Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 65 (1924)
- Issue
- Heft 8 (21.2.1924)
- Date
- 1924-02-21
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Nr. 2 Blätter 21. Februar 4924 tlärungen von Leo Munk, die dieser nun wohl selber zurücknehmen werde. (Geschieht. — Allseitiger Beifall.) An der weiteren Diskussion beteiligen sich Dr. Ehr mann. Dr. Breuer, Dr. P. Kohn, Rabb. Dr. Plato und Rabb Dr,,Klein. Dessen Antrag (Beschluß 6) wi.d mit großer Mehrheit angenommen. Zur Verlesung gelangt ein Antrag Dr. Breuer nebst Zusatz-Antrag Dr. Falt Schlesinger. Angenommen (7. Beschluß). Der Antrag L e v y wird daher abgelehnt. — Die Erez Jisroel -Anträge, zu denen Leo Munk, Kahn und Dr. Ehrmann sprechen, werden angenommen (4. und 5. Beschluß.) — Zur Vorortsfrage sprechen Wolf S. Jacobson, Dr. Hildesheimer, Leo Munt. — Ueber den Keren hatora sprechen Dr. B. Cohen. Dr. Deutschländer. Emil Breslauer-V reslau. Der Antrag, den Keren hatauro nach Hamburg zu geben, wird einstimmig angenommen. Der Gruppenverbandsvorstand wird mit Kooptationsrecht wiedergewählt. — Der Vorsitzende gedenkt des plötzlich in Frankfurt a. M. verstorbenen Rabbiners Dr. Bamberger -Schönlanke. — Zum Statutenen'wurf des Vorortsvorstands liegen einige Abänderungsvorschläge vor. Auf Antrag des Vorsitzenden werden diese dem Vorstand als Material überwiesen. Rabbiner Dr. Plato und Dr. Frankl beantragen, das Mandat des rabbinischen Landesrats von einer Kenessio Gedaulo zur andern in Geltung zu lassen. Angenommen. — Antrag Gold schmidt auf Verschmelzung des Gruppenverbands-Vorstands mit demjenigen der Jugendorganisation und auf Zusammenlegung von Orts- und Jugendgruppen wird auf Vorschlag des Antragstellers bis zum nächsten Delegiertentag ausgesetzt. — Rabbiner Dr. Baßfreund dankt dem Präsidium und den Schriftführern (von denen hauptsächlich Dr. Falk Schlesinger amtierte) für die anstrengende Geschäftsführung. Dr. Meier Hildesheimer schloß um 9 Uhr abends den Delegiertentag unter Hervorhebung des würdigen Verlaufes. Satzung »er Landesorganisation der „Agudas Jisroel" in Deutschland (Gruppenverband) nach de« Beschlüssen des Delegkertentages zu Halberstadt am 11. Fabr. 1924. § r. Die Landesorganisation der „Agudas Jisroel" in Deutschland (Gruppenverband) umfaßt alle in Deutschen Reich wohnenden Mitglieder der Agudas Jisroel, die teils in Ortsgruppen, teils von der ihr unterstellten Agudas Jisroel-Jugendorganisation in Jugendgruppen, teils von den Zeire Emune Jisroel in Deutschland gesammelt sind, teils vereinzelt wohnen. § 2. Agudas Jisroel erstrebt die Lösung der, jeweiligen Aufgaben des durch die Thora konstituierten jüdischen Volkes im Geiste der Thora. Zweck der Landesorganisation ist, nach Kräften diese Bestrebungen zu fördern. Die Aufgaben der Landesorganisation sind insbesondere: a) die Vertretung der ihr Angehörigen innerhalb der Eesamtorganisation, b) die Propaganda für die Idee und für die Organisation der „Agudas Jisroel" in Deutschc) die Sammeltätigkeit für die Fonds und Institutionen der Agudas Jisroel, d) die Gründung von Ortsgruppen und die Unterstützung ihrer Tätigkeit und derjenigen der Jugendorganisation und der Zeire Emune Jisroel in Deutschland, e) die Heranziehung der vereinzelt wohnenden Agudas Jisroel-Mitglieder zur Betätigung in der Landesorganisation, f) die Beachtung der Jugenderziehung und die tatkräftige Hebung des Thorastudiums, g) die Vorberatung und Ausführung der in Deutschland von Agudas Jisroel zu begründenden, sowie die Ileberwachung ihrer dort bestehenden Unternehmungen. 8 3. Die Landesorganisation hat den im Rahmen seiner Zuständigkeit erteilten Weisungen des Geschäftsführen- Än Ausschusses (G. A.) der Gesamtorganisation Folge zu leisten. Sie hat für den regelmäßigen Eingang der Mitgliedsbeiträge zu sorgen und die Zentralfonds mit allen Mitteln zu stärken. Sie hat ein genaues Verzeichnis der einzelnen Ortsgruppen in Deutschland, sowie ihrer Mitglieder zu führen. s 4. Zur Führung der Geschäfte der Landesorganisation wird für zwei 'Jahre von der Delegiertenversammlung (§ 5) ein Landesorganisations-Vorstand von mindestens neun und höchstens einundzwanzig Mitgliedern eingesetzt, von denen mindestens fünf an einem Orte (Vorort) wohnen müssen. Der Vororlsvorstand erledigt die lausen- Delegiertenliste. Auerbach, Rabbiner Dr., Halberstadt. Auerbach, Dr. med., Halberstadt. Baßfreund, Rabbiner Dr., Eschwege. Birnbaum, Dr. Nathan, Hamburg. Boley S., Emden. Bondi, Rabbiner Dr., Mainz. Bochner, Saul, Frankfurt a. M. Breslauer, Emil, Breslau. Breslauer, Rabbiner Dr., Fürth. Breuer, Dr. Isaak, Frankfurt a. M. Cohen, Dr. Benj., Berlin. Cohen, Dr. Mar, C3ln. Deutfchländer, Dr. L-, Wien. Dukesz, Rabbiner E., Altona. Ehrmann, Dr. Sr, Frankfurt a. M. Eifemann, Heinr., Frankfurt a. M. Eschwege, Salomon, Hamburg. Frankl, Rabbiner Dr., Halberstadt. Goldschmidt, Eotif.ied, Halberstadt. Guggenheim, Willy, Berlin. Hesse, Semmi, Hamburg. Hildesheimer, Dr. Meier, Berlin. Hirsch, Dr. Emil, Halberstadt. Holländer, Julius, Altona. Herzog, P., Halberstadt. Jacobson, Wolf S., Hamburg. Jacobson, Albert, Halberstadt. Joelson, Wolf, Hamburg. Kahn, Louis, Frankfurt a. M. Klein, Rabbiner Dr., Nürnberg. Klugmann, Moritz, Nürnberg. Kohn, Rabbiner Dr. P., Wien. Kraus, D., Leipzig. Levy, Jacob, Berlin. Lewinski, Josef, Berlin. Lkchiig, Rabb. Dr. L., Hamburg. Löwenthal, Julius, Eschwege. Möller, William, Hamburg. Munk, Leo, Köln. Munk, Saul, Berlin. Münz, Rabb. Dr. I., Berlin. Neufeld, Richard, Dortmund. Neuwirth, Rabb. Dr., Halberstadt. Nußbaum, Walter, Mannheim. Oppenheimer, Dr. Siegfr., Frankfurt a. M. Oppenheimer, Leopold, Frankfurt a. M. Pels, Henry, Hamburg. Pels, James, Hamburg. Petuchowski, Siegmund, Berlin. Plato, Rabbiner Dr. I., Hamburg. Prys, Rabb. Dr., München. Rosen, Wilhelm, F.a.iksurt a. M. Rosenherm, Jacob, F a.ikfurt a. M. Rößler, Chaim M., Berlin. Schlesinger, Dr. Falk, Berlin. Schlesinger, Rabb. Dr. M., Halberstadt. Schneller, Kurt, Bres'au. Schnerb, Gerson, Frankfurt a. M. Schwab, Hermann, Halberstadt. Smgermann, Nabb. Dr., Berlin. Stimier, P., Hamburg. Strauß, Siegmund, Halberstadt. Strauß, D., Leipzig. B. d. Walde, Emden. Wreschner, Koschmann, Breslau. den Geschäfte und hat in grundsätzlich wichtigen Angelegenheiten die übrigen Vorstandsmitglieder zu befragen. Dem Vorstand der Landesorganisation gehören außerdem die Mitglieder des Rabbinischen Landesrats (§ 9) an. Der Borortsvorstand regelt seine Geschäftsführung selbständig. Er vertritt die Landesorganisation gerichtlich und außergerichtlich. Rechtsverbindlich sind Schriftstücke, die vom Vorsitzenden und vom Schriftführer oder deren Stellvertretern unterzeichnet sind. Doch kann der Vorortsoorstand einzelne seiner Mitglieder zwecks Postprokura, Bankoerkehrs, laufender Brieferledigung zur Alleinzeichnung ermächtigen. §5. In der Regel findet in jedem Jahre an einen, vom Vorstand zu bestimmenden Orte eine Delegierten- Versammlung der Landesorganisation statt. Auf Antrag von mindestens zehn Ortsgruppen, dir zusammen nicht weniger als zweihundert Mitglieder urnfassen, muh innerhalb sechs Wochen ein außerordentlicher Delegiertentag stattfinden. Aufgaben der Delegiertenversammlung sind in der Hauptsache:. a) Entgegennahme und Prüfung des vom Vorstand erstatteten Rechenschaftsberichtes, b) Beratung von Anträgen, c) Abänderung der Satzung {§ 10), d) Wahl des Vororts und des Vorstands brr Landesorganisation (§ 3), . e) Ausübung der der Landesorganisation durch die Satzung der Gesamtorganisation übertragenen Funktionen. § 6. Anträge, die sich nicht unmittelbar aus den Beratungen der Delegiertenversammlung ergeben, sowie Anträge auf Aenderung der Satzungen können nur bann auf die Tagesordnung gestellt werden, wenn sie den Ortsgruppen acht Tage vor der Delegiertenversammlung bekanntgegeben worden sind. § 7-. Stimmberechtigte Mitglieder der Delegierten-Berssammlung sind: a) die von den Ortsgruppen gewählten Delegierte«, b) die Mitglieder des Vorstands der Landes organifa!ion, c) die in Deutschland wohnhaften Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses der Gesamtorgcmi- 8 8. Die Wahl der Delegierten erfolgt in einer hierzu einberufenen Wahlversammlung der Ortsgruppe. Jede Ortsgruppe von mindestens zehn Mitgliedern wählt eine« Delegierten. Ortsgruppen von fünfzig und mehr.Mitgliedern wählen für jedes angefangene Fünfzig von Mitgliedern einen Delegierten. Gruppen von weniger als zehn Mitgliedern werden vom Vorortsvorstand tunlichst entweder benachbarten Gruppen zugewiesen oder zu besonderen Wahlgruppen vereinigt. 8 9. Dem Vorstand der Landesorganisation steht der aus drei Mitgliedern bestehende Rabbini'chs Landerrai zur Seite. Dieser wird von den der „Agudas Jisroel" kn Deutschland angehöngen Rabbinern für die Zeit von einer Kenessio Gedaulo zur anderen gewählt. Der Rabbinische Landesrat ist die oberste Autorität der Landesorganisation. Er entscheidet über alle mit den Bestimmungen der Thora unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Fragen der Landesorganisation und ist über alle ihre Geschäfte fortlaufend m Kenntnis p halten, sodaß er Gelegenheit hat, auftauchende Fragen auch aus eigener Initiative zur Entscheidung zu bringe«. 8 io. Jede Aenderung dieser Satzung bedarf der Zustimmung des Eeschäftsführenden Ausschusses der Gesamtorganisation und des Rabbinischen Landesrates. Beschlossen auf der Delegiertenversammlung zu Halberstadt vom 10./II. Februar 1924, vorbehaltlich de, Genehmigung des G. A. und des Rabbinischen Landesrates. Das ebenso angenommene Normalstatut für die Ortsgruppen folgt in einer späteren Nummer der „Blätter". Spendenlisten. Schmittafond: Agudas Jisroel-Jugendgruppe Karlsruhe 50 Pfg. Thora-Fond: Studienass. Ehrmann-Schotten gratuliert zur Hochzeit Wertbeiw-Sommer, Nidda 5 Mk. Agudas Jksroel-Jugendorganisatiyn: Rosl Schuster, Brückenau. Hochzeit Adler Loge Cassel Telegrammablösungen 9 Billionen. Organisationsfonds: E. Frank, Niederohmen 6 Mk., Spielabend b. Lehrer Meyer 2,97 Mk., Ferd. Hochstädter 5,45 Mk., I. Althausen 5,53 Mk. Erez Jisroel-Fond: Js. Nußbaum, Halberstadt 15,20 Mk., Gruppenverb. Halberstadt 16,36 Mk., Dr. N. Cohn, Marburg 1,80 Mk., Sammlg. Meyer, Hurwitz 35,21 Mk. Rausch-Chaudesch-Spende: Karlsruhe 38,25 Mk., Sprendlingen 11,20 Mk., Schönlanke 2 SRI, Halberstadt 3,55 Ml. £1;allogelb: NN., Cassel 1 Mk., Frau Hirschmann, Fischach 60 Pfg. Keren Hajischuw: Agudas Jisroel-Jugend« gruppe Karlsruhe 3 Mk., Mer Reinzenheim, Hopsten 5 Mk. Derantwortttcher Schriftleiter: ©. Goldschmidt in Halberstadt