in schärfster Kampfstellung gegen einen Teil der Orthodoxie befindet und daher in keiner Weise als eine objektiv urteilende Behörde anerkannt werden kann, so verlangtOberrabbmerSonnnenseld für dieWakufinftitutionen das Recht, sich der staatlichen Aussicht oder gegebenen Falles den außerhalb der jüdischen Parteikämpfe stehenden mohammedanischen Gerichtshöfen unterstellen zu dürfen. Briefkasten. Bar Mausche. Wir haben bereits die Frage in einem anderen Fall verneinend beantwortet. I. M. G. in K. Direktes Post-Abonnement rvegen Valuta-Schwierigkeiten für uns zu riskant, Kr. 18 empfangen. _ . f. Reo. W. H. W. Germiston. Bettag erhalten. Familienuachrichten. B a r m i z w o. Franz, Sohn des Herrn Henri Ettlinger, Langesttaße 81. Synagoge Börneplatz. frankfurter Berichte. Das Jubiläumsfest des Mekor Chajim. Die Einladung der Mekor Chajim-Verwaltung zum Jubiläumsfeste am Sonnntag, den 15. Juni- 13 S i w a n (nicht wie irrtümlich angegeben 23 Siwan) hat das lebhafteste Interesse in allen Kreisen der Gemeinde ausgelöst. Jeder Lernende, jeder Thorafreund weiß, daß das Mekor Chajim-Fest sein eigenes Fest ist, und demgemäß gehen die Anmeldungen sehr zahlreich ein. Zu Schwuaus erfolgte die Ueberreichung der Festschrift an die Mitglieder, es ist ein Werk von historischer und literarischer Bedeutung, das schon durch fein Aeußeres aller Wohlgefallen findet. Die akademische Feier findet Sonntag, den IS. Juni, 9.45 Uhr morgens, im großen Saalbau statt, und haben auch Gäste, Herren und Damen, Zutritt. Sie besteht aus Festrede, Chorgesängen und Begrüßungen. Die gesellige Feier.verbunden mit Doppel- Sijum (nur für Herren) beginnt abends 6 Uhr im großen Saale der Frankfurt-Loge. Das Festessen wird begleitet sein von Reden, Vorträgen und künstlerischen Darbietungen aller Art. Der Beitrag für das Kuvert ist auf 5.— Mark festgesetzt. Ferner wird uns geschrieben: Aus Anlaß des 50 jährigen Jubiläums des „Mekor Ghajim" wurde den Mitgliedern und Freunden des Vereins ein Exemplar der Jubiläumsfestschrift von der Verwaltung als Geschenk überreicht. Interessenten, die weitere Exemplare wünschen, belieben sich bei der Verwaltung z. H. des Herrn Gabriel Plaut in Firma F. Oppenheimer, Kaiserstraße 55, zu melden. — Preis 7 Mk. — zugunsten der Vereinskasse. Mitglieder, die infolge Adressenänderung nicht in den Besitz der Festschrift gelangt sind, wollen dies bei obiger Adresse melden. Agudas Jisroel Orts- und Jugend-Gruppe. Der Das I a u m i wird unter Leitung des Herrn Herz Holpern täglich von 12—1 Uhr mittags in der Hanauer Landstraße 17 gelernt. Reisesindrücke von Erez Israel. In der vollbesetzten Aula der Realschule Am Tiergarten sprach Herr Gustav Kaufmann, vor kurzem von einer Palästinareise zurückgekehrt, über seine Reiseeindrücke. Redner gliederte seine Darlegungen in zwei Hauptteile: einen historischen und einen aktuellen. Im ersteren Teile führte er uns im Geiste — in chronologischer Reihenfolge — an die Stätten in inan und osv, in denen unsere ms« vorzugsweise gelebt, schilderte. die Höhle nVaaa, und den gewaltigen Eindruck, den das seitwärts von on*> am Rande der Chaussee befindliche Einzelgrab unserer Stammutter Vm - aus den Besucher macht. Er führte uns an die Grabstätte von t\w und von da durch wnrs ivfa und n’o imn an den ui INN', ’js Iw, von dort sahen wir das Salzmeer, den Jordan, Alt- und Neu-Jericho und zogen alsdann gegen Der Anblick dees v'rnn nn. führte Redner aus, gehört zu den wunderbarsten und zugleich erschütterndsten, was man sich ausmalen kann. Im Osten, 30 Kilometer entfernt, aber 1200 Meter ttefer gelegen, die blaugrünen Wasser des Salzmeeres, dahinter die hohen dunkeln Berge von Moab, im Westen, dicht unier uns, nur durch das Kidron-Tal geschieden, die große Fläche des man in, dahinter die weitläufig gebaute Stadt mit ihren zahllosen Türmen und Kuppeln und im Hintergründe die hohen Berge von Jehudo und Binjomin. Aber dieser wundervolle Anblick tritt weit zurück vor dem Herzweh, das einen übermannt beim Blick auf den man nn und beim Gang zur btra Redner streifte dann kurz die kürzlichen Ausgrabungen am t, dessen Photographien er des besseren Verständnisses halber zirkulieren ließ, den Karmelberg, auf dem in^n über die Propheten des Baal gesiegt, den Cltschah-Quell bei Jericho, die Höhle des Königs in'pi* u. a., um etwas länger bei den großen Männern zu verweilen, die nach der Zerstörung des Tempels und nach dem Untergang des Volkskörpers Volksgeist und Volksseele hinüberretteten bis zum heutigen Tage. Auf die heutigen Verhältnisse übergehend, führte Redner etwa folgendes aus: Die große Bedürfnislosigkeit der Araber und Beduinen, die etwa 75 Prozent der Bevölkerung ausmachen, hat zur Folge, daß sie für die wirtschaftliche Hebung des Landes wenig getan. Ein großer Teil der bis zum Kriege eingewanderten Juden, zumeist Flüchtlinge aus Rußland, Polen. Rumänien, Jemen ufw., fei sozusagen mit leerer Tasche hingekommen: Anspruchslosigkeit der Einwohner bzw. mangels einer zahlungsfähigen Käuferschaft sei es dem größten Teil fast unmöglich, genügend zu verdienen, so daß er auf die Spenden der Chalukka angewiesen sei. Besser daran seien die von den Zionisten angesiedelten Kolonisten, die ihr Stück Land mit anerkennenswertem Fleiß und Ausdauer bebauen und in ihrer Liebe zum Lande buchstäblich im Schweiße ihres Angesichts arbeiten. Aber auch diese seien zum großen Teile auf Unterstützung seitens des zionisttschen Fonds angewiesen, zur Urbarmachung des vernachlässigten Landes gehören aber enorme Geldmittel. Auch in industrieller Hinsicht sei seitens der zionisttschen Organisation vieles geschehen, u. a. sei erwähnt, die Mühle in Haifa, eine Zementsabrik, Schokoladenfabrik und das bekannte Rutenberg-Projekt. In Erwägung sei die Gewinnung von Kali aus dem Salzmeer, der Ausbau des Hafens von Haifa und Hand in Hand damit die Errichtung weiterer Siedlungen, vornehmer Hotels und Villen auf dem Karmel usw. Ein schwieriges und dringendes Problem bilde die Mädchenerziehung, hier sei es dringende Aufgabe der Aguda, mit Rat und Tat beizusprkngen. Zum Schluffe wies Redner auf die mögliche Gefahr eines jüdischen min in ^>*np> riK hin, das durch die Machtgelüste einiger zionistischer Führer kommen könne. Eine der Möglichkeiten, dieser Gefahr zu begegnen, bestehe darin, daß recht viele b'kt ins heilige Land ziehen. Redner appelierte an diejenigen, die dazu in der Lage sind, und schloß mit einer geistreichen Erklärung, die er aus dem Munde , von R. Chajim Sonnenfeld gehört. Der Vortrag fand volle Aufmerksamkeit und großen Beifall. Dem Danke der Zuhörer gab der Vorsitzende der Ortsgruppe der Agudas Jisroel, die den Vortragsabend veranstaltet hatte, Ausdruck. Angestelltenausschuß der Agudas Jisroel-Jugend-Gruppe, Frankfurt a. M. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß ab Sonntag, den 8. d. Mts., die Sprechstunden Sonntag nachmittag von 2.30—3.30 Uhr und Donnerstag von 9—10 Uhr abends in der Hanauer Landstraße 17 stattfinden. Ruth-Vortrag. Im Liwjath Chem -Verein (Hörsaal Friedberger Anlage) behandelt diesen Sabbat der übliche Midraschvortrag des Herrn Redakteurs S. S ch a ch n o - wttz im Anschluß an Mtncho „Das Buch Ruth". Montag mpOttn "3t 1? Stunde vor Rächt ,Mtdraschoortrag" des Herrn Redakteur S. Schach, nowitz Mittwoch nach Schluß der Synagoge Bttrn mvnferr Red. Schachnowitz. enstag 1 Stunde vor „Mincho" „Gemoro" Herr R. A. G. Posen. Mittwoch abend 7 Uhr „Gemoro", Herr Rabbiner Dr. Josef Breuer. Dienstag und Freitag morgens nach Schluß der Synagoge „Mischna"; Herr Rektor Falk an anderen Tagen Mitgliederlernen. Allabendlich abends Uhr Schatz-Lernen; Herr Herz Halpern. Iahrzeits-Stiftungen: Mittwoch, Salomon Sander-Stiftung. Donnerstag. Carl Mayer-Stiftung. Agudas Iisroel-Hrts- und Augerrdgrvppe. ltch nttttag 12 Uhr „Das Iauvtt", Herr H. alpern. . Sämtliche Veranstaltungen finden im Vereinslosal» Hanauerlandstratze 17, statt. -Lttvjath Hyerr-Aereir». ramstag nach Mincho im Hörsaale .Midrasch zu Megilath Ruth-, Herr Red. S. SchacLno w i tz. O*V-Fereiit. Alltäglich von Sonntag bis Donnerstag abends 7*7 Uhr: naw 'dd; Herr Rabbiner ©. Weber. Samstag 7s Stunde vor Nacht halachifcher Bor. ttag; Herr B. Rachelsohn. Sonntag vorm, von 8-7al0 Uhr. Dienstag. Mittwoch und Donnerstag abends VL?/'S-1° Uhr: .Gemoromp 823: Herr Rechtsanwalt Dr. Breuer. Alltäglich zwischen nrVD und S'TOd: D78 ‘n «iä am ©obbai 12 Uhr mittag Chumisch mit Raschi, Herr Rosenzweig. TatMud-Hhora-Ferei«. Dereinslokal: Gemeinde-Synagoge Börneplatz. Samstag. 11-12 Uhr: ..Schulchan-Aruch-; Herr ^,Unna. - 374 Uhr: "Raschi zum Wochenabschnitt": Herr Rabb.-Aff. Lipinsky. Alle übrigen Schiurim wie gewöhnlich. N««d jüdischer Akademiker Berlin (Stellenvermittlung.) A^tverttetung für Gelsenkirchen gesucht. Heöetzetten. 33722 23V f reitag abend 7.40. amstagmorgen 7.45 Samstag nachmittag 5.—. Samstag abend 9.30. wocheng ottesdienst: Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. Tefiltn-Legen am Morgen 2.30. U1V13V Morgens 7.30 2. Cag Predigt. Nachmittags 5.— Abends 1. Tag und \ Festausgang / 9,30 LöstBlumen ab zu Gunsten unterernährterKinder.Iüd.Frauenvereintgung. E.D. Hansa 2825. Postscheckkonto 42258. BAD TÖLZ - »Parkhotel JHpenbof« Modernstes Haus am Platze. Erstklassige Pension bei massigen Preisen. Voile-oDd Mk. 29, Mk. 69 _ 17 .59 50 SS Bereinskalender. (Wegen Raummangels verkürzt.) Kerein Mekor Ltzasim. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge Herr Rektor Falk, —1274 Uhr in der Frauensynagoge der Klaus rvüN Herr Professor A. W eyl. — nachm. Uhr (Hörfaal) „Mikro-; Herr Joseph Sänqer. — 1 Stunde vor Nacht ..Midrasch"; Herr B. Ra binowitz. Sonntag 'rr, 1 Stunde vor Nacht ,Megilath Ruth-, Herr Dr. S. Chrmann. Kunstseidene Strick-’ . modernste Formen, reichste Farbenauswahl von .Mk. ROitlNSOHN ZEIL 127 gegenüber der Hauptwache 029 51