Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1924-05-22 · Heft 21 (22.5.1924) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
65 (1924)
Issue
Heft 21 (22.5.1924)
Date
1924-05-22
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2450286-2450306--71283-2528588
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Seite 4 Nr. 8 Der Israelit Blätter 22. Mai 1924 fahrung davongetragen, daß ihre kleine Schar nicht nur unüberwindlich war, sondern sieghast blieb, weil Achdus Haschern, das obstegende Bewußtsein der göttlichen Einheit und Einigkeit in ihrer Mitte sie jedem Gegner überlegen machte. Wie klein darum auch unser Lager sei — hat es in seinem Mittelpunkt nur MachaNe Schechinoh, gilt nur jeder seiner Züge der Kwaud-Haschem, ist nur die Thäuro maßgebend für jede seiner Aktionen, dann braucht keine Sorge und kein Zaudern unfern Fuß zu hemmen, dann wird kein Kleinmut im Wege stehen, kein zaghaft Grübeln den geistigen Sfegeszug aufhalten, den Agudas Iisroel angetreten hat. Mlles weitere steht bei Ihm, dessen Zielen auf Erden wir zu dienen haben. Klarheit, also vor allem, Treue und Festigkeit im Gefolge, Unabhängigkeit zur sicheren Erreichung des Zieles und des persönlichen Friedens, das ist es, dessen wir bedürfen, das verlangt die Agudapolitik. Ans der Bewegung. Hamburg. 9. Jjar. Am Sonntag, den 7. Jjar, fand in den Räumen der Agudas Jisroel-Jugendgruppe die Generalversammlung der Agudas Jisroel Ortsgruppe Hamburg-Altona statt. In Verhinderung des Vorsitzenden leitete Herr Rabbiner Dr. L e w'i'n die Versammlung, indem er einleitend einen instruktiven Bericht über die Leistungen der Gesamt-Agudoh in den letzten Jahren einerseits, der hiesigen Agudas Iisroel Ortsgruppe andererseits gab und speziell hinwies auf die Auswirkungen, die die Wirksamkeit der Gesamt-Agudoh auf die einzelnen Ortsgruppen gezeitigt hätte. Während' sich die Ortsgruppe in früherer Zeit auf die Organisierung der gesetzestreuen Juden beschränkte und sich lediglich damit befaßt habe, die Agudo-Jdee zu vertiefen, sei die Ortsgruppe in letzter Zeit dazu übergegangen, aktiv mitzuarbeiten, nicht nur bei der Lösung der Gesamtheitsfragen im Geiste der Thora, sondern auch bei der Lösung spezieller Kehillo- Uufgaben. Diese Arbeit sei im engen Konnex mit der Jützendgruppe vorgenommen worden, und gemeinsame Kommissionen sorgen auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge sowie der Jugendfürsorge und des Chinnuch, während eine Ritualienkommission die Versorgung mit billigen RÜualiey (Tallis, Tefillin ufw.) vornimmt, und auf dem Gebiet segensreich gewirkt hat. Der Gedanke der Agudas Iisroel wurde auf Teeabenden und 14tägig stattfindenen DiskussionsäbeNden vertieft, während in der Berichtsperiode infolge der schweren Zeit an größeren Veranstaltungen nur ein Vortrag des Herrn Jacob RösenhÄm und ein jüngst stattgesundener des Sänoker Raw zu 'verzeichnen ist. Ein Antrag, daß die Ortsgruppe angesichts der schweren Zeit nunmehr ihr Hauptaitgennierk der Stellenvermittlung zuwende und in enger Verbindung mit den bestehenden diesbezüglichen Organisationen arbeiten soll, fand einstimmig ÄnNahme. Der Vbrsitzende widmete den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, speziell Herrn Oberlehrer B a d r i n n , der über 12 Jahre in vorbildlicher Weise im Vorstand gewirkt bat, und eines Augenleidens, wegen das mit Treue versehene Amt eines Schriftführers niederlegen muhte, ehrende Worte der Anerkennung. Bei her Neuwahl wurde Herr Michel Jacobsen zürn Vorsitzenden ^gewählt, während sich die anderen Aemter verteilen auf die Herren Arnold Cohn, Jßkar Emanuel, Solomon E s ch w e g e , Max F e i b e r, Rabbiner Dr. Lewist, Dr. Julius Mo ekler. Aufgabe des neuen Vorstandes wird es sein, speziell den Gedanken des Keren Hatauroh, dessen deutsche Zentrale im übrigen ihren Sitz in Hamburg hat, zu propagieren, und auch sonst in jeder Weise, wie es von einem Diskussionsredner treffend gesagt wurde, „das gute Gewissen der gesetzestreuen Kreise Hamburgs immerdar zu bleiben". Warschau. Anläßlich der Vorbereitung zu den Gemündrwahlen haben die großen polnischen Rabbiner an die orthodoxe Jüdenheit eine 'Kundgebung gerichtet, in welcher sie aufgefordert wird, sich bei den Vorbereitungen zu den Wahlen mit voller Energie zu betätigen, damit der Sieg der Orthodoxie ein vollkommener sei. Die Kundgebung ist von 40 Rabbeim und Rabbonim unterschrieben, darunter der Chofez Chajim und Gerer Rebbe. Der Belzer Rabbi Jisochor Dow und der Sochatschower Rebbe haben in besonderen Kundgebungen ihre Anhänger zur Beteiligung an den Wahlen im Interesse der Orthodoxie ausgerüfen. Warschau. Die Arbeiterorganisation Poale Emune Iisroel, die sich an den Gemeindewahlen im Rahmen der Orthodoxie beteiligt, hat während der Peßachtage eine große Propagandakampagne in den großen polnischen Arbeiterzentren mit gutem Erfolg durchgeführt. Warschau. Die orthodoxe Fraüenorganisation „Beth Jakob" entfaltet eine eifrige Tätigkeit. In Warschau fand am 2. Tag des Chol Hamoed im großen Saal der „Chawazeleth"-Mädchenschule eine massenhaft besuchte Frauenversammlung statt. Das Hauptziel der Frauenorganisätion Beth Jakob ist die Gründung und Erhaltunng der Beth Jakob-Mädchenfchuleen. Die neugegründeten Beth Jakob-Schulen in Mlawa und in Stanislau maMn .aiite gärffchrW.' Die iefiWre slick bere'rts von- 180 Kistdern besucht. Die vierte Bünstner des Fräüestjoürnüks Pech Jakob ttschien zu P^ßÄch. . StamSlau. Oberrabiner Aron Lewin aus Sambor, Präsident des Zentralrätes der Agudas Iisroel, hielt anläßlich einer tzroßen Agüdaversammlung in Stanislüü eine großängele'gte Rede, in weicher er zu allen aktuellen Agudaproblemen Stellung nahm. Seine Ausführungen haben zur Belebung der Agudatätigkeit in Ostgaliizien sehr viel beigetragen. üorvno. Bei der dritten Lesung des Gesetzentwurfs über die Sonntagsruhe im Unterricht hielt der agudistische Sejmabgeordneie Schuldirektor Dr. Holzberg eine vielbemerkte Rede, in welcher er die Tendenz des Gesetzentwurfes als eine Sünde wider die jüdische Kindesseele bezeichnet. Dem Redner gelang es, viele Anhänger des Gesetzentwurfes im letzten Augenblick umzustimmen. Im Laufe der Sejmsitzung wurde aber der ganze Gesetzentwurf abgelehnt, er muß von der Regierung erst umgearbeitet werden. Wien. Wie die Jüdische Telegraphenagentur aus Kowno meldet, hat der gewesene Minister für jüdische Angelegenheiten in Litauen, Dr. Rosenbaum dem Jta- Bertreter mitgeteilt, daß er seinen Wiener Rechtsver-! treter beauftragt hat, in seinem Namen gegen die „Jüdische Presse", die einen scharfen Artikel gegen Dr.! Rosenbaum veröffentlicht hat, Klage einzureichen. Dr. Rosenbaum fühlt sich durch mehrere Stellen in diesem Artikel persönlich beleidigt. Rostow. Der Lubawiczer Rebbe erhielt von der! Sowjetregierung die Bewilligung eine Jeschiwa zu Wien. Die österreichische Landesorga-' nifation der Aguda hielt Sonntag, den 30. Nissan, ihre Generalversammlung ab. Den Vorsitz führte Wolf Pappenheim, der Obmann der Landeszentrale. Der Rabbinische Rat war durch Oberrabbiner S. Fürst, das Zentralbüro durch Rabbiner Dr. Pinchas Kohn, vertreten. Nach dem allgemeinen Bericht des Vorsitzenden hielten Universitätsprofessör Dr. Max Eisler über die soziale Arbeit, Moses Blech über Keren Hachora, Dr. Pollak über Erez Iisroel, über die Jugend und Presse, Referate. Den Finanzbericht erstattete Herr Moritz Felsenburg. Red. Schapse Schönfeld begründete die Resolution, in welcher Rabbi Ehaim Sonnenfeld in Jerusalem das Vertrauen ausgesprochen wurde. Es wurde ferner eine scharfe Resolution wegen der Kehillowahlen in Polen angenommen. In der Generaldebatte wurde eine rege Diskussion entfaltet, nach welcher dem abtretenden Vorstände das Absolutorium erteilt wurde. Jerusalem. Unter dem Namen „Histadros Poale Emunei B'nei Iisroel" hat sich eine orthodoxe Unabhängige Arbeiter- und Handwerker-Organisation in Jerusalem gebildet, die materiell und ideell die Unterstützung und Förderung aller orthodoxen Arbeiter und Handwerker, die zu ihren Mitgliedern zählen, sich zur Aufgabe gesetzt hat.; Die Palästinazentrale der Agudas Iisroel hat beschlössen, diese Neugründung zu unterstützen. Jerusalem. Das neu eingerichtete Büro der Agudas Iisroel entfaltet eine systematische Tätigkeit. Sowohl die Kommission für Bodenkaüf wie das Hilfskomitee .für Aulimarbeiten mit besonderem , Eifer. Die aus Fachmänstern 'bestehende ^Vödenköinmlffiön hat in den letzten Wachen alle Projekte geprüft,!die durch den Willen der verschiedenen Landesorganisationen der Ägpdas Iisroel.und privater orthodoxer Gesellschaften, in Erez Iisroel Boden zu kaufen, aktuell geworden find. Dem Hilfskomitee ist die Fürsorge für die Autim, besonders. während der Pessachtage zugefällen. Zürich. Der Heiter der Keren H a t h o r a - Zentrale Wien, Schulrat Dr.. Leo. Deutschlänber, hat in Zürich und Lüzern Vorträge über die Bedeutung des Keren Hathora gehalten. Seine Vorträge haben überall, besonders auf die Jugend einen nachhaltigen Eindruck hervorgerufen, viele für den Keren Hathora-Gedanken begeistert. Auch der materielle Erfolg ist günstig: es wurden der Weltzentrale für die gegenwärtig besonders bedrängten Lehrwerkst ä t re n annähernd 10 000 Frc. zur Verfügung gestellt. Luzern. Die Landeszentrale .des Keren Hachora für die Schweiz hat sich in Luzern konstituiert. Sie besteht aus den Herren Rabbiner S. Brom, S. Erlanger, Ratowitz, Herz und Neufeld. In Zürich und Basel sind Ortskomitees geschaffen worden. Lemberg. Die Vorbereitungen zu den Wahlen haben quch in Ostgalizien begonnen. An den Vorbereitungen zu den Wahlen beteiligen sich bisher bloß zwei Parteien. Die Orthodoxie unter der Führung von Agudas Iisroel und der Block der Zionisten und Assimilanten,dem auch Misrachi .angehört. Der orthodoxe Block entfaltet eine lebhafte Agitation. Den letzten Tag Peßach sprach Rabbi Mösche Chaim Lau aus Suczawa in einer Massenversammlung über die Aufgaben der Orthodoxie in der Gemeinde. Spendenlisten. Keren Hathora. Frankfurt a. M.: Emil Isaak 800, Moritz Wallerstein 800, Hermann Bodenheimer 400, Naftali Schwabacher 100, A. Mainz Ä- Co. 1000, H.Bondi 400, Heinrich Eisemann 260, Sam. Kahn 100, .Hackenbroch 150, N. N. 25, Ortsgruppe Wiesbaden 25, N. N. 15 u. 6. H. Frattk 600, I.M. Bier 126, Altheimer, Speier & Co. 200, Vaul Speier 100. N. N. 10. Arthur Weil 40. ges. bei der S'udo der Ch. K. Schaumre Mizwo 137.12. Fürth: '1. RaM WHM010. Günzenhausen? M. Rehfeld 5. Malsch : Kaüsürann Heß5. Halberstadt: Dr. Emil Hirsch tzOOO, Zsüak Nnßbauin M00 Dollars, Mau^Dr. Abrahapr Wvfch Mvette Rate 600,Mentzo .Max Hirsch ditto-ME Siam Strauß L Meckbüch Äefnt. Schwab M. Br. M. 'SchlestüM 40. Dr. h. Franst! 42röO, S. Ftschtntmn M, Rabb: Dr^ „mrhr.rf* Krt ***** 0Q Huich '' >aven 10, mov VN 20 ____ Wiesbaden: dch. Dr. Mattin Sülzberger 3. Organisations-Fonds. Aschaffenburg: Arnold Rosenthal 5, Brückenaudch. Rost Schuster 5. Eschwege: Adelheid Goldschmidt und Alfred Baßfreund, empfangene Gaben zu Pürim 21. Frankfurt a. M.: durch Palästina-Zentrale 34.85. Ortsgruppe 62. Freibnrg i. Br.: dch. Joseph Dreifuß 139. Gütersloh: B. Eisenstein 10. Halberstadt: Frau Räbb. Dr. Sg. Auerbach 7. Frl. Wolf 4. Königsbach: Gemeinde 10 50. Ladenburg: Mor. Müller, Stratzburg 10. Siegburg -Moritz Heymann 5, Heinrich Leoison 2, Joseph Strauß 5. Regbz. Wiesbaden: Ungenannt 10. Markenerlös. Brückenau: : dch. -ritz Os Rost Schuster (z. Hochz. Minna - „„„ .^peKeimer) 8. Halberstadt: Klara Bachmann (zu M. Neumanns Hochzeit) 47. dieselbe 67. Hersfeld: Tel. Ablös. dch. Rahe! v. d. Walde ges.: zur Hochzeit Heilbrunn-Beer 6, Gottheimer-Kanders 4. Gans-Simon 2, Wiesenfeld-Levi 2, Verlobung De Beer 1. div. 5. Erez Jisroelfonds. Arolsen: S. Schönstädt 600. Biebrich: Lehrer Sulzbacher 30. Breslau: Agudas Iisroel Iugendgruppe 2. Brückenau : Gundersheimer M. durch Bia Grüne- Vaüm 10. Burapreppüch: dch. Dr. Michalski 111.40. Cottbus-Ströbitz: Dr. Sklarz 30. Darmstadt:.Mau Oppenheimer 3, Frau M. Lorge 3. Frankfurt: Arnöld Merzbach & Frau 10. B. Braunschweiger 3. FuldaDr. L. Kahn 103.89.^ Halberstadt: Is. Nußbaum 314.75. Hamburg: ,M. Moritz! 285, davon für Kimcho de . Pffcho 100. Harburg: von den Früüen 9, v. d. Gemeinde 12.50. m^nn: Adas Jeschurun r?, Religionsgesellschaft Horb: von der Gern. 7, Rabb. Dr. Schweizer 8. Zungen: Frau Jdä Oppenheimer 5 Challog. adheick: Frau Emitie Hindheimer 5.16, N. N. 2. 'ärbürtz : Rübb. Dr- Cvhn 30. Mainz: Rabb. Dr. SüMächsr 20. Nürnberg: I., Wdut.5.T0.; Oldenburg ^Lehrer M. Meyberg 12.55. Heinz Berg 1.25. N. R. 1.55. Ryin'a: S. Oppenheimer 6.50. SiegbUrg: Jos. Strdütz 10. Schönlanke: Frau Rabb. Dr- Bamberger 10. Schwabach: Dch. Rabbiner Dr. Mannes 47.20. Trehia: Frau Lehrer Oppenheimer 56. Dechw: Lisir Gersön 410. W«-theim: Gömeinde 16.05, Simon Thalmann 10. Wützbürg: Juda Ullmann 5. Rausch-Chaudeschspende. ANsbach: 82. Birstein -.37.85. Emden : 5 litt): 110.90. . irlsrüye: 105.40. Mannheim: 19.05. Sprendlingen: 20.62. Nürnberg: 8.71. - Schmittafonds. Kaufmann Heß 2.60. Keren Hajischuw. Ansbach: Rabb. Dr.Brader 25Challogeld, 60 Keren Hajischuw, 50 Mädchenschule. Oldenburg: Lehrer M. Meyberg 10.88. Moschab Sekenim. Ansbuch: Rabb. Dr. Brader 50. Hann. Münden: Is. Meyer 10, Lehrer Th. Wertheim 10. Schaare Zedek-hospikal. AnsbachRabb. Dr. Brader 20. R. Äl. b. h. Brückenau: dch Bia Grünebaum 1.50 für Esra und 8.50 Challog. Gelsenkirchen: W. L. Meyer 126, A. Rosenthal 2. Kindergarten. Ansbach: Rabbinat 20. Malsch: Verantwortlicher Schriftleiter: G. Goldschmidt in Halberstadt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.